Nigeria und Äquatorialguinea lösen WM-Ticket

Von am 11. November 2010 – 17.39 Uhr 34 Kommentare

Das Teilnehmerfeld der Frauenfußball-WM 2011 nimmt weiter Gestalt an. Den afrikanischen Kontinent werden im kommenden Jahr Nigeria und Neuling Äquatorialguinea vertreten. Somit stehen 13 der 16 WM-Teilnehmer fest.

Nigeria setzte sich im Halbfinale der Afrika-Meisterschaft mit 5:1 gegen Kamerun durch, Äquatorialguinea musste gegen Südafrika in die Verlängerung, am Ende hatte man mit 3:1 die Nase vorn.

Nigeria drückend überlegen
Die Nigerianerinnen übernahmen gegen Kamerun sofort die Initiative, Perpetua Nkwocha hatte bereits in der ersten Minute mit einem Kopfball die Chance zur Führung. Die Schlüsselszene der Partie ereignete sich in der 27. Minute: Die Kamerunerin Bou Cathy sah nach einem Foul an Stella Mbachu die Gelbe Karte und beschwerte sich daraufhin lautstark bei Schiedsrichterin Thérèse Sagno. Ergebnis: die Gelb-Rote Karte.

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Ukaonu verwandelt direkte Ecke
Und die personelle Überlegenheit zahlte sich schnell aus, denn die Nigerianerin Helen Ukaonu verwandelte wie am Tag zuvor Fatmire Bajramaj eine Ecke direkt zur 1:0-Führung (32.). Kamerun war nur bei vereinzelten Aktionen gefährlich, doch die Tore schoss Nigeria. Desiree Oparanozie, die bereits bei der U20-WM in Deutschland geglänzt hatte, erzielte in der Nachspielzeit per Kopf das 2:0 (45.+2).

Hattrick von Nkwocha
Kamerun schöpfte noch einmal Hoffnung, denn nur zwei Minuten nach der Pause gelang der Anschlusstreffer, Ngock Grace traf per Kopf (47.). Doch ein bitterer Fehler von Kameruns Torhüterin Jumbone Julienne, die einen Abstoß direkt vor die Füße von Nkwocha kickte, führte zum 3:1 (58.). Kamerun gab zwar weiter nicht auf, doch Nkwocha beseitigte mit ihrem bereits neunten Turniertreffer alle Zweifel (64.). Und die Torschützin vom Dienst rundete ihre starke Leistung mit einem verwandelten Foulelfmeter ab (80.) – Hattrick.

Genoveva Anonma

WM-Teilnahme perfekt: Genoveva Anonma © Holger Peterlein / girlsplay.de

Späte Entscheidung
Nach torlosen 90 Minuten ging es in der Partie Äquatorialguinea gegen Südafrika dann richtig zur Sache. In der 102. Minute brachte Salimata Simpore das Team von Genoveva Anonma vom FF USV Jena in Führung, in der 108. Minute sorgte Einwechselspielerin Jade Sayo für die Vorentscheidung, ihr Schuss wurde von Südafrikas Verteidigerin Siphiwe Dludlu ins eigene Tor abgefälscht. Einen weiteren Abwehrfehler nutzte Simpore zum 3:0 (115.), ehe Amanda Dlahin mit einem schönen Lob der Ehrentreffer gelang (118.).

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Jones gratuliert beiden Ländern
„Wir sind alle gespannt auf die erste Teilnahme Äquatorialguineas an einer Frauen-WM. Die Mannschaft hat sich auf beeindruckende Weise gegen Mannschaft wie Kamerun, Algerien, Ghana und Südafrika durchgesetzt und hat das Ticket nach Deutschland absolut verdient. Es ist immer etwas ganz besonderes, wenn sich Neulinge für die WM qualifizieren“, sagte OK-Präsidentin Steffi Jones, die den Verbänden Äquatorial-Guineas und Nigerias in persönlichen Briefen gratulierte.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

34 Kommentare »

  • intersoccer sagt:

    Ich finde, obwohl Äquatorial-Guinea amtierender Afrikameister ist, es trotzdem überraschend, dass sie das Ticket zur WM gelöst haben. Schon beachtlich, für ein so kleines Land, über das kaum jemand wirklich informiert ist. Glückwunsch, freue mich auf die Spiele bei der WM!

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  • Lusankya sagt:

    @Intersoccer:

    Es gibt allerdings zahlreiche Gerüchte um das Team. Angeblich ist es kein Äquatorial-Guineasisches Frauenteam, sondern ein aus Ausländern bestehendes Männerteam.

    Oder ernsthaft ausgedrückt, ihnen wird vorgworfen Männer einzusetzen und nichtberechtigte Spielerinnen, die im Schnellverfahren eingebürgert worden sind.

    Ob und was da dran ist, lässt sich schwer sagen. Genoveva Añonma wird auch vorgeworfen ein Mann zu sein, die in Jena sollten das doch eigentlich wissen, oder? 😉

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  • pinkpanther sagt:

    @Lusankya: Also das finde ich jetzt mal ganz starken Tobak, den du hier präsentierst. Für Genderdiskussionen gibt es glaube ich andere Foren.
    Mal im Ernst: Ich finde diese Art von Gerüchten sind hier doch wohl etwas deplaziert. (meine Meinung!!!)
    Aus der Ferne betrachtet hat es Äquatorial-Guinea auf jeden Fall verdient, dabei zu sein: Immerhin sind sie mittlerweile seit 10 Afrika-Cup-Spielen ungeschlagen und das gegen Gegner wie Nigeria, Ghana, Südafrika & Kamerun, also den Mannschaften, die bislang die Creme des afrikanischen Frauenfußballs darstellen.
    Also ich freue mich auf die Mannschaft und hoffe sie in einem „meiner“ Spiele live zu sehen.

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  • spoonman sagt:

    @Lusankya: Aus welcher Ecke kommen denn die Gerüchte, und gibt es da irgendwelche handfesten Indizien?

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  • intersoccer sagt:

    also ich habe versucht mich über das Team zu informieren und höre diese angeblichen Gerüchte zum ersten Mal. Und solange da keine Fakten nachgeliefert werden, glaube ich das auch nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der FIFA solche Tricksereien entgangen wären.

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  • chris85 sagt:

    @Lusankya:
    Also du solltest echt mal vorsichtig sein was du schreibst! Hier solche Gerüchte (du gibst ja selbst zu, dass es Gerüchte sind) über eine Bundesligaspielerin zu verbreiten ist echt unter aller Sau und mehr als unfair der betroffenen Spielerin gegenüber!!!

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  • Lusankya sagt:

    Hier könnt ihr es nachlesen:

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  • spoonman sagt:

    Naja, wenn sowohl Ghana als auch Kamerun offiziell Protest eingelegt haben, heißt das zwar noch nicht, dass die Gerüchte stimmen – aber man sollte die Sache zumindest mal im Auge behalten.

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  • intersoccer sagt:

    hier wird zumindest kurz auf das Thema eingegangen :

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  • Hullu poro sagt:

    Verdächtig ist es aber schon, das so ein Land, das vor 2008 überhaupt keine Rolle im afrikanischen FF gespielt hat, auf einmal so stark aufspielt.

    Ich freue mich schon auf den WM-Vorrundenknüller Äquatorialguinea vs. Nordkorea. Die Leute werden sich um die Karten prügeln…

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  • sitac sagt:

    Ich finde, hier ist allerallergrößte Vorsicht angebracht. Die persönliche Diffamierung von Spielerinnen sollte unbedingt vermieden werden.
    Falls ein offizieller Protest vorliegt, oder 2 oder 3, kann man dem völlig unaufgeregt nachgehen. Mann ist xy, Frau xx. Lässt sich problemlos überprüfen. Aber: was wird hier losgetreten? In jeder, ich sage jeder, Frauenmannschaft der Welt, die Ballsportarten betreibt, lassen sich, egal ob Handball, Hockey oder Fussball auf Anhieb 2,3 oder mehr Spielerinnen ausmachen, die man diesbezüglich verdächtigen und diffamieren könnte wegen ihres männlichen Aussehens oder/ und ihrer Athletik.
    Ghana, Kamerun und Südafrika sind verständlicherweise maßlos enttäuscht. Das erklärt manches. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass Frau Bayor aus Jena den Vorwurf mitträgt, Frau Anonma sei ein Mann. Ich habe, zugegeben, Jena bisher nur 3x Live gesehen. Einmal in Jena, einmal beim Finale in Köln und zuletzt im Pokal bei Klinge Seckach auf einem feinen und gepflegten, landschaftlich herrlich gelegenen Sportplatz in Schwäbisch-Sibirien, nämlich im Odenwald. Dort stand ich eine Halbzeit lang neben dem Tor von Klinge Seckach, in dem Frau Anonma einen Ball nach dem anderen versenkte, vor an die 1000 begeisterten Zuschauern. Wie so üblich bei Dorfsportplätzen, war die Umgrenzung des Platzes, schön zum Aufstützen mit beiden Unterarmen und in einer Hand ein kühles Bier, knapp einen Meter von der Grundlinie weg. Ich konnte also Frau Anonma 45 Min. lang aus nächster Nähe beobachten. Nichts könnte abstruser sein als diese Verdächtigung. Es gibt ja schon mal Sportlerinnen, bei denen man sich insgeheim bei solchen Gedanken ertappt. Nicht aber bei Frau Anonma.

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  • intersoccer sagt:

    Hier mal ein Link, wenn auch nicht von der A-Mannschaft:

    Scheinbar, ist das Land ja doch etwas Breiter im FF aufgestellt. Und besonders männlich sieht da keine der Spielerinnen aus.
    Ich halte mich da an sitac. Wenn es Vorwürfe gibt, müssen die aufgeklärt werden. Aber man darf nicht aufgrund unbelegter Gerüchte die sportliche Leistung der Mannschaft schlecht reden. Und dass auch kleine Länder ab und zu, wenn die Spielergeneration passt, sportliche Erfolge feiern können, sieht man doch auch in den gelegentlichen Qualifikationen für Weltmeisterschaften der Männer (Slowenien, Togo, Trinidad & Tobago, Jamaika, …).

    Wie gesagt, Protesten muss nachgegangen werden, aber solange nichts Gegenteiliges stichhaltiges bewiesen ist, gratuliere ich dem Land zu dem tollen Erfolg.

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  • spoonman sagt:

    @sitac: „Problemlos überprüfen“? Wie langwierig solche Untersuchungen sein können, hat ja der Fall Caster Semenya in der Leichtathletik gezeigt. Bis da Ergebnisse vorliegen, ist die WM längst ausgelost, wenn nicht sogar schon zu Ende gespielt.

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  • vuk sagt:

    Auch die Juniorinnen von Äquatorialguinea haben bereits einen Erfolg vorzuweisen, nämlich den zweiten Platz bei der Jugendolympiade. Bei Youtube gibt es eine Zusammenfassung des Finalspiels. Es sieht so aus, als investieren einige in diesem Land tatsächlich in die Entwicklung des Frauenfußballs.
    Meine Hypothese: bei den Juniorinnen habe ich eine mit dem Namen „Obiang“ gesehen, das ist doch der Familienname des Präsidenten. Die Familie besetzt alle Schlüsselstellen im Land. Also wenn sich einige Mädchen aus dieser Familie für Fußball interessieren, macht es Sinn, dass der Frauenfußball plötzlich breit gefördert wird. Schlecht ist das ja auf keinen Fall.

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  • sitac sagt:

    @spoonman: „problemlos“ bezog sich lediglich auf die wissenschaftliche Eindeutigkeit und die kaum Zeit in Anspruch nehmende einfache Durchführung des Test, nicht auf mögliche anwaltliche und juristische Querelen im Vorfeld.

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  • spoonman sagt:

    Und ich habe mich auf die Möglichkeit bezogen, dass eine wissenschafltich eindeutige Klärung eben NICHT oder nur sehr schwer möglich ist.

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  • sitac sagt:

    @spoonman: die im Link dargestellten Ursachen liegen alle im Bereich der Chromosomenaberrationen. Die davon betroffenen Menschen sind alle mehr oder wenig eingeschränkt, körperlich und geistig. Als Leistungssportler sind sie komplett untauglich (Turner-Syndrom, Klinefelter-Syndrom etc.) Außerdem sind diese Gegebenheiten so selten, dass kaum gleich 3 davon in einer Fußballmannschaft zu finden sein dürften. Diese Menschen sind übrigens auf Grund ganz spezieller Körpermerkmale meistens prima vista identifizierbar. Denkt man an diese krankhaften Chromosomenveränderungen im vorliegenden Fall, dürfte man auf gar keinen Fall den Vorwurf erheben, es würden dezidiert Männer in der Mannschaft mitspielen. Denn die Menschen dieser Gruppe sind nun mal keine Männer.

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  • spoonman sagt:

    Frauen sind sie dann aber auch nicht…?

    Wie auch immer, ich bin kein Arzt und kann in den medizinisch-biologischen Details nicht mitreden. Aber: Wenn die Tests so einfach und eindeutig sind, warum hat dann z.B. die IAAF fast ein ganzes Jahr (!) gebraucht, um Caster Semenya wieder eine Startfreigabe zu erteilen?

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  • sitac sagt:

    Nachtrag noch zu Caster Semenya. Bei ihr liegt nach allem, was bekannt wurde, angeblich eine sogenannte testikuläre Femininisierung vor. Dass dabei erhöhte Testosteronwerte festgestellt wurden, passt überhaupt nicht zusammen. Denn dafür sind gerade niedrige Testosteronwerte typisch. Aber auch dafür gilt: das ist so selten, dass gleich 3 oder mehr in einer Mannschaft mehr als unwahrscheinlich sind. Aber auch für alle diese Abweichungen stimmt meine Aussage: auch diese Zustände sind problemlos und in kurzer Zeit abklärbar, und zwar eindeutig. Auch hier sind es wieder die juristischen Unklarheiten und Auseinandersetzungen, die Zeit kosten. Diese seltenen Erscheinungen sind wahrscheinlich auch deshalb nicht eindeutig eingeordnet und geregelt juristisch, eben weil sie im Sportalltag so gut wie keine Rolle spielen.

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  • sitac sagt:

    @spoonman: ich wills nicht endlos ausdehnen. Aber Selbstkritik muss noch sein und Zugeständnis, dass deine Relativierung berechtigt war:
    Mann xy, Frau xx stimmt zwar, aber es gibt in seltenen Fällen eben auch noch andere Konstellationen.

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  • sitac sagt:

    Tut mir echt leid, aber ich muss nochmal ankommen damit, weil ich unbedingt einen Fehler korrigieren muss. Ich kann das so nicht stehen lassen. Der hohe Testosteronspiegel bei Caster Semenya passt doch ins Bild. Die sogenannten Testosteronrezeptoren des Körpers sind bei dieser Geschichte defekt, deshalb wirkt das Testosteron nicht. Die Blutwerte sind erhöht, weil die Hypophyse wegen des wirkungslosen Testosterons meint, es sei gar keins da und die Produktion anheizt. Die nicht in den Hodensack abgestiegenen Hoden können zwar keine Samenzellen biden, weil es dafür im Bauchraum, wo sie steckengeblieben sind, zu warm dafür ist, sehr wohl aber Testosteron. Das hatte ich verwechselt. Musste mich nochmal kurz belesen. Damit ist spoonman nun endgültig bestätigt, dass es offensichtlich doch nicht so problemlos ist.

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  • spoonman sagt:

    Danke!

    Ich verstehe zwar nur noch Bahnhof 😉 aber ich hatte es halt so in Erinnerung, dass bei Caster Semenya immer die Rede davon war, dass noch weitere Tests nötig wären etc… Kann natürlich sein, dass juristische Gründe AUCH ein Grund für die lange Verzögerung waren. Die Sache wird vor allem deshalb so undurchsichtig, weil die Untersuchungsergebnisse nicht veröffentlicht werden (dürfen).

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  • Jan sagt:

    Scheint verzwickt zu sein. Gegen angeblich zu geringe Wahrscheinlichkeit ließe sich einwenden: Im Leistungssport findet man z.B. beim Schwimmen, Volleyball, Basketball, Handball, Wurfdisziplinen der Leichtathletik und Rudern (außer Steuermann) weit überdurchschnittlich viel große Menschen; beim Turnen, Eiskunstlauf, bei Jockeys weit überdurchschnittlich viel kleine.

    Bestimmte körperliche Merkmale konzentrieren sich da also – generell, wie auch in einem einzigen Team – und zwar ganz gezielt und massivst. Ob im Frauenfußball gewisse Besonderheiten vemehrt auftreten (können), sei dahingestellt – aber es spielen Millionen; d.h., da gibt es ein sehr großes Reservoir für verschiedenste Besonderheiten.

    PS: Wer’s noch nicht kennen sollte, und mal über „genialen“ Männerfußball schmunzeln
    möchte: „monty python football“ (engl) bzw. „Fußball der Philosophie“ (dt) – (youtube)

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  • pinkpanther sagt:

    Nigeria hat die offene Frage, ob bei Äquatorialguinea jetzt das X- oder das Y-Chromosom dominant ist, offenbar kalt gelassen 😉
    Die Nigerianerinnen haben sich nicht aus der Ruhe bringen lassen (ein Schelm, wer böses dabei denkt …) und den kontinentalen Titel durch ein 4:2 über Äquatorialguinea wieder zurückerobert, sodass es nächste Woche jetzt tatsächlich zum Duell der amtierenden Europameisterinnen mit den Afrikameisterinnen kommt.
    Aber Vorsicht! Die Nigerianerinnen haben auch so ihre Tricks: Siehe http://www.fansoccer.de/galerie/u20wm2010teil2/mk-fan-nigeria.jpg (beobachtet beim Finale der U20-WM in Bielefeld; hatte das „Vergnügen“ mit diesem jungen Mann in den Katakomben des Bielefelder Stadions …) 😉

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  • sitac sagt:

    Möchte doch noch einmal abschließend mich äußern. Auch zum Thema
    Wahrscheinlichkeit habe ich mir zwischenzeitlich nochmal Gedanken gemacht und muss Jan, mich korrigierend, zustimmen auf Grund genau der von ihm genannten Argumente, dass bestimmte Sportarten eine gewisse selektive Anziehungskraft ausüben.
    Übrigens Dank für den Youtube-Hinweis – Humor und dazu noch so exquist tut einfach nur gut! Vor allem, dass bei den Deutschen Beckenbauer mitspielt, finde ich super. Mir ist sofort das Beckenbauer-Axiom eingefallen, das ihn wirklich auf eine Stufe mit Kant, Hegel etc. hebt: Das Spiel endet 0:0, es sei denn die eine oder andere Mannschaft schießt ein Tor.
    Aber nochmal ernsthaft. Falls überhaupt hier Relevantes vorliegt, und es auf das Caster-Semenya-Dilemma hinauslaufen sollte, hier noch eine sehr interessante Adresse, die aufzeigt, wie verzerrend gegebenfalls die Formulierung ist „da würden Männer mitspielen“ und welche persönliche Tragödie sich da für die betroffenen Spielerinnen gegebenfalls auftut:

    @spoonman und Jan: vielen Dank für die Anregungen und Korrekturen!! Das war’s jetzt meinerseits.

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  • sitac sagt:

    Nun aber wirklich allerallerletztlich (nur weil sich mein Kommentar
    zeitlich mit dem von pinkpanther überschnitten hat-ich schreibe im Vergleich offensichtlich sehr langsam)
    @pinkpanther : ich denke, ein anderes Ergebnis hätte alles noch mehr angeheizt, besser so. Übrigens beeindruckendes Bild: lässt hoffen für die WM – man kann es sich eigentlich nicht ausmalen, was angesichts dieser Ausgangslage da noch kommen wird.

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  • Jan sagt:

    Andrerseits sagte mal jemand, Fußball sei ein demokratischer Sport (oder z.B. auch Schießen). Denn da könne jede/r gut oder gar Weltklasse werden, egal welcher Statur, Bsp.: Abby Wambach – Marta. Obwohl: Wenn immer mehr gerannt wird, braucht es wohl bald vermehrt Spieler/innen mit natürlich hohen Hämoglobin-Werten, wie bei Evi Sachenbacher-Stehle oder Claudia Pechstein. (Wer übrigens die dt. Fassung nicht findet: nach Philosopie suchen – steht falsch so im Titel. Auch witzig: Antarctica Maradona)

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  • licaro sagt:

    @ markus: auf dem foto ist nicht anonma, sondern simpore- wenn ich mich nicht allzu sehr irre.

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  • licaro sagt:

    sorry, fehler von mir!

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  • SCW sagt:

    Hab durch Zufall gerade was entdeckt:

    1. Skandal der Frauen WM?

    Was soll man dazu sagen?! Typisch Bild?!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Inkl. Fehler: Anonma

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  • Markus Juchem sagt:

    @SCW: Das Thema wurde hier in den Kommentaren ja schon ein wenig diskutiert:

    Die Vorwürfe des Geschlechtsbetrugs sind – genauso wie die des Altersbetrugs – im afrikanischen Frauenfußball ja nicht ganz neu. Der Fall Caster Semenya in der Leichtathletik hat gezeigt, auf welch kompliziertes Terrain man sich bei ersterer Problematik begibt.

    Nigeria, Ghana und Südafrika haben bei der afrikanischen Konföderation CAF offiziell Beschwerde eingereicht, man wird sehen, wie sich die Sache weiterentwickelt. Grundsätzlich bin ich aber erst einmal der Meinung, man sollte mit derartigen Vorwürfen sehr vorsichtig sein. Nur weil jemand maskulin aussehen oder wirken mag, heißt das ja noch lange nicht, dass er deswegen ein Mann sein muss. Und bis auf den geäußerten Verdacht, gibt es bisher weder Indizien oder sogar Beweise, die den Vorwurf untermauern würden.

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  • Jarmusch sagt:

    Intersexualität im Sport hat es vermutlich schon in den 1930er Jahren gegeben. Bei den Olympischen Spielen in Los Angeles 1932 gewann Stanisława Walasiewicz den 100m-Lauf der Frauen. 1980 wurde sie als Passantin bei einem bewaffneten Raubüberfall erschossen, bei der anschließenden Obduktion stellte man männliche Geschlechtsorgane fest. Pikant war darüberhinaus, dass Walasiewicz (mittlerweile verheiratete Walsh) die ihr nachfolgende Olympiasiegerin in dieser Disziplin (Helen Stephens), verdächtigt haben soll ein Mann zu sein.

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  • FFFan sagt:

    Wie die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer gestrigen Ausgabe berichtet, hat Genoveva Anonma (für mich überraschend) einen Teil der Vorwürfe eingeräumt: nur drei Spielerinnen seien in Äquatorialguinea geboren, die übrigen ausschließlich aus sportlichen Gründen eingebürgert (u.a. aus Südamerika); sie hätten auch keine guineischen Wurzeln.

    Mich wundert ja, dass das Land damit offenbar bei der FIFA durchkommt. Ich meine mich zu erinnern, dass die Regeln für die Spielberechtigung von eingebürgerten Spielern vor einigen Jahren verschärft wurden. Anlass dafür war, dass Katar plante, seine Männer-Nationalmannschaft mit einigen Ausländern zu verstärken.

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