Potsdam und Bad Neuenahr stehen im Halbfinale

Von am 30. Januar 2011 – 15.41 Uhr 6 Kommentare

Der 1. FFC Turbine Potsdam und der SC 07 Bad Neuenahr haben das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht. Doch für beide Mannschaften waren die Begegnungen echte Zitterpartien.

Zwischen den Potsdamerinnen und der in der Liga abstiegsbedrohten SG Essen-Schönebeck dauerte es etwa eine Stunde, bis der einzige Treffer des Tages fiel. Dem SC 07 Bad Neuenahr gelang das Siegtor gegen den Hamburger SV sogar noch später.

Lange Zeit torlos
Sowohl die Hamburgerinnen als auch die Gastgeberinnen aus Bad Neuenahr taten sich vor etwa 500 Zuschauern lange schwer. Die erste Halbzeit endete torlos, erst in der 54. Minute brachte Nationalspielerin Célia Okoyino da Mbabi die Kurstädterinnen in Führung. Diese hielt allerdings nur elf Minuten, dann gelang Aferdita Kameraj der Ausgleich für die Hanseatinnen.

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Entscheidung erst in der Schlussphase
Die Entscheidung fiel schließlich in den letzten zehn Minuten des Spiels. Zunächst erzielte Leonie Maier (80.) das 2:1, ehe Nicole Rolser (88.) für den Endstand sorgte. Für den SC 07 Bad Neuenahr ist es der erste Einzug ins DFB-Pokalhalbfinale seit 25 Jahren. Zuletzt gelang dies in der Saison 1985/86. Im Endspiel standen die Rheinländerinnen noch nie.

Célia Okoyino da Mbabi

Célia Okoyino da Mbabi brachte ihr Team in Führung. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Potsdam und Essen tun sich schwer
Auf dem schwer bespielbaren Grün im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion taten sich zunächst beide Mannschaften schwer, nach der Winterpause ihren Spielrhythmus zu finden. Die Gäste aus Essen gingen bemüht zu Werke, das Aufbauspiel der Potsdamerinnen zu unterbinden, konnten selbst jedoch kaum entscheidende Akzente setzen. So blieben klare Torchancen in der ersten Halbzeit aus, die Mannschaften verabschiedeten sich mit einem 0:0 in die Pause.

Schmidt rettet Potsdam
Der Siegtreffer für die „Torbienen“ fiel in der 59. Minute, als Nationalspielerin Bianca Schmidt den Ball im Strafraum über die Linie stocherte. Die SGS geriet durch das Gegentor etwas aus dem Tritt, erst in der Schlussphase warf die Elf von Markus Högner noch einmal alles nach vorn – letztlich jedoch vergebens. Die Potsdamerinnen ziehen durch den knappen Erfolg ins Halbfinale ein.

Auslosung am Donnerstag
Am Mittwoch wird im Gütersloher Heidewald-Stadion die dritte Viertelfinalbegegnung ausgespielt; der FSV Gütersloh 2009 empfängt den 1. FFC Frankurt. Einen Tag später folgt die Auslosung des DFB-Pokal-Halbfinales in Köln – die letzte Viertelfinalpartie findet allerdings erst am 9. Februar zwischen dem FC Bayern München und dem FCR 2001 Duisburg statt.

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6 Kommentare »

  • Jochen sagt:

    Potsdam kommt auch nicht richtig in Schwung.

    Neues Jahr – altes Problem: kein kontrollierter Angriffsaufbau aus dem Mittelfeld. Die Abwehr steht zwar ordentlich, aber nach vorne geht nichts richtig. Essen hält sich erstaunlich gut, spielt von Anfang an mit, auch wenn in der ersten Halbzeit eigentlich vor den Toren nichts Aufregendes passiert. Essen erarbeitet sich aber in der letzten Viertelstunde sogar eine gute Ausgleichchance.

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  • FFFan2 sagt:

    Das Bild zeigt aber nicht Nicole Rolser, denn die trägt die Nr. 9.

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  • Nora Kruse sagt:

    Danke für deinen Hinweis – das war eine kleine Verwechselung mit der Schwester 🙂
    Dann jetzt da Mbabi…

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  • FFFan sagt:

    Bianca Schmidt ist bei TP wohl die Frau für die entscheidenden Tore: letzte Saison in der Meisterschaft, diesmal im Pokal!

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  • Detlef sagt:

    @FFFan,
    naja, ab und zu kommen bei SCHMIDTI eben doch die Stürmer-Gene durch!!!
    Ich hab ihr Tor ja nur in der Zusammenfassung im RBB gesehen, war schon ziemlich kurios!!!

    Ich hoffe die TURBINEN können in den nächsten 5 Tagen noch an den Dingen arbeiten, die heute nicht so gut geklappt haben!!!
    LIRA meinte ja im Interview, daß sie von den Duisburgerinnen vom Platz gefegt werden, wenn sie dann so wie heute spielen!!!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Na ja, Lira möchte mit dieser Aussage nur ihr Team anstacheln bzw. aufrütteln! Sie weiß sehr wohl, dass beide Spiele sog. Drecksspiele waren, zwar mit einem Sieg der kommenden Gegner endeten, aber fussballerisch in beiden Fällen keine Messlatte abgaben. Glanz- oder überzeugende Leistungen sehen anders aus und sind auch bei den Bodenverhältnissen sekundär, da ist die kämpferische Einstellung oftmals bedeutsamer, und wie man gesehen hat, auch das Quentchen Glück.
    Da die Karten für die BL nunmehr neu gemischt sind, es Turbine somit wieder in der eigenen Hand hat, darf dieser Umstand allerdings nicht lähmend, sondern beflügelnd auf die Spielerinnen wirken. Das trifft aber eben auch auf den FCR zu…

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1 Pingbacks »

  • DFB-Pokal: Potsdam muss nach München oder Duisburg sagt:

    […] Der 1. FFC Turbine Potsdam erreichte das Halbfinale durch einen 1:0-Sieg gegen die SG Essen-Sch&#246…Das Finale wird am 26. März in Köln ausgetragen. /* Schlagwörter: Auslosung • DFB-Pokal Markus Juchem […]