Home » Bundesliga Frauen

Enge Partien an beiden Tabellenenden

Von am 24. September 2010 – 11.05 Uhr 3 Kommentare

Am siebten Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga steht das Spitzenspiel zwischen dem FCR 2001 Duisburg und dem 1. FFC Turbine Potsdam im Fokus. Spannung ist jedoch auch am anderen Ende der Tabelle geboten. So möchte der Herforder SV endlich die ersten Punkte einfahren.

Anzeige

Sowohl Duisburg als auch Potsdam haben Mitte der Woche Auswärtsspiele in der Champions League absolviert. Für die „Torbienen“ war der Weg auf die Åland-Inseln deutlich kürzer als die Reise des FCR nach Kasachstan. Dennoch gilt es am Sonntag, hellwach auf dem Platz zu stehen – für beide Teams geht es um die Tabellenführung.

Potsdam ohne Bajramaj und Kemme
Nach ihrer Gelb-Roten Karte im Bundesligaspiel gegen den SC 07 Bad Neuenahr wird Fatmire Bajramaj den Potsdamerinnen am Sonntag nicht zur Verfügung stehen. Auch Tabea Kemme ist nach ihrer Roten Karten aus der Partie gegen Frankfurt weiterhin gesperrt. Dennoch glaubt man auf Duisburger Seite nicht, dass das den Gegner weniger gefährlich mache. „Potsdam ist aktuell die stärkste Mannschaft in Deutschland“, sagt FCR-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg, und der Vorsitzende Dieter Oster fügt an: „Potsdam ist eine gefestigte Mannschaft, die solche Ausfälle kompensieren kann.“

Luisa Wensing wieder im Kader
Beim FCR fehlen weiterhin die Langzeitverletzten Marina Hegering, Annike Krahn und Mirte Roelvink. Wieder im Kader wird Luisa Wensing stehen, die zuletzt mit der U17-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Trinidad und Tobago weilte.

Sollte es im Spitzenspiel, das live auf DVB-TV übertragen wird, einen Sieger geben, wird er die Tabellenführung übernehmen. An eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft glaubt Voss-Tecklenburg aber nicht. „Die Liga ist sehr ausgeglichen, jeder muss noch gegen jeden spielen; es wird bis zum Schluss sehr viele sehr spannende Begegnungen geben.“

Tanja Schulte

Tanja Schulte gibt sich kämpferisch. (c) Nora Kruse, ff-archiv.de

Herford will ersten „Dreier“
Weniger ausgeglichen ist es allerdings am Tabellenende, wo der Herforder SV momentan punktelos die rote Laterne in den Händen hält. „Für uns beginnt die Saison erst jetzt richtig“, gibt sich Trainerin Tanja Schulte dennoch optimistisch. Nach den sechs sieglosen Spielen gegen die sechs besten Mannschaften der vergangenen Saison wähnt sich der HSV gegen die kommenden Gegner auf Augenhöhe. Zunächst geht die Reise zum Tabellennachbarn nach Jena: „Und da wollen wir gewinnen“, so Schulte.

Spiele werden nicht leichter
Doch gegen den USV wird es keinesfalls leichter. Nach dem enttäuschenden Auftritt beim 1. FFC Frankfurt gilt es für Jena, gegen die Ostwestfälinnen Wiedergutmachung zu betreiben. Auf Herforder Seite ist der Einsatz von Jennifer Voss, Jennifer Ninaus und Maxine Mittendorf fraglich. Darüber hinaus wird der Druck für Herford größer. Sollte man in Jena verlieren, könnte der Rückstand auf die Tabellennachbarn acht Punkte betragen – so denn auch Hamburg gewinnt.

Hamburg zu Gast in Essen
Nach der enttäuschenden Heimniederlage gegen Bayer 04 Leverkusen reist der Hamburger SV zur SG Essen-Schönebeck. Mit nun fünf Punkten aus den bisherigen Spielen liegen die Hamburgerinnen auf dem drittletzten Tabellenplatz. Essen ist dagegen nach einem eher schwächeren Saisonstart zuletzt besser in die Saison gekommen – in der vergangenen Woche konnte die SGS drei Punkte gegen den VfL Wolfsburg gewinnen.

Wolfsburg ohne Smith
So gilt es für den VfL, im Heimspiel gegen den SC 07 Bad Neuenahr den Kontakt zur Spitze nicht zu verlieren. Der beträgt momentan lediglich drei Punkte. Bitter ist für die ohnehin schwächelnde VfL-Defensive der Ausfall von Rebecca Smith. Die Neuseeländerin zog sich einen Bandscheibenvorfall zu. „Der Ausfall von Rebecca Smith ist ein herber Rückschlag und ein absoluter Verlust für unsere Mannschaft“, erklärt Trainer Ralf Kellermann. Wie lange Smith pausieren muss, steht noch nicht fest. Bad Neuenahr reist dagegen mit zwei guten Spielen im Rücken nach Wolfsburg. Auf einen überzeugenden Sieg gegen Herford folgte in der vergangene Woche eine starke Leistung in Potsdam.

Leverkusen empfängt den FCB
Vier Plätze in der Tabelle trennen den FC Bayern München und Bayer 04 Leverkusen. Dennoch ist man in München von einer schweren Aufgabe überzeugt. „Die Leverkusener Mannschaft ist nun voll in Liga eins angekommen. Sie haben eine sehr defensive Spielausrichtung und haben mit jedem Erfolgserlebnis spürbar an Sicherheit und Selbstbewusstsein dazugewonnen“, so FCB-Trainer Thomas Wörle. Nach einem schwachen Saisonstart wurde der Bann in Leverkusen am vierten Spieltag mit einem 3:2-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg gebrochen. Seitdem hat der Aufsteiger nicht mehr verloren.

Saarbrücken will Frankfurt ärgern
Der 1. FFC Frankfurt will seine seit vier Spielen andauernde Siegesserie beim 1. FC Saarbrücken weiter ausbauen. „Bis auf Ally Krieger haben wir den kompletten Kader zur Verfügung“, ist Frankfurts Trainer Sven Kahlert optimistisch und will „von Beginn an hochkonzentriert und zielgerichtet zu Werke zu gehen.“ Doch auf Saarbrücker Seite gibt man sich gewohnt kämpferisch: „Wir werden versuchen, mit einer taktisch und kämpferisch hochdisziplinierten Leistung der Angriffspower entgegen zu wirken und für Nadelstiche zu sorgen“, so Heimtrainer Stephan Fröhlich, der gegen den FFC allerdings auf Saskia Toporski verzichten muss, die sich einen Bänderriss zugezogen hat. Nach einem überraschend erfolgreichen Saisonstart haben die Saarländerinnen zuletzt drei Niederlagen in Folge einstecken müssen.

Tags: , , ,

Sie haben eine Frage zum Beitrag? Dann kontaktieren Sie mich doch per Mail! Oder folgen Sie uns einfach via RSS, Facebook oder Twitter!

3 Kommentare »

  • expert1 sagt:

    Hr.Kahlert hat diesmal keine Ausreden, sollte es probleme geben.Die amerikanische Nationalspielerin Krieger wird drei Spiele fehlen. In der Hintermannschaft haben die 1.FFClerinnen ihre Sorgen. und dann noch die Begegnung in Duisburg, das aufeinander treffen der Frauschaften die den DFB im Moment auf internationaler Ebene vertreten. Ich freue mich jetzt schon auf die Fantreffen aus dem Osten und Westen die wieder einen Höhepunkt darstellen wird. und dann um 14Uhr die Bayerinnen Werkself aus dem Westen gegen die mit frischen Oktoberfestbekleidung ausgestatteten Münchnerinnen ( laut Pressestelle FC Bayern ) Wer wen dann Einige einschenkt um 14 Uhr werden wir dann am Sonntag sehen. Alles Gute bis Sonntag an alle FF Fans.

    (0)
  • Detlef sagt:

    @Nora,
    warum schreibst Du nur von Duisburgs Lazarett-Liste???
    Und Herr Oster hat sicherlich recht, das TURBINE das Fehlen von LIRA und TABEA normalerweise gut kompensieren könnte, wenn, ja wenn sie nicht eine ebenso lange Verletztenkartei hätten!!!
    NICKY, ISY, ULLA, JESSI, eventuell noch KESSI und COCO!!!

    Die Aufbietung von 2 U-17 Kadern gegen BN und Aland, zeigte recht deutlich, daß Schröder zur äußersten Reserve greifen mußte!!!

    (0)
  • Webcam sagt:

    Potsdam wird das Kind schon schaukeln, auch ohne „Mira“ ( 😉 ) – sie haben einfach mehr Selbstvertrauen und seit den gewonnenen Elfmeterschießen in der CL auch das Glück für sich gepachtet, zuletzt gegen WOB …
    Duisburg ist erst vorgestern abend aus Kazachstan zurückgekommen, weil der CL-Gegner auf dem Donnerstagstermin bestand (aber bestimmt ohne finanzielle Zuwendung aus Brandenburg …).
    Und Duisburg hat einfach nicht mehr den Mumm, das Selbstvertrauen und die Leidenschaft, um gegen starke Gegner zu bestehen.

    (0)