1. FFC Frankfurt: Das Imperium schlägt zurück

Von am 22. November 2010 – 13.48 Uhr 25 Kommentare

Nach zwei mageren Jahren hat der 1. FFC Frankfurt erstmals wieder die Tabellenspitze der Bundesliga erklommen und sich mit dem klaren 4:1-Sieg gegen Meister 1. FFC Turbine Potsdam nicht nur neuen Respekt verschafft, sondern sich endgültig in der Beletage des deutschen Frauenfußballs zurückgemeldet.

„Das ist schon ein besonderer Moment“, freute sich Frankfurts Trainer Sven Kahlert, der sich aber der Euphorie des Moments nicht vollends hingeben wollte: „Abgerechnet wird nach 22 Spielen.“

Prinz und Garefrekes bärenstark
Denn trotz der starken Leistung seines Teams, in dem routinierte Spielerinnen wie Birgit Prinz oder die von einer Knieprellung wiedergenesene Kerstin Garefrekes den Spaß am Fußballspielen neu entdeckt haben und auch junge Kräfte wie U20-Weltmeisterin Dzsenifer Marozsan überzeugten, fiel der Sieg ein wenig zu hoch aus. Frankfurt hatte in den fünf Minuten vor der Pause eine kritische Phase zu überstehen und musste zufrieden sein, nicht mit einem Rückstand in die zweite Halbzeit zu gehen.

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Frankfurt wackelt, aber fällt nicht
Nach dem Ausgleich von Nadine Keßler, die einen Fehler von Gina Lewandowski gnadenlos bestrafte, hatten sowohl Fatmire Bajramaj als auch Anja Mittag gegen kurzzeitig indisponierte Frankfurterinnen die Führung auf dem Fuß, doch beide ließen beste Chancen aus. „Da hätten wir uns nicht beschweren dürfen, wenn wir mit einem 1:2 oder 1:3 in die Pause gegangen wären“, räumte Kahlert ein. Doch in der zweiten Halbzeit spielte Frankfurt seine ganze Routine und Klasse aus und ließ dem Gegner, allem voran dem gegnerischen Mittelfeld, auch dank großer physischer Präsenz nur wenig Luft zum Atmen.

Vom Jäger zum Gejagten
„Unser Team ist körperlich in einem guten Zustand“, so Kahlert. Gespannt sein darf man allerdings, wie der 1. FFC Frankfurt nun in den kommenden Wochen mental mit der neuen Situation umgeht. „Wir waren Jäger, doch jetzt sind wir die Gejagten.“ Begünstigt wurde der Frankfurter Erfolg auch durch einige fragwürdige taktische Maßnahmen auf Seiten des Meisters.

Torhüter-Rotation geht nach hinten los
So musste sich Turbine-Trainer Bernd Schröder zähneknirschend eingestehen, sich in der Wahl seiner Torhüterin an diesem Tag verzockt zu haben. „Schumann war unter der Woche im Training wesentlich besser“, versuchte der 68-Jährige zu rechtfertigen, warum er ihr überraschend den Vorzug vor Anna Felicitas Sarholz gegeben hatte. Doch er räumte ein: „Es sind Tore in einer Zone gefallen, wo Sarholz vielleicht gestanden hätte und sich andere nicht ran getraut hätten. Aber Schumann hat das Vertrauen gehabt, auch wenn es nicht so gelaufen ist.“ Das permanente Bäumchen-wechsel-Dich-Spiel hat inzwischen bei beiden Torhüterinnen Spuren hinterlassen und wird auf Dauer wohl nicht den gewünschten Erfolg zeitigen.

Taktik geht nicht auf
Die Entscheidung, die nervenstarke Sarholz auf die Bank zu verbannen, erwies sich an diesem Nachmittag als Bumerang. Denn Schumann hielt zwar in der ersten Halbzeit einige Male glänzend, leistete sich aber neben anderen Schnitzern unter anderem den Fauxpas den Eckball zu unterlaufen, der zum vorentscheidenden 1:3 führte. Schwer nachzuvollziehen war auch, warum Bajramaj vom linken auf den rechten Flügel wechselte, obwohl sie in der Anfangsphase Frankfurts Außenverteidigerin Meike Weber schier schwindlig spielte. „Unsere Spielerinnen spielen nicht positionsgebunden“, versuchte Schröder die Rochade auf die andere Seite zu verteidigen.

Potsdam zu grün hinter den Ohren
Schröder gratulierte Frankfurt zum verdienten Sieg und erklärte: „Wir haben in der zweiten Halbzeit zu viele individuelle Fehler gemacht, die durch die routinierten Frankfurter Spielerinnen provoziert wurden, das muss man anerkennen. Daran sieht man, dass wir noch etwas grün sind. Wir haben uns zu weit zurückdrängen lassen und unser Mittelfeld war nicht mehr präsent genug.“ Doch eine Entscheidung in der Meisterschaft ist noch lange nicht gefallen. „Man hat gesehen, welches Potenzial beide Teams haben“, so Schröder.

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FFC Frankfurt

Der 1. FFC Frankfurt bejubelt das 4:1. © Nora Kruse // ff-archiv.de

Dietrich: „Liga ist attraktiver geworden“
FFC-Manager Siegfried Dietrich durfte sich darüber freuen, dass sein Team durch den Sieg einer Teilnahme an der Champions League in der kommenden Saison einen gewaltigen Schritt nähergekommen ist. Und auch im Sinne der Liga zog er ein positives Fazit: „Die Bundesliga ist heute ein Stückchen spannender geworden. Es ist schön, dass da vorne auch noch zwei, drei andere Teams mitspielen, dadurch ist die Liga attraktiver geworden.“

Tore aus der Konserve kein Grund zum Ärgernis
Und er ließ sich auch nicht dadurch die Laune verderben, dass die Liveübertragung des Spitzenspiels durch Schaltungen zur Ankunft von Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel unterbrochen wurde, die Tore der ersten Halbzeit gar nur als Konserve nachgereicht wurden. „Es ist ein Glück, dass sich der HR für diese Liveübertragung entschieden hat. Ich habe Verständnis für diese Entscheidung, es wird nicht jeden Tag jemand Weltmeister. Man wird trotzdem alle Emotionen des Spiels gesehen haben und ich denke, vielleicht hat auch mancher Formel-1-Fan Spaß am Frauenfußball gewonnen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

25 Kommentare »

  • laasee sagt:

    Premature joy?
    The season continues…….and FCR are still dancing at the wedding!

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  • timmy sagt:

    „Teilnahme an der Champions League in der kommenden Saison einen gewaltigen Schritt nähergekommen“

    Nun ja, nach wie vor 4 Punkte auf Platz 3. Schön wäre ja wenn unser CL Sieger in der Liga dritter wird. Dann gibts ja 3 CL Plätze.

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  • Lucy sagt:

    Die Überschrift hört sich so an, als würde es gleich wieder Haue von den Turbine- und FCR- Fans geben 😉

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  • Markus Juchem sagt:

    @timmy: Klar ist noch nichts entschieden, Frankfurt hat es aber aufgrund der Ausgangsposition jetzt selbst in der Hand und somit die besten Karten. Duisburg hat vier Punkte Rückstand auf Frankfurt und muss noch nach Potsdam und Frankfurt. Das Spiel der beiden gegeneinander in zwei Wochen wird ein Schlüsselspiel für den weiteren Saisonverlauf.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Lucy: Ich habe ein dickes Fell und bin es ja gewohnt, dass ich Haue bekomme. 😉

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Markus
    Jedem, so wie er´s verdient! 🙂
    Bei der reißerischen Aufmache kann man sich ein Echo eigentlich nicht verkneifen. 😉
    Wer am meisten an seinem Glück geschmiedet hat, wird sich am Saisonende, denn da wird abgerechnet, zeigen, und hat dann Mainhatten die Nase vorn, werden sie´s auch verdient haben und man kann nur noch (die Linke in der Tasche zur Faust geballt) gratulieren. 😀

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  • Marcel sagt:

    @Markus

    Wieso eigentlich von den Turbinen ? ,bei der Schlagzeile sind doch die Frankfurterinnen die bösen 😉

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  • jeanwood sagt:

    Tja wer ist denn jetzt Darth Vader und die dunkle Seite der Macht. Und wer Luke Skywalker und wer ist R2-D2 und Chewbacka? Fragen über Fragen

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  • laasee sagt:

    Inka ist „Buffy – the Vampire Slayer“.

    Watch live on DFB-TV 5 Dezember.

    Brentanobad will be trembling, SiDi will be crying (again), and all football fans will be singing and dancing to the Samba beat.

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  • Webcam sagt:

    Bislang hätte Frankfurt die Meisterschaft jedenfalls verdient, ob Darth Vader oder nicht. Und ich traue es Duisburg in der ggw. Verfassung nicht zu, Frankfurt zu Hause zu besiegen.
    In zwei Wochen sind wir klüger.

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  • Jan sagt:

    Na das ist doch mal ’ne Überschrift!! 🙂

    tommy, so hab ich auch gedacht – aber pssst: Sonst wird’s nix mit dem 3. CL-Platz.

    Ohne Duisburg wär die Meisterschaft wohl so gut wie entschieden. So bleibt’s noch etwas spannend.

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  • jeanwood sagt:

    @webcam
    Hoffentlich denken ganz Frankfurt und auch der FFC so. Kann Duisburg nur recht sein. Keine Angst, wenn es drauf ankommt, ist der FCR da. Mal sehen, ob es reicht.
    Aber man braucht auch eine gute Schiedsrichterin.

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  • Detlef sagt:

    Ich muß zugeben, daß ich auch sehr überrascht war, das DESI im Tor stand!!!
    Aber Schröder sah beide Torfrauen unter der Woche mindestens 10mal im Training, und hat sich für die seiner Einschätzung nach Richtige entschieden!!!

    DESI hat sicherlich das 3:1 mit zu verantworten!!!
    Auch beim 1:0 kann man ihr eine Teilschuld geben, denn der Ball ist lange unterwegs, und sie hat das ganze Spiel vor sich!!!
    Ob FELIX da besser ausgesehen hätte, bleibt Spekulation!!!

    Bei diesen beiden Gegentoren haben aber auch andere TURBINEN Fehler gemacht!!!
    Das 2:1 geht auf BIANCAS Konto, und das 4:1 auf TABEAS!!!
    Hat sich Schröder auch bei den beiden „verzockt“???

    LIRA spielt immer überall auf dem Platz, links, rechts, in der Mitte, vorne wie hinten!!!
    Schröder läßt ihr da große Freiheiten, was sich auch meistens auszahlt!!!

    Von daher kann ich Markus absolut nicht zustimmen, daß Potsdams Taktik nicht funktioniert hätte!!!
    Wenn TURBINE vor der Pause den Sack zumacht, und mit 3:1 oder 4:1 in die Kabinen geht, sieht die Sache nämlich ganz anders aus!!!

    Mangelnde Chancenverwertung ist aber schon die gesamte Saison über ein großes Problem unserer Mädels!!!
    Gegen schwache Teams ist das nicht so tragisch, weil man da genug Chancen bekommt, daß ein paar davon immer reingehen!!!
    Aber gegen einen Gegner, der sich wirklich auf Augenhöhe mit Potsdam befindet, hat das halt negative Konsequenzen!!!

    Beide Mannschaften hatten eine enorme Fehlpaßquote, deshalb blieben auch beide Top-Teams spielerisch sehr viel schuldig!!!
    Der große Unterschied lag vor allem darin, daß Frankfurt seine Chancen cleverer nutzte, als Potsdam!!!
    Sie wirkten vor allem in Hälfte Zwei auch irgendwie entschlossener!!!
    Spätestens nach dem 1:3 ging bei TURBINE die Ordnung verloren, und sie wirkten verkrampft und unsicher!!!

    Noch ist zwar nichts entschieden, aber TURBINE muß jetzt auf einen (oder mehrere) Ausrutscher der Hessinnen hoffen, und darf sich selber keinen mehr erlauben!!!
    Da sie jetzt kein Tabellenführer mehr sind, ist vielleicht auch etwas der Druck weg, der bei einigen Potsdamerinnen die „Handbremse im Kopf“ angezogen hatte!!!

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  • Webcam sagt:

    @ !!!-Detlef:
    Dass nur die mangelnde Chancenverwertung schuld ist, wenn TP in dieser Saison bislang weniger Tore geschossen hat als Neuenahr, WOB, FCR, von Frankfurt ganz zu schweigen … , glaube ich einfach nicht. TP hat Sand im Getriebe, und dass sie es jetzt bei einer recht hohen Niederlage zu spüren bekommen haben, wird nicht gerade für Stabilität sorgen.

    @ „Keine Angst, wenn es drauf ankommt, ist der FCR da.“
    Das glaube ich nicht, denn das ist schon seit längerem nicht mehr so. Ich sehe in Duisburg keinen Mentalitätswechsel.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Na ja, Detlef, das mit dem Druck, der angeblich weg sein soll, ist so eine Sache. Druck ist nämlich immer da, egal ob man der Gejagte oder der Jäger ist. Vor diesem Spitzenspiel war man gezwungen jedes Spiel zu gewinnen und sich keinen Ausrutscher zu leisten, was ja leider nicht gelungen ist – das Polster schwand dahin. Jetzt sieht es ganz genauso aus, bloss das das Hoffen auf einen Ausrutscher der Hesseninnen hinzukommt. Schlussendlich meine ich, ist die Drucksituation grundsätzlich keine andere!

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  • Ulf sagt:

    @ webcam
    Als Anwesender beim Spiel in Hamburg sollte ich dann wohl von der Ausnahme zur sonstigen Mentaltät ausgehen,oder ?

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  • laasee sagt:

    @Detlef

    Turbine have not found the form of last year.
    The kantersieg CL games with Aland and Neulengbach did not give a proper test of how Turbine are.
    On Sunday Frankfurt were better because they took their opportunities.
    The big difference was that Birgit Prinz proved that she is a big game player but Lira Bajramaj is not yet at that level.

    The Buli will be decided in February when Duisburg go to Potsdam. The winner of that game will be Deutsche Meister.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Detlef: Ich sehe das ein wenig anders. Ich halte grundsätzlich Rotation auf der Torhüterposition für einen Fehler, sie sorgt nur für Unruhe unter den Torhüterinnen selber als auch unter den Verteidigerinnen, die sich nie auf eine Hinterfrau einstellen können. Das war letztes Jahr in München nicht anders zwischen Längert und Schmetz. Sarholz hat sich in ihren Topspiel-Einsätzen soweit ich das beurteilen kann nichts zu schulden kommen lassen, Schumann wackelt hingegen immer mal wieder, siehe das Spiel in Herford. Warum also der Wechsel?

    Ergebnis: Eine frustrierte Sarholz, die nicht so recht weiß, warum sie nicht gespielt hat und eine frustrierte Schumann, die einmal mehr ihre Chance nicht zu nutzen wusste, in einem derartig wichtigen Spiel zu glänzen. War das wirklich nötig? Auch Tabea Kemme macht man derzeit mit einem Einsatz keinen rechten Gefallen, Schröder merkte ja schon vor zwei Wochen nach dem Spiel in Hamburg an, dass sie platt ist. Nicht wirklich überraschend, dass sie gegen Frankfurts Stürmerinnen in Topform alt ausgesehen hat. Auch beim Treffer zum 0:1 trifft Kemme sicherlich eine Teilschuld. Aber offenbar gibt es derzeit einfach keine Alternativen.

    Ich habe das Spiel spielerisch nicht so schlecht gesehen wie Du, ich sehe es auch mit der Chancenverwertung anders. Hauptproblem war doch, dass kaum Chancen herausgespielt wurden, bis auf die kurze Phase vor der Pause. Dass man aus drei Chancen nicht drei Tore macht, ist auch klar. Das Mittelfeld hängt in der Luft, Zietz und Odebrecht sind meist defensiv stark gebunden und können kaum Akzente nach vorne setzen, Mittag arbeitet zu wenig nach hinten mit, so dass ein großes kreatives Loch entsteht. Auch die Auswechslung von Kerschowski gegen Löwenberg konnte ich persönlich nicht recht nachvollziehen.

    Ich denke, dass die Winterpause – wenngleich auch nur eine sehr kurze – die Karten noch einmal neu mischen wird. Einige Turbine-Spielerinnen werden sicherlich die Zeit nutzen durchzuschnaufen und ein bisschen Energie zu tanken, auch in Duisburg wird man noch einmal zum Angriff auf die Top 2 blasen. Frankfurt hat allerdings derzeit ein großes Selbstvertrauen und den großen Vorteil im Frühling in der entscheidenden Meisterschaftsphase nicht international spielen zu müssen.

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  • expert sagt:

    Markus, die Annalyse mit der Torfrau hoffe ich Schröder hat dies jetzt eingesehen. Zum Glück, Potsdam hat es noch nicht weh getan! Ich glaube von den sogenannten drei vorne werden noch einige Patzen gegen die sogenannte zweite Garnitur.Wir sollten nicht jedes Spiel immer TOPSPIEL nennen.( erst Nachher kann man sagen es war ein TOPSPIEL ) Potsdam hat doch von Hinten die Bälle nur nach Vorne geschlagen. während Frankfurt versucht hat zu spielen. Frankfurt war hoch motiviert, Beflügelt ( RB Vettel)Potsdam spielt wie gelähmt außer Mira, lies die Flügel bald hängen, besonders in der zweiten Halbzeit. Potsdam ist im Moment ohne Selstverdrauen, besonders im Sturm. Schröder was nun.

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  • laasee sagt:

    @Markus

    I fully agree about rotation of goalkeepers being a problem. In mens football there have been previous examples of this. It just does not work. On Sunday Birgit Prinz showed that she is still capable of being a big game player. Lira Bajramaj showed that she still has not reached that level. That was the big difference.

    If Frankfurt are to win the Buli then they must avoid defeat against Duisburg on 5 December. If Frankfurt win that game then they will most certainly be champions, even a draw should be enough for them. If Frankfurt lose then the Potsdam v Duisburg game on 6 Feb will determine which of the three clubs will win the Buli.

    Frankfurt now have to adapt to the mentality of being the leaders and not the chasers. It is not always easy to do so.

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  • Detlef sagt:

    @Markus,
    Schröder beurteilt seine Spielerinnen schon immer nach seinem persönlichen Eindruck beim Training!!!
    Es ist auch nicht das erste Mal, daß er sich dabei vertan hat
    Mit dieser „Strategie“ hat er aber all die Erfolge erzielt, die bei TURBINE auf dem Wimpel stehen!!!
    Die Situation Schmetz-Längert, sehe ich etwas anders als die Situation SCHUHMANN-SARHOLZ!!!

    Schmetz war immer die bessere Torhüterin bei den Bayern-Ladies!!!

    Bei TURBINE schwanken die Leistungen der beiden Torhüterinnen immer noch, was auch ihrer Jugend zuzuschreiben ist!!!

    FELIX ist für mich gefühlt nervenstärker als DESI!!!
    DESI wiederum ist wohl (nach Aussage von Heinrichs) die Fleißigere beim Training!!!

    Diese Patt-Situation, gibt es wohl momentan bei keinem anderen Klub!!!
    Am ehesten noch mit der Situation von Rottenberg und Holl zu vergleichen, damals bei Frankfurt!!!
    Da hat aber immer Rotti den Vorzug bekommen, obwohl für mich Holl damals schon besser war!!!

    Auch bei TABEA schwanken die Leistungen!!!
    In Hamburg war sie schwach, dafür gegen Bayern sehr gut!!!
    Sonntag fand ich sie eigentlich gar nicht so schlecht!!!
    Und gegen so einen starken Gegner wie Frankfurt, spielt Potsdam ja auch nicht alle Tage!!!

    Der Fehler beim 0:1 beginnt schon außen, wo niemand Behringer beim Flanken stört!!!
    Dann ist TABEA sicher etwas zu spät gegen Prinz, und DESI kann die Flanke auch nicht entschärfen, Bums, drin isser!!!

    Schröder meinte wohl nach dem Spiel, daß wir das Spiel in Hälfte Eins verloren hätten!!!
    Dem kann ich eigentlich nur bedingt zustimmen!!!
    Klar hätte Potsdam noch vor der Pause in Führung gehen müssen!!!
    Aber warum die TURBINEN dann in Hälfte Zwei (wie LIRA es formulierte), mit dem Fußball spielen aufgehört haben, bleibt wohl nicht nur für mich ein Rätsel!!!
    Gerade nach dem Hinspiel, wo sie sogar in Unterzahl einen Rückstand umgebogen hatten, war dies nicht zu begreifen!!!
    Haben sie mit ihrer Gegenoffensive gewartet, bis wieder eine TURBINE vom Platz fliegt???

    @Webcam,
    Das Potsdam Sand im Getriebe hat, davon rede ich schon die ganze Saison!!!
    Dafür kassiere ich auch sehr oft so dumme Sprüche wie „Jammern auf hohem Niveau“!!!
    Aber selbst mit knirschendem und quietschendem Kraftverteiler, hätte Potsdam über den Kampf wieder zu ihrem Spiel finden können!!!
    Für mein Gefühl haben sie sich zu zeitig in ihr Schicksal ergeben, und Frankfurt damit eingeladen!!!

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  • Markus Juchem sagt:

    @Detlef: Mit der Torhüterinnen-Rotation will man sich doch nur vor einer klaren Entscheidung drücken. Inoffiziell ist die Frage doch längst geklärt, wer die Nr. 1 im Potsdamer Tor ist. Aber aus moralischen und pädagogischen Gründen meint Schröder offenbar zu diesem Mittel greifen zu müssen. In München war es ähnlich: Der lang gedienten Schmetz wollte man in ihrer letzten Saison nicht gleich reinen Wein einschenken, obwohl man hinter vorgehaltender Hand von Beginn an auf die Karte Längert gesetzt hat.

    Beim 0:1 hat Bajramaj Behringer aus den Augen verloren und war dann zu spät zum Stören dran. Ich fand auch die zweite Halbzeit die klar schwächere von Potsdam, da spielte nach dem neuerlichen Rückstand wohl Frust rein, dass man an diesem Tag keine Mittel gegen den Gegner gefunden hat.

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  • Detlef sagt:

    @Markus,
    ich glaube Schröder hatte noch nie ein Problem damit, einer Spielerin deutlich ins Gesicht zu sagen, daß ihre Leistung nicht reicht!!!
    Einige Fakten mögen ja gegen DESI sprechen, aber der alte Trainerfuchs weiß, was er an ihr hat!!!

    Er hat ja auch nach dem Spiel in Herford, und wohl jetzt auch in Frankfurt, sehr klare Worte in der PK gefunden, wo er DESI klar als Problemfall darstellte!!!
    Wenn denn FELIX wirklich so viel besser wäre, würde DESI keine Chance mehr bekommen!!! (frage mal bei GAGA nach)
    Und ich glaube, daß diese Rotation auch mehr anstachelt, als verunsichert!!!

    Langfristig weiß aber auch Schröder, daß er nicht beide Torhüterinnen wird halten können!!!
    Deshalb wäre es sehr unklug von ihm, die „Bessere“ von Beiden darüber im Unklaren zu lassen, mit wem er in Zukunft rechnet!!!

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  • Jan sagt:

    Sicher: Bei 2 Aktionen, die zu Toren führten, hätte ein Torwart besser handeln können. Dennoch sollte man D.Schumann da nicht so viel Schuld zuschieben. Was wäre denn gewesen, wenn DESI eben jene 2 Tore verhindert hätte? Erstens hätte sich Turbine ob solch einer knappen Niederlage nur noch mehr geärgert. Zweitens wäre womöglich T.Kemme wegen des blöden verursachten Elfmeters eine große Schuld zugewiesen worden. – Nein! Da müssen sich schon alle Turbinen „an die eigene Nase fassen“. Und so klang’s ja auch in den Interviews B.Schröders u. L.Bajramajs heraus.

    Torwart-Rotation, od. Spieler-Rotation allg., finde ich übrigens gar nicht so verwerflich. Denn Wettkampfpraxis ist etwas ganz wichtiges; etwas, was man im Training so eigtl. gar nicht üben kann, vor allem mental – und das in jeder Sportart. Als Torwart kannst Du 3 Glanzparaden zeigen, aber dann einen einzigen Bock bauen – schon bist du der Schuldige. Als Stürmer kannst du drei 100%ige versemmeln – aber dann den entscheidenden rein machen – und schon bist du der Held. – Schon bissl ungerecht, gell?

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  • Webcam sagt:

    Die Torhüterinnenfrage ist sehr wichtig und vielschichtig, sicher. Ich denke aber auch nicht, dass hier der entscheidenden Knackpunkt lag. TP mag einige Minuten gehabt haben, in denen eine Führung verdient war, aber der gesamte Auftritt von Frankfurt war schon sehr überzeugend.

    @Ulf: An Frankfurt sieht man, wie lange es dauern kann, bis man wieder zu einem wirklich stabilen Selbstbewusstsein, der nötigen Aggressivität und Spielstärke findet. Punktuell bringt Duisburg immer mal wieder gute Leistungen, sicher, aber das Team steht eben in wieder wieder längere Zeit auf dem Schlauch und läuft Rückständen hinterher. Das ist nicht das gleiche Selbstvertrauen, auf das Frankfurt derzeit mit einigem Recht bauen kann.

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