Topteams siegen im Gleichschritt

Von am 18. Oktober 2010 – 12.28 Uhr 2 Kommentare

An der Tabellenspitze nichts Neues, könnte das Fazit des zehnten Spieltags der Frauenfußball-Bundesliga lauten. Das Führungstrio fuhr im Gleichschritt drei Punkte ein – einen ersten Zähler hat am anderen Tabellenende nun auch der Herforder SV auf dem Konto.

Nach neun Niederlagen in Folge kamen die Herforderinnen zu einem 1:1-Unentschieden gegen die SG Essen-Schönebeck.

Schulte im Publikum
Vor den Augen von Ex-Trainerin Tanja Schulte, die als Zuschauerin im Stadion war, begann die Partie, wie so viele in der laufenden Saison: Die Ostwestfälinnen gerieten früh in Rückstand. Schon in der dritten Minute brachte Ana Cristina Oliveira-Leite die Gäste mit 1:0 in Führung. Herford gab jedoch nicht auf und wurde für diese Einstellung nun erstmals mit etwas Zählbarem belohnt. In der 67. Minute erzielte Anna Laue ihr erstes Saisontor. „Mein Einfluss lag bei knapp unter null Prozent“, wollte Herfords neuer Trainer Jürgen Prüfer nach Spielende den Trainerwechsel nicht für den ersten Punktgewinn verantwortlich machen.

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Wolfsburg erstmals ohne Torerfolg
Die Partie zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Bayern München endete 0:0. FCB-Trainer Thomas Wörle haderte ein wenig mit dem Ergebnis: „Wenn heute eine Team den Platz als Sieger verlassen hätte können, dann wir. 60, 70 Minuten haben wir das Spiel dominiert.“ Einen Erfolg gab es für die wieder genesene Kathrin Längert im Bayern-Tor dennoch zu verzeichnen: Bislang erzielte der VfL in dieser Saison in jedem Spiel mindestens ein Tor – Längert ist die einzige Torhüterin, die es bislang geschafft hat, ihren Kasten gegen die „Wölfinnen“ sauber zu halten.

Potsdams halbes Dutzend
Nach dem knappen Sieg in der vergangenen Woche beim 1. FC Saarbrücken hat der 1. FFC Turbine Potsdam diesmal wieder zugeschlagen. Mit 6:1 gewannen die Brandenburgerinnen zu Hause gegen Bayer 04 Leverkusen. Anja Mittag konnte sich dabei als dreifache Torschützin auszeichnen. Mit einem frühen Doppelschlag (18./20.) hatte sie ihr Team in Führung gebracht. In der zweiten Halbzeit erzielte sie das 4:0, nachdem zuvor Nadine Keßler zum 3:0 getroffen hatte. Fatmire Bajramaj und Yuki Nagasato schraubten das Ergebnis in die Höhe. Eunice Beckmann gelang zwischenzeitlich der Ehrentreffer für die Rheinländerinnen.

Nina Jokuschies, Kerstin Garefrekes

Kerstin Garefrekes (re.) bleibt in bestechender Form. ©Nora Kruse / ff-archiv.de

Garefrekes bleibt in Topform
2003/2004 war Kerstin Garefrekes mit 26 Treffern die erfolgreichste Torschützin – damals noch für den FFC Heike Rheine. In diesem Jahr befindet sich die zweifache Weltmeisterin erneut in Topform. Nach knapp der Hälfte der Saison hat Garefrekes bereits 15 Tore erzielt – zwei davon am Wochenende beim 5:1-Heimsieg gegen den Hamburger SV. „Die Mannschaft macht es mir einfach. Toreschießen ist immer eine Teamleistung“, so die Mittelfeldspielerin vom 1. FFC Frankfurt, die ihr Team mit einem Doppelschlag vor der Halbzeit auf die Siegerstraße brachte.

Knackpunkt: defensives Mittelfeld
„Wir wollten mutig und aggressiv nach vorne spielen“, so Hamburgs Trainer Achim Feifel, der mit der Vorstellung seiner Elf in den ersten dreißig Minuten zufrieden war. Dass nach den zuletzt so erfolgreichen Partien gegen München und Wolfsburg diesmal keine Treffer aus dem Spiel heraus fielen, schob er in erster Linie auf die Überlegenheit der Frankfurterinnen im defensiven Mittelfeld. Dort seien Sandra Smisek und Ariane Hingst besser in der Lage gewesen, das Spiel aufzubauen als das Hamburger Pendant Aferdita Kameraj/Kim Kulig.

Jenas Defensivtaktik
„Unser Ziel war auf Null zu Null zu spielen, deshalb haben wir natürlich auch ganz tief gestanden und nur wenig zugelassen“, so Thorsten Zaunmüller. Der Trainer hatte seinen FF USV Jena im Auswärtsspiel beim FCR 2001 Duisburg defensiv aufgestellt – und fast ging die Taktik auf, denn der FCR verzweifelte am Jenaer Abwehrriegel. FCR-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg sah ein „Katastrophenspiel in der ersten Halbzeit“. Am Ende hieß es dennoch 1:0 für die Gastgeberinnen, „letztlich hat sich die individuelle Qualität der Duisburgerinnen durchgesetzt“, fasste Zaunmüller zusammen. Nach Vorarbeit von Jennifer Oster gelang Inka Grings mit dem ersten Angriff in der zweiten Halbzeit der Siegtreffer.

Bad Neuenahr jetzt Vierter
Vom Unentschieden zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Bayern München hat der SC 07 Bad Neuenahr profitiert. Die Kurstädterinnen überzeugten beim 6:0-Heimsieg gegen den 1. FC Saarbrücken und verbesserten sich auf den vierten Tabellenplatz.

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2 Kommentare »

  • wm2011 sagt:

    Garefrekes, schade für die FRÜHFORM. Für die WM 2011 ist leider eine solche Leistung nicht so lange durch zustehen! und Frau Schulte im Publikum tat den Spielerinnen gut, jetzt muß aber Tanja bei ledem Spiel zusehen. Saarbrücken darf sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Duisburg bleibt dran, drittte oder vierte ist doch auch ein Spitzenplatz.

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  • horst sagt:

    Es mag zwar ein Spitzenplatz sein, allerdings ohne CL Teilnahme und somit ohne die Möglichkeit zusätzlicher finanzieller Einnahmen!

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