Champions League: Schaulaufen für Potsdam und Duisburg

Von am 13. Oktober 2010 – 0.19 Uhr

Es soll nicht despektierlich klingen, doch für den 1. FFC Turbine Potsdam und den FCR 2001 Duisburg hält sich die sportliche Herausforderung in den Rückspielen des Sechzehntelfinales der Champions League nach den hohen Hinspielsiegen in Grenzen. Dennoch hoffen beide Teams heute Nachmittag auf den regen Zuspruch ihrer Fans und locken mit besonderen Aktionen.

Der  FCR 2001 Duisburg geht gegen den kasachischen Titelträger CSHVSM aus Almaty mit einem komfortablen Polster ins Rückspiel, nachdem man aus dem Hinspiel einen 5:0-Sieg auf der Habenseite hat.

Duisburg wirbt mit Ticketaktion „Zwei für Eins“
Die Duisburger Verantwortlichen haben sich eine besondere Aktion für ihre Fans einfallen lassen, um im PCC-Stadion von Homberg wenigstens einen Hauch internationale Atmosphäre aufkommen zu lassen. Denn wer eine Karte für dieses Spiel erwirbt, kann als besonderer Anreiz kostenlos die Bundesligapartie gegen den FF USV Jena am kommenden Sonntag verfolgen. Umgekehrt kann auch jeder, der bereits ein Ticket fürs Jena-Spiel gekauft hat, die Champions-League-Partie kostenlos im Stadion verfolgen.

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Frust von der Seele spielen
Duisburgs Trainerin Martina Voss-Tecklenburg verspricht trotz der dünnen Personaldecke und der klaren Ausgangsposition: „Wir wollen unbedingt ein attraktives Spiel bieten, auch um sozusagen den Frust von Wolfsburg wegzuspielen. Wenn es der Spielverlauf erlaubt, werden wir aber auch die eine oder andere angeschlagene Spielerin schonen.“

Corina Schröder und Fatmire Bajramaj

Turbines Corina Schröder (li.) und Fatmire Bajramaj träumen vom neuerlichen Champions-League-Sieg ©Nora Kruse / ff-archiv.de

Vorgezogene Anstoßzeit
Die Partie des 1. FFC Turbine Potsdam gegen den finnischen Meister Åland United wurde von 19.00 Uhr auf 16.00 Uhr vorverlegt, da die Flutlichtanlage im Karl-Liebknecht-Stadion gesperrt ist. Um zur arbeitnehmerunfreundlichen Anstoßzeit auch auf den Rängen für Champions-League-Atmosphäre zu sorgen, gibt es auch hier eine Sonderaktion. Schülerinnen und Schüler erhalten eine kostenlose Stehplatzkarte.

Turbine will neue Fans gewinnen
Turbine-Geschäftsführer Mathias Morack erklärt: „Wir hoffen auf eine tolle Kulisse und Atmosphäre für beide Mannschaften und möchten in der neuen Saison weitere Fans für den Frauenfußball gewinnen.

Für Ålands Trainerin Marianne Miettinen steht hingegen die sportliche Rehabilitation im Vordergrund. Sie will zeigen, dass ihr Team nicht so schlecht ist, wie es die herbe 0:9-Niederlage vor drei Wochen vermuten lassen könnte. „Wir haben gesehen, woran wir arbeiten müssen. Und das werden wir auch tun.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.