Champions League: Grings schießt Duisburg zum Sieg

Von am 23. September 2010 – 15.51 Uhr 10 Kommentare

Der FCR 2001 Duisburg hat im Hinspiel des Sechzehntelfinales der Champions League beim kasachischen Meistere CSHVSM nichts anbrennen lassen. Einmal mehr konnte sich das Team auf die Treffsicherheit von Inka Grings verlassen.

Grings ebnete mit vier Toren beim 5:0 (3:0)-Auswärtssieg vor rund 200 Zuschauern in Karaganda den Weg zum Aufstieg ins Achtelfinale. Die 31-Jährige traf in beiden Halbzeiten jeweils zweimal (19., 28., 48., 88.), Simone Laudehr (34.) erzielte den anderen Duisburger Treffer. FCR-Cheftrainerin Martina Voss-Tecklenburg sprach nach dem Spiel von einem „völlig verdienten Sieg“ ihrer Mannschaft und lobte das Team für einige guten Kombinationen.

Bresonik für Ando, Popp im Sturm
Duisburg begann gegenüber dem Spiel in Herford mit Linda Bresonik für Kozue Ando, aber mit demselben 4-1-4-1-System, und zwar mit Kiesel auf der Sechser-Position und Popp als einziger Stürmerin, links verteidigte wieder Stefanie Weichelt.

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Glück in der Anfangsphase
Von Beginn an entwickelte sich ein munteres Spiel, weil Almaty keineswegs mit zehn Spielerinnen vor dem Strafraum verteidigte, sondern mitspielte, in den ersten zehn Minuten musste Torfrau Uschi Holl dreimal eingreifen. Für die Führung sorgte dann die Torjägerin persönlich: Grings setzte sich resolut im Strafraum durch und schoss von halblinks unhaltbar in die kurze Ecke. Nach schönem Zuspiel von Femke Maes erhöhte Grings nur wenig später zum 2:0.

Frühe Entscheidung
Und schon sechs Minuten später fiel das 3:0, das den spielerischen Unterschied annähernd auch im Resultat ausdrückte: Laudehr kam am linken Strafraumeck frei zum Schuss und verwandelte sicher und überlegt ins lange Toreck. Zur zweiten Halbzeit kam Ando für Weichelt, das nächste Tor aber schoss erneut Grings: Nach herrlichem Zuspiel von Popp, nun wieder in der Abwehr, setzte sich die FCR-Mittelstürmerin im Strafraum durch – und ihr abgefälschter Schuss trudelte ins Tornetz.

Inka Grings

Inka Grings erzielte vier Tore. ©Nora Kruse, FF-Archiv

Schlusspunkt durch Grings
Danach geriet das Offensivspiel der Löwinnen allerdings ein wenig ins Stottern, die Zuspiele – egal ob von den Flügeln oder aus der Zentrale – waren nicht mehr präzise genug, um die Stürmerinnen zu erreichen. Im Gegenteil: In der 75. Minute flog ein Weitschuss nach einem verunglückten Rettungsversuch von Holl nur Zentimeter am leeren Tor vorbei. Das 5:0 gelang dann aber doch noch: In der 88. Minute setzte sich Grings dann energisch gegen drei Gegenspielerinnen durch und umkurvte nach schönem Laudehr-Zuspiel auch noch die Torfrau – ihr vierter Treffer!

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Im Achtelfinale wohl gegen Hjørring
Somit ist das Rückspiel am 13. Oktober in Duisburg nur noch Formsache, die Duisburgerinnen können ihren Blick bereits Richtung Achtelfinale richten, wo man mit großer Wahrscheinlichkeit am 3./4. November und 10./11. November auf Fortuna Hjørring aus Dänemark treffen wird, das sein Hinspiel gegen CF Bardolino aus Verona gestern mit 8:0 gewann.

Duisburg spielte in folgender Formation:

FCR 2001 Duisburg: Holl; Himmighofen, van Bonn, Bresonik, Weichelt (46. Ando); Kiesel (58. Knaak); Oster, Maes, Grings, Laudehr; Popp

Die weitere Ergebnisse des Tages:

MTK Hungária – Everton LFC 0:0
Breiðablik – FCF Juvisy 0:3
Rayo de Vallecano – Valur 3:0

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

10 Kommentare »

  • expert1 sagt:

    Grings Grings Grings Grings Grings wer hat noch mitgespielt

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  • star sagt:

    ich nehme mal stark an,dass noch weitere 10 aufm platz standen ,ohne die grings nicht in der lage wäre so viele tore zu machen.

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  • rockpommel sagt:

    In der Fremde funktioniert es wieder, das „System Grings“! 😉
    In der Liga wird man damit wieder eher Probleme haben!

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  • uwe sagt:

    Der FCR hat zumindest in der 1 Halbzeit nicht das „System Grings“ gespielt, da Alex die einzige Spitze war. Inka spielte im MF.

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  • laasee sagt:

    4 for Inka- it is a very nice day.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Ich nehme mal an, dass das System in HZ 1 ein „verkapptes System Grings“ war, denn in einem CL-Auswärtsspiel bei einem relativ schwer einzuschätzenden Gegner, ist vermutlich ein klein wenig mehr Defensive in der taktischen Einstellung des FCR gefragt. Erst nachdem alles klar war, konnte man zum ursprünglichen System zurückkehren. Wie oben zu lesen ist, war der Gegner tatsächlich keine Mauermannschaft…
    In der Liga hat sich dieses System teil- bzw. phasenweise bereits abgenutzt, vergleichbar mit Prinz in der A.

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  • expert1 sagt:

    star…………. ich wollte nur dokumentieren, es wird immer eine Schlagzeile gemacht. sollte man nicht die Frauschaft herausheben, im diesem Sinne sind dann die Anderen immer die Mitläufer. Es wird Zeit in den Sportarten etwas umzudenken………….

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  • laasee sagt:

    @SF
    I think the system at FCR is now becoming very fluid and flexible.
    Inka in attack and midfield: Poppi in defence and attack: Linda in defence and midfield: Meike in midfield and defence: Femke in forward and defensive midfield. Also other players are doing the similar dual functions. It is good and is the way towards ‚total football‘.
    However the one aspect remains constant – Inka tor.

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  • Jennifer sagt:

    200 Zuschauer? Wirklich schade. Meine Kollegen und ich wollten das Spiel sehen, aber es dauerte bis 1 Tag vor Anstoss, als das FCR Duisburg Buero endlich antwortete. Auch innerhalb des Landes wusste niemand Bescheid, was fuer Zentralasien nichts ungewoehnliches ist. Erstaunlich, dass 200 Zuschauer dann doch ins Stadion gefunden haben. Vermutlich die Verwandten der Spielerinnen …

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  • peter sagt:

    das in Karaganda um 18.00 uhr gespielt wurde stand doch schon laenger fest, das ca. 200 Zuschauer (+ ca. 300 Soldaten ) fuer
    den „Ostblock“ schon ueberraschend , aber Verwandte glaube ich kaum da zwischen Almaty und dem Spielort nur ca. 1060km liegen.

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