Potsdam verteidigt Spitze, Frankfurt siegt in München

Von am 31. Oktober 2010 – 16.03 Uhr 9 Kommentare

Meister 1. FFC Turbine Potsdam hat mit einem klaren Sieg zum Abschluss der Hinrunde der Frauenfußball-Bundesliga die Verfolger auf Distanz gehalten. Der 1. FFC Frankfurt gewann das Topspiel beim FC Bayern München und auch die anderen Favoriten hielten sich schadlos.

Potsdam weiter an der Spitze
Tabellenführer 1. FFC Turbine Potsdam kam zu einem 4:1 (2:0)-Auswärtserfolg bei der SG Essen-Schönebeck. Nadine Keßler brachte die Gäste früh in Führung (4.), zweimal Anja Mittag (40., 82.) sowie Inka Wesely (89.) erzielten die Treffer, Michele Weissenhofer gelang der zwischenzeitliche Anschlusstreffer (77.).

Birgit Prinz erzielt Führungstreffer
Die Frankfurterinnen haben die letzten beiden Begegnungen gegen den FC Bayern München verloren; vor über 1 300 Zuschauern in Aschheim wurde diese Serie unterbrochen.Nach nur elf Minuten gingen die Frankfurterinnen durch Birgit Prinz mit 1:0 in Führung – ein Resultat, das bis zur 90. Minute halten sollte. In der ersten halben Stunde der zweiten Halbzeit machten die Gastgeberinnen allerdings den agileren Eindruck. Der FFC, der auf die verletzte Kerstin Garefrekes und die zur WM-Qualifikation abgestellte Alexandra Krieger verzichten musste, verlegte sich auf die Defensive, der FCB spielte offensiver und drängte auf den Ausgleich.

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Conny Pohlers entscheidet die Partie
Erst in der Schlussviertelstunde hatten die Hessinnen einige gute Möglichkeiten, während der FCB etwas an Tempo und Spielaufbau verlor. Eine unfreiwillige Spielunterbrechung aufgrund einer Oberschenkelverletzung bei Schiedsrichterin Dr. Riem Hussein tat den Gastgeberinnen aber ganz gut. FCB-Trainer Thomas Wörle schien die richtigen Worte an seine Mannschaft gerichtet zu haben. Die Münchenerinnen erhöhten den Druck, waren jedoch zu fahrlässig bei der Chancenverwertung. Stattdessen gelang dem FFC das glückliche 2:0. Nach einem Eckball von Prinz setzte Conny Pohlers in der Nachspielzeit den Schlusspunkt.

Nicole Banecki (li.) im Zweikampf mit Birgit Prinz

Nicole Banecki (li.) im Zweikampf mit Birgit Prinz ©Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Bad Neuenahr setzt Siegeszug fort
Der SC 07 Bad Neuenahr kam nach einem 0:1-Rückstand bei Aufsteiger Bayer 04 Leverkusen noch einem souveränen 4:1 (2:1)-Sieg. Feride Bakir hatte die Gastgeberinnen in Führung gebracht (21.), doch Célia Okoyino da Mbabi drehte die Partie mit zwei Treffern schnell (23., 26.). Ramona Petzelberger (75.) und Lena Goeßling (78.) erzielten die weiteren Tore.

Duisburg gewinnt in Saarbrücken
Zu einem ungefährdeten 3:0-Erfolg kam der FCR 2001 Duisburg beim 1. FC Saarbrücken. Der Führungstreffer fiel nach 31 Minuten durch Inka Grings. Kurz darauf erhöhte Femke Maes auf 2:0 (34.). Vor 350 Zuschauern am Saarbrücker Kieselhumes gelang Mandy Islacker in der 80. Minute der 3:0-Endstand.

Wolfsburg lässt nichts anbrennen
Zunächst sah es beim FF USV Jena so aus, als sollte der VfL Wolfsburg erneut gegen ein schwächer platziertes Team der Liga Punkte liegen lassen. Nach nur zehn Minuten brachte Susann Utes den USV mit 1:0 in Führung. Die ehemalige Jenaerin Ivonne Hartmann erzielte allerdings den Ausgleich (28.), ehe Martina Müller (36.) und  Anna-Kaisa Rantanen noch vor der Halbzeit zum 1:3 (42.) trafen. Die Schweizer Nationalspielerin Martina Moser schraubte das Ergebnis in der 78. Minute auf 1:4 in die Höhe.

HSV kommt spät in die Gänge
Nach einer torlosen ersten Halbzeit kam der Hamburger SV noch zum einem klaren 3:0 (0:0)-Sieg gegen den Herforder SV. Antonia Göransson brach den Bann (53.), ehe Silva Lone Saländer (85.) und Lena Petermann (90.) in der Schlussphase für die Entscheidung sorgten.

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9 Kommentare »

  • laasee sagt:

    Today Inka scores in the 31st minute.
    Today is Inka’s birthday – 31.
    That is class timing!

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  • laasee sagt:

    hmmm (big red face)

    It would have been better if Inka had scored 60 seconds later (32 min).

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  • Marc sagt:

    unsere inka (wesely) hat das umgesetzt was sie sich vorgenommen hat.. 🙂 ein tor gegen ihren ex-verein.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Hoffentlich hat sie auch ihren Treffer entsprechend mit den Mitspielerinnen bejubelt! Ich finde nämlich diese merkwürdige „Respektreaktion“ in so einem Fall völlig überflüssig – Tor ist Tor und da sollte man immer jubeln dürfen. Wie sagt man doch so oft:Fußball ist ein Tagesgeschäft! Was interessiert da schon, wo ich zuvor alles schonmal gespielt habe.

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  • FFFan sagt:

    Spiel-Analyse: Bayern München – 1.FFC Frankfurt

    Bayern Münchens Trainer Th.Wörle ließ Mirlach auf der Bank, N.Banecki spielte auf der linken Abwehrseite; die zuletzt im Pokal geschonten Bachor und Wimbersky kehrten ins Team zurück. Bei Frankfurt rückte Behringer für die im Länderspiel verletzte Garefrekes in die Startelf; im Angriff entschied sich Kahlert für Marozsan, Pohlers saß zunächst auf der Bank.

    Die Bayern begannen sehr aggressiv, störten die Gäste bereits tief in deren Hälfte und erarbeiteten sich erste Gelegenheiten durch Aigner (6.) und de Pol (7., per Freistoß), die aber ungenutzt blieben. Ganz anders die Frankfurterinnen, die gleich die erste Unaufmerksamkeit der FCB-Abwehr gnadenlos ausnutzten (Prinz, 12.).
    Bedingt durch den frühen Rückstand war der FCB die aktivere Mannschaft, trug seine Angriffe aber zu ideenlos vor, um den stabilen Frankfurter Defensivblock, in dem Weber als Krieger-Ersatz zu überzeugen wußte, ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Einzig Simic zeigte Kreativität, die U23-Nationalspielerin wurde bei Ballbesitz auch stets gesucht – allerdings machte dies das Spiel der Heimelf auch ausrechenbar. So dauerte es bis zur 37.Minute, bis Schöne -natürlich nach Pass von Simic- wieder zu einer Torchance für den FC Bayern kam, doch die 17jährige scheiterte an Angerer.
    Der FFC war mit seinen Kontern wesentlich gefährlicher, versäumte aber die frühzeitige Entscheidung.

    Erst nach Wiederanpfiff änderte sich das Bild: Bayern griff nun variabler und energischer an und erhöhte zusehends den Druck. Die Einwechslung von Bürki (für Wimbersky) belebte das Offensivspiel deutlich. Die Schweizerin war es auch, die mit einem ‚tödlichen‘ Pass Bachor einsetzte, doch die ließ sich den Ball im letzten Moment von Hingst vom Fuß spitzeln (56.). Die beste Chance zum Ausgleichstreffer hatte dann wieder Schöne (erneut nach Pass von Simic!), doch auch diesmal blieb Angerer Siegerin (89.). In der Nachspielzeit machte dann die eingewechselte Pohlers im Anschluss an eine Ecke von Prinz ‚den Sack zu‘ (90.+2.).
    Frankfurt zeigte diesmal zwar nur ansatzweise den flexiblen Kombinationsfußball der letzten Wochen, gewann aber letztlich verdient, weil sie einfach cleverer und effizienter waren.

    Der FC Bayern hat am kommenden Sonntag Tabellenschlußlicht Herford zu Gast, der FFC kann sich gegen den VfL Wolfsburg für die zum Saisonauftakt erlittene Niederlage revanchieren.

    FCB: Längert (3,5) – Wenninger (3,5), Schnaderbeck (4,5), de Pol (3,5), N.Banecki (3) – Schöne (3), Wörle (4) – Bachor (3,5), Simic (2,5), Aigner (3,5) – Wimbersky (4)

    55. Puntigam (4) für Wörle
    55. Bürki (2,5) für Wimbersky

    FFC: Angerer (2,5) – Weber (2,5), Bartusiak (3), Lewandowski (3), Thunebro (3) – Hingst (3), Smisek (3,5) – Behringer (4), Huth (3) – Marozsan (3), Prinz (2)

    52. Pohlers (2,5) für Behringer
    79. Landström (-) für Marozsan

    SR: Dr. Riem Hussein (Bad Harzburg), Note 2, souveräne Leiterin einer temporeichen Partie, ließ keine Hektik aufkommen und sich auch durch eine Verletzung nicht aus dem Konzept bringen.

    SdS: Birgit Prinz (1.FFC Frankfurt), glänzte nicht nur als Torschützin und Vorbereiterin, sondern war auch in kämpferischer und läuferischer Hinsicht ein Vorbild.

    (c) FFFan

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  • Expert sagt:

    FFFan, nach meiner Ansicht, hätten die Bäyerinnen gewinnen müssen. Zähle mal auf wie oft die Frankfurter überlaufen wurden, und eine 1 zu 1 Situation entstand, aber die Münchnerinnen an der Angerer nicht vorbei kammen. Die Gegentore, das Erste Fehler in der Rückwärtsbewegung, und das Zweite haben einige nur zugeschaut. Beide Mannschaften haben einen guten Eindruck hinterlassen. Die Autogramm Aktion hatte mit FF nicht zu tun, oder kommen die jetzt bei jeden Heimspiel. Vielleicht werden die Bayernfrauen auch zur Autogrammstunde in die ARENA der Männer eingeladen. Die Huffnung stirbt zuletzt…………..

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  • Tobias sagt:

    Eine in meinen Augen sehr gelungene Spielanalyse, auch wenn man sich über einzelne Noten vielleicht streiten mag. Ich meine natürlich den vorletzten Beitrag.

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  • Garrincha sagt:

    FFFan: Ganz prima Analyse! Meiner Ansicht nach kann man beobachten, daß die ganz jungen FCB Spielerinnen wie Wenninger,Schnaderbeck und Banecki sich immer besser entwickeln. Clare Schöne hat mich mehr als überrascht (bitte dieses Selbstbewußsein beibehalten; ganz großes Talent!). Einzig Simic, für mich fußballerisch eine der besten Spielerinnen Deutschlands (sic!!!) entwickelt sich nicht weiter. In den entscheidenden Szenen fehlt die Ruhe, die Genauigkeit beim Abspiel bzw. Abschluß. Woran liegt das nur?

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  • FFFan sagt:

    @ Garrincha:
    Auch wenn Simic gegen Frankfurt nicht ganz so stark spielte wie in den letzten 20 Min. gegen Duisburg, war sie für mich dennoch auch diesmal Bayerns Beste. Was mir an ihr besonders gefällt: sie hat immer den Kopf oben, weiß oft schon bevor sie den Ball hat, wo sie ihn hinspielt, nimmt den Ball gut nach vorne mit, macht so das Spiel schnell und kreiert Torchancen (um es mit L. v. Gaal zu sagen 😉 )!

    Ein Lichtblick bei den im Liga-Mittelmaß feststeckenden Bayern sind die ‚Youngster‘ Schöne und Lotzen. Letztere ist derzeit leider verletzt, konnte aber bei ihrem Kurzeinsatz gegen Potsdam eine Kostprobe ihres Talents abgeben. Da wächst was heran!

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