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Fünf Fragen an… Lena Lotzen

Von am 9. Dezember 2010 – 17.02 Uhr

Lena Lotzen vom FC Bayern München gehört zu den vielversprechendsten Nachwuchstalenten in Deutschland. Vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den FCR 2001 Duisburg am Sonntag stand die 17-jährige Mittelfeldspielerin Womensoccer trotz einer fiebrigen Erkältung Rede und Antwort.

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In der Bundesliga gab es gegen Duisburg zwei Niederlagen, muss man im Pokal die dritte befürchten?
Es wird sicherlich kein einfaches Spiel, zumal Inka Grings bei Duisburg wieder spielen wird, aber ich sehe unsere Chancen nicht so schlecht. Es könnte schon etwas gehen, wenn wir uns keine Fehler erlauben, noch ein bisschen wacher und entschlossener im Abschluss sind als zuletzt bei der 1:2-Niederlage. Der Pokal motiviert besonders, das Halbfinale winkt und dafür werden wir alles geben. Hier kann man an einem Tag viel erreichen, in der Liga muss man über einen längeren Zeitraum konstant gut spielen.

In Duisburg haben Sie den einzigen Bayern-Treffer erzielt, schießen Sie am Sonntag das Siegtor?
Das würde mich natürlich freuen, aber mir ist egal, wer das Tor macht. Wenn ich es vorbereiten würde, würde ich mich genauso freuen.

Gibt es denn bei Ihnen vor jedem Spiel ein besonders Ritual?
So etwas habe ich nicht. Allerdings höre ich ab und zu vor dem Spiel Musik, z. B. Xavier Naidoos „Dieser Weg“ oder „Was wir alleine nicht schaffen“. Auch ähnliche Musik, mit der ich mich an frühere Spiele erinnere.

Lena Lotzen (li.).

Lena Lotzen (li.) im Zweikampf mit Luisa Wensing © Sandra Kunschke / girlsplay.de

Zur neuen Saison sind Sie aus dem beschaulichen Würzburg nach München gewechselt. Haben Sie sich schon gut eingelebt?
Insgesamt schon und im Großen und Ganzen läuft alles so, wie ich es erwartet habe. Aber ich hätte gedacht, dass es mir einfacher fällt, von zuhause weg zu gehen, damit habe ich immer noch etwas Probleme, manchmal würde man schon gerne näher an der Familie dran sein.

Seit der U17-WM war ich nur zweimal zuhause, einmal weil ich verletzt war, ein anderes Mal, weil ich krank war. Ich freue mich schon auf Weihnachten, da kann ich zwei Wochen am Stück dort verbringen, weil keine Spiele sind.

Hätten Sie damit gerechnet, so schnell in der 1. Mannschaft Fuß zu fassen?
Als ich kam, hieß es, ich darf die Vorbereitung mit der 1. Mannschaft machen und man würde danach schauen, ob es schon reichen würde. Ich durfte dann in der 1. Mannschaft bleiben und habe schon relativ gut Spielzeit bekommen.

Ich will mich jetzt auf jeden Fall fest spielen, umso ärgerlicher, dass ich erst verletzt war und dann letzte Woche Fieber hatte und gar nicht trainieren konnte. Jetzt heißt es erst einmal konstant gesund zu bleiben, gute Leistungen zu bringen und mich weiterzuentwickeln.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.