Potsdam erteilt Fußball-Lehrstunde

Von am 10. November 2010 – 20.49 Uhr 14 Kommentare

Auch das zweite Duell des 1. FFC Turbine Potsdam mit dem SV Neulengbach entpuppte sich als der erwartet ungleiche Kampf. Die Potsdamerinnen waren ihrem Gegner erneut haushoch überlegen.

Am Ende stand im Wienerwaldstadion vor 1 100 Zuschauern ein 9:0-(4:0)-Erfolg und der Einzug ins Viertelfinale der Champions League mit einem Gesamtergebnis von 16:0.

Doppelschlag von Bajramaj
Inka Wesely brachte die Gäste früh in Führung (13.), ehe Fatmire Bajramaj mit einem Schuss von der Strafraumgrenze (22.) und einem direkt verwandelten Eckball (25.) schnell für klare Verhältnisse sorgte. Noch vor der Pause erhöhte Kapitänin Jennifer Zietz mit einem verwandelten Foulelfmeter zum 4:0-Halbzeitstand (45.+2).

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Fatmire Bajramaj

Fatmire Bajramaj war einmal mehr Antreiberin in ihrem Team © Nora Kruse, ff-archiv.de

Nagasato in Torlaune
Im selben Atemzug ging es in der zweiten Halbzeit weiter, Zietz scheiterte zunächst an der Latte, doch Yuki Nagasato erzielte bald den fünften Potsdamer Treffer (53.) und machte dann gegen den überforderten Gegner auch das halbe Dutzend perfekt (71.).

Die eingewechselte Anja Mittag vergrößerte den Vorsprung per Kopf (75.), ehe Nagasato gar ihr dritter Treffer gelang (82.).  Einwechselspielerin Marie-Louise Bagehorn traf dann zum 9:0-Endstand (87.).

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

14 Kommentare »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Da ich beide Eurosport-Live-Übertragungen verfolgt habe, habe ich mir beim ersten Spiel so leise für mich festgestellt, hätte mal Turbine die Weichelt anstelle der Löwenberg geholt. Und dann sehe ich im darauffolgende Turbine-Auftritt eine auch stark aufspielende Dani, die meine Idee von vor einer 1 Stunde sowas ad absurdum führt – Oh, mein Gott, so schnell kann man einen Irrtum begehen! 😉
    Riesige Freude über den Kurzauftritt von Loui, und sogar mit Tor(-jubel)! Das interne Japanerinnen-Duell spricht eindeutig für Yuki. 🙂

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  • licaro sagt:

    @sf:
    ja, dem schließe ich mich an. ich denke, dani löwenberg ist einfach eine spielerin, der es einfach nicht liegt, für kurzeinsätze eingewechselt zu werden. sie ist eine gute spielerin, aber sie spielt dann gut, wenn sie von anfang an das vertrauen des trainers bekommt und verantwortung übernehmen muss. sie muss sich das vertrauen schröders im laufe der restlichen saison in den trainingseinheiten erarbeiten und ständig bestätigen, dann könnte sie auf jeden fall stammkraft in der abwehr für die nächste saison werden. das hat man ja auch an nadine keßler gesehen, die sich in ihrer ersten turbine-saison auch erstmal in die mannschaft kämpfen muss und heute stütze des teams ist.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Fällt mir doch noch eine Frage ein: Was bekommt man eigentlich für eine Fussball-Lehrstunde? 😉

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  • Jennifer sagt:

    @SF: hoffentlich Lyon im nächsten Spiel …

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Jennifer
    Wußte bisher noch nicht, dass Du so gehässig sein kannst! Aber vielleicht darf ja der FCR ran und eben nicht die FF-Dozenten namens Torbienen. 😉

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  • FFFan sagt:

    Auch Arsenal kommt als Gegner in Frage. Sie besiegten in einem dramatischen Spiel Rayo mit 4-1 und machten damit das 0-2 aus dem Hinspiel wett. Den entscheidenden Treffer erzielte Chapman in der Nachspielzeit!!!

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  • spoonman sagt:

    Wenn man mal davon ausgeht, dass Everton so gut wie durch ist, haben wir im Viertelfinale:

    2x Deutschland
    2x England
    2x Frankreich
    1x Russland
    1x Schweden

    Damit bilden sich schon jetzt, im zweiten Jahr nach der Reform, ähnliche Verhältnisse wie in der Männer-CL heraus: Ein paar wenige große Nationen sind unter sich.

    Das kann man einerseits aus deutscher Sicht gut finden, weil „wir“ zu den ganz Großen gehören, und weil so zumindest ab dem Viertelfinale wirklich wettbewerbsfähige Clubs aufeinandertreffen. Andererseits werden aber die kleineren/schwächeren Nationen immer mehr abgehängt. Und zu dieser Kategorie scheinen inzwischen auch die skandinavischen Länder zu gehören…

    (Naja, vielleicht schafft Bröndby heute Abend noch ein Wunder und macht meine Theorie zunichte 😉

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  • Detlef sagt:

    @spoonman,
    man kann es natürlich so wie Du sehen, aber ich denke da etwas anders!!!
    Die Klasse der Etablierten setzt sich durch!!!
    Aber es sollte für die Kleineren und Schwächeren ein Anreiz sein, durch gute Leistungen und durch Kampf dort „oben“ mitmischen zu wollen!!!

    Und wie man an Teams wie Sparta Prag, Hjörring oder Neulengbach sehen kann, fehlen dazu im Moment noch die nationalen Vorraussetzungen!!!

    Wenn die Konkurrenz im eigenen Land fehlt, ist es natürlich sehr schwer, den Anschluß zu finden!!!

    Deshalb ist es von unschätzbarem Wert, daß dieser starke Wettbewerb in der deutschen Bundesliga weiter ausgebaut wird, damit es unseren Teams nicht einmal so ergeht, wie den schwächelnden Skandinavierinnen!!!

    Aber die Tre-Kronors werden nächste Saison sicher kräftig mitmischen, denn dann betritt die neue schwedische „Supermacht“ Malmö die europäische Bühne!!!

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  • Webcam sagt:

    Hjörring war für Duisburg zum ersten Mal eine Bundesliga-ähnliche Herausforderung, aber viele der bisher ausgeschiedenen Teams hatten eher BL-Zweitliganiveau – FCR und TP haben sich ansonsten hier eher erholt von ihren nicht so überzeugenden BL-Spielen.
    Man kann sich natürlich freuen, dass die dt. BL so stark ist, andererseits kann man sich fragen, ob dieser europäischen Wettbewerb bis zum Viertelfinale wirklich den Namen Champions-League verdient.

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  • timmy sagt:

    Es spielen doch die ganzen Champions.

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  • Detlef sagt:

    Der Name ist schon richtig!!!
    Leider sind die Qualitätssprünge innerhalb Europas riesengroß!!!

    Für die starken Teams wie Duisburg, Lyon und Potsdam, beginnt die CL eigentlich erst jetzt, richtig ernsthaft zu werden!!!

    Eventuell würde es Sinn machen, die ganz starken Mannschaften noch eine oder zwei Runden später in den Wettbewerb zu schicken???
    Ergebnisse wie 7:0 oder 9:0, will man bei einer CL eigentlich nicht sehen!!!
    Das ist auch für die Medien uninteressant!!!

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  • Webcam sagt:

    Genau – was Detlef zum Ausdruck bringt, meinte ich: Es ist in den ersten Runden teilweise Etikettenschwindel, auch wenn hier die Landesmeister spielen. Aber eben solche Landesmeister, gegen die mindestens die Hälfte der dt. BL-Teams gewinnen würde …

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Nun, Webcam, was heißt hier Etikettenschwindel!? Es ist genau das drin, was draussen dran steht, nämlich der Landesmeister. Nur ist halt die Qualität krass auseinanderliegend, so dass mitunter der Vergleich mit einem Drittligisten zu Recht herhalten muss. Und wie Vergleiche zwischen Erst- und Drittligisten in aller Regel bei uns aussehen, so ist es auch bei diesen CL-Vergleichen. Es hat eben von den UEFA-Verantwortlichen bisher noch keiner eine zündende Idee gehabt, die Ansetzungen im Modus so zu verändern, dass die Zahl der einseitigen/ungleichen Paarungen zugunsten lukrativer weniger wird.
    Zu bedenken gebe ich, aber dass bei einer Auslosung zwei schwächerer Gegner gegeneinander, trotzdem einer davon weiterkommt, was analog auf starke Teams zutrifft.

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  • Detlef sagt:

    Man muß den Spielmodus eben an die realistischen Gegebenheiten anpassen!!!
    Als besonderes „Lekkerlie“ könnte man den Finalisten (so denn der Vize sich wieder qualifiziert,)ein Freilos bis zum Viertelfinale geben!!!
    Die Vizemeister der 3 stärksten Länder, bekommen auch in Runde Eins ein Freilos!!!

    Natürlich kann man so das Risiko von sehr einseitigen Partien nur weiter begrenzen, aber nicht gänzlich verhindern!!!

    Es sollte natürlich nur eine Übergangslösung sein, bis sich der FF in Europa stärker etablieren kann!!!

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