Kim Kulig geht nach Frankfurt

Von am 25. Januar 2011 – 11.30 Uhr 16 Kommentare

Erwartet wurde es schon länger, nun ist es offiziell: Kim Kulig wechselt zur kommenden Saison zum 1. FFC Frankfurt. Statt eines im Frauenfußball fast üblichen Einjahresvertrags unterschrieb die Nationalspielerin gleich für mehrere Spielzeiten.

In Frankfurt plant man langfristig mit der 20-jährigen Europameisterin und U20-Weltmeisterin, Kuligs Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2014. Zuletzt spielte sie drei Jahre für den Hamburger SV.

Nächster Schritt in der Entwicklung
„Nach einer tollen und erfolgreichen Zeit beim Hamburger SV ist es für mich wichtig, direkt nach der WM im eigenen Lande eine neue Herausforderung anzunehmen. Die Unterschrift beim 1. FFC Frankfurt sehe ich als nächsten Schritt meiner sportlichen Entwicklung und freue mich darauf, mich bei einem der Topclubs in Europa im täglichen Training mit vielen Nationalspielerinnen messen zu dürfen und ehrgeizigen Zielen auch in den Vereinswettbewerben nachzugehen“, so Kulig, die bereits zwanzig Mal das Dress der Frauen-Nationalmannschaft trug.

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Kim Kulig

Wechselt nach Frankfurt: Kim Kulig ©Nora Kruse / ff-archiv.de

Kulig soll FFC-Entwicklung prägen
FFC-Manager Siegfried Dietrich ist zufrieden: „Wir freuen uns außerordentlich, dass sich Kim Kulig nach drei entwicklungsreichen Jahren beim HSV für den 1. FFC Frankfurt entschieden hat und sind davon überzeugt, dass sie mit ihren glänzenden Fähigkeiten unseren bestens aufgestellten Kader optimiert. Zusammen mit vielen unserer bisherigen Leistungsträgerinnen und unseren weiteren hochkarätigen Top-Talenten, wie zum Beispiel Dzsenifer Marozsán und Svenja Huth, wird sie die nächsten Jahre beim 1. FFC prägen!“

Langes Tauziehen
Die Verpflichtung beendet ein fast zwei Jahre währendes Tauziehen um Kulig, das zunächst mit einer Punktniederlage für den 1. FFC Frankfurt geendet hatte und sogar die DFB-Oberen beschäftigte. Doch schon damals schien klar, dass ein Wechsel Kuligs von Hamburg nach Frankfurt nur noch eine Frage der Zeit sein würde.

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16 Kommentare »

  • Hullu poro sagt:

    Womit niemand gerechnet hat…

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  • Michele sagt:

    Jetzt geht es ab. Wenn holt der FFC wohl als nächstes? Sollte Natze aufhören bräuchte man auch einen echten Kracher fürs Tor. Ich hoffe Kim wird in Frankfurt glücklich. Aber ich frage mich, wo jetzt noch Platz für Landis ist? MIt Behringer, Marozsan, Huth, Grefrekes, Kulig und co. wird es eng. Sie wird wohl den FFC wieder verlassen.

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  • Schnuller sagt:

    Der wahre Grund ist: KK möchte auch mal Heimspiele vor mehr als 100 Zuschauern absolvieren!

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  • Lucy sagt:

    Hoffentlich können wir so viele Junge ertragen, wo wir doch nur Rentnerinnen gewöhnt sind… :-o))

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  • Fuxi sagt:

    Tja, sagen wir’s mal so: Jeder verpasste Meistertitel wird für SiDi immer peinlicher…

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  • Michele sagt:

    Diese Saison wird Frankfurt Meister. Ganz sicher.

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  • Webcam sagt:

    Es bleibt also wie es war: Frankfurt kauft die peu à peu die Nationalmannschaft ein, so erhältlich, und Turbine Potsdam wird Meister …

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  • Hullu poro sagt:

    @ Schnuller:

    100 Zuschauer ist ein bißchen übertrieben. Aber die Atmosphäre im Frankfuter Stadion wird kaum anders sein als die beim HSV.

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  • Detlef sagt:

    Der Wechsel war ja zu erwarten!!!
    Auch der Zeitpunkt war eigentlich schon lange klar, da nach der WM einige Frankfurterinnen aufhören werden!!!

    @Lucy,
    Man darf in der Tat gespannt sein, wie dem FFC Frankfurt diese „Frischzellenkur“ bekommen wird!!!

    @Michele,
    erst mal abwarten, wie Mainhatten die Winterpause „überstanden“ hat!!!
    Falls sie ihre Form und ihre Konzentration aus dem Vorjahr konservieren konnten, sind sie in der Tat Meisterschaftskandidat Nummer Eins!!!

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  • licaro sagt:

    auf die frankfurterinnen bin ich nächste saison echt gespannt! was ein kader!

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  • FFFan sagt:

    Ein weiterer Baustein zum erfolgreichen Generationswechsel.

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  • Garrincha sagt:

    It’s money that matters… Das ist die ProfiLiga, die wir uns alle wünschen! Aus finazieller Hinsicht absolut nachzuvollziehen, aus sportlicher Hinsicht eine sehr bequeme Entscheidung. Hier kann ich mich dann hinter den anderen Nationalspielerinnen verstecken. Die FF-BuLi wird noch langweiliger, es kommen noch weinger Zuschauer, da muß man kein Hellseher/Schwarzmaler sein (trotz WM in D). Hat übrigens schon vor der letzten Saison mit Saarbrücken (Keßler, Maroszan, Schwaab, Wagner, Henning, Holz) angefangen…was wäre das heute für eine Mannschaft! Das hat auch nichts mit einer Professionalisieung der BuLi zu tun, wenn alle Natio-Spielerinnen in FFM, Potsdam oder Duisburg spielen.
    Fazit: Gut für das Einkommen der Spielerinnen, schlecht den REST!!!

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  • helena sagt:

    @Garrincha: Aber ist es nicht relativ normal, dass sich Nationalspieler auf zwei, drei maximal vier Klubs verteilen? Das ist bei den Männern doch letzten Endes auch nicht wirklich anders (die „Bayern-Achse“ war bei der letzten WM ein Grundpfeiler des Erfols). Und dennoch gibt es sehr, sehr viele Fans der anderen Mannschaften, die eben keinen (deutschen) Nationalspieler im Kader haben. Das als einen wichtigen Grund zu nennen, dass zu wenige Zuschauer zu (Heim-)Spielen kommen, greift zu kurz. Als sehr gute Spielerin muss man schauen, wo man ein professionelles Umfeld findet, man mit anderen sehr guten Spielerinnen zusammenarbeitet etc. Das ist nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch des sportlichen Ehrgeizes. Es wird nur sehr wenige Spielerinnen geben, die in ihrer Heimat und ihrem Verein so sehr verwurzelt sind, dass sie lieber im oberen Mittelfeld der Liga spielen als zu einem der „großen 3“ zu wechseln wie da Mbabi. Wir als Fans können ja nicht erwarten, dass unsere Nationalspielerinnen gegen den Abstieg und Co. spielen – sie wollen Titel. Und sollten Frankfurt, Potsdam und Duisburg keine sehr guten deutschen Spielerinnen mehr verpflichten (dürfen), so verpflichteten sie mit Sicherheit sehr gute ausländische Spielerinnen, was dazu führen würde, dass unsere Nationalspielerinnen kaum mehr internationale Erfahrung sammeln würden. Nein, der Wechsel von sehr guten Spielerinnen (wie auch im MF oder im Handball – gerade jetzt wieder ein Thema) zu sehr guten Vereinen ist absolut notwendig!

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  • Garrincha sagt:

    @Helena: In der MF-BuLi stehen zur Zeit Vereine ohne viele „Stars“ an der Spitze (Dortmund, Mainz, Hannover). Hier kann allerdings JEDER Verein JEDEN schlagen. In der FF-BuLi ist das nicht so. Hier können nur FFM, Potsdam und Duisburg Meister werden. Die Spiele dieser Vereine gegen alle anderen Vereine (ok! diese Saison Ausnahme: Wolfburg) sind absolut vorhersehbar. Hier gibt es noch nicht einmal knappe Ergebnisse-Siege mit 3-4-5 Toren Unterschied sind normal. Ich denke, daß bei einer Konzentration der TOP-SpielerInnen auf 3 Vereine das Niveau sinkt und die fehlende erfoderliche wöchentliche Herausforderung die Vereine nicht gut rüstet für internationale Duelle. Ausländische Spieler werden nur verplichtet, wenn diese auch besser sind als vorhandenen Spielerinnen. Da gibt es gar nicht so viele… und m.E. entwickeln sich Spielerinnen, wenn sie Woche für Woche mehr Verantwortung übernehmen müssen auch besser. Ich finde auch, daß die Strukturen bei den meisten FF-BuLigisten schon sehr gut sind, auch recht professionell. Warum reizt es eine Kim Kulig nicht in Hamburg mit jungen Spielerinnen etwas aufzubauen? Warum sitzt sie in Frankfurt lieber öfters mal auf der Bank oder ist eine von vielen Top Stars auf dem Platz und gewinnt gegen Lev mit 9:0? Das habe ich bei M.Behringer beim Wechsel MUC/FFM auch nicht verstanden. Was ich allerdings verstehe ist: GELD!

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  • helena sagt:

    @Garrincha: Naja, ob im MF Jeder Jeden schlagen kann, sei einmal dahingestellt (das ist auch dort nur in Ausnahmefällen der Fall, dass – mit Ausnahme dieser Saison – ein potentieller Abstiegskandidat einen potentiellen Meisterschaftskandidaten schlagen kann), aber es geht eben auch um internationale Spiele im FF! Einmal angenommen, Kulig bliebe in Hamburg und baute mit jungen Spielerinnen „Etwas“ auf. Das Etwas bliebe aller Wahrscheinlichkeit nach darauf beschränkt, dass sie aus der unteren Mittelmäßigkeit in die obere Mittelmäßigkeit aufstiege und statt 9:0 gegen Leverkusen nur 3:0 gegen Leverkusen gewönne, dafür aber immer noch nicht Potsdam, Duisburg und Frankfurt schlägt und niemals international spielte. Ich fände es auch toll, wenn wir 10 gleichwertige Mannschaften hätten, aber das wird leider niemals der Fall sein und ich kenne auch keine Liga gleich welchen Sports, in dem das so wäre. Ein Blick etwa zum Frauen-Volleyball zeigt das gleiche Spiel, auch dort sind es nur drei/vier Mannschaften große Teams und alle anderen bessere Sparringspartner, gegen die man nur in Ausnahmefällen verliert. Versteh mich richtig: auch ich wünschte mir eine ausgeglichenere Liga, aber man kann keinem Spieler den Vorwurf machen, dass er oder sie lieber sportlich erfolgreich ist denn Aufbauarbeit zu leisten, die sehr wahrscheinlich sowieso keine Früchte trägt. Und im Zweifel für den Angeklagten: wenn eine Spielerin zu einem der großen Drei wechselt, unterstelle zumindest ich ihr zunächst einmal, dass sie sich sportlich weiterentwickeln und erfolgreich sein will, denn es ist ein Unterschied ob ich mit den Besten spiele und mich durchsetzen muss, oder selbst mit meinen noch nicht voll entwickelten Fähigkeiten die Beste meines Vereins bin. Geld mag zwar den Ausschlag für Frankfurt und gegen Duisburg oder Potsdam geben, aber nicht im Vergleich mit Hamburg. Denn man verdient auch in Frankfurt keine Millionen…

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  • pinkpanther sagt:

    Schließe mich helena an: sehr gut argumentiert, schlüssig, deckt sich voll mit meiner Einschätzung!
    Danke für diesen Beitrag 🙂

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