Potsdam nimmt Revanche

Von am 5. Dezember 2010 – 16.00 Uhr 15 Kommentare

Nur zwei von sechs Partien des 16. Spieltags der Frauenfußball-Bundesliga konnten am Sonntagnachmittag ausgetragen werden. Zunächst besiegte der Hamburger SV den 1. FC Saarbrücken, im 14-Uhr-Spiel gelang dem 1. FFC Turbine Potsdam eine erfolgreiche Revanche gegen den VfL Wolfsburg.

In der Hinrunde hatten die Wolfsburgerinnen die „Torbienen“ noch mit 2:1 besiegt, diesmal kassierten sie eine deutliche Niederlage.

Torlose erste Halbzeit im „Karli“
Immerhin 620 Zuschauer fanden bei Temperaturen um den Gefrierpunkt den Weg ins Karl-Liebknecht-Stadion. Die ersten 45 Minuten verliefen dabei von den Toren her wenig erwärmend – beide Mannschaften verabschiedeten sich mit einem 0:0 in die Halbzeitpause.

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Mittag bringt Potsdam auf die Siegerstraße
Die Potsdamerinnen, die zuletzt beim 1. FFC Frankfurt verloren und sich gegen Schlusslicht Herforder SV schwer getan hatten, entschieden die Partie in der zweiten Hälfte. In der 59. Minute erzielte Anja Mittag das 1:0, in der 75. Minute legte Yuki Nagasato nach. Die Japanerin, die erst zwei Minuten zuvor für Nadine Keßler in die Partie gekommen war, zog nach Zuspiel von Isabel Kerschowski aus gut 14 Metern ab.

Potsdam gewinnt mit 4:0
Isabel Kerschowski war auch am 3:0 beteiligt. Ihr Zuspiel verwandelte Fatmire Bajramaj (87.) per Kopf zum 3:0. Den Schlusspunkt setzte Bianca Schmidt. Die Nationalspielerin schob in der 89. Minute aus etwa zwölf Metern ins lange linke Eck ein.

Damit hat Turbine die Tabellenführung in der Bundesliga übernommen. Ein Punkt beträgt der Vorsprung auf den 1. FFC Frankfurt, die wegen der Witterungsbedingungen allerdings heute nicht spielen konnten.

Sif Atladóttirs Führung hielt nicht lange. ©Nora Kruse // ff-archiv.de

Frühe Führung für Saarbrücken
Die Partie zwischen dem Hamburger SV und dem 1. FC Saarbrücken ist wegen Schnee und Eis auf Kunstrasen verlegt worden.

Bereits in der zweiten Minute verwandelte Sif Atladóttir einen Foulelfmeter zum 0:1. Doch der Start nach Maß für den abstiegsbedrohten FC hielt nicht lange. Schon in der achten Minute erzielte Antonia Göransson das 1:1. Nach einer Viertelstunde zeigte Schiedsrichterin Christiane Wenkel erneut auf den Elfmeterpunkt – diesmal für die Hamburgerinnen. Nationalspielerin Kim Kulig verwandelte zum 2:1.

Carolin Simon trifft
Mit dem 2:1 ging es in die Halbzeitpause. In den zweiten 45 Minuten sollte nur noch ein Treffer hinzu kommen. Carolin Simon (62.) traf zum 3:1-Endstand.

Schneetreiben sorgt für Spielausfälle
Die weiteren vier Partien des 16. Spieltags mussten wegen Unbespielbarkeit der Plätze abgesagt werden.

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15 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Heute haben die TURBINEN 4 ihrer Chancen verwandeln können!!!
    Dabei sah es in Hälfte Eins schon wieder nach einer Zitterpartie für den deutschen Meister aus!!!
    Aber sie können es eben doch noch, und holen drei Punkte und 4 Tore!!!
    Ein gutes Wochenende für Potsdam!!!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Einspruch, Detlef! Der Elfmeter war auch eine Chance und zwar eigentlich eine 100%ige und den hat Jenny vergeigt.
    Aber, juhu, die Torbienen sind wieder Spitzenreiter! 😀
    Gut finde ich auch, dass die Ausbeute sich auf breite Schultern verteilt, was Besseres für´s Selbstvertrauen gibt es nämlich nicht, als Tore, Tore, Tore. 😉

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  • Detlef sagt:

    Warum Einspruch???
    Natürlich war JENNYS verschossener Elfer eine 100%-ige!!!
    Aber zum Glück für sie trafen heute unsere Stürmerinnen und Ex-Stürmerin, da fiel ihr „vergeigen“ nicht so ins Gewicht!!!
    Klar, 5:0 hätte sich noch besser angehört, und man wäre toremäßig noch dichter an Duisburg herangekommen, aber man kann nicht alles haben!!!
    4:0 gegen WOB, hört sich doch schon wieder mehr nach unseren TORBIENEN an, als das magere 1:0 gegen Herford!!!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Na aber, Detlef, wenn Du von 4 Chancen, die verwandelt wurden, schreibst, ist das doch nicht so korrekt. 😉 Daher erlaubte ich mir, Einspruch dagegen zu erheben, was ich als legitim empfinde. Herr Schröder wäre da sicher nicht ganz so gnädig…

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  • FFFan sagt:

    Weia… 78 Zuschauer in Hamburg – das ist mit weitem Abstand Saison-Minusrekord für die gesamte Liga!

    Und zu der obigen Diskussion: sofern man davon ausgeht, dass jedem Tor eine Torchance vorausgeht, hat Detlef natürlich recht, wenn er sagt, dass die ‚Turbinen‘ vier Chancen verwandelt haben; der verschossene Elfmeter ändert daran nichts!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @FFFan
    > Häh, jedem Tor geht eine Torchance voraus! Potz, Blitz ist das eine super Feststellung. 😀
    Ich bleibe trotzdem dabei, es waren mind. 5 Chancen, wovon 4 zu einem Treffer führten! 😉

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  • horst sagt:

    Es waren noch viel mehr als fünf Chancen! Und vier (von gefühlten 15+x Chancen davon wurden nunmal verwandelt. Von daher ist es doch korrekt was Detlef & FFFan schreiben.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Jetzt kommen wir der Sache langsam näher… 🙂

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Übrigens, wie ich gerade lesen musste, ist es nach Spielschluß zu einem Eklat gekommen, weil WOB aus Protest der Pressekonferenz ferngeblieben ist. Protest darüber, dass das Spiel angepfiffen und nicht abgesagt wurde.

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  • Winter sagt:

    @Schentschina Man kann in dieser knappen Saison nicht alles absagen, deshalb soll sich mal Wolfsburg auch nicht so haben. Früher haben die Männer auch bei Wind und Schnee gespielt. Sollte man eine Zwangspause bis März aufgrund von schlechter Witterung einlegen müssen, könnte es für Duisburg und Potsdam heißen noch 15 Spiele absolvieren zu müssen (Stand gestern). Also muss man sich auch entscheiden, die Saison durchziehen oder wegen jeder Kleinigkeit aussetzen.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Winter
    Meine obige Info ist eher pro-Turbine und damit contra-WOB verfasst! Das mal so am Rande, weil Du so argumentierst, so ist es zumindest meine Auffassung, als ob ich mich als WOB-Fan geoutet hätte. 😉
    Wer den Niederlagenfrust derart kanalisiert, wie das hier WOB getan hat, der kann die Realtität (und nicht nur die!) nicht richtig einschätzen, betreibt Augenwischerei und tut mir einfach nur noch leid!

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  • Grobi sagt:

    Hoffentlich finden die Torbienen jetzt wieder mit zunehmender Häufigkeit das Tor. Am Ende der vergangenen und auch in den meisten Spielen dieser Saison hatte man da ja doch einige Zweifel, weil für jedes Törchen Dutzende von Chancen benötigt wurden. Es wäre schön, wenn man auch wieder auf Tore gegen die kommenden starken Gegner in der Championsleague und Duisburg in der Bundesliga hoffen könnte. Da wird dann jedes Tor eine Kostbarkeit sein, weil man eben nicht so viele Torchancen wie in der Bundesliga wird herausarbeiten können.

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  • horst sagt:

    Das die Wolfsburgerinnen nur unter Protest aufgelaufen sind, hat man doch schon während des Spiels gemerkt. Jedenfalls war das bei einer bestimmte Spielerin ja nicht zu überhören 😉
    Allerdings hätte ich unter den Umständen auch keine Lust gehabt und sehr ansehnlich war das Ganze auch nicht wirklich. Aber Potsdam sah bei Schnee bisher immer gut aus und das hat sich auch gestern wieder bestätigt.

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  • fisch sagt:

    Zugegeben, die schneeschlachtmäßigen Bedingungen waren grenzwertig. Aber nicht Turbine hat bestimmt, dass gespielt wird. Dass Bernd Schröder für „spielen“ war, muss ja bei der 3-fach Belastung Turbines, M,P und CL, wohl fast jeder verstehen. WOB dagegen kämpft noch um die goldene Ananas. Das hätte auch für Turbine nach hinten losgehen können (s. verschossener Elfer), wobei die Bedingungen für beide gleich (schlecht) waren. Dann nach der klaren und verdienten 0:4 Niederlage so kleinkindlich bockig zu reagieren und die PK zu boykottieren ist einfach eines Bundesligisten mit VW-Antrieb unwürdig
    und unsportlich.

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  • Detlef sagt:

    @Grobi, meine absolute Zustimmung!!!

    Das versemmeln von Torchancen gegen schwache Teams ist zwar immer ärgerlich, aber in der Regel erarbeitet sich Potsdam davon immer so viel, daß es zumindest für zwei-drei Tore ausreicht!!!

    Aber gegen starke Gegner bekommst Du eben nur eine begrenzte Anzahl an Chancen (siehe gegen Frankfurt), und wenn Du die dann versemmelst, geht der Schuß schnell nach hinten los!!!

    Deshalb muß Potsdam jetzt ganz allgemein daran arbeiten, seine Angriffe noch konzentrierter abzuschließen!!!

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