Countdown zur zweiten U17-Weltmeisterschaft läuft

Von am 5. September 2010 – 15.59 Uhr

Heute Abend um 22 Uhr startet die deutsche Auswahl in die U17-Frauenfußball-Weltmeisterschaft. Mexiko heißt der Auftaktgegner bei den Titelkämpfen in Trinidad und Tobago, und die Ergebnisse dieser Altersklasse haben in der Vergangenheit insbesondere eines bewiesen: Alles ist drin.

„Mexiko hat in der Qualifikation die USA hinter sich gelassen, das zeigt schon eine gewisse Qualität“, so Bundestrainer Ralf Peter über den Auftaktgegner.

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Die anderen Gruppengegner heißen Südkorea und Südafrika. Es ist nach 2008 in Neuseeland erst die zweite Weltmeisterschaft für die U17-Juniorinnen, damals gewann Deutschland Bronze.

Vier Debütantinnen im Kader
Erfahrenste Akteurin im DFB-Trikot ist Luisa Wensing mit elf Einsätzen bislang. Die Abwehrspielerin vom FCR 2001 Duisburg hat sich im Erstligateam ihres Vereins längst etabliert. Ihre Kollegin Meike Kämper (Tor) gehört dagegen mit Karoline Heinze, Clara Schöne und Sandra Starke zu den vier Spielerinnen, die bislang kein einziges U17-Länderspiel absolviert haben.

Viel Erfahrung kann der Bundestrainer im Sturm aufstellen, wo gleich vier Spielerinnen acht U17-Einsätze vorweisen können – eine beeindruckende Trefferquote hat dabei Kyra Malinowski. Die Stürmerin der SG Essen-Schönebeck hat bislang 15 Tore für die DFB-Auswahl erzielt.

Wundertüte U17
Ob die Mischung im Team stimmt, wird sich beim ersten Einsatz am Abend gegen Mexiko zeigen. Bei der Europameisterschaft belegte die deutsche Auswahl kürzlich den dritten Platz – nur eine Gelegenheit von vielen, bei denen sich gezeigt hat, dass gerade in der U17 vieles möglich ist. Denn während sich die DFB-Elf mit Bronze zufrieden geben musste, zogen Spanien und die Republik Irland ins Finale ein und qualifizierten sich somit auch für die Weltmeisterschaft in Trinidad und Tobago. Allein die Qualifikation der Irinnen für die EM-Endrunde in der Schweiz war eine Sensation – nun tritt gar erstmals ein irisches Frauenteam bei einer FIFA-Weltmeisterschaft an.

Aus Gütersloh steht Lina Magull im U17-Kader. (c) Nora Kruse, ff-archiv.de

Diese eher überraschenden europäischen Ergebnisse sind keine Ausnahme, auch die Qualifikation in Nord- und Mittelamerika endete mit einer Sensation: Erstmals schaffte es eine Frauenmannschaft der Vereinigten Staaten nicht, sich für eine Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Die US-Amerikanerinnen unterlagen Kanada im Elfmeterschießen.

Auf Deutschland wartet der Asienmeister
Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Asien. Als Titelverteidiger reist Nordkorea zur Weltmeisterschaft, amtierender Asienmeister ist jedoch Südkorea – Deutschlands Gruppengegner am dritten Spieltag (12. September). Zuvor muss Deutschland allerdings noch gegen Südafrika (8. September) antreten – ein „athletisch, robustes Team“, so der Bundestrainer, der sich mit der Vorbereitung in den letzten Tagen allerdings sehr zufrieden zeigt.

Gastgeber startet um Mitternacht ins Turnier
Die gastgebende Mannschaft geht um 0.00 Uhr auf den Platz, Gegner wird Chile sein. Der Auftritt von Trinidad und Tobago darf durchaus mit Spannung erwartet werden. Denn auch wenn das Karibikteam sicherlich nicht zu den Turnierfavoriten gehört, wird es dennoch interessant sein zu sehen, was sich dort in Zukunft tut, denn mit Even Pellerud führt ein Weltmeistertrainer (mit Norwegen 1995) seit gut zwei Jahren dort die Geschicke als Direktor des Frauenfußball-Programms.

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