Frankfurt und Bad Neuenahr mit Torflut – Duisburg verliert

Von am 10. Oktober 2010 – 16.02 Uhr 4 Kommentare

Mit einem eindrucksvollen Auswärtssieg hat der 1. FFC Frankfurt am 9. Bundesliga-Spieltag ein kräftiges Ausrufezeichen gesetzt, auch der SC 07 Bad Neuenahr war in Torlaune. Nadine Keßler schoss Meister 1. FFC Turbine Potsdam bei ihrem Ex-Verein zum Sieg, der FCR 2001 Duisburg und der FC Bayern München verloren überraschend.

Der 1. FFC Frankfurt kam bei der SG Essen-Schönebeck zu einem fulminanten 8:0 (5:0)-Erfolg. Die Entscheidung fiel bereits in der ersten Viertelstunde, als Kerstin Garefrekes (3., 7.) und Birgit Prinz (12.) eine schnelle Drei-Tore-Führung herausschossen. Erneut Prinz (31.), dreimal Conny Pohlers (29., 53., 57.) sowie die eingewechselte Jessica Landström (79.) untermauerten die starke Form der Frankfurterinnen.

Wolfsburg schlägt wieder einen Großen
Gegen die Großen hui, gegen die Kleinen pfui – der VfL Wolfsburg ist sich seiner Linie treu geblieben und gewann gegen den FCR 2001 Duisburg mit 3:2 (2:1). Martina Müller brachte ihr Team nach Flanke von Martina Moser in Führung (29.), Kozue Ando gelang nach schöner Vorarbeit von Jennifer Oster der Ausgleich (33.). Doch noch vor der Pause nutzte Zsanett Jakabfi einen Abwehrfehler von Alexandra Popp zur neuerlichen Führung (43.). Inka Grings ließ bei den Duisburgerinnen mit dem Ausgleich noch einmal Hoffnung aufkeimen (77.), doch nur kurz darauf sorgte Müller für die Entscheidung, als sie nach einer weiten Vorlage den Ball über die zu weit vor ihrem Tor stehende Ursula Holl zum Siegtreffer ins Netz hob (78.).

Anzeige

HSV schlägt Bayern
Nach dem VfL Wolfsburg hat der Hamburger SV auch einen weiteren namhaften Gegner geschlagen. Gegen den FC Bayern München gewannen die Hanseatinnen mit 2:1 (0:1). Der Gegner ging zwar vor der Pause durch Sarah Puntigam in Führung (33.), doch Treffer von Aferdita Kameraj (61.) und der eingewechselten Schweizer Nationalspielerin Ana Maria Crnogorcevic (87.) drehten die Partie zugunsten der Gastgeberinnen.

Desiree Lenz (li.) und Lena Steinbach

Lena Steinbach (re.) brachte ihr Team auf die Siegerstraße ©Nora Kruse / ff-archiv.de

Leverkusen siegt locker
Im Duell der beiden Aufsteiger kam Bayer 04 Leverkusen zu einem ungefährdeten 5:1 (2:0)-Sieg gegen den Herforder SV. Lena Steinbach (6.), Shelley Thompson (36., 84.), Marith Prießen (63.) und Natalie Moik (73.) vergrößerten die Abstiegsnöte der Ostwestfälinnen, während die Gastgeberinnen den Blick Richtung Mittelfeld richten können. Für Herford gelang Laura Feiersinger nur noch der Ehrentreffer (86.).

Treffsichere da Mbabi
Doch auch der SC 07 Bad Neuenahr unterstrich beim 7:0 (4:0)-Auswärtssieg gegen den FF USV Jena, dass die guten Leistungen der vergangenen Wochen kein Eintagsfliegen waren. Allein drei Tore gingen auf das Konto von Célia Okoyino da Mbabi (17., 22., 39.), Nicole Rolser (26.), Lena Goeßling (53.) und Peggy Kuznik (64., 90.) erzielten die weiteren Treffer.

Keßler schießt Turbine zum Sieg
Meister 1. FFC Turbine Potsdam tat sich beim 1. FFC Saarbrücken hingegen lange schwer, ehe der 2:0 (1:0)-Sieg beim 1. FC Saarbrücken unter Dach und Fach war. Die ehemalige Saarbrückerin Nadine Keßler erzielte kurz vor der Pause die Führung (43.), mit ihrem zweiten Treffer machte sie den Sieg perfekt (70.), so dass Turbine die Tabellenführung verteidigte.

[poll=183]

Tags: , , , , , , , , , , , , ,

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

4 Kommentare »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Tja, diese obige Formulierung:
    > Meister 1. FFC Turbine Potsdam tat sich beim 1. FFC Saarbrücken hingegen lange schwer, ehe der… <
    hat Dauercharakter, leider! Ebenso leider, dass dieses Mal "aus techn. Gründen" kein Liveticker aus Saarbrücken die Torbienen-Fans auf dem Laufenden halten konnte.
    Wenn die Kurstädterinnen 7:0 in Jena gewinnen, aber Potsdam "nur" 5:0 in einem Heimspiel gegen den USV gewinnt, dann spricht das Bände. Bloss solange alle Spitzenteams im Gleichschritt siegen, hat das noch keine Auswirkungen, aber wenn nicht…
    Freue mich aber schon auf den DFB-TV-Livestream in ´ner Viertelstunde!

    (0)
  • FFFan sagt:

    Spielanalyse zu: VfL Wolfsburg – FCR Duisburg

    Wolfsburg ohne Omilade (Muskelfaserriss), Wagner (Bänderdehnung) und ganz kurzfristig auch Torhüterin Vetterlein, die sich im Abschlusstraining verletzt hatte. Für sie gab Souza ihren BL-Einstand. Smith und Moser standen nach Länderspieleinsätzen wieder zur Verfügung. Duisburg mit Ando anstelle von B.Müller, van Bonn vertrat die verletzte Himmighofen.

    Bei der Heimelf hatte die Niederlagenserie Spuren hinterlassen. Sie zogen sich weit zurück, die Hintermannschaft einschließlich Torfrau wirkte nicht sattelfest und war besonders bei Standards anfällig. Doch die Gäste schlugen aus der Wolfsburger Verunsicherung kein Kapital. Der Spielaufbau war zu langsam und umständlich (einzig Laudehr sorgte über die Außenbahn für Tempo), es wurde nicht schnell genug nachgerückt. Und wenn sich doch mal Chancen ergaben, klappte der letzte Pass oder Torschuss nicht. Außerdem machte sich die Personalnot im Defensivbereich, wo Popp diesmal wieder hinten links aushelfen musste, negativ bemerkbar. Weichelt auf der 6er-Position setzte keinerlei Akzente.
    Die Kontertaktik des VfL ging voll auf. Nach Balleroberung schalteten sie schnell um und brachten mit Direktkombinationen und schwerpunktverlagernden Diagonalbällen (Moser!) die Duisburger Abwehr ein ums andere Mal in Verlegenheit. Auf diese Weise fiel dann auch das 1-0 durch M.Müller (29.). Der Tabellendritte kam zwar rasch zum Ausgleich durch Ando (33., nach fatalem Ballverlust von Chandraratne und klugem Pass von Oster), musste aber noch vor der Pause das 2-1 durch Jakabfi (43.) hinnehmen, die von einem schweren Schnitzer Popps profitierte.

    Nach der Pause ‚bettelte‘ der VfL zeitweise fast um den Ausgleich, hatte aber zunächst Glück, dass Ando knapp im Abseits stand (48.) und Laudehr mit ihrem Kopfball (nach Grings-Ecke) nur die Latte traf (68.) Dann wurde es endgültig ein Spiel der ‚langen‘ Bälle: erst van Bonn über das halbe Feld zu Laudehr, deren präziser Pass findet die im Strafraum völlig ungedeckte Grings, die sich die Chance zum 2-2 nicht entgehen läßt (78.), gleich danach -sozusagen in einer ‚Echowendung‘- ist es Faißt, die mit einem 60-Meter-Pass die im Tiefschlaf befindliche Duisburger Abwehr überwindet, so dass M.Müller den Ball über Holl hinweg zum Siegtreffer ins Netz lupfen kann.

    Wolfsburg schickt sich am nächsten Sonntag an, mit den Münchner Bayern auch die vierte Spitzenmannschaft zu besiegen, Duisburg muss schon am Mittwoch in der Champions League gegen CSHVSM Almaty ran.

    VfL: Souza (3,5) – Chandraratne (4,5), Smith (3), Faißt (3,5), Bunte (3,5) – Rantanen (3), Bock (3) – Jakabfi (3), Moser (1,5), Blässe (3,5) – M.Müller (2)

    70. Kaurin (-) für Blässe
    71. Hartmann (-) für Moser
    90.+2. Tetzlaff (-) für Jakabfi

    FCR: Holl (3,5) – van Bonn (3), Kiesel (3,5), Wensing (3), Popp (4,5) – Weichelt (4,5) – Oster (2,5), Maes (4), Laudehr (2) – Grings (2,5)

    65. Knaak (-) für Weichelt
    70. Hochstein (-) für Maes
    86. B.Müller (-) für Ando

    SR: Daniela Schneider (Limbach-Oberfrohna), Note 4, etwas zu theatralisch, verweigerte zudem Duisburg einen klaren Foulelfmeter (Smith an Grings, 60.).

    SdS: Martina Moser (VfL Wolfsburg), bereitete die ersten beiden Tore vor, sorgte mit ihren vertikalen und diagonalen Pässen in die Spitze immer wieder für Gefahr.

    (c) FFFan

    (0)
  • FFFan sagt:

    In der obigen Aufstellung des FCR fehlt eine Spielerin. Deshalb hier nochmal komplett:

    FCR: Holl (3,5) – van Bonn (3), Kiesel (3,5), Wensing (3), Popp (4,5) – Weichelt (4,5) – Oster (2,5), Maes (4), Laudehr (2) – Grings (2,5), Ando (3)

    65. Knaak (-) für Weichelt
    70. Hochstein (-) für Maes
    86. B.Müller (-) für Ando

    (0)
  • Guterrat sagt:

    FFan gute info weiter so, info von wo berichtest du am nächsten Wochenende?

    (0)