USA für Frauenfußball-WM 2011 qualifiziert

Von am 27. November 2010 – 22.09 Uhr 2 Kommentare

Die amerikanische Frauenfußball-Nationalelf hat sich als 16. und letztes Team für die Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland qualifiziert. Doch wie schon im Hinspiel tat sich der Weltranglistenerste gegen Italien auch im Rückspiel schwer.

In Bridgeview/Illinois kam das Team von Trainerin Pia Sundhage vor 9 508 Zuschauern nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel vor einer Woche in Padua auch im Rückspiel nur zu einem knappen 1:0 (1:0)-Sieg. Den Treffer des Tages erzielte Amy Rodriguez in der 40. Minute.

Italien in der ersten Halbzeit besser
Dabei waren es in der ersten Halbzeit die Gäste, die das Kommando übernahmen, ohne sich jedoch herausragende Torchancen erarbeiten zu können, bis auf eine Ausnahme in der Anfangsphase, als Carolina Pinis Schuss frei vor US-Torhüterin Nicole Barnhart aus 12 Metern zu unpräzise und nicht hart genug war (8.).

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Eine der wenigen Chancen der Gastgeberinnen nutzte Rodriguez per Abstauber zur Führung, nachdem Italiens Torhüterin Anna Maria Picarelli einen Schuss von Meg Rapinoe nur nach vorne abprallen lassen konnte (40.).

Jubel der USA

Erleichterung: Die USA haben sich als letztes Team für die WM 2011 qualifiziert © Nora Kruse /ff-archiv.de

USA verbessert, Italien zu harmlos
In der zweiten Halbzeit gingen die Amerikanerinnen entschlossener zu Werke, Picarelli erhielt ihrem Team mit einer Glanzparade bei einem Kopfball von Rodriguez die Hoffnung (48.). Und Italien hatte Glück, dass Lauren Cheney nur die Latte traf (60.).

Italien war bemüht, fand aber keine Mittel, die Defensive der Amerikanerinnen zu knacken, auch wenn man in der Schlussviertelstunde noch einmal alles nach vorne warf.

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Jones gratuliert
„Obwohl das Team der USA bis zum letzten Moment um die WM-Qualifikation zittern musste, zählt die Mannschaft nach wie vor zu den Top-Favoriten auf den WM-Titel. Es gab in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaften schon viele Teams, die nach Schwierigkeiten in der Qualifikationsrunde am Ende den Pokal geholt haben. Vielleicht schreiben die USA ein weiteres Stück Fußballgeschichte“, so OK-Präsidentin Steffi Jones, die dem Präsidenten des US-Fußballverbandes Sunil Gulati per Fax gratulierte.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

2 Kommentare »

  • Jan sagt:

    Schade dass es nicht 17 WM-Teilnehmer sein können. So waren für Italien die Ausscheidungs-Spiele quasi die „WM-Gruppe“; mit FRA, SUI u. USA. Hat aber auch was gutes und ausgleichend gerechtes: Sonst wär’s mit 6 Teams aus Europa fast ’ne halbe EM geworden.

    Und hätte die Ansetzung Italien-Mexiko gelautet, wäre Italien evtl. zum 3. Mal bei einer WM gewesen, während Mexiko erst 1mal dabei war, und erneut in 2 Play-Off-Spiele gemusst hätte, nachdem es schon 2007 nur denkbar knapp gescheitert war (an Japan).

    Nun würden sich die USA in Deutschland sicher nur zu gern für 2003 revanchieren wollen. Doch aufgepasst: Noch nie fand eine (A-)WM beim jeweils amtierenden Weltmeister statt – noch nicht mal bei den Herren!

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  • pinkpanther sagt:

    @Jan: Da muss ich dir widersprechen! Für die Herren trifft deine Aussage zu, aber wer war 2003 Gastgeber der Frauen-WM? USA! Und wer war amtierenden Titelträger 2003? Der Weltmeister von 1999 und das war ebenfalls USA.
    Und gegen wen ist der Titelverteidiger und Gastgeber damals im HF gescheitert? … Hoffen wir mal, dass sich Geschichte hier nicht unter umgekehrten Vorzeichen wiederholt 😉
    P.S. Bei den Herren haben wir ja 2006 erlebt, welche zusätzliche Motivation es bedeuten kann, den Titel im Land des Rivalen wieder „zurückzuholen“.

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