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WM-Quali: Crnogorcevic schießt Schweiz ins Playoff

Von am 21. August 2010 – 18.55 Uhr

In der Qualifikation zur Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland hat die Schweiz einen ersten großen Schritt gemacht. Mit einem überzeugenden Sieg zum Abschluss gegen Kasachstan hat sich das Team als Sieger der Gruppe 6 einen Startplatz in den Playoffs gesichert. Ana Maria Crnogorcevic vom Hamburger SV war mit fünf Treffern die Spielerin des Tages.

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Beim 8:0 (5:0)-Sieg gegen den überforderten Gegner im St.-Léonard-Stadion von Fribourg ließen die Schweizerinnen von Beginn an keine Zweifel aufkommen.

Crnogorcevic dankt Mitspielerinnen

Eine glückliche Crnogorcevic erklärte: „Das ist mir heute einfach gemacht worden, die Mitspielerinnen haben gut aufgelegt. Wir haben gut Druck gemacht, aber wir haben unser Ziel noch nicht erreicht. Es gibt zwar keine leichten Gegner für das Playoff, aber ich möchte nicht unbedingt gegen England spielen.“

Blitzstart
Bereits früh sorgte eine Koproduktion der Bundesliga-Legionärinnen für die Führung. Crnogorcevic erzielte aus kurzer Distanz das 1:0 (4.), Noémie Beney vom 1. FC Saarbrücken hatte vom linken Flügel die Flanke geschlagen.

Saarbrückens Noémie Beney ist eine der Schweizer Nationalspielerinnen in der Bundesliga. (c) Nora Kruse, ff-archiv.de

Frühe Entscheidung
Die Schweizerinnen drückten weiter aufs Tempo, nach einer Ecke der starken Martina Moser (VfL Wolfsburg) schlief die kasachische Abwehr ein zweites Mal, Selina Zumbühl schraubte per Kopf die Führung in die Höhe (7.). Und im selben Rhythmus sollte es weiter gehen. Moser selbst war es dann vorbehalten, mit einer Direktabnahme aus 15 Metern früh alle Zweifel zu beseitigen (11.).

Starke Bundesliga-Legionärinnen
Das Team von Trainerin Béatrice von Siebenthal ließ trotz der schnellen Führung nicht nach, vergab aber zunächst weitere gute Torchancen durch Zumbühl, doch Crnogorcevic sorgte mit einem Abstauber und ihrem zweiten Treffer für das 4:0 (27.). Die Konzentration der Schweizerinnen ließ nun ein wenig nach, doch vom Tore schießen hielt dies das Team nicht ab. Erneut trat Moser eine Ecke nach innen, Crnogorcevic bedankte sich mit einem weiteren Treffer (44.).

Verschnaufpause
Zur zweiten Halbzeit kam Danique Stein (SC 07 Bad Neuenahr) für Carolin Abbé in die Partie, nun standen gleich fünf Schweizer Bundesliga-Exporte auf dem Platz. Die Schweiz ließ es nun etwas ruhiger angehen, dennoch gelangen weitere Treffer.

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Weitere Tore durch Moser und Crnogorcevic
Nach Flanke von Zumbühl machte Moser per Hinterkopf das halbe Dutzend voll (56.). Nur Sekunden später hatte Lara Dickenmann das Auge für die freigelaufene Crnogorcevic, die hatte leichtes Spiel (57.). Und Dickenmann bereitete einen weiteren Treffer vor, als sie die für Moser eingewechselte Lara Keller bediente, die legte auf für Crnogorcevics fünften Treffer (77.). Beney wäre in der Nachspielzeit bei einem Lattentreffer fast noch der neunte Treffer gelungen.

Schweiz voller Optimismus
Peter Knäbel, technischer Direktor des Schweizer Fussballverband, erklärte: „Unsere Spielerinnen haben sich heute noch einmal eine Menge Selbstvertrauen für die Playoff-Spiele geholt. Es wird eine gute Mannschaft brauchen, um uns zu schlagen, denn jetzt wollen wir natürlich auch nach Deutschland.“

WM-Playoffs Mitte September
Die Schweiz hat nun in den WM-Playoffs (11./12. September und 15./16. September) die Chance, sich erstmals für eine Frauenfußball-Weltmeisterschaft zu qualifizieren.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.