Potsdam gewinnt in Unterzahl – Duisburg rettet Remis

Von am 29. August 2010 – 15.55 Uhr 76 Kommentare

Der dritte Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga hatte es in sich: Der 1. FFC Turbine Potsdam gewann das Spitzenspiel gegen den 1. FFC Frankfurt, obwohl das Team über weite Strecken der Partie in Unterzahl agieren musste und sogar in Rückstand geraten war. Der FCR 2001 Duisburg entging im Heimspiel gegen den Hamburger SV nur knapp einer Niederlage.

Am Ende gewann Potsdam verdient mit 2:1 (0:0). Kerstin Garefrekes brachte die Gäste nach Vorarbeit von Sara Thunebro und einer Unaufmerksamkeit von Josephine Henning aus kurzer Distanz in Führung (47.), doch Anja Mittag mit einem platzierten 18-Meter-Schuss in den Winkel (67.) und die eingewechselte Yuki Nagasato per Kopf (73.) drehten das Spiel in einer erst in der zweiten Halbzeit hochklassigen Partie zugunsten der Gastgeberinnen.

Rote Karte gegen Kemme
Dabei musste Potsdam bereits ab der 24. Minute mit einer Spielerin weniger auskommen, nachdem Tabea Kemme die Rote Karte gesehen hatte. Zuvor hatte sie einen Einwurf aus kurzer Distanz ins Gesicht von Kerstin Garefrekes geworfen, nach Ansicht von Schiedsrichterin Miriam Dietz absichtlich.

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Grings-Elfer rettet Duisburg Punkt
Beim 2:2 (1:2) brachte Simone Laudehr die Gastgeberinnen zwar nach einer guten halben Stunde in Führung (32.), doch Kim Kulig (34.) und Ana Maria Crnogorcevic (45.) drehten die Partie noch vor der Pause zugunsten der Hanseatinnen. Erst kurz vor Schluss verhinderte Inka Grings mit einem verwandelten Foulelfmeter eine Niederlage (89.). Das Spiel zwischen dem FF USV Jena und der SG Essen-Schönebeck endete 0:0.

Cynthia Uwak (r.) enteilt Marith Prießen zum 2:0. (c) Nora Kruse, ff-archiv.de

Müller-Festspiele in Wolfsburg
Der VfL Wolfsburg gewann gegen den Herforder SV mit 6:3 (4:1). Fünf Treffer von Martina Müller, davon ein lupenreiner Hattrick (6., 10., 16., 45., 90.) sicherten dem Team einen klaren Erfolg, der allerdings noch einmal in Gefahr geriet, nachdem Laura Feiersinger (46. und 47.) mit zwei Blitztoren ihr Team noch einmal auf 4:3 heranbrachte, ein Eigentor von Verena Faißt hatte dem Team in der ersten Halbzeit den ersten Treffer beschert (33.). Doch in der Schlussphase sorgten Zsanett Jakabfi (87.) und Müller mit ihrem fünften Treffer doch noch für einen klaren Sieg.

Siege für Bayern und Saarbrücken

Der FC Bayern München kam durch einen Treffer von Steffi Mirlach (52.) zu einem 1:0 (0:0)-Auswärtssieg beim SC 07 Bad Neuenahr, der 1. FC Saarbrücken gewann sein Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen mit 2:0 (0:0), die Treffer erzielten Nina Rauch (60.) und Cynthia Uwak (90.).

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

76 Kommentare »

  • expert1 sagt:

    Noch einmal nachgefragt, durfte trainer Kahlert nach seinen Platzverweis, in der Pause auf den Platz treten und nach dem Spiel wieder auf den Spielfeld und noch mit den Fernseh ins Gespräch teilnehmen.und in der Halbzeitpause in der Kabiene Anweisungen geben. Wer kann mir info geben………….

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