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Der Frauenfußball-Jahresrückblick 2010 – April

Von am 28. Dezember 2010 – 17.08 Uhr

Vom ersten eigenständigen DFB-Pokalfinale über das Double des 1. FFC Turbine Potsdam bis zum eindrucksvollen Weltmeistertitel der U20-Nationalmannschaft – im Frauenfußball-Jahr 2010 ist viel passiert. Womensoccer lässt alle Highlights noch einmal Revue passieren, diesmal den Monat April.

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Im April standen zunächst wichtige Spiele der WM-Qualifikation auf dem Programm. Nur die Sieger der Qualifikationsgruppen würden in die Playoffs einziehen, und so zeichneten sich viele interessante Duelle ab. England legte im direkten Duell gegen Konkurrent Spanien vor, und die Schweiz zeigte sich in guter Form – später im Jahr trafen England und die Schweiz in den Playoffs aufeinander.

Die Qualifikation für die Europameisterschaft entschied sich für die deutsche U19-Nationalmannschaft dagegen bereits im April. Die Elf von Maren Meinert gewann das letzte Gruppenspiel gegen Norwegen.

In Deutschland stand zunächst der DFB-Pokal im Mittelpunkt. Im Halbfinale trafen der FCR 2001 Duisburg und der 1. FFC Turbine Potsdam aufeinander, außerdem der FF USV Jena und die SG Essen-Schönebeck. Es sollte also ein vermeintlicher Außenseiter ins Finale in Köln einziehen. Während in der Champions League die Potsdamerinnen gegenüber den Duisburgerinnen die Oberhand behielten und dort auf Olympique Lyonnais treffen sollten, setzte sich im DFB-Pokal der FCR durch – die Endspielpaarung lautete daher Duisburg gegen Jena.

Während die Bundesliga im April auf das Saisonende zusteuerte, ging es in Schweden erst los. War die Liga dort in den vergangenen Jahren eine der stärksten gewesen, zeichnete sich diesmal ein Umbruch ab. In der Endphase in Deutschland ging es für den FCR 2001 Duisburg darum, den zweiten Platz in der Bundesliga zu festigen, während Verfolger 1. FFC Frankfurt gegen den VfL Wolfsburg Federn ließ und an Boden verlor. Die Entscheidung in der Meisterschaft wurde dennoch in den kommenden Monat vertagt.

Vertragsverlängerungen standen ebenfalls an. Die Kerschowski-Zwillige entschieden sich, beim 1. FFC Turbine Potsdam zu bleiben. Tanja Wörle verlängerte ihren Kontrakt beim FC Bayern München. Erste Abgänge hatte dagegen der FCR 2001 Duisburg zu verzeichnen. Marith Prießen und Eunice Beckmann entschieden sich für einen Wechsel zu Bayer 04 Leverkusen. Dort plante man bereits für den Aufstieg in die Erste Bundesliga – geschafft hatte diesen im April bereits die Elf vom Herforder SV. Getrennte Wege gingen auch der VfL Wolfsburg und Sportdirektor Bernd Huneke.

Ariane Hingst

Nach langer Verletzung wurde Ariane Hingst wieder in die Nationalelf berufen. ©Nora Kruse // ff-archiv.de

In der Zweiten Bundeslig wurden die Auflösungserscheinungen der SG Wattenscheid 09 größer, und so sollte die ehemalige Erstligamannschaft vom VfL Bochum übernommen werden. In der Südstaffel tauchte ein bekannter Name wieder auf der Bildfläche auf: Die ehemalige Schweizer Nationaltorhüterin Kathrin Lehmann wechselte für sechs Spiele zum FFC Wacker München, um ihrem alten Verein im Kampf gegen den Abstieg zu helfen – letztlich vergeblich. Einen neuen Trainer suchte sich der SC Freiburg und einigte sich im April mit Milorad Pilipovic.

Für eine Überraschung sorgte die ehemalige Trainerin des FC Bayern München, Sissy Raith, die sich für einen Wechsel nach Aserbaidschan entschied und dort das Amt der Nationaltrainerin übernahm.

In der A-Nationalmannschaft feierte Ariane Hingst nach langer Verletzung ihr Comeback. Das Länderspiel in Dresden gegen Schweden musste aufgrund der Aschewolke, die im April den europäischen Luftraum fest im Griff hatte, allerdings abgesagt werden. So fand in Dresden allein die Gruppenauslosung der U20-Weltmeisterschaft statt.

Alle Jahresrückblicke 2010 im Überblick

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