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Die Tops und Flops der Woche 49/2010

Von am 15. Dezember 2010 – 17.32 Uhr 3 Kommentare

In dieser Ausgabe unserer Reihe Tops und Flops geht es unter anderem um (zu) späte Beschwerden, eine Vereinspleite, Hallenturniere, Facebook und Ehrungen.

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Top 4

Viele Podiumsplätze bei der Sportlerwahl
Bei der Wahl zu den besten SportlerInnen des Jahres 2010 in Nordrhein-Westfalen hat der Frauenfußball gut abgeschnitten. Alexandra Popp (FCR 2001 Duisburg) wurde zur „Newcomerin des Jahres“ gewählt, U20-Weltmeistertrainerin Maren Meinert wurde als „Trainerin des Jahres“ ausgezeichnet. Zweite Plätze gab es für den FCR 2001 Duisburg („Mannschaft des Jahres“) sowie Inka Grings („Sportlerin des Jahres“).

Neue Hallenturniere 2011
Der DFB-Hallenpokal wird im kommenden Jahr ausgesetzt, das traditionsreiche Hallenmasters in Bielefeld-Jöllenbeck (15./16. Januar) findet allerdings statt. Doch daneben gibt es zwei weitere interessante Turniere. International wird es am gleichen Wochenende in Oslo – in der großen Telenor Arena trifft Gastgeber Stabæk auf Arsenal LFC, Brøndy IF sowie die Bundesligafrauen vom VfL Wolfsburg. Bundesliga-Hallenzauber wird es darüber hinaus auch in Leverkusen geben. Am 9. Januar stehen sich dort Bayer 04 Leverkusen, der FCR 2001 Duisburg, die SG Essen-Schönebeck sowie der SC 07 Bad Neuenahr und der 1. FC Köln gegenüber.

Mehr Geld von der UEFA
Das Exekutivkomitee des Europäischen Fußballverbandes (UEFA) hat auf seiner letzten Sitzung im Jahr 2010 unter anderem mehr Geld für den Frauenfußball beschlossen. Angesichts der stetig steigenden Zahl aktiver Spielerinnen wird das UEFA Women’s Football Development Programme (WFDP) zwischen 2012 und 2016 jährlich weitere 100.000 Euro erhalten.

Kanada zeigt sich in guter Form
Die kanadische Nationalmannschaft, Auftaktgegner der DFB-Elf bei der Weltmeisterschaft 2011, zeigt sich weiter in guter Form. Die Mannschaft von Trainerin Carolina Morace gewann beim Vier-Nationen-Turnier in Brasilien gegen Mexiko mit 1:0 und wiederholte damit den Erfolg aus dem Endspiel der CONCACAF-Meisterschaft. Im Endspiel werden die Kanadierinnen auf Brasilien treffen.

Flop 4

Diskriminierung im südafrikanischen Team
Gegen den südafrikanischen Nationaltrainer Augustine Makalakalane läuft ein Untersuchungsverfahren wegen sexueller Diskriminierung. Zwei ehemalige Nationalspielerinnen, Nthabiseng Matshaba und Gloria Thato, haben den Stein ins Rollen gebracht und ihn beschuldigt, lesbische Spielerinnen diskriminiert und beschimpft zu haben. Unterstützt wurden die Anschuldigungen durch die Aussage der ehemaligen Spielführerin Portia Modise. Der Südafrikanische Fußballverband hat reagiert und Makalakalane bis auf weiteres suspendiert.

Sunderland

2009 stand Sunderland im FA Cup Finale. Eine solche Überraschung fürchten die großen Clubs 2011. ©Nora Kruse // ff-archiv.de

Arsenal und Everton beschweren sich – zu spät
Die Englische Profiliga wird erst im kommenden Frühjahr starten, daher werden die beiden Champions-League-Teilnehmer in dieser Saison über den FA Women’s Cup ermittelt – die Finalisten vertreten England auf europäischer Ebene. Keine gute Lösung, sagen Vic Akers und Mo Marley von Arsenal und Everton. Beide haben Sorge, dass sich dadurch eine Überraschungsmannschaft für die „Königsklasse“ qualifizieren könnte, die dann wiederum schlecht abschneiden und dafür sorgen könnte, dass England den zweiten Champions-League-Startplatz verliert. Das sind mit Sicherheit Einwände, die diskutiert werden können. Doch man fragt sich, warum sie erst vor wenigen Tagen – am Wochenende der ersten Pokalrunde – geäußert wurden. Der Modus steht seit August fest. Angesichts der Überraschung, die beide dem Guardian gegenüber äußern, fragt man sich durchaus, ob und warum der Modus nicht vorher schon hinterfragt wurde. Wie in der Bundesliga auch häufig genug der Fall, werden Bedenken und Beschwerden viel zu spät geäußert.

Das nächste WPS-Team streicht die Segel
Die US-amerikanische Profiliga WPS schreibt weiter Negativschlagzeilen. Die Chicago Red Stars haben sich aus finanziellen Gründen zurückgezogen. Damit verliert die WPS bereits das vierte Team innerhalb von zwei Jahren. Zuvor mussten auch Los Angeles Sol, Saint Louis Athletica sowie Meister FC Gold Pride den Ligabetrieb einstellen. In Chicago plant man, 2012 mit neuen Investoren in die WPS zurückkehren zu können. Sollte das gelingen, wären es endlich einmal positive Nachrichten aus der einzigen Profiliga der Welt, der der Erfolg aufgrund der Signalwirkung zu wünschen wäre.

Bayerns Facebook-Seite wieder dicht
Die Facebook-Seite der Bundesligafrauen vom FC Bayern München ist zum dritten Mal geschlossen worden. Bei der Angabe der Gründe bleibt Facebook allerdings vage – es liege ein Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen des sozialen Netzwerkes vor. Darüber hinaus wird angegeben, dass Facebook-Seiten gelöscht werden, wenn sie hetzerische oder obszöne Inhalte hätten oder auch von nicht autorisierten Personen ins Netz gestellt würden – allerdings war auch schon mal eine schriftliche Genehmigung seitens des Vereins für Facebook nicht relevant.

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3 Kommentare »

  • timmy sagt:

    Also die Chance, dass England den 2. Startplatz verliert, selbst wenn eine Mannschaft völlig versagt liegt ist minimal. Die stehen mit gutem Vorsprung da. Die Bedenken im Artikel, dass die Mannschaft dann evtl die Qualirunde nicht schafft ist auch unbegründet, da ab nächster Saison beide Starter sofort in die Runde der letzten 32 gesetzt werden. Viel Lärm um nichts also.

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  • Frank W. sagt:

    Die werden nur Angst haben, das beide vor dem Finale aufeinander Treffen und so einer ausscheidet und damit keine Chance auf CL hat nächste Saison.

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  • Bernhard sagt:

    „Bayerns Facebook-Seite wieder dicht“
    Das muss ich richtigstellen. Leider wurde bei mir nicht nachgefragt. Defacto war die Seite durch einen unglücklichen Umstand etwa 20 Stunden weg.

    1. Es ist die 2te Deaktivierng und nicht die 3te.

    2. Die 1te Deaktivierung:
    Eine frühere FCB-Frauen Facebookseite wurde schon mal deaktivert. Das war damals aber keine vom FCB autorisierte Seite. Als das passierte habe ich mich mit den Verantwortlichen des FCB zusammengesetzt und die Legitimation bekommen.

    3. Die nun 2te Deaktivierung:
    Der FC Bayern prüft immer wieder, ob es nicht autorisierte FC Bayern Facebook-Gruppen gibt. Ggf. werden diese gelöscht. Die FCB-Frauengruppe war nicht auf der Löschliste, irrtümlicherweise deaktiverte facebook diese Gruppe trotzdem. Da diese Gruppe ausdrücklich vom FCB legitimiert ist, konnte die Seite wieder aktiviert werden. Danke, dass die Mitarbeiter bei den Neuen Medien des FCB und bei facebook diesen Fehler so schnell korrigierten.

    Gruß
    Bernhard

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