WM-Quali: Dänemark und Ukraine komplettieren Playoffs

Von am 25. August 2010 – 21.48 Uhr 16 Kommentare

Frankreich, Norwegen, England, Schweiz, Italien und Schweden hatten sich bereits ein Ticket für die Playoff-Phase der Qualifikation zur Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 gesichert, heute fielen auch die Entscheidungen in den Gruppen 3 und 4.

Insgesamt 16 Spiele standen zum Abschluss der Gruppenphase noch auf dem Programm, wirklich wichtig war nur noch der Ausgang der Begegnungen zwischen Dänemark und Schottland sowie der Ukraine und Polen.

Dänemark minimalistisch

Die dänische Mannschaft brauchte ein Unentschieden gegen Schottland, um sich einen Platz in den Playoffs zu sichern – am Ende schafften sie das 0:0 im heimischen Vejle. Viele Torchancen erspielten sich beide Mannschaften nicht, allerdings sprach die Statistik dann doch für die Däninnen: 6:1 Torschüsse und ein Eckenverhältnis von 6:0.

Schottland ohne Fleeting
So nah waren die Schottinnen noch nie an der WM-Qualifikation, doch gerade im entscheidenden Gruppenspiel mussten die „Bravehearts“ auf Julie Fleeting verzichten. Die Stürmerin hatte sich am Samstag im Qualifikationsspiel gegen Griechenland eine Knöchelverletzung zugezogen und musste dort zur Halbzeit ausgewechselt werden.

Anzeige

Dennoch ist ein 0:0 für die Schottinnen, die das Hinspiel mit 0:1 verloren hatten, sonst aber alle Spiele in der Gruppe gewannen, ein respektables Ergebnis. „Ich glaube nicht, dass eine große Leistungslücke zwischen beiden Mannschaften besteht – auch wenn das vor ein paar Jahren noch der Fall gewesen ist“, hatte Fleeting vor der Partie gesagt, und das Unentschieden gibt ihr Recht. Zu einem anderen Zeitpunkt wäre es wohl ein Ergebnis, über das man sich auf schottischer Seite freuen würde.

Dänemarks Trainer Kenneth Heiner-Möller könnte sich mit seiner Mannschaft zum zweiten Mal für die WM qualifizieren. (c) Nora Kruse, ff-archiv.de

England profitiert
Fußballerisch tut Schottland dem südlichen Nachbarn ungern einen Gefallen – doch vom Resultat der Schottinnen profitiert die englische Nationalmannschaft. Sie wird nun, statt Dänemark, in der Auslosung der Playoff-Spiele gesetzt sein. Die anderen gesetzten Teams sind Frankreich, Norwegen und Schweden.

Ukraine kämpft sich ins Spiel
Auf der Zielgeraden abgefangen. Die Ukraine hat das Spiel gegen Polen gewonnen und damit den direkten Konkurrenten von der Tabellenspitze verdrängt. Dabei begann die Partie für den EM-Teilnehmer des vergangenen Jahres so gar nicht nach Plan – schon nach 18 Minuten ging Polen durch einen Treffer von Agata Tarczynska Führung. Bis zur 61. Minute hielt die Führung der Gäste, dann ging es in Chernigov Schlag auf Schlag. Erst erzielte Olha Boychenko den Ausgleich, dann gelangen Daryna Apanaschenko innerhalb von nur fünf Minuten gleich zwei Treffer – es hieß 3:1, und dabei sollte es auch bleiben.

Schlagwörter: ,

Playoff-erprobte Ukrainerinnen
Die Playoff-Spiele im September sind nicht die ersten für die Ukraine. Bereits in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2009 erreichten die Osteuropäerinnen die Playoffs und konnten sich dort gegen Slowenien durchsetzen. Nun auch in der WM-Qualifikation unter den letzten acht europäischen Mannschaften zu stehen, ist eine Bestätigung der gezeigten Leistungen.

Tags: ,

Sie haben eine Frage zum Beitrag? Dann kontaktieren Sie mich doch per Mail! Oder folgen Sie uns einfach via RSS, Facebook oder Twitter!

16 Kommentare »

  • Jarmusch sagt:

    Traurig, traurig, dass neben Deutschland nur 4,5 weitere europäische Mannschaften an der WM teilnehmen dürfen.

    Und für die Schweiz wünsche ich mir Norwegen oder Schweden als Play-Off-Gegner. Da könnten sie eine Chance haben. Frankreich und England sind meines Erachtens zu stark für die Eidgenössinnen.

    (0)
  • laasee sagt:

    16 teams is too little for WM.

    24 would be better for WM2015.

    (0)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Let church into village, laasee – 24 teams are too much!

    (0)
  • expert1 sagt:

    ES ist eine WELTMEISTERSCHAFT Jarmusch. 16 Mitstreiter, deßhalb Herr Blatter möchte keine ERgebnisse wie im DFB Pokal 0 zu 16 oder 1 zu 9. das Leistungsgefälle ist noch zu hoch. verstanden!

    (0)
  • Nora Kruse sagt:

    Die Vergrößerung des Teilnehmerfeldes von 16 auf 24 Teams für die Weltmeisterschaft 2015 ist doch schon seit langem beschlossene Sache, siehe u.a. hier:
    >> http://www.womensoccer.de/2009/12/03/frauenfussball-wm-zukuenftig-mit-24-teams/

    (0)
  • Ralf sagt:

    Jetzt aber! 🙂

    Ich sagte es doch: „Hauptsach‘ G’schwätz!“

    (0)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Na und, trotzdem sind 24 zuviel und unter den ersten Spielen dieser WM könnten durchaus die von expert1 genannten Resultate eintreten, was sicher nicht gut wäre!

    (0)
  • Ralf sagt:

    Und dazu sage ich dann nur noch: „Pawlow!“

    (0)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Nee, dann schon lieber „Gorbatschow“!

    (0)
  • FFFan sagt:

    Auch an diesem Mittwoch waren wieder zahlreiche Bundesligaspielerinnen in der WM-Qualifikation im Einsatz:

    Thunebro (1.FFC Frankfurt) führte Schweden als Kapitänin zum 5:1-Sieg gegen Wales, bei dem Landström (ebenfalls 1.FFC Frankfurt) immerhin einen Kurzeinsatz hatte.

    Larsen Kaurin (VfL Wolfsburg) spielte bei Norwegens 7:0-Sieg in Mazedonien bis zur 72.Minute, Wiik (ebenfalls VfL Wolfsburg) wurde nicht eingewechselt.

    Österreich konnte beim 2-2 in der Türkei mit Spieler, Wenninger, Prohaska, Puntigam und Kirchberger fünf Spielerinnen des FC Bayern München einsetzen, während der Gegner auf Feride Bakir (Bayer Leverkusen), Bilgin Defterli (1.FC Köln) sowie die Regionalligaspielerinnen Cansu Yag, Deniz Kocakaya (beide Borussia Mönchengladbach) und Fatma Kara (VfL Bochum) vertraute. Die Tore erzielten Defterli (22.) und Yag (51., Elfmeter).

    Kein Tor gelang Portugals Oliveira Leite (SG Essen-Schönebeck) bem 3:0-Sieg ihrer Mannschaft in Armenien, jedoch spielte sie immerhin 90 Minuten durch. Das gelang ihrer Vereinskollegin Marlen(a) Kowalik nicht, denn sie wurde bei Polens 1:3-Niederlage in der Ukraine von Schiedsrichterin Steinhaus (Hannover) kurz vor Schluß des Feldes verwiesen.

    Besser machte es hingegen Jakabfi (VfL Wolfsburg): sie erzielte bei Ungarns 3:2-Sieg in Rumänien alle drei Tore für ihre Mannschaft.
    Außerdem spielte Salkunic (Hamburger SV) bei der 1:4-Niederlage Sloweniens in Finnland bis zur 76.Minute, während Sampanidis (Bayer Leverkusen) von der Ersatzbank aus mitansehen mußte, wie Serbien gegen Frankreich mit 0:7 unter die Räder kam.

    Und schließlich gewann noch Sif Atladottir (1.FC Saarbrücken) mit Island 5:0 in Estland.

    Das waren jetzt, glaube ich, alle. Falls nicht, bitte ergänzen!

    (0)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @FFFan

    Danke für die umfangreiche Kommentierung dieser Spiele!
    Vom Stuhl gerissen hat mich Jakabfis Hattrick – das ist eine konsequente Fortsetzung ihrer Leistung vom 1. BuLi-Spieltag gegen den 1.FFC Ff.

    (0)
  • Jan sagt:

    Die Aufstockung auf 24 Teilnehmer bei der übernächsten WM finde ich begrüßenswert u. richtig; z.B.:
    Asien 5, Afrika 3, Nord- u. Mittelamerika 3,5, Südamerika 3,5, Ozeanien 1 (=Neuseeland), Europa 8 Plätze.

    So musste etwa bei der WM-Quali 2007 bei Mexiko – Japan einer ausscheiden, wo doch BEIDE zur WM gehören. Und die letzte U20 WM zeigte, dass bis 2015 weitere Länder erstarken dürften, wie Südkorea o. Kolumbien.

    (0)
  • Jarmusch sagt:

    @Jan
    Asien mit 5 Teilnehmern halte ich für grenzwertig, weil..

    …mit Japan, Nordkorea, Südkorea, China und neuerdings Australien gibt es genau 5 leistungsstarke Nationen. Mit dabei waren in der Endrunde der Aisen-Qualifikation (2 Vierergruppen) noch Thailand, Vietnam und Myanmar.
    Da bräuchte es kaum eine Quali, da stünden die 5 asiatischen Teams doch eh schon vorher fest.

    (0)
  • FFFan sagt:

    @ Jan:
    Du hast deine Rechnung ohne den Gastgeber gemacht! Ansonsten stimme ich dir hinsichtlich der Proportionen zu. Daraus ergibt sich:

    UEFA: 8
    AFC: 5
    CAF: 3
    CONCACAF: 3
    CONMEBOL: 3
    OFC: 1
    Gastgeberland: 1

    Insgesamt also 24 Plätze.

    (0)
  • Jan sagt:

    Hallo FFFan, klar: Der Gastgeber braucht natürlich auch einen Platz – falls die WM mal in der Antarktis, auf Stadion-Schiffen im Meer oder auf dem Mond stattfindet! 😉

    (0)
  • expert1 sagt:

    Eine bitte , bitte sachlich bleiben……………….

    (0)

1 Pingbacks »

  • […] der Qualifikation zur Weltmeisterschaft fielen die letzten Entscheidungen hinsichtlich des Einzugs in die Playoffs. Dort ergaben sich später interessante Partien. /* […]