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Der Frauenfußball-Jahresrückblick 2010 – Oktober

Von am 8. Januar 2011 – 15.17 Uhr

Vom ersten eigenständigen DFB-Pokalfinale über das Double des 1. FFC Turbine Potsdam bis zum eindrucksvollen Weltmeistertitel der U20-Nationalmannschaft – im Frauenfußball-Jahr 2010 ist viel passiert. Womensoccer lässt alle Highlights noch einmal Revue passieren, diesmal den Monat Oktober.

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Für das erste Ereignis sorgten wir selbst – nach über drei Jahren im alten Layout startete Womensoccer im neuen Gewand in den Oktober.

Auf dem Platz stand vor allem die Schlussphase der WM-Qualifikation im Vordergrund. In der zweiten Runde der Playoffs sorgte vor allem die Schweiz für einen Fingerzeig, die Eidgenössinnen setzten sich gegen Dänemark durch, scheiterten allerdings später an Italien.

Schweden hatte die Qualifikation bereits in der ersten Playoff-Runde unter Dach und Fach gebracht, für die Europameisterschaft 2013 bleibt den Nordländerinnen eine Qualifikation erspart – die UEFA vergab die EM nach Schweden.

Spekuliert wurde darüber hinaus, ob die WM 2011 ohne Nigeria würde stattfinden lassen. Die FIFA suspendierte den Nigerianischen Fußballverband, was jedoch kurze Zeit später schon wieder aufgehoben wurde. Mit Neuseeland qualifizierte sich eine weitere Mannschaft für die Titelkämpfe in diesem Jahr – die „Kiwis“ siegten im Endspiel der Ozeanien-Meisterschaft sogar zweistellig.

Saskia Bartusiak (re.) und Sally Shipard

Deutschland lieferte sich ein enges Duell mit Australien. © Nora Kruse / ff-archiv.de

Die deutsche Nationalmannschaft bereitete sich unterdessen auf das Länderspiel gegen Australien vor. Bundestrainerin Silvia Neid berief gleich zwei Neulinge in den Kader. Debütantin Verena Faißt gab sich vor ihrem Länderspieldebüt im Womensoccer-Interview allerdings entspannt. Die australische Auswahl reiste mit insgesamt 15 Asienmeisterinnen zum Spiel nach Deutschland. Dementsprechend gut präsentierten sich die Australierinnen – doch am Ende siegte die DFB-Elf knapp. Die Kulisse in der WM-Stadt Wolfsburg war allerdings enttäuschend.

Auch der Oktober verlief nicht ohne Verletzungsmeldungen. Nationalspielerin Navina Omilade zog sich einen Muskelfaserriss zu, Lena Lotzen einen Anriss des Syndesmosebandes. Auch Selina Wagner musste mit einer Bänderdehnung kurzzeitig pausieren. Als langwierig sollte sich die Verletzung von Lisa Weiß herausstellen.

Das Führungsduo der Ersten Bundesliga, der 1. FFC Turbine Potsdam und der 1. FFC Frankfurt, blieben auch im Oktober souverän an der Tabellenspitze, der FC Bayern München musste abreißen lassen. Das Schlusslicht der Liga, der Herforder SV, sorgte unterdessen für einen kleinen Paukenschlag – die Ostwestfälinnen entließen Trainerin Tanja Schulte, als Nachfolger wurde nur wenige Stunden später Jürgen Prüfer präsentiert. An der Tabellensituation änderte der Wechsel auf der Trainerbank in den folgenden Wochen nichts. Schulte entschloss sich später, zum Zweitligisten BV Cloppenburg zu wechseln.

Einen internationalen Trainerwechsel gab es in der Republik Irland. Nachdem der langjährige Nationaltrainer Noel King zur männlichen U21-Auswahl gewechselt war, übernahm Susan Ronan als Nachfolgerin. In den Niederlanden übernahm Roger Reijners die Nachfolge der zurückgetretenen Nationaltrainerin Vera Pauw.

Im Sechzehntelfinale der Champions  League hatten beide deutschen Vereine wenig Probleme. Sowohl der 1. FFC Turbine Potsdam als auch der FCR 2001 Duisburg qualifizierten sich souverän für das Achtelfinale. Die kommenden Gegner standen schon kurz darauf fest.

Große Anerkennungen wurden Marta sowie der deutschen U20-Nationalmannschaft zuteil. Die vierfache Weltfußballerin des Jahres wurde zur UN-Botschafterin ernannt, die DFB-Auswahl wurde nach ihrem WM-Sieg im August als „Juniorsportler des Jahres“ ausgezeichnet. Eine weitere Auszeichnung erhielt Fatmire Bajramaj – die Potsdamerin wurde zur „Weltfußballerin des Jahres“ nominiert, später schaffte sie es gar unter die Top-Drei mit Marta und Birgit Prinz. Wer am Ende das Rennen macht, entscheidet sich am Montag in Zürich.

Den Peace Queen Cup in Südkorea gewannen die Gastgeberinnen – ins Finale waren sie per Losentscheid eingezogen.

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