Turbine Potsdam: die unerträgliche Schwere des Seins

Von am 9. November 2010 – 8.50 Uhr 27 Kommentare

Während der  1. FFC Frankfurt am Sonntag mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit zu einem 5:1-Sieg gegen den VfL Wolfsburg kam, verteidigte der 1. FFC Turbine Potsdam beim Hamburger SV mit einem 1:0-Sieg nur mühsam den Platz an der Sonne. Zwei Wochen vor dem wegweisenden Duell der beiden Topteams ist beim Meister Sand im Getriebe.

Turbine-Trainer Bernd Schröder konnte auf dem Rasen des Wolfgang-Meyer-Stadions sein Glück kaum fassen. „Ich war fast sicher, dass wir heute nicht gewinnen“, räumte er nach dem knappen Erfolg bei den Hanseatinnen ein und Hamburgs Schweden-Import Antonia Göransson war maßlos enttäuscht: „Wir haben ein großartiges Spiel gezeigt, wurden aber nicht belohnt. Aber wir wissen jetzt, was für ein gutes Team wir haben und was wir erreichen können.“

Turbine besticht mit Effizienz
Hinter den Beteiligten lagen 90 packende, wenngleich nicht immer hochklassige Minuten, in denen der HSV seinem übermächtigen Gegner auch ohne die wegen eines Außenbandrisses fehlende Kim Kulig mit viel Einsatz, Kampfgeist und Disziplin über die gesamte Spielzeit Paroli bot. Eine einzige Unaufmerksamkeit leistete sich die starke HSV-Abwehr, der eingewechselte Joker Yuki Nagasato nutzte sie per Kopf eiskalt zum Siegtreffer.

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Ballverluste und individuelle Fehler
Noch einmal hat der 1. FFC Turbine Potsdam den Kopf aus der Schlinge gezogen, doch zwei Wochen vor dem Gipfeltreffen am Brentanobad muss man sich in Potsdam ein wenig Sorgen machen. Denn zahlreiche Ballverluste und Fehler belegten einmal mehr, dass der Meister und Champions-League-Sieger weiterhin auf der Suche nach seiner Bestform ist. Nur mit der individuellen Klasse seiner Spielerinnen wird man gegen das derzeit bestens funktionierende Team der Frankfurterinnen nur schwer bestehen können. Doch vielleicht braucht Turbine auch Spitzenspiele, um seine Topform abrufen zu können.

Experiment Viererabwehrkette gescheitert
„Das Einzige, was derzeit stimmt, ist die Abwehr, alles andere wackelt“, analysierte Schröder. Im Hinblick auf das Topspiel sah sich der 68-Jährige gar zu einem ungewöhnlichen Experiment gezwungen. In der ersten Halbzeit ließ er Turbine mit einer ungewohnten Viererabwehrkette auflaufen. Die Idee: Beim Spitzenspiel gegen die offensivstarken Frankfurterinnen wollte man statt mit drei nur mit zwei Stürmerinnen zu Werke gehen. Doch bereits zur Halbzeit brach Schröder den Feldversuch ab.

Das kreative Element fehlt
Die Abwehr um Josephine Henning, Babett Peter, Inka Wesely und Bianca Schmidt machte ihre Sache zwar gut, doch im Mittelfeld klaffte eine Riesenlücke. Die beiden Stürmerinnen hingen in der Luft, weil weder Nadine Keßler, Viola Odebrecht noch Kapitänin Jennifer Zietz derzeit in der Lage sind, sie effektiv in Szene zu setzen. Und so wird es auch in Frankfurt bei der gewohnten 3-4-3-Formation bleiben.

Anja Mittag (li.) und Jennifer Zietz

Derzeit läuft es bei Turbine Potsdam nicht rund ©Frank Scheuring / girlsplay.de

Die Last der Erwartung
Die Rolle des Gejagten scheint den Turbinen immer weniger zu schmecken. „Jede Mannschaft spielt gegen uns mit 150 Prozent, ob Saarbrücken oder Essen – die Spielerinnen kämpfen um ihr Leben, damit muss man umgehen können“, so Schröder. Die Leichtigkeit im Turbine-Spiel ist weg, die Spielerinnen setzen sich selbst unter Druck, die Erwartungshaltung ist hoch.

Müdigkeit bei den jungen Spielerinnen
„Wir sind keine Übermannschaft, Frankfurt hat die besseren Einzelspielerinnen“, scheint Schröder gar einer möglichen Enttäuschung vorbeugen zu wollen. Hinzu kommt, dass der Akku bei den  jungen Spielerinnen, wie etwa Tabea Kemme, durch die Einsätze bei der U20-WM und U17-WM leer ist, die Weltmeisterschaften den Rhythmus der jungen Sprösslinge gehörig durcheinandergewirbelt haben.

Schröder dennoch zuversichtlich
Geht es nach dem Turbine-Trainer, dann findet ein nicht minder wichtiges Schlüsselspiel bereits eine Woche vor dem eigentlichen Spitzenspiel statt, denn ein Sieg gegen Bayern München am kommenden Sonntag würde Turbine als Spitzenreiter an den Main fahren lassen. „Wenn wir mit einem Punkt Vorsprung nach Frankfurt fahren, dann gewinnen wir auch“, ist sich Schröder sicher.

Reisestrapazen
Bereits heute ist der Turbine-Tross wieder unterwegs, auf einer rund zehnstündigen Busreise geht es zum Achtelfinal-Rückspiel der Champions League von Potsdam in den Wienerwald zum SV Neulengbach (Mittwoch, live ab 19 Uhr auf Eurosport). Bei einem Sieben-Tore-Vorsprung hat man das Rückspiel in den Köpfen wohl bereits abgehakt. Und außerdem meint Schröder: „In der Champions League spielen wir locker.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

27 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    Bei Turbine von einer Krise zu reden scheint übertrieben. Immerhin gelangen im DFB-Pokal und in der Champions League zuletzt hohe Siege. Nur in der Bundesliga tut sich die Mannschaft anscheinend schwer, gegen ‚zweitklassige‘ Gegner ans Limit zu gehen. Und mit halber Kraft ist eben auch der HSV nicht so ohne weiteres zu bezwingen.
    Dabei spielt sicherlich auch die Zusatzbelastung durch die CL eine Rolle. Während sich bei Turbine eine ‚englische‘ Woche an die andere reiht, ist Titelkonkurrent Frankfurt vergleichsweise ausgeruht.
    Für den 21.11. mache ich mir keine großen Sorgen um Turbine. In dieses Spitzenspiel werden sie hochmotiviert hineingehen. Und bei Frankfurt muss sich erst zeigen, wie viel von deren momentaner Leichtigkeit übrig ist, wenn es gegen einen Top-Gegner geht.

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  • Lucy sagt:

    Zum Glück werden wir es alle bald wissen… 😉

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  • Grobi sagt:

    Das ist leider schon die ganze Saison mein Eindruck.
    Die Mannschaft ist nach Madrid mental einfach nicht mehr frisch. So geht es ja wohl auch Weltmeistern. Zudem fehlt im Mittelfeld eine Spielerin, die klar Regie führen kann – auch wenn die Mannschaft unter Druck ist. Kessy, Jenny und Viola sind dafür leider nicht geeignet. Das hat man ja u.a. auch in der ersten Halbzeit in Madrid/Getafe gesehen. Da müsste man sich verstärken.

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  • laasee sagt:

    Potsdam will still be in place 1 at the winter break with Duisburg in place 2.

    The Buli will be decided on 6 Feb 2011 with the Turbine v FCR game.

    Frankfurt gets place 3.

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  • Winter sagt:

    @FFFan Stimme Dir zu. Die Belastungen sind bei TP deutlich höher, auch was den Nachwuchs anbetrifft. Aber selbst eine Niederlage in Frankfurt ist noch kein Beinbruch, denn abgerechnet wird wie immer zum Schluß!

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  • Webcam sagt:

    Kein Grund zur Panikmache!!!
    Schon beim Doublegewinn selbst hatte TP in den entscheidenden Momenten den legendären Bayern-Dusel, und der bleibt ihnen auch in dieser Saison treu.

    Vermutlich ist dieser Nimbus einfach den FCB-Männern verloren und auf TP über-gegangen, daher jetzt der FCB in der Krise.

    Meisterlich spielt aber derzeit nur Frankfurt.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Merkwürdig! In Markus´ Bericht tauchen solche Begriffe wie Krise und Panikmache gar nicht auf. Dafür hat er sach- und fachlich richtig genau das Ge- und Beschrieben, was da eine Zahl von 12 Spielen Dauer, mehr oder weniger permanent auffällig zu Gange ist!
    Und, klar wird man sich um seinen Verein Sorgen machen dürfen; mitbibbern, -fiebern und -freuen dürfen wir uns ja schliesslich auch! 😉

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  • Steffen sagt:

    Träum‘ weiter, lassee!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Träumen ist doch sowas von schön! Hast Du etwa keine Träume, Steffen? Das wäre nämlich sehr schade…
    Mein aktueller Traum: Turbine verteidigt erfolgreich den CL-Pokal! 🙂

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  • Steffen sagt:

    Träume gehen nicht immer in Erfüllung, aber manchmal schon. 😉

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  • FFFan sagt:

    Noch etwas: bei der U17-WM war keine Stammspielerin der ersten Mannschaft von Turbine Potsdam im Einsatz; der Akku kann also nicht deswegen leer sein!

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  • Markus Juchem sagt:

    @FFFan: Jennifer Cramer, Sandra Starke und Kristin Demann sind zwar keine Stammspielerinnen, aber ja sicherlich nicht grundlos in den Erstligakader aufgerückt. In Hamburg waren sie aus den genannten Gründen nicht einmal mit dabei. Das Team hat also ein paar Optionen weniger.

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  • FFFan sagt:

    @ Markus:
    Alle drei haben am Wochenende für die 2.Mannschaft gespielt, wie auch schon vor der U17-WM. Sie sollen dort Spielpraxis sammeln, mit Müdigkeit hat das nichts zu tun.

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  • Jennifer sagt:

    Mir ist nicht klar, warum dieser Bericht überhaupt geschrieben wurde. Das ist doch alles bekannt. Danach gibt es eh immer nur das bekannte aufeinander rumhacken von den TP und Frankfurt Fans. Hier wäre doch ein Bericht vom Concacaf und Afrika Cup auch im Hinblick auf die bevorstehende WM interessanter gewesen.

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  • Markus Juchem sagt:

    @FFFan: Das mag Deine Sicht der Dinge sein, bei Turbine sieht man das offenbar anders. 😉

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  • pinkpanther sagt:

    @Jennifer: Schließe mich dir an, Berichte über die Quali in Afrika und Amerika fände ich auch ganz klasse!!!
    Immerhin stehen in Afrika die (entscheidenden) Halbfinals an, in Südamerika läuft noch die Vorrunde, und in Concacaf gab es ne kleine Sensation mit der HF-Niederlage der US-Girls. Mögliche Gründe hierfür würden mich mal interessieren: Gegnerinnen unterschätzt, schlecht eingestellt etc.?
    Interessant wäre auch zu erfahren, wie es den Italienerinnen jetzt mit DIESEM Playoff-Gegner geht.

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  • laasee sagt:

    @Steffen

    Ja,Ja.

    Dreams are good.
    I think Samba dreams are the best.
    We will find out.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Jennifer
    Wat den een sin Uhl, is den annern sin Nachtigall… 🙂
    Bloss gut, dass die Geschmäcker unterschiedlich sind, ansonsten gäb´s auch nur Prinz-Fans und keine weiteren! 😉

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  • FFFan sagt:

    @ Markus:
    „@FFFan: Das mag Deine Sicht der Dinge sein, bei Turbine sieht man das offenbar anders.“

    Kannst du diese These irgendwie belegen?
    Mir ist nicht bekannt, dass Trainer oder Vereinsführung von Turbine Potsdam die derzeitige spielerische ‚Misere‘ der ersten Mannschaft mit der „Müdigkeit“ von drei Nachwuchsspielerinnen in Verbindung gebracht haben.

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  • Markus Juchem sagt:

    @FFFan: Das hat Herr Schröder selbst so nach dem Spiel in Hamburg geäußert. Ich habe es allerdings nicht als Begründung für die spielerischen Probleme aufgefasst, sondern eher als Hinweis darauf, dass die Karte bzw. Option junge Spielerinnen in die Waagschale zu werfen, derzeit nicht sticht und der Trainer weniger Möglichkeiten hat und nicht so flexibel reagieren kann.

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  • FFFan sagt:

    @ Markus:
    OK, mag sein. Das wusste ich nicht.

    Die Aufstellung für das gleich beginnende CL-Spiel gegen Neulengbach deutet darauf hin, dass wohl die ein oder andere Stammspielerin schon für das nächste BL-Spiel geschont wird: Odebrecht, Kemme und Mittag nur auf der Bank, Schmidt gar nicht im Kader.

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  • Markus Juchem sagt:

    @FFFan: Schmidt ist wegen einer Knöchelverletzung zuhause geblieben. Dass man ein paar Stammspielerinnen schont, ist ja mehr als vernünftig bei den nächsten beiden schweren Bundesligaspielen gegen Bayern und in Frankfurt.

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  • Detlef sagt:

    Das beim deutschen Meister in dieser Saison nicht alles rund läuft, sieht wohl jeder klar und deutlich!!!
    Welche Ursachen der beinahe kollektive mentale Schwächeanfall hat, dürfte nicht so leicht zu ergründen sein!!!

    Einzig die Abwehr (incl. der beiden starken Torfrauen), machte bis jetzt hier eine Ausnahme, was sich auch wieder an den wenigsten Gegentoren zeigt!!!

    Das größte Problemkind ist in der Tat das Mittelfeld!!!
    Ich stimme aber Grobi nicht zu, daß VIOLA, JENNY und KESSI dies nicht könnten!!!
    Die drei Spielerinnen haben die Klasse, was die letzte Saison zeigte!!!
    Warum aber im Moment die Säge klemmt, kann wohl niemand erklären!!!
    Für mich ist es ganz klar eine Kopfsache, was man an den ständig schwankenden Leistungen erkennt!!!
    Am Einsatz liegt es gewiß nicht, vor allem VIOLA rackert in jedem Spiel wie ein „Ackergaul“!!!

    Aber die Konzentration beim Paßspiel ist das größte Manko im Spiel der TURBINEN!!!
    Das betrifft sowohl die Paßabsenderin, als auch die Empfängerin!!!
    Die oft haarsträubenden Fehlpässe, verhindern all zu oft, daß der Gegner richtig unter Druck gesetzt werden kann!!!
    Aber genau daß müssen die TURBINEN mit Frankfurts Abwehr tun, um zu aussichtsreichen Torchancen zu kommen!!!

    Die HSV-Abwehr hatte es letztes Wochenende relativ leicht zu verteidigen, da Potsdam keinen ordentlichen Druck erzeugen konnte!!!

    Probleme gibt es aber auch in TURBINES einstiger Paradeabteilung!!!
    Das blinde Verständnis zwischen ANJA und LIRA ist einfach nicht mehr da, warum auch immer!!!
    Liras geniale Ideen, werden leider selten von ihren Mitspielerinnen erkannt, und verpuffen so oft im Nichts!!!
    ANJA zeigt für mich zwar wieder ansteigende Form, aber sie bleibt immer noch weit hinter ihren Möglichkeiten zurück!!!
    Einzig YUKI ist ein erfrischendes Juwel, und sorgt immer für Gefahr im gegnerischen Strafraum!!!

    TURBINE braucht dringend Selbstvertrauen, was sie sich schon im Heimspiel gegen die Bayern-Ladies holen könnten!!!

    Die Einstellung gegen Frankfurt wird ganz sicher wieder vorbildlich sein!!!
    Bleibt zu hoffen, daß die Konzentration dann mit dem Kampfgeist Schritt halten wird!!!

    Dann gibt es sicher ein Spitzenduell auf höchstem Niveau, falls die Schiri-Leistung dies zulässt!!!

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  • laasee sagt:

    @Detlef

    With Frankfurt I do not see a problem for you.
    The score might be close but Turbine should win.

    I think the game this weekend with Bayern might be more of a problem.
    Clubs sometimes find it difficult dealing with the league game after playing a mid-week European game.

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  • Marc sagt:

    wenn man mal ehrlich ist…wackelt nicht nur Turbine sondern auch der FCR (siehe jetzige Tabelle)…

    und das ist doch wohl deutlich warum der FFC FFm oben dabei ist – keine englischen Wochen..die alten Damen sind ausgeruht.

    Turbine konnte nur bisher schlimmeres vermeiden..der FCR dagegen hatte dann und wann mal Pech…bzw. spielen die zZ doch auch nur mit Glück und gewinnen gradeso (bsp: leverkusen)

    ich kann mir jedenfalls gut vorstellen,dass die CL-Mädels einfach keine Kraft aufbringen können um diese durch die WM2011 VIEL zu kraftraubende Saison glanzvoll durchzustehen…bei TP kommt noch der unglaubliche Druck zu.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Sicher ist dies ein Großteil des Puzzles, aber ich bin mir absolut nicht sicher, ob das wirklich alles ist. Klingt nämlich irgendwie zu einfach.
    Ausserdem, wen man diese Theorie weiterspinnt, prophezeist Du damit unseren Frauen eine saft- und kraftlose WM im eigenen Land… Oder ist es nicht so?

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  • Detlef sagt:

    Sehe ich ähnlich wie Frau Fußball!!!
    Nein, nein, die Belastung (wenn man bei TURBINE bis jetzt überhaupt davon reden kann) in der CL, hielt sich doch bis jetzt sehr stark in Grenzen!!!
    Das Anstrengendste war doch bis jetzt die 20-stündige Busreise nach Wien und wieder zurück!!!
    Da konnte (oder wollte) easy-Jet, als Flugsponsor wohl nicht helfen???

    Die Unsicherheiten und Unkonzentriertheiten begannen doch schon, bevor die TURBINEN überhaupt in die CL eingegriffen haben!!!
    Nein, die Ursachen müssen wo anders liegen!!!

    Auch den vielzitierten Druck, der natürlich auf den Potsdamerinnen lastet, möchte ich nicht zu arg strapazieren!!!
    Auch in die Saison 2009/2010 sind sie als amtierender Meister gestartet, und nach den sensationellen Verstärkungen durch LIRA, COCO, KESSI und JOSI, waren auch damals die Erwartungen riesengroß!!!

    Aber letzte Saison war der Start, und die ganze Hinrunde ansich, wesentlich klarer und deutlicher, vor allem spielerisch hochklassiger als in dieser Saison!!!

    Die Ursachen für die mentalen Aussetzer, müssen also wo anders liegen!!!

    Die Probleme beim FCR liegen da ganz anders!!!
    Durch die vielen Verletzten, schon zu Beginn der Hinrunde, wurde bereits sehr zeitig klar, daß die Reservebank keinen adäquaten Ersatz parat hatte!!!
    Dann der Ausfall der kompletten Innenverteidigung, und das anschließende Herumexperimentieren, diesen Verlust irgendwie kompensieren zu können, brachte natürlich Unsicherheiten mit sich!!!
    Auch die Ausfälle von Bresonik und vor allem von Hegering, waren ein herber Schlag für die Löwinnen!!!
    Das Duisburg wackelte, und sich zT mit viel Mühe durch die Spiele quält, ist ganz logisch erklärbar!!!
    Zum Glück sind sie „Grings-versichert“, denn ohne die Torjägerin, sähe es doch oft sehr düster aus für den FCR!!!
    Aber damit sind sie für starke Mannschaften auch sehr leicht auszurechnen!!!

    Frankfurt profitiert natürlich davon, daß sie keine CL-Spiele zu bestreiten haben!!!
    Eingefleischte Frankfurt-Fans sind also nicht umsonst der Meinung, daß sie ihr Team schon lange nicht mehr so frisch und ausgeruht erlebt haben, wie in dieser Saison!!!
    Die vielen geschossenen Tore sorgen natürlich für zusätzlichen Optimismus!!!
    Aber man muß abwarten, was den Hessinnen gegen einen starken Gegner gelingt, der noch dazu den „Ober-Dusel“ für sich gepachtet hat!!!

    Frau Fußball schrieb;“Ausserdem, wen man diese Theorie weiterspinnt, prophezeist Du damit unseren Frauen eine saft- und kraftlose WM im eigenen Land… Oder ist es nicht so?“

    Dazu muß man sicher kein Prophet sein, sondern nur auf die noch anstehenden Termine schauen!!!
    Aber dieses Thema ist hier falsch positioniert!!!

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