U17-WM: Deutschland deklassiert Mexiko

Von am 5. September 2010 – 23.53 Uhr 18 Kommentare

Die deutsche U17-Nationalmannschaft ist mit einer beeindruckenden Leistung gegen Mexiko in die Weltmeisterschaft in Trinidad und Tobago gestartet und hat ihrem Auftaktgegner eine Lehrstunde verpasst.

Die DFB-Elf feierte in Scarborough einen fulminanten 9:0 (5:0)-Erfolg gegen hilflos überforderte Mexikanerinnen, die förmlich an die Wand gespielt wurden. Bereits in der ersten Halbzeit machten Treffer von Lena Lotzen (4., 35.), Lena Petermann (12., 13.) und Kyra Malinowski (42.) den Sieg perfekt. Weitere Tore von Kristin Demann (47.), Malinowski (55., 66.) und Petermann (72.) schraubten das Ergebnis in die Höhe.

Von Beginn an übernahm Deutschland das Kommando, Kyra Malinowski hatte die erste Chance, doch sie verpasste die Flanke von Melanie Leupolz knapp.

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Frühe Führung
Besser machte es Augenblicke später Lena Lotzen. Der Neuzugang beim FC Bayern München eröffnete mit einer feinen Einzelleistung den Torreigen, als sie die Mexikanerin Alexandra Duran aussteigen ließ und mit einem Flachschuss trocken abschloss (4.).  Das deutsche Team war weiter überlegen, Lotzen verpasste nach erneuter Leupolz-Vorarbeit die Chance, die Führung in die Höhe zu schrauben (10.).

Zum Auftakt gleich doppelt erfolgreich: Lena Petermann. (c) Nora Kruse, ff-archiv.de

Doppelschlag von Petermann
Dafür entschied Lena Petermann mit einem Doppelschlag früh das Spiel: Erst verwertete sie nach Vorarbeit von Sarah Romert (12.), nur einen Wimpernschlag später war sie erneut zur Stelle, Lotzen und Jennifer Cramer hatten mustergültig vorbereitet (13.). Doch wer gedacht hatte, die deutschen Spielerinnen würden es jetzt etwas gemächlicher angehen, sah sich getäuscht.

Lotzen glänzt
Lotzen (20.) und Leupolz (23.) ließen weitere gute Gelegenheiten aus. Doch dann war es erneut Lotzen, die an drei Mexikanerinnen spielerisch vorbeiging und mit einem präzisen Schuss abschloss (35.). Auch am fünften Treffer war die Bayern-Spielerin beteiligt, als sie die Vorlage für das Tor von Kyra Malinowski gab.

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Malinowski in Torlaune
Nach einer Ecke spielte Isabella Schmid einen maßgenauen Flachpass in die Mitte, Kapitänin Demann machte das halbe Dutzend voll (47.). Und im Rhythmus der ersten Halbzeit ging es weiter, Die immer besser ins Spiel kommende Malinowski erzielte ihren zweiten Treffer, nachdem ihr erster Schussversuch noch geblockt wurde, Petermann hatte den Ball fast von der Torauslinie hereingegeben (55.). Und der Spielerin der SG Essen-Schönebeck gelang kurz darauf gar ihr dritter Treffer (66.).

Fast zweistellig
Da wollte sich auch Petermann nicht länger bitten lassen und erzielte ebenfalls ihren dritten Treffer, von der Unterkante der Latte sprang der volley genommene Ball ins Tor (72.). Und Malinowski hätte es fast zweistellig gemacht, doch aus zwei Metern traf sie nur die Latte, was Trainer Ralf Peter zu einem Schmunzeln auf der Bank veranlasste (83.). Am Ende blieb es beim 9:0, die Mannschaft hat dem Turnier einen ersten Stempel aufgedrückt.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

18 Kommentare »

  • sisyphos sagt:

    zaVBY jX CV1

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  • sisyphos sagt:

    ups, sorry – meine Tastatur spinnt…

    Ralf, er ist halt ein Experte…

    Was muss die FIFA gewaehrleisten, expert? Mannschaften ausschliessen, damit es Ergebnisse wie das 11:0 gg. Argentinien oder 2002 das 8:0 der Maenner gg. Saudi-Arabien nicht gibt? Albern und indiskutabel. So etwas kommt halt vor.

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  • pinkpanther sagt:

    @sisyphos: Danke! Genau das wollte ich damit sagen.
    Die Argumentation von expert erschließt sich mir leider nicht ansatzweise … geschweige denn die Antwort.
    Außerdem: Ja, ich habe habe selbst Fußball gespielt, aber was bitte schön hat das mit dem Thema zu tun? *kopschüttel*

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