Aus der Champions League in den Liga-Alltag

Von am 12. November 2010 – 11.15 Uhr 4 Kommentare

Meister und Vize-Meister haben ihre Aufgaben in der Champions League unter der Woche souverän gelöst, am Sonntag steht wieder der Bundesliga-Alltag auf dem Programm. Dabei erwartet der 1. FFC Turbine Potsdam am 13. Spieltag eine der auswärtsstärksten Mannschaften der Liga.

Der FC Bayern München hatte in den letzten Spielen zu kämpfen, auch gegen Aufsteiger Herforder SV gewann die Mannschaft nach 0:2-Rückstand nur mit Mühe noch 3:2. Doch auswärts präsentierte sich der FCB zu letzt stärker als im heimischen Aschheim, sodass das Gastspiel in Potsdam eine spannende Partie werden dürfte.

Wörle sieht FCB als Außenseiter
„Wir fahren nach Potsdam als Außenseiter. Allerdings möchten wir unsere gute Auswärtsbilanz weiter fortführen“, so Bayern-Trainer Thomas Wörle, der sich dennoch Chancen beim Meister und Champions-League-Sieger ausrechnet. „Mit einer couragierten, über 90 Minuten disziplinierten Mannschaftsleistung können wir dort bestehen. Meine Mannschaft hat zuletzt gegen Herford gemerkt, dass man in jedem Spiel erstmal kämpfen muß, um spielerischen Zugang zu einem Spiel zu bekommen.“

Anzeige

Auch wenn sich die Potsdamerinnen beim 9:0-Sieg gegen den SV Neulengbach den Frust von der Seele geschossen haben, waren die Siege in der Liga zuvor mühevoll gewesen und ohne spielerisch überzeugen zu können. Es wird also spannend, DFB-TV überträgt die Begegnung am Sonntag ab 11 Uhr live.

Verfolger Frankfurt gastiert in Herford
„Wir werden uns darauf vorbereiten, dass die Ostwestfälinnen anders auftreten als bei unserem 6:0 in der ersten Begegnung am zweiten Spieltag“, sagt Sven Kahlert über die anstehende Partie seines 1. FFC Frankfurt beim Herforder SV. Das Hinspiel gewannen die Hessinnen mit 6:0. „Die Herforderinnen haben seit dem Trainerwechsel zu Jürgen Prüfer eine ansteigende Leistungskurve, wie deren letzte Partie in München zeigte“, so Kahlert weiter.

Dennoch hat das Tabellenschlusslicht bislang nur einen Punkt auf dem Konto. Auch am Sonntag kann kaum erwartet werden, dass sich dies ändert. Prüfer kann zwar wieder auf die zuletzt verletzte Heleen Jaques zurückgreifen, doch die Ziele für die Partie gegen den FFC sind bescheiden. „Frankfurt ist natürlich klarer Favorit, aber wir werden ihnen das Leben so schwer wie möglich machen“, so Prüfer, der hofft, dass „die Frankfurter Spielerinnen aber auch schon das Topduell gegen Potsdam nächste Woche im Hinterkopf“ haben.

Cynthia Uwak

Saarbrücken kann wieder auf Cynthia Uwak bauen. ©Nora Kruse / ff-archiv.de

FCS spielt in Wolfsburg
„Wir haben am letzten Wochenende das Minimalziel erreicht und Jena nicht an uns vorbeiziehen lassen“, blickt Saarbrückens Trainer Stephan Fröhlich auf das 1:1-Unentschieden gegen den FF USV Jena am vergangenen Wochenende zurück. Dennoch beträgt der Vorsprung des 1. FC Saarbrücken nur einen Zähler auf die Abstiegsränge. Ein Punktgewinn scheint angesichts der fehlenden Konstanz beim VfL Wolfsburg nicht unrealistisch. „Wolfsburg ist sehr schwer einzuschätzen, sie sind mit großen Erwartungen in die Saison gestartet, konnten diese aber nicht immer erfüllen“, so der Trainer, dem in der vergangenen Woche auch Cynthia Uwak wieder zur Verfügung stand. Nach leichten Blessuren konnte die Nigerianerin wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen.

Duisburg im Derby ohne Holl
Nach dem ungefährdeten 3:0-Sieg gegen Fortuna Hjørring in der Champions League trifft der FCR 2001 Duisburg zum Ruhrpott-Derby auf die SG Essen-Schönebeck. Die SGS gewann in der vergangenen Woche überraschend gegen den SC 07 Bad Neuenahr und hat in der Vergangenheit bereits des Öfteren gezeigt, den FCR ärgern zu können. Dabei müssen die Duisburgerinnen auf ihre Torhüterin Ursula Holl verzichten. Wegen Rückenproblemen muss sie zumindest bis Mittwoch pausieren, zwischen den Pfosten wird Christina Bellinghoven stehen. Möglicherweise kann Linda Bresonik ihr Comeback feiern. „Warten wir den Test am Samstag einmal ab, dann wissen wir mehr“, so Trainerin Martina Voss-Tecklenburg.

In den anderen Begegnungen stehen sich der FF USV Jena und Bayer Leverkusen sowie der SC 07 Bad Neuenahr und der Hamburger SV gegenüber.

Sie haben eine Frage zum Beitrag? Dann kontaktieren Sie mich doch per Mail! Oder folgen Sie uns einfach via RSS, Facebook oder Twitter!

4 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    1.) Turbine – Bayern:
    Viel wird davon abhängen, ob es Turbine gelingt, die Lockerheit aus der Champions League mit in die Bundesliga zu nehmen. Denn von der Qualität her sind sie den Bayern überlegen. Deren vermeintliche Auswärtsstärke relativiert sich stark, wenn man berücksichtigt, dass drei der vier Münchner Auswärtssiege gegen Herford, Jena und Leverkusen erzielt wurden, also gegen die letzten drei der Tabelle. Sinnvolle Aussagen über die Heim- oder Auswärtsstärke lassen sich erst am Saisonende machen, wenn gegen jeden Gegner sowohl zuhause als auch auswärts gespielt wurde.

    2.) Wolfsburg – Saarbrücken:
    In einem bei „Fansoccer“ veröffentlichten Spielbericht war zu lesen, dass Saarbrückens Stürmerin Cynthia Uwak eigens für das Bundesligaspiel gegen Jena von der Afrikameisterschaft eingeflogen worden sei. Sollte diese Information zutreffen, wäre damit für das heutige Spiel wohl nicht zu rechnen, denn Nigeria bestreitet am morgigen Sonntag das Endspiel gegen Äquatorialguinea! Aber ob nun mit oder ohne Uwak: der FCS ist in Wolfsburg krasser Außenseiter.

    (0)
  • uwe sagt:

    Die Partie FCR 2001 Duisburg – SG Essen Schönebeck wurde wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt.
    Neuer Termin steht noch nicht fest.
    Quelle: FCR-Hp.

    (0)
  • Markus Juchem sagt:

    Dafür gibt’s auch bei uns schon einen Beitrag. 😉

    (0)
  • uwe sagt:

    Upps, hat ich übersehen.

    (0)