Lässt die Schweiz den WM-Traum Dänemarks platzen?

Von am 7. Oktober 2010 – 6.00 Uhr 7 Kommentare

Die Schweizer Frauenfußball-Nationalmannschaft hat es selbst in der Hand. Heute um 18.30 Uhr (live im SSF), tritt das Team in Aarau zum Playoff-Rückspiel gegen Dänemark an. Und die Ausgangsposition für die Schweizerinnen könnte kaum besser sein.

Denn nach dem überraschenden 3:1-Hinspielsieg in Vejle am vergangenen Montag könnte sich das Team von Trainerin Béatrice von Siebenthal sogar eine 0:2-Niederlage leisten und würde dennoch in die nächste Playoff-Runde einziehen, wo vemutlich Italien (3:0-Hinspielsieg in der Ukraine) als Gegner warten würde.

Schweiz erwartet stürmischen Gegner
Von Siebenthal erwartet einen Sturmlauf der Däninnen: „Die haben nichts zu verlieren, also werden sie Vollgas nach vorne spielen.“ Und die Schweiz sollte vor dem Gegner gewarnt sein, denn wie gefährlich die Skandinavierinnen an einem guten Tag sein könnten, zeigten sie etwa eine Runde zuvor, als man lange Zeit 2:0 gegen Schweden führte, bevor man erst nach Verlängerung im Duell mit dem Nachbarn den Kürzeren zog.

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Marisa Brunner

Starker Rückhalt im Schweizer Team: Marisa Brunner ©Nora Kruse, ff-archiv.de

Überragende Qualifikation
In der Gruppenphase der Qualifikation hatte Dänemark noch eine souveräne Leistung gezeigt, sechs von acht Spielen gewonnen bei einem Torverhältnis von 45:0. Nach dem unglücklichen Ausscheiden gegen Schweden war man auch gegen die Schweiz als klarer Favorit in die Partie gegangen. Doch nun hat die Schweiz alle Trümpfe in der Hand. Von Siebenthal setzt darauf, dass durch das Offensivspiel der Däninnen Räume entstehen werden. „Das wird Löcher geben, die wollen wir ausnutzen.“ Doch die Abwehr und Torhüterin Marisa Brunner dürften Schwerstarbeit zu verrichten haben.

Dänemark voll auf Offensive eingestellt
Im dänischen Team ist man gewillt, die Fehler des Hinspiels diesmal zu vermeiden und vor allem mit einer besseren Einstellung in die Partie zu gehen. Dänemarks Trainer Kenneth Heiner-Møller erklärt: „Unser Hauptaugenmerk muss natürlich darauf liegen, Tore zu schießen. Wir müssen uns viele Chancen erarbeiten und das Spiel in die gegnerische Hälfte verlagern.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

7 Kommentare »

  • pinkpanther sagt:

    So langsam wird es arg eng für Dänemark – 0:0 zur Pause und auch im zweiten Abschnitt schon 15 Minuten gespielt!
    Irgendwie ist das schon bitter: Im Rückspiel gegen die Schwedinnen waren sie schon mit einem Bein bei der WM und jetzt droht schon gegen die Schweizerinnen das aus …
    Aber ich würde es den Schweizerinnen auch gönnen, denn Danique Stein, Ana Maria Crnogorcevic und Ramona Bachmann haben nächstes Jahr noch was gut zu machen bei mir nach der verkorksten U20-WM 😉
    Außerdem wäre es auch schön, Marisa Brunner und die Ex-Freiburgerin Martina Moser zu sehen.

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  • FFFan sagt:

    Glückwunsch an die Schweiz zum Einzug in die nächste Runde! Vor dem Hinspiel hätte ich damit niemals gerechnet, aber Dänemark hat -wie so oft in wichtigen Spielen- auch heute wieder eine enttäuschende Leistung gezeigt.

    Die Schweizerinnen, die in Brunner, Abbe und Dickenmann ihre besten Kräfte hatten, werden sich gegen Italien aber steigern müssen, vor allem im Spiel nach vorne. Defensiv stehen sie ja relativ gut.
    Der Ausfall von Bachmann hat sich nicht negativ bemerkbar gemacht bzw. konnte durch mannschaftliche Geschlossenheit gut kompensiert werden.

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  • Svensson sagt:

    No Ramona Bachmann in the team, not even among the substitutes!?

    Anyway,
    congratulations to Schweiz and good luck against Italy.

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  • Svensson sagt:

    I missed the game on SSF, what was it like?

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  • bneidror sagt:

    Wenn ich nicht irre ist Bachmann noch immer verletzt.

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  • Svensson sagt:

    Ah, okay. I thought for a while it was due to disciplinary action.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Svensson: Bachmann has still back problems, she takes a two month break to recover. But she was watching the game from the stands.

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