U19 spielt nur remis in Schweden

Von am 27. Oktober 2010 – 20.51 Uhr 7 Kommentare

Die deutsche U19-Nationalmannschaft musste sich in einem Testspiel in Sollentuna trotz spielerischer Überlegenheit mit einem Remis gegen Gastgeber Schweden zufrieden geben. Ein Treffer kurz nach der Pause verhinderte gar erst eine drohende Niederlage.

Beim 1:1 (0:1) gingen die Schwedinnen nach einem deutschen Abwehrfehler bereits früh durch Kapitänin Elin Rubensson in Führung (10.), Nicole Rolser gelang nach Vorarbeit der eingewechselten Marie Pyko, ihrer Teamkollegin beim SC 07 Bad Neuenahr der Ausgleich (49.).

Bereits in der ersten Halbzeit hatten Rolser und auch Ramona Petzelberger bei einem Pfostenschuss (29.) gute Chancen ausgelassen. In der zweiten Halbzeit geriet der Spielfluss durch zahlreiche Auswechslungen auf beiden Seiten ins Stocken, die DFB-Elf erarbeitete sich ein Übergewicht, konnte die Überlegenheit gegen die kompakte schwedische Defensive allerdings nicht in Tore umsetzen.

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Schweden – Deutschland 1:1 (1:0)

Schweden: Lundberg (46. Ringshamre), Samuelsson, Nordmark (82. I. Andersson), Petersson, Landström (70. Bergman), P. Andersson (75. Johansson), Molin (62. Karlsson), Mattsson, Roddar (46. Boström), Rubensson, J. Andersson (57. Rolfö)

Deutschland: Benkarth (46. Schmitz), Maier, Elsig, Vetterlein (46. Störzel), Simon (57. Brüggemann), Hendrich (61. Blessing), Götte (71. Hepfer), Beckmann (46. Pyko), Doppler (71. Hegenauer), Petzelberger, Rolser

Tore: 1:0 Rubensson (29.), 1:1 Rolser (49.)
Zuschauer: 515
Spielort: Sollentunavallen, Sollentuna

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

7 Kommentare »

  • FFFan2 sagt:

    „Nur“ remis?

    Typisch deutsche Überheblichkeit?
    Das ist ein Juniorinnen-Spiel. Ein Freundschaftsspiel. Auswärts. Ohne Vorbereitung. Mit 7 Auswechslungen. Ohne die U17/U19-Spielerinnen von den Weltmeisterschaften.
    Trotz allem waren sie wohl die überlegene Mannschaft. Ist doch nicht schlecht. Die EM-Mannschaft nächstes Jahr wird sicher anders aussehen.

    Eine etwas neutralere Überschrift wäre wünschenswert. Nix für ungut.

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  • Markus Juchem sagt:

    @FFFan2: „Nur remis“ heißt man hätte aufgrund der Überlegenheit in Halbzeit zwei das Spiel auch gewinnen können, vielleicht sogar müssen. Beide Websites (DFB und schwedischer Verband) schreiben von einer Überlegenheit der Deutschen in den zweiten 45 Minuten. Das hat ja dann nichts mit Überheblichkeit zu tun, wenn man ein Unentschieden als nicht vollends befriedigend empfindet. Ich habe auch nirgendwo geschrieben, dass ein Remis in Schweden schlecht ist. Soll ich, weil es ein Juniorinnen-Spiel ist, einen anderen Maßstab anlegen? Ich überbewerte das Ergebnis nicht, ich bewerte aber das Spiel.

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  • Ich war in Sollentuna gestern Abend und habe das Spiel im strömenden Regen angeschaut. Die deutsche Abwehr war am Anfang in einigen Szenen etwas unsicher, das 1:0 war eine tolle Einzelleistung von Elin Rubensson, die eben auch beim schwedischen Meister Malmö kommt.
    Danach dann Deutschland immer besser, allerdings mit mangelhafter Chancenverwertung. In der ersten Halbzeit hätte die Schiedsrichterin Deutschland einen Foulelfmeter geben können/sollen/müssen.
    Die Schweden feiern das tolle Ergebnis. Maren Meinert sagte mir vorgestern im Gespräch, dass das Ergebnis für sie eigentlich nicht so wichtig sei, sondern eher die Gelegenheit, noch mal gegen einen starken Gegner zu spielen. Gewonnen hätte sie sicherlich dennoch gern.
    Mir gefielen besonders Nicole Roiser und Kapitänin Ramona Petzelberger (beide Bad Neuenahr).
    Warum ist eigentlich keine einzige Spielerin der Topvereine Potsdam, Frankfurt und Duisburg im Kader gewesen oder haben die derzeit niemanden aus der Altersgruppe?

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Genau! Diese Frage aus dem letzten Satz, explizit auf Potsdam bezogen, stellte ich mir beim Durchlesen der Mannschaftsaufstellung auch.

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  • Janine sagt:

    @Rainer Fußgänger / Schenschtschina Futbolista:

    Diese Frage habe ich hier
    schon mal beantwortet – von Duisburg erwarte ich Wensing im Kader, von Potsdam Demann und Cramer, von Frankfurt…hatten die je regelmäßig U-Natios? Neuenahr und Leverkusen haben zumindest in dieser Altersklassd zur Zeit die Nase vorn. Aber es gibt ja immer stärkere und schwächere Jahrgänge, das kann nächstes Jahr schon wieder ganz anders aussehen.

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  • Dirk sagt:

    @ Janine

    Du scheinst ja auch sehr viel zum Thema „Unprossionalität“ in Sachen Sarholz zu wissen…

    Interessant, woher Ihr da immer so genau Bescheid wisst 🙂

    *Kopfschüttel*

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  • Janine sagt:

    Ich habe das „unprofessionell“ in meinem Beitrag durchaus bewusst in Anführungszeichen gesetzt. Ich kann es durchaus nachvollziehen, wenn man in diesem Alter nach so einer Saison eine Auszeit braucht.

    Allerdings verlangt Maren Meinert – und das ist hinreichend bekannt – von ihren U-Spielerinnen in vielerlei Hinsicht Professionalität. Dazu gehört auch, sich in den entscheidenden Momenten motivieren zu können – Sarholz selber gab ja an, dies nicht zu können. Und wenn es weitere, ebenso talentierte Torhüterinnen gibt, die dies in diesem Moment konnten, kann ich Meinerts Entscheidung, sie zunächst einmal nicht weiter zu berücksichtigen, ebenso verstehen. Wie bereits gesagt: Der DFB ist nicht auf Anna Sarholz angewiesen. Und das hat rein gar nichts mit „genau Bescheid wissen“ zu tun. Der DFB hat mit Sarholz geplant, sie hat unter Verweis auf fehlende Motivation abgesagt. Anschließend haben andere Torhüterinnen überzeugt, nun plant der DFB im Moment nicht mit ihr. Das Leben in den U-Natios ist alles andere als ein Zuckerschlecken, nicht jede schafft den Sprung in die nächste Altersstufe, geschweige denn ins A-Team. Aus welchen Gründen auch immer.

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