Frankfurt und Potsdam souverän, Duisburg mit Mühe

Von am 17. Oktober 2010 – 15.58 Uhr 16 Kommentare

Der  1. FFC Frankfurt hat am 10. Bundesliga-Spieltag mit dem siebten Sieg in Folge den Druck auf Tabellenführer 1. FFC Turbine Potsdam aufrechterhalten. Doch der kam zu einem nicht minder überzeugenden Sieg. Der FCR 2001 Duisburg hatte hingegen mit dem FF USV Jena mehr Mühe als erwartet, der Herforder SV holte den ersten Saisonpunkt.

Die Frankfurterinnen feierten vor 1 430 Zuschauern im Stadion am Brentanobad einen 5:1 (2:1)-Sieg gegen den Hamburger SV.

Garefrekes und Prinz treffen doppelt
Nach einer ausgeglichenen ersten halben Stunde brachte die überragende Kerstin Garefrekes mit ihren Saisontreffern 14 und 15 ihr Team in Führung (31., 38.), Kim Kulig verkürzte noch vor der Pause mit einem verwandelten Foulelfmeter (41.). In der zweiten Halbzeit wuchs die Dominanz der Frankfurterinnen, Birgit Prinz sorgte mit einem Doppelschlag (55., 60.) für die Entscheidung. Die nach der Pause eingewechselte Dzsenifer Marozsan setzte den Schlusspunkt (70.), HSV-Torhüterin Bianca Weech verhinderten mit einigen starken Paraden eine noch höhere Niederlage.

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„Die Mannschaft macht es mir derzeit einfach, Tore schießen ist immer eine Teamleistung“, so Garefrekes, die sich darüber freut, dass ihr Team den holprigen Saisonstart hinter sich gelassen hat. „Wir finden uns immer besser zusammen und sind jetzt richtig gut in der Saison.“

Mittag schießt Turbine zum Sieg
Der 1. FFC Turbine Potsdam ließ Aufsteiger Bayer 04 Leverkusen beim 6:1 (4:0)-Sieg nicht den Hauch einer Chance. Anja Mittag ebnete mit drei Treffern (18.,20., 45.) bereits vor der Pause den Weg zum Sieg, Nadine Keßler hatte zwischenzeitlich den dritten Turbine-Treffer erzielt (33.). Nach der Halbzeit konnten sich auch noch Fatmire Bajramaj (70.) und Yuki Nagasato (88.) in die Torschützinnenliste eintragen, Eunice Beckmann gelang für die Gäste der Ehrentreffer (78.).

Spielszene der Partie Duisburg gegen Jena

Der FF USV Jena musste sich in Duisburg knapp geschlagen geben ©Lothar Weisner

Nur Grings macht den Unterschied
Der FCR 2001 Duisburg mühte sich bei der Neuauflage des DFB-Pokalfinales der vergangenen Saison zu einem 1:0 (0:0)-Sieg gegen den FF USV Jena. Inka Grings erzielte kurz nach der Pause den einzigen Treffer des Tages (46.).

Die Duisburgerinnen waren vor 1 034 Zuschauern im PCC-Stadion von Homberg zwar die überlegene Mannschaft, doch erst Grings brach beim ersten Angriff in der zweiten Halbzeit nach schöner Vorarbeit von Jennifer Oster den Bann.

Bayor feiert Comeback
Die Spielführerin hatte dann noch zwei, drei gute Möglichkeiten, zielte aber knapp vorbei oder scheiterte an Torhüterin Jana Burmeister. Erst in den letzten fünf Minuten nahm das Spiel noch einmal Fahrt auf, doch außer einem Abseitstor durch Mandy Islacker gelangen keine weiteren Treffer. Bei den Gästen feierte Adjoa Bayor nach langer Verletzungspause ihr Comeback.

„Im Hinblick auf das Pokalspiel in Wolfsburg hätte ich mir ein paar Tore und ein paar klare Offensivaktionen mehr gewünscht“, hielt sich die Freude bei Duisburgs Trainerin Martina Voss-Tecklenburg in Grenzen.

Drei Tore von Nicole Rolser
Der SC 07 Bad Neuenahr brauchte etwas Anlaufzeit, doch am Ende stand ein souveräner 6:0 (1:0)-Sieg gegen den 1. FC Saarbrücken auf der Habenseite. Nicole Rolser brach den Bann (36.) und erzielte in der zweiten Halbzeit zwei weitere Treffer (72., 76.). Leonie Maier hatte bereits zuvor für die Vorentscheidung gesorgt (49.). Das halbe Dutzend voll machten Lisa Umbach (88.) und Célia Okoyino Da Mbabi (90.).

Erster Punktgewinn für Herford
Im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Jürgen Prüfer gelang dem Herforder SV gleich der erste Punktgewinn. Dabei begann die Partie beim 1:1 (0:1) gegen die SG Essen-Schönebeck für die Herforderinnen denkbar schlecht, Anna Cristina Oliveira Leite sorgte für die frühe Gästeführung (3.). Doch die Gastgeberinnen bissen sich in die Partie hinein und kamen Mitte der zweiten Halbzeit zum 1:1 durch Anna Laue (70.).

Punkteteilung in Wolfsburg
Der VfL Wolfsburg und der FC Bayern München trennten sich vor 772 Zuschauern mit einem torlosen Remis. Petra Wimbersky vergab kurz vor der Pause die beste Torchance, fand jedoch ihre Meisterin in Wolfsburgs Torhüterin Jaime Souza. Die Gastgeberinnen, bei den Navina Omilade nach ihrer Verletzung ein Überraschungs-Comeback feierte, kamen erst nach einer guten Stunde besser ins Spiel, doch Bayern-Torhüterin Kathrin Längert reagierte zweimal gut gegen Anna-Kaisa Rantanen und Ivonne Hartmann, so dass es beim gerechten Unentschieden blieb. Die Wolfsburgerinnen blieben in dieser Saison erstmals in einem Spiel ohne Gegentreffer.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

16 Kommentare »

  • Marc sagt:

    also ich fand die ersten minuten alles andere als asugeglichen…der HSV hatte doch deutlich mehr Ballbesitz…und war viel gefährlicher..der FFC hatte bis zum 1:0 doch nich wirklich ne richtige Torchance..

    das 1:0 war mehr als unverdient in der Situation..der HSV hätte sogar mit 2:0 führen können..

    schade für den HSV da hätte mehr drin sein können…

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  • SCW sagt:

    Als ob der Punkt für Herford Jürgen Prüfer zuzuschreiben ist. :/

    Bin davon überzeugt dass das mit Tanja Schulte ebenso ausgegangen wäre, wenn nicht sogar erfolgreicher! Naja.
    Freu mich dennoch über den 1. Punkt für die Mädels.

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  • Webcam sagt:

    Dennoch, wenn der FFC in Fahrt kommt, sind sie schwer zu bremsen, erfreulich, dass Garefrekes und Prinz vor dem WM-Jahr so torgefährlich sind!
    Immer mehr mein Titelaspirant, auch wenn TP wieder Tore schießt.

    Wen überrascht denn noch, wenn Duisburg sich so abmüht? Auch dass der Vereinsvorstand nicht mehr an eine Meisterschaftschance glaubt, entspricht nur dem geringen Selbstbewusstsein und dem Elan, den das einst so spielstarke Team noch versprüht (und wer Maes und Islacker auf der Auswechselbank hat, sollte sich nicht so laut über Personalnot beschweren.)

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  • laasee sagt:

    @Webcam

    Do not worry – FCR will be okay.

    The medals are not decided today but at the end of the season.

    Samba, Samba.

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  • Jochen sagt:

    Auch wenn Turbine mein Team ist, halte ich Frankfurt für den Titelfavoriten.
    Bei Potsdam ist gegen Ende der letzten Saison die mentale Frische verloren gegangen. Zudem fehlt es an einer starken 2. Reihe. Da ist Frankfurt besser besetzt.

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  • suplo sagt:

    @Marc
    „der HSV hätte sogar mit 2:0 führen können..“

    …nur weil der HSV in den ersten zehn Minuten zweimal die Strafraumgrenze des 1. FFC überschritten hat?
    Ich stimme zu, dass die Anfangsphase recht ausgeglichen wirkte, aber von Überlegenheit auf Seiten des HSV zu sprechen… Die Einschätzung halte ich für weit übertrieben.

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  • eisbär sagt:

    Hamburg hätte durchaus in Führung gehen können, aber sie haben hinten schlimme Fehler begangen, die Frankfurt ausgenutzt hat. Insgesamt ein völlig verdienter Sieg für Frankfurt. Die nächsten beiden Spiele gegen Bayern und Wolfsburg werden zeigen, ob Frankfurt den Titel wirklich holen kann.

    @ SCW
    Tanja Schulte hatte 9 Spieltage Zeit Punkte mit ihrer Mannschaft zu holen, hat es aber nicht geschafft. Ich denke, dass der Punkt ohne Trainerwechsel nicht zustande gekommen wäre. Aber das ist natürlich spekulativ, genauso wie deine obige Aussage.;-)

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  • Detlef sagt:

    Ich halte es für sehr verfrüht, jetzt bereits den Ausgang der Saison vorherzusagen!!!

    TURBINE hat bis jetzt kaum gezeigt, was sie wirklich können!!!
    Aber trotz oft schlechter und mittelprächtiger Leistungen, stehen sie ganz oben in der Tabelle!!!
    Wehe, wenn die mal richtig in Fahrt kommen!!!

    Frankfurt hat schon zu Beginn der Saison viele Punkte liegen gelassen, und legte nun eine beeindruckende Serie hin, mit Ergebnissen, die aus ihren früheren Glanzzeiten hätten stammen können!!!
    Ob sie dies allerdings bis zum Saisonende durchhalten können, muß man abwarten!!!
    @Jochen,
    Namen sind nur Schall und Rauch, wenn die Leistung nicht stimmt!!!
    Wir waren alle Zeuge, was diese Frankfurter Elitetruppe zeigt, wenn sie verunsichert und ohne Selbstvertrauen ist!!!

    Bei Duisburg scheint richtig der Wurm drin zu sein!!!
    Sie spielen jetzt so, wie Frankfurt in den letzten beiden Jahren!!!
    An diesen beiden Teams kann man genau den Unterschied ausmachen, was Motivation und Selbstbewußtsein für einen hohen Stellenwert haben!!!
    Dem FCR fehlt in dieser Saison ihre starke Bank!!!
    Das war in der Vergangenheit ihre größte Trumpfkarte, um Verletzungen und Leistungseinbrüche kompensieren zu können!!!

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  • PROBIERSMALMIT... sagt:

    Der liebe Herr Töpperwien lässt sich doch wirklich keine Peinlichkeit entgehen. Zunächst lässt er das Publikum 2x wissen,das er die Aussprache der Spielernamen schlecht recherchiert hat. Dann posaunt er ins Stadionrund so etwas wie „U23 Herzstück der Nachwuchsarbeit des 1.FFC Frankfurt…“, ganz schön herzkrank das „Herzstück“ wenn man bedenkt, das dies schon die 2te Saison ist, bei der Abstiegsgeier über den Herzstücken kreist.

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  • Jan sagt:

    Sehr geehrter DFB-TV-Reporter,
    wie spricht man eigtl. korrekt „Dzsenifer Marozsán“ aus? – „Garage“, „Jalousie“ und „Zsa Zsa Gábor“ sprechen Sie doch bestimmt auch (fast) richtig aus, oder? Ansonsten ggf. mal Béla Réthy fragen. 😉

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  • Jan sagt:

    … oder auch: „Schenschtschina Futbolista“ 😉

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Wie im letzten DFB-TV-Livestream (Frankfurt gegen Hamburg) öfters zu vernehmen war (der Kommentator machte sich da ein richtiges Gaudi draus): Crnogorcevic ! 🙂

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  • FFFan sagt:

    Spiel-Analyse: 1.FFC Frankfurt – Hamburger SV

    Beide Teams waren ggü. der Vorwoche nur auf einer Position verändert: Beim FFC war Hingst zurückgekehrt, dafür saß Behringer zunächst nur auf der Bank. Der HSV setzte diesmal auf Crnogorcevic anstelle von Ewers.

    Die Gastgeberinnen übernahmen von Beginn an das Kommando auf dem Feld, taten sich aber in der 1.HZ recht schwer gegen eine HSV-Elf, die sich nicht versteckte, sondern aus einer kompakten Abwehr immer wieder den Weg nach vorne suchte. So hatte Frankfurt zwar klar mehr vom Spiel, kam aber nur selten zu wirklich torgefährlichen Szenen. Ein Schuss von Prinz (5.), den Weech klasse parierte, blieb lange Zeit die einzige nennenswerte Chance. Auffällig: Hamburg nahm den Gegner früh auf, gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe und konterte gefährlich, meist über links durch Göransson, mit der Krieger große Mühe hatte. So kamen die Gäste ihrerseits zu Torchancen, die Kulig (21.) und Kameraj (26.) jedoch vergaben. Das sollte sich rächen, denn Frankfurt demonstrierte nun, was Effektivität ist: 1-0 durch Garefrekes (31., nach wunderschönem Spielzug über drei Stationen) und kurz darauf das 2-0 durch dieselbe Spielerin (38., Kopfball nach Prinz-Freistoß). Durch einen etwas umstrittenen Foulelfmeter (Krieger hatte Göransson leicht geschoben) kamen die Gäste nochmals heran (Kulig, 41.).

    Im zweiten Durchgang spielte dann aber nur noch der FFC, bei dem Behringer und Marozsan für Huth und Pohlers ins Spiel gekommen waren. Die Hessinnen agierten nun wesentlich aggressiver, gewannen jetzt auch die Zweikämpfe, kombinierten bisweilen flüssig und erspielten sich zahlreiche Torchancen. Ein Doppelschlag von Prinz (55., 60.) entschied die Partie frühzeitig, Marozsan (70.) legte sogar noch nach. In der verbleibenden Spielzeit kontrollierte der FFC das Spiel im Stile einer Spitzenmannschaft, führte den nun auch kräftemäßig abbauenden Gegner phasenweise vor, versäumte es aber, weitere Tore zu erzielen.

    FFC: Angerer (2,5) – Krieger (3), Bartusiak (2,5), Lewandowski (2), Thunebro (2) – Smisek (3), Hingst (3,5) – Garefrekes (1), Huth (3,5) – Pohlers (3), Prinz (1,5)

    46. Behringer (3) für Huth
    46. Marozsan (2,5) für Pohlers
    85. Weber (-) für Krieger

    HSV: Weech (2,5) – Jokuschies (3), Haye (4), Freese (4), Simon (4,5) – Kulig (3), Kameraj (3,5) – Lahr (4), Göransson (3,5) – Petermann (4,5), Crnogorcevic (4)

    46. Schubert (4) für Lahr
    64. Ewers (-) für Simon
    64. Wübbenhorst (-) für Crnogorcevic

    SR: Inka Müller (Potsdam), Note 4, ohne klare Linie; mal wurden Fouls gar nicht geahndet, dann wieder gab’s für Kleinigkeiten gelbe Karten; auch der Elfmeter war eine sehr harte Entscheidung.

    SdS: Kerstin Garefrekes (1.FFC Frankfurt), von der HSV-Abwehr nicht zu bremsen, an allen Toren ihrer Mannschaft beteiligt, vernachlässigte auch die Defensivarbeit nicht.

    (c) FFFan

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  • PROBIERSMALMIT... sagt:

    Vorbildliches Ballhalten in der Abwehr, dann kaum zu durchschauendes
    Direktspiel, wenig Dribbling, das zermürbt auf die Dauer den Gegner
    und macht ihn kraftlos.
    Das krasse Gegenteil beim HSV, 1.Hälfte kräftemäßig noch gut in Schuss aber lange Bälle aus der Abwehr, schwer zu verarbeiten für
    Sturm und Mittelfeld, viele kräftezehrende Einzelaktionen vorzugsweise über links und das fatalerweise aus der Abwehr heraus. Rechts war wenigstens die Defensive stabil und es kamen in Hälfte Eins ca.3x über 3-4 Stationen Direktspiel zustande.
    Kahlert hat das dann schlau erkannt und die ballverliebte Huth gegen
    Behringer gewechselt und schon war auch dort die sporadische Entlastung dahin. Wohlwissend links braucht nichts verbessert zu werden, die haben sich für Halbzeit Zwei sauergedribbelt. Ergebnis war 4 Tore über Seite Simon und Göransson(zwar ein Tor erzwungen, für den Aufwand aber viel zu wenig)zumal beide über Ländersspiel-
    erfahrung verfügen. Ally Krieger hat ihre Sache gut gemacht und war
    damit massgeblich an der Zermürbung der linken Flanke beteiligt.
    Deswegen würde ich Krieger(2),Huth(4),Lahr(3,5),Schubert(3,5)und
    Göransson(4)geben.
    Man spürt wie erholt sich der 1.FFC zeigt.Die Überbelastung der vergangenen Spielzeiten und Verletzungen, die jetzt Duisburg und Potsdam plagen sind weg. Schaffen die Frankfurter die internationalen Plätze düften sie wieder für einige Jahre Tonange-
    bend sein. Die Urgesteine Prinz,Garefrekes,Smisek und Bartusiak
    präsentierten sich Taufrisch. Da wirds leider nichts für die Talente aus der 2ten Reihe oder ???! Noch was, Kerstin machts der Mannschaft leicht sie anzuspielen. Immer unterwegs und das mit Hirn, Tore ergeben sich dadurch zwangsläufig.

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  • FFFan sagt:

    @ probiersmalmit:
    Gut analysiert! Vor allem Göransson war der Kräfteverschleiß deutlich anzumerken. In der 1.HZ noch auffälligste HSV-Spielerin, war von ihr in der 2.HZ kaum noch etwas zu sehen (und das nicht nur, weil sie nicht mehr auf der Kameraseite spielte). Krieger, im ersten Durchgang noch überwiegend in der Defensive gebunden, war dadurch jetzt ständig im Vorwärtsgang und bereitete auch das 4-1 vor. Noch ein Satz zu Krieger: sie hat ein starkes Spiel gemacht, aber eben auch das 2-1 quasi verschuldet (auch wenn diesen Elfer längst nicht jeder Schiri gibt), somit gibt’s von mir keine „2“.

    Mit seiner Umstellung Mitte der 2.HZ hat Feifel m.E. eher die rechte Abwehrseite geschwächt als die linke gestärkt. Aber Simon war ja angeschlagen ins Spiel gegangen, vielleicht hat er sie auch deswegen rausgenommen, nachdem das Spiel entschieden war.

    Frankfurt die nächsten Jahre tonangebend? Das sehe ich noch nicht. Mit der ersehnten CL-Teilnahme kämen ja auch wieder zusätzliche Belastungen auf die Spielerinnen zu; zudem ist bei einigen Leistungsträgerinnen unklar, ob sie über diese Saison hinaus weitermachen. Und „Talente aus der 2.Reihe“ sind beim FFC eher dünn gesät: neben den fast schon etablierten Huth und Marozsan fällt eigentlich nur noch Kleiner in diese Kategorie; Herbert und Rheinheimer sind zwar im Kader der 1.Mannschaft, gehören aber nicht richtig dazu und kamen bisher ausschließlich in der Zweitvertretung zum Einsatz.

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  • PROBIERSMALMIT... sagt:

    @FFFan:

    Das Auffallen mit Einzelaktionen(Huth, Göransson,Simon)ist ein Über-
    bleibsel aus Juniorinnenzeiten. Da wurden diese Aktionen eben mit Auswahlberufungen honoriert und sind dementsprechend schwer auszumerzen, weil ja die Belohnung „Nominierung“ sich fest eingeprägt hat. Für`s Publikum spektakulär(ein Raunen motiviert zusetzlich),
    dem schnellen Balllaufenlassen meistens hinderlich. So wurde Ally nur in ein paar Laufeinheiten gezwungen die sie so im Training zigmal mehr absolviert hat.
    Das die rechte HSVSeite nach dem Wechsel schwächer, wurde sehe ich auch so, es kam überhaupt keine Aktion mehr, weil Behringer einfach spielfreudiger ist. Rechts war Lahr, in Halbzeit Eins, trotz einiger Offensivbemühingen sehr devensiv ausgerichtet und unterstützte Jokuschies gut. Für die 2te Hälfte wäre sie zumindest auf links für die Abwehr eine gute Unterstützung gewesen, denn wenn ich mich recht Erinnere, spielte sie beim FFC U23 links offeniv und devensiv.
    Göransson kann nur Attacke das sah man oft beim schlechten zustellen von Angriffswegen. Macht ja im Grunde nichts war bestimmt eine tolle Lehrstunde für die jungen HSVer.
    So erholt habe ich die FFC-Leistungsträger schon lange nicht mehr gesehen. In Wirklichkeit ist doch die Findungsphase abgeschlossen und alle Spiele werden seit dem ohne unötigen Kräfteverschleiß beeindruckend gewonnen. Die spielen so lange zusammen das es schon einiger Zeit bedarf, um neue Spielerinnen einzubauen siehe Marozsan, Huth, Kleiner. Deswegen bin ich Überzegt die machens noch ein bisschen.
    Zumal Fussball in der Verfassung nicht wehtut sondern nur Spass macht.

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