WM-Quali: Die Favoriten setzen sich durch

Von am 21. August 2010 – 19.51 Uhr 1 Kommentar

Im Endspurt um die Tickets für die Playoffs der Qualifikation zur Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 haben sich die Favoriten am Samstag keine Blöße gegeben. Wer konnte, hat sich das Weiterkommen bereits einen Spieltag vor Ende gesichert – andere haben Nerven, und somit drei Punkte, behalten, um sich ihre Chance für kommenden Mittwoch zu wahren.

Der höchste Sieg des Tages hatte allerdings keinen Einfluss mehr auf die Playoff-Plätze – er gelang Wales. Mit 15:0 schickten die Waliserinnen Aserbaidschan nach Hause; in allen Qualifikationsspielen zuvor hatten die Britinnen gerade sieben Tore insgesamt erzielt.

Gruppe 1: Frankreich weiter ohne Gegentor
Die französische Nationalmannschaft hat ohne ein einziges Gegentor den Gewinn der Gruppe 1 geschafft. Im Duell unter der Leitung von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus (Hannover) gegen Verfolger Island setzte sich die „Équipe Tricolore“  mit 1:0 durch. Das entscheidende Tor gelang Gaëtane Thiney in der 60. Minute. Frankreich hat nun ein Torverhältnis von +43, besser ist nur Dänemark mit +45 – ebenfalls ohne Gegentor. Doch die Däninnen müssen am Mittwoch noch die letzte Hürde Schottland nehmen.

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Gruppe 2: Norwegen ist durch
Mit einem 4:0-Auswärtserfolg hat Norwegen das Ticket für die Playoffs gelöst, auch wenn am Mittwoch noch das abschließende Gruppenspiel in Mazedonien auf den Programm steht. Doch schon einen Spieltag vor Ende beträgt der Vorsprung auf die Niederlande zwei Punkte – und die „Oranje“ haben beim 4:0 in Weißrussland heute ihr letztes Spiel bestritten.

Schottlands Nationaltrainerin Anna Signeul darf weiter von den Playoffs träumen. (c) Nora Kruse, ff-archiv.de

Gruppe 3: Schottland behält die Nerven
Im Hinspiel hatten die Schottinnen gegen Griechenland nur mit 1:0 gewonnen, heute folgte ein standesgemäßes 4:1 auf eigenem Platz, obwohl die Partie so gar nicht nach Plan begann. Schon nach sechs Minuten bekam Griechenland einen Foulelfmeter zugesprochen, den Danai-Eleni Sidira zum 0:1 verwandelte. Doch noch vor der Halbzeitpause stand es durch Jennifer Beattie und Julie Fleeting 2:1, Rachel Corsie und Suzanne Grant schraubten das Ergebnis in die Höhe. Mit diesem Sieg haben die „Bravehearts“ ihren Rückstand auf Dänemark auf einen Punkt reduziert. Das Weiterkommen entscheidet sich also erst im direkten Duell der beiden am Mittwoch. Schottland benötigt einen Sieg, Dänemark würde ein Unentschieden reichen. Bitter für die Schottinnen: Julie Fleeting musste verletzungsbedingt zur Halbzeit ausgewechselt werden, ein Einsatz gegen Dänemark ist fraglich.

Gruppe 4: Ukraine wahrt Chance
Erwartungsgemäß hat auch die Ukraine ihr Spiel gegen Rumänien gewonnen. Auf eigenem Platz gewann der EM-Teilnehmer des vergangenen Jahres mit 3:1. Damit wahren sich auch die Ukrainerinnen die Chance auf die Playoffs. Zwei Punkte beträgt nun der Rückstand auf Tabellenführer Polen – im direkten Aufeinandertreffen entscheidet sich das Weiterkommen am Mittwoch.

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Gruppe 5: England souverän
Die Engländerinnen waren zwar bereits vor dem Spiel gegen Österreich sicher für die Playoffs qualifiziert, haben mit einem deutlichen 4:0-Auswärtserfolg aber noch wichtige Punkte gesammelt, um in der Auslosung gesetzt zu sein.

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Gruppe 6: fulminante Schweiz
Ein Sieg gegen Kasachstan war nötig, um in die Playoffs einzuziehen – und die Schweiz hat von Beginn an keinen Zweifel daran gelassen, ihn auch einzufahren. Schon nach elf Minuten lag die Elf von Trainerin Béatrice von Siebenthal mit 3:0 in Front – nach neunzig Minuten hieß es 8:0. Zum Spielbericht.

Unterdessen kam Konkurrent Russland nicht über ein 1:1 in der Republik Irland hinaus – im ersten Pflichtspiel unter Interimstrainerin Susan Ronan hatten die Irinnen gar mit 1:0 in Führung gelegen. Arsenals Ciara Grant verwandelte einen Foulelfmeter in der 59. Minute. Nur fünf Minuten später kam Russland durch Anna Kozhnikova noch zum Ausgleich.

Gruppe 7: keine Spiele
In Gruppe 7 wurde heute nicht gespielt – aber auch die letzten Partien am kommenden Mittwoch haben keinen Einfluss mehr auf den Gruppensieg. Den hat Italien bereits in der Tasche.

Gruppe 8: Schweden vorzeitig weiter
Sie brauchten ein Unentschieden gegen Tschechien, um den Gruppensieg bereits einen Spieltag vor dem Ende sicher zu haben – am Ende siegten die Schwedinnen knapp mit 1:0. Das goldene Tor erzielte Caroline Seger in der 26. Minute – mit neun Punkten liegen die Nordländerinnen nun uneinholbar auf dem ersten Platz.

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1 Kommentar »

  • Nora Kruse sagt:

    Kleine Anmerkung noch zu der entscheidenden Begegnung heute Abend zwischen Dänemark und Schottland, die noch direkte Auswirkungen auf die Frage hat, welche Mannschaften in der Auslosung der Playoff-Spiele gesetzt wird. Dieses Spiel heute Abend steht in direkter „Konkurrenz“ mit England:
    Sieg Dänemark: Dänemark ist gesetzt (nicht England)
    Sieg Schottland: England ist gesetzt
    Unentschieden: England ist gesetzt

    Bislang gesetzte Mannschaften: Norwegen, Schweden, Frankreich

    (Quelle: Englischer Verband)

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