Weltfußballerin: Bajramaj und Prinz unter Top 3

Von am 6. Dezember 2010 – 12.54 Uhr 27 Kommentare

Gleich zwei deutsche Spielerinnen stehen unter den Top 3 bei der Wahl zur Weltfußballerin des Jahres. Fatmire Bajramaj und Birgit Prinz dürfen sich beide Hoffnung auf den heiß begehrten Titel machen. Und auch zwei deutsche Trainerinnen haben die Chance, zum Welttrainer des Jahres gewählt zu werden.

Allerdings haben Bajramaj und Prinz harte Konkurrenz, denn keine Geringere als die vierfache Weltfußballerin Marta steht den beiden Deutschen im Weg.

Neid und Meinert unter Top 3
Dies wurde auf einer Pressekonferenz am Montag am Sitz der französischen Sportzeitung „L’Equipe“ bekanntgegeben, bei der FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke, François Morinière, Geschäftsführer von France Football, der frühere Weltfußballer Jean-Pierre Papin und Christian Karembeu, Mitglied es FIFA-Fussballkomitees teilnahmen.

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Auch bei Wahl zum Trainer des Jahres dürfen sich gleich zwei Deutsche Hoffnungen auf den Sieg machen. Denn neben Pia Sundhage, Trainerin der US-Nationalmannschaft, stehen auch Bundestrainerin Silvia Neid und U20-Nationaltrainerin Maren Meinert unter den Top 3.

Die Siegerinnen werden am Montag, 10. Januar 2011, in Zürich gekürt.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

27 Kommentare »

  • helena sagt:

    @laasee: Du durch Inka zu Duisburg, ich dank Birgit zu Frankfurt :-). So kann es gehen :-). (Vorher war – und bin ich immer noch – nur BVB-Fan/Fußball-Fan:-)).
    Aber in der Sache gebe ich Dir Recht, Inka hätte auch meiner Meinung nach durchaus unter die ersten 3 Spielerinnen gehört. Für mich stellte sich halt nur die Frage, da in den verschiedenen Posts über die Bekanntheit argumentiert wurde, weshalb BP nominiert wurde, ob Inka wirklich „unbekannt“ wäre. Das glaube ich nämlich nicht. Und wenn es nicht die Bekanntheit ist, dann würde ich ja gerne die Kriterien erfahren, nach denen gewählt wird. Ob Inka einfach nur keine „Lobby“ hat, wie Du es sagst, kann ich nicht beurteilen, sollte aber bei einer Wahl zum besten Fußballer (und nicht dem besten/sympathischsten Menschen) der Welt keine Rolle spielen, sondern ausschließlich die Leistung auf dem Platz (wobei dann Tore zumindest für mich nicht ausschlaggebend sind).
    naja, wahrscheinlich werden wir uns noch die nächsten Jahre über die Aufstellung wundern, aber wenigstens sind dieses Jahr nicht mehr inaktive Spielerinnen nominiert. Das ist doch schon auch mal was;-).

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  • laasee sagt:

    @helena

    You are good. I also like BVB. The name ‚laasee‘ is based on playing with the name Lars (Ricken).

    At least with mens football the FIFA awards are more honest than with FF.

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  • Jan sagt:

    Für Marta ist doch auf Jahre keine ebenbürtige Nachfolgerin in Sicht.

    Und ich denke mal, dass die Herren Trainer als Kavaliere den Trainerinnen noch eine Weile den Vortritt lassen werden (müssen).

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  • FFFan sagt:

    @ helena & WalesGER:
    Die Spielführerinnen und Trainer(innen) können nur aus den Spielerinnen auswählen, die auf der (diesmal zehn Namen umfassenden) Vorschlagsliste der FIFA stehen. Dass Inka Grings nicht dabei ist, sagt also nichts darüber aus, ob sie in anderen Erdteilen unbekannter ist als z.B. Birgit Prinz.

    Letztlich wird bei solchen Wahlen nicht die Leistung ‚gemessen‘, sondern die Popularität.

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  • helena sagt:

    @laassee: 🙂
    @FFFan: Ups, diese Kleinigkeit war mir entgangen, danke für die Info. Allerdings hieße es natürlich, dass man bei der FIFA eher Prinz und Bajramaj kennt als Grings. Seltsam.

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  • pinkpanther sagt:

    @FFFan: Du hast zwar grundsätzlich recht, aber dass Inka gar nicht auf der Auswahlliste stand, das ist der eigentliche Skandal!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @FFFan
    > Letztlich wird bei solchen Wahlen nicht die Leistung ‘gemessen’, sondern die Popularität.

    Dem kann ich so nicht ganz folgen! Womit erreicht denn eine Fussballspielerin ihre Popularität, wenn nicht über ihre Leistung?
    Und wenn diese nicht überdurchschnittlich gut ist, und das auch nicht auf internationalem Parkett/Rasen, dann gibt es auch die notwendige Popularität nicht und damit eben keine Plazierung auf der FIFA-Liste!
    Meines Wissens nach ist bisher noch keine Weltfussballerin ermittelt worden, weil sie Titelseiten einschlägiger, fadenscheiniger Magazine freizügig bekleidet, zierte. 😀

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  • FFFan sagt:

    @ S.F.:
    Die beste Leistung nützt (im Hinblick auf individuelle Auszeichnungen) nichts, wenn sie von den entscheidenden Leuten nicht entsprechend gewürdigt wird! Anscheinend haben manche Spielerinnen eine Lobby – und andere eben nicht.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @FFFan
    Ja, wie denn nun? Erst zählt nicht die Leistung, sondern die Popularität und jetzt ist es die Lobby!?
    Merkwürdiges Hickhack, wenn man bedenkt, dass die angesprochene Auswahlliste für die Spielführerinnen u. Trainerinnen sicher von den gleichen Leuten aufgestellt wurde, die das schon die ganzen Jahre machen. Nur, wenn Prinz gewinnt, gibt es keinen Anlaß zur Kritik, die hat die dazu notwendige Leistung erbracht, die hat die globale Popularität und sicher auch einiges an Lobby. 😀

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  • Flachpass sagt:

    Das ist bei den Journalisten immer dasselbe. Die Birgit Prinz ist am meisten bekannt, eine Inka Grings, die seit Jahren konstant Weltklasse spielt, ist nicht dabei.
    Und was ist mit den Topdefensivspielerinnen ? Wenn sich z.B. eine Annika Krahn nicht das Kreuzband gerissen hätte, hätte sie eine Nominierung auch längst mal verdient gehabt. Dasselbe sehe ich z.B. bei der einen oder anderen Potsdamer Spielerin. Aber die Journalisten kennen offenbar nur den Namen Birgit Prinz oder spektakuläre Spielerinnen wie Fatmire Bajramaj, so viel zum Sachverstand.

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  • helena sagt:

    @Flachpass: Wie FFFan ausführte, stellt die Fifa die Liste auf und nicht Journalisten. Wenn z.B. Grings gar nicht auf der Liste stand, dann kann auch kein noch so gebildeter Journalist Grings wählen. Und das Argument, wenn Jemand nicht verletzt wäre und spielte, gehörte er/sie auf die Liste – Entschuldigung, aber das ist albern, wenn ich besser Fußball spielte, spielte ich auch in der Nationalmannschaft. Tue ich aber nicht, daher gehöre ich dort nicht hin. Krahn ist verletzt, spielt nicht und kann von daher auch nicht nominiert werden. Würden alle guten Spieler, die verletzt fast das gesamte Jahr verpasst haben, auf die Liste gesetzt werden, wäre der Aufschrei doch noch größer, oder?

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  • laasee sagt:

    The initial problem is the FIFA Committee that determines the original list. Inka is German Footballer of the Year but the FIFA Commitee decides to ignore her but include two other German footballers.

    The decision has no logic and is a farce!!

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