Duisburg und Potsdam mit Torgala ins Achtelfinale

Von am 13. Oktober 2010 – 16.57 Uhr 16 Kommentare

Der FCR 2001 Duisburg hat souverän das Achtelfinale der Champions League erreicht. Einmal mehr stellte Inka Grings ihren Torinstinkt eindrucksvoll unter Beweis, so dass das Hinspielergebnis sogar noch getoppt werden konnte. Auch der 1. FFC Turbine Potsdam hatte mit seinem Gegner erneut keine Mühe.

Beim 6:0 (1:0)-Sieg gegen den kasachischen Titelträger CSHVSM aus Almaty im Rückspiel des Sechzehntelfinales der Champions League vor beachtlichen 1 087 Zuschauern ließen die Duisburgerinnen genauso wenig anbrennen wie der 1. FFC Turbine Potsdam, der sein Spiel gegen den finnischen Meister Åland United ebenfalls mit 6:0 (4:0) gewann.

Mühsamer Beginn
Stürmerin Inka Grings brachte ihr Team in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 22 Metern in Führung (45.+1). Zuvor hatten sich die Gastgeberinnen, die mit Christina Bellinghoven im Tor, mit Irina London und van Bonn auf den Außenpositionen in der Viererkette und mit Barbara Müller und Femke Maes im zentralen Mittelfeld in deutlich veränderter Formation agierten, gegen eine verbissen kämpfende, hoch motivierte und gut organisierte Gästeelf schwer getan und die herausgespielten Chancen zunächst nicht entschlossen genug genutzt.

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Inka Grings

Inka Grings (li.) war von den Kasachinnen nicht in den Griff zu bekommen. ©Nora Kruse, ff-archiv.de

Blitz-Hattrick von Grings
Kurz nach der Pause baute Barbara Müller ebenfalls per Freistoß die Führung aus (50.), ehe Grings mit einem Blitz-Hattrick (71., 75., 78.) binnen sieben Minuten das Ergebnis in die Höhe schraubte, jeweils gut in Szene gesetzt von Jennifer Oster, Simone Laudehr und Turik Knaak. Laudehr stellte in den Schlussminuten mit einem wunderschönen Heber den Endstand her (86.).

Geduld als Schlüssel zum Erfolg
Trainerin Martina Voss-Tecklenburg erklärte: „Nach unserem klaren Sieg in Kasachstan hatte ich eigentlich gehofft, dass unser Gegner heute etwas offensiver spielen würde. Doch da Almaty wieder sehr defensiv eingestellt war, muss man sehr geduldig spielen; dafür sollten auch die Fans Verständnis haben. Dass es nach dem ersten Tor einfacher werden würde, war uns allen klar.“

Im Achtelfinale gegen Hjørring
Damit zog das Team nach dem 5:0-Hinspielerfolg mit einem ungefährdeten Gesamtergebnis von 11:0 in die Runde der besten 16 Teams ein. Dort geht es nun aller Voraussicht nach gegen den dänischen Meister Fortuna Hjørring, die Däninnen gingen bereits mit einem 8:0-Vorsprung ins Rückspiel bei CF Bardolino Verona und gewannen auch das Rückspiel mit 6:1. Der Termin für das Hinspiel im PCC-Stadion steht übrigens schon fest: Mittwoch, 3. November, auch im PCC-Stadion.

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Auch Turbine locker weiter
Auch der 1. FFC Turbine Potsdam bot seinen Fans im Karl-Liebknecht-Stadion gegen Åland United ein neuerliches Torspektakel. Das Team von Trainer Bernd Schröder gewann nach dem 9:0 im Hinspiel das Rückspiel mit 6:0 (4:0). Fatmire Bajramaj (1.), Inka Wesely (4.), Nadine Keßler (30.), Anja Mittag (40.), Bianca Schmidt (59.) und Babett Peter (68.) erzielten die Treffer für die Potsdamerinnen. Im Achtelfinale geht es nun gegen den österreichischen Meister SV Neulengbach, der sich gegen Griechenlands Titelträger PAOK nach dem 0:1 im Hinspiel mit 3:0 durchsetzte.

Ergebnisse, Champions League, Sechzehntelfinale, Rückspiele (Teams im Achtelfinale fett gedruckt)

14.10.10
WFC Rossiyanka – Legend Chernigov 4:0
Arsenal LFC – ŽFK Mašinac 9:0
AC Sparta Praha – K. Sint-Truidense VV 7:0
Olympique Lyonnais – AZ Alkmaar 8:0
Linköpings FC – ŽNK Krka 5:0
FCF Juvisy – Breiðablik 6:0
Everton LFC – MTK Hungária FC 7:1

13.10.10
FCR 2001 Duisburg – CSHVSM 6:0
Røa IL – Zorka-BDU 0:0
Zvezda-2005 – Apollon Limassol LFC 2:1
ASD Torres Calcio – FC Zürich Frauen 4:1
1. FFC Turbine Potsdam – Åland United 6:0
Valur Reykjavik – Rayo Vallecano de Madrid 1:1
SV Neulengbach – PAOK FC 3:0
Brøndby IF – RTP Unia Racibórz 0:1
CF Bardolino Verona – Fortuna Hjørring 1:6

Champions League, Achtelfinale (3./4. November und 10./11. November)

FCR 2001 Duisburg (GER) – Fortuna Hjørring (DEN)
Rayo Vallecano de Madrid (ESP) – Arsenal LFC (ENG)
WFC Rossiyanka (RUS) – Olympique Lyonnais (FRA)
Brøndby IF (DEN) –Everton LFC (ENG)
ASD Torres Calcio (ITA) – FCF Juvisy (FRA)
1. FFC Turbine Potsdam (GER) – SV Neulengbach (AUT)
Linköpings FC (SWE) – AC Sparta Praha (CZE)
Røa IL (NOR) – Zvezda-2005 (RUS)

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

16 Kommentare »

  • Jens sagt:

    Die Däninnen haben 8:0 gewonnen, nicht 10:0…

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  • Markus Juchem sagt:

    Danke, Jens, ist korrigiert.

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  • René sagt:

    Frau Knaak heißt Turid, nicht Turik.

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  • Markus Juchem sagt:

    Auch das ist korrigiert und Turid hat wieder ihren richtigen Namen. 😉

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  • laasee sagt:

    Inka now has 31 goals in the UEFA Cup/CL in only her third year in the competition. I think that the record is 39 goals.
    Inka could break that record this season……she probably will – Inka breaks all records !!

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  • Frieda sagt:

    Ich fand das Verhalten einiger Potsdam „Fans“ unangebracht und traurig. Hals nach einer starken Anfangszeit das Spiel langsamer wurde, wollten einige ihr Geld zurück fordern. Anja Mittag, die nicht ihren besten Tag hatte wurde ausgepfiffen und beschimpft. Und das bei einem 6:0 Sieg. So macht Fußball gucken im Stadion wenig Spaß.

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  • Michele sagt:

    Die sogenannten Potsdamer Fans fallen doch immer auf. Das wundert mich schon gar nicht mehr. Aber eine Anja Mittag die schon so viel für den Verein geleistet hat, hat dieses Verhalten nicht verdient. Ich war gestern schockiert und betroffen als ich die Beschimpfungen gehört habe.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Frieda&Michele
    Kann das wirklich wahr sein? Anja wurde von TP-Fans derart angemacht?
    Da hört doch alles auf, mir bleibt die Spucke weg, und ich verstehe die Welt nicht mehr! Bloss, sollte man solche Leute noch als Fans bezeichnen, wohl eher nicht. Wie waren denn die Mehrheitsverhältnisse unter den Zuschauern?

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  • Lucy sagt:

    Jetzt wettern die „Bösen“ sogar schon gegen ihre eigenen Leute…traurig !! Die sollte man wirklich nicht mehr „Fans“ nennen !

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  • fisch sagt:

    Die üble Nachrede über Turbine-Fans ist tendenziell geschürt und nimmt nun wirklich skurile Formen an. Ich war selbst im Stadion und kann noch ganz gut hören. Außer viel Freude über den Turbine-Auftritt, wiederholten fairen Beifall für gelungene Aland-Aktionen war nichts dergleichen wie lt. Frieda und Michele zu vernehmen. Und an Anja Mittag, ein neben weiteren absoluter Publikumsliebling, wird schon garnicht herumgemeckert. Ganz einzelne Chaoten gibt’s überall, das kann nicht zählen. Das hier immer mal wieder angestimmte Wunschkonzert bestimmter Turbine-Anti’s ist einfach schlecht und tendenziell weit übertrieben inszeniert.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Gut, fisch, daran zeigt sich zum wiederholten Male, man soll immer mindestens zwei Seiten hören und sich dann ein Urteil bilden.
    Konnte es sowieso nicht begreifen, dass da sowas für mich Unfassbares abgelaufen sein soll, aber das oben ist grenzwertiger Rufmord!

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  • Frieda sagt:

    Lieber Fisch, auch ich kann hören und ich bin wegen dem permanenten Gemecker und Beschimpfungen von einem Platz im Publikum auf einen anderen weitergezogen. Da war es dann ein wenig besser, aber eventuell auch, weil Mittag ausgewechselt wurde in der Halbzeit.
    Und warum sollte ich als Turbine Anti zu jedem Spiel gehen????

    Was ich nicht mehr aushalte ist das ständige herunterspielen der Tatsachen, sowohl von vielen (Mit)Fans als auch von Vereinsseite.

    Ich schaue mir die Spiele von unterschiedlichsten Plätzen an und vernehme fast immer (gerade bei knappen Spielen) unangenehme und herablassende Kommentare, teilweise so laut aufs Feld geschrien, dass die betreffende Spielerin es hören muss (Mittwoch eben Mittag). Wenn man dann mal als Tubine Fan den Mund auf macht, dann wird man von den anderen (angeblich wenigen) gleich mit beschimpft. Und ich höre dann immer gleich die Unterstellung ich sei Anti Turbine, oder eine „Frankfurt Schlampe“ oder oder oder.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    …da hilft mir in der Tat nichts anderes als selbst mal ins Karli zu kommen und die eigenen Augen + Ohren offenzuhalten! Momentan ist mir das nämlich zuviel an „Rin mit die Stühle, raus mit die Stühle.“, da müssen eigene Wahrnehmungen her.
    Einen Tipp für eine preiswerte Übernachtungsmöglichkeit könnte ich da schon gut gebrauchen…

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  • Detlef sagt:

    @Frau Fußball,
    was verstehst Du unter „preiswert“???
    Also ich kann die „Pension am tiefen See“ empfehlen!!!
    Einzelzimmer kostet da ab 40€ mit Frühstück!!!
    Das Hotel liegt etwa 30 min Fußweg vom KARLI, auf der anderen Havelseite!!!
    In Babelsberg gibt es noch das Unicat, das Hotel Babelsberg und das Hotel Ambassador, dort gehts so ab 55€ los!!!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Danke, Detlef, hast selbst den Nachweis geführt, was man unter preiswert versteht und Pension klingt doch schon ganz gut! 😉

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Gute Antwort Deine 3 Treffer, Anja! 🙂

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