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Weltfußballerin: Birgit Prinz übt Kritik an Wahlmodus

Von am 10. Januar 2011 – 15.35 Uhr 12 Kommentare

Die dreifache Weltfußballerin Birgit Prinz hat auf der Pressekonferenz zur Verleihung der Weltfußballerin des Jahres den Wahlmodus in Frage gestellt.

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Prinz erklärte am frühen Nachmittag in Zürich: „Der Weltverband Fifa könnte uns mehr Infos zur Verfügung stellen. Das könnte die Wahl noch wertvoller gestalten. Das wäre ein wichtiger Schritt für den Frauenfußball.“ Und weiter:  „Ich habe die Weisheit nicht gepachtet, aber ich möchte einen Anstoß geben.“

Unverständnis
Prinz wunderte sich unter anderem darüber, dass ihre Teamkollegin Kerstin Garefrekes vom 1. FFC Frankfurt nicht nominiert wurde. Auch das Fehlen von Inka Grings sowie die Auswahl bei der erstmals durchgeführten Wahl zum Trainer des Jahres hatten bereits zuvor in der Öffentlichkeit für Unverständnis gesorgt.

Birgit Prinz

Birgit Prinz plädiert für einen neuen Wahlmodus © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Es sei selbst für eine Spielerin schwierig, die Leistungen zu beurteilen, da nur wenig internationale Spiele bestritten werden und die Medienpräsenz gering ist, räumte Prinz ein. Sie regte an, dass auch Trainerinnen und Trainer sowie andere Personen die Möglichkeit erhalten sollen, Spielerinnen vorschlagen. Dies würde aber auf Seiten der FIFA ein neues Auswahlverfahren voraussetzen.

Entscheidung am Abend
Die Wahl wurde in diesem Jahr zum ersten Mal weltweit unter Journalisten sowie den Spielführerinnen und Trainern der Nationalmannschaften durchgeführt. Zuvor waren nur die Spielführerinnen und Trainer wahlberechtigt. Neben Prinz können sich Nationalmannschaftskollegin Fatmire Bajramaj und die viermalige Titelträgerin Marta aus Brasilien Hoffnungen auf den Titel machen. Die Verleihung findet am Abend ab 19.00 Uhr (live auf Eurosport) in Zürich statt.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

12 Kommentare »

  • uwe sagt:

    B. Prinz übt Kritik an der Fifa. Das wars dann wohl. Marta wird es freuen, hat sie den Titel Weltfussballerin 2010 doch jetzt sicher in der Tasche. (Wenn es nicht schon eh klar war)Auch wird B. Prinz nächstes Jahr nicht mehr dabei sein,selbst wenn sie Deutschland zum WM Titel schießt.
    Die Fifa mag keine Kritik, frag nach bei I. Grings.

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  • laasee sagt:

    The FIFA FF awards are a total farce!!!!!

    The German Footballer of the Year was not even on the original list but the DFB do not care!!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Wo sie Recht hat, hat sie eben Recht, und eventuell zu erwartende Nachteile können ihr Schnurz sein!

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  • pinkpanther sagt:

    @SF: Jepp! Ich finde die Kritik von Birgit Prinz in jeder Hinsicht gerechtfertigt und ganz toll, dass sie dies so angebracht hat – meinen Respekt!

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  • Steffen sagt:

    Chapeau! Chapeau! Chapeau!

    Wer sonst spricht das aus, was uns allen seit Jahren auf der Seele liegt!

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  • laasee sagt:

    Birgit Prinz had 8 consecutive German Player of the Year awards. Did those voters watch FF games, or did they vote on the ’name‘?

    The DFB were happy for Birgit to win 8 titles and now FIFA are happy for Marta to win 5 titles.

    If those who vote for the FF awards also had to vote for the mens player award, then David Beckham would be the male World Footballer of the Year……..and next year and the following year!!

    Then there is the Coach Award, which totally defies comprehension. Silvia has good clothes and fashion sense. Frau Meinert should understand that in football politics winning WM-U20 is secondary but wearing a nice red jacket gets votes. Also losing twice in one year to USA is very helpful in the voting process and results in getting more votes than the USA coach!!

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  • pinkpanther sagt:

    @laasee: :-)))))))))

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  • SCW sagt:

    laase, I love what u said about Mrs Neid. 😀 Wasn’t that a horrbile jacket? Thanks to Cinque, I guess.. sad they didn’t get awarded for „best Outfitter“^^
    Anyway…
    I think it (the award / title for SN) is just ridiculous!
    I mean in 2009 the women won the european title, but WHAT did they achieve this year (2010, which was awarded)???
    Maren deserves this title more than anyone else! But I guess -> who cares? Marta won again, Messi won again… I don’t take these titles serious at all. It’s like the mens Worldchampionship 2022 in Katar: Money rules the world – and when it comes to womensoccer obviously NOT achievement. -.-‚

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  • Steffen sagt:

    Ob die FIFA nun glücklicher ist, dass Marta 5 Mal in Folge gewonnen hat, das glaube ich nicht. Die FIFA ist die FIFA und der DFB ist der DFB. Einzelpersonen sind da nicht wichtig, das Gesamte, das Paket ist wichtig. Wenn Marta ihre Fussballschuhe an den Nagel hängt, gibt es neue „Helden“ der FIFA. Sozusagen wie Schumacher und Ferrari.

    Und das bei den Männern die Voter besser sind, bzw. bei den Frauen das Gegenteil sind, dass hat die Birgit doch kritisiert!

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  • laasee sagt:

    @SCW

    Hi.

    We are in the same team.

    In football the integrity of the referee is uber essential.
    This fair play concept should also apply to football organisations and officials.
    Journalists amd forum administrators should also be governed by these fundamental concepts.
    Freedom of speech and freedom to express an opinion should be sacrosanct – sadly this is not always so!!

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  • Expert sagt:

    Die Wahlberechtigten haben diese genügend Frauenfußball Kenntnis !Frau Prinz hat schon recht. Weltfussballerin zu werden dafür muß man sich mehr in der Öffentlichkeit zeigen. Australien, Afrika, Kanada,Südamerika, den Osten Europas nicht vergessen.Die portugiesisch und spanisch sprechende Länder usw. übrigens das nächstemal gibt es ja immer. Frau Prinz beschwerd sich jetzt, was war früher, voriges Jahr zum Beispiel!

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  • Flachpass sagt:

    Das Problem ist, die internationale Journalie kennt fast ausnahmslos nur Birgit Prinz, oder ihren namen, informiert sich nicht bei der Nationalelf bzw. schaut sich keine Bundesliga- bzw. Championsleague-Spiele an. Natürlich hat Birgit Prinz recht, wenn sie ihr Unverständnis ausdrückt, daß ihre Mannschaftskameradin Garefrekes nicht erwähnt wird. Sie führt immerhin zusammen mit ihr die Bundesligatorschützenliste an (20 und 18 Tore) und spielt überhaupt bisher eine überragende Saison. Aber das interessiert offenbar den internationalen Journalismus kaum, es wird halt standardgemäß für Prinz gestimmt. Und daß auch lange eine Inka Grings ignoriert wurde, sagt eigentlich alles.

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