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Champions League: Umeå prominentes Quali-Opfer

Von am 11. August 2010 – 9.22 Uhr 8 Kommentare

In sieben Minigruppen wurde vom 5. bis 10. August die Qualifikation zur Champions League ausgetragen. Während der deutsche Vizemeister FCR 2001 Duisburg seine Gruppe am Ende genauso souverän gewann wie zahlreiche andere namhafte Teams, musste ein anderer Champions-League-Halbfinalist der Vorsaison frühzeitig die Segel Streichen.

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Mit dabei in der K.-o.-Phase der besten 32 Teams sind neben den 23 gesetzten Teams, die nicht durch die Qualifikation mussten, die sieben Gruppensieger FCR 2001 Duisburg, Brøndby IF, Everton, Apollon Limassol LFC, FCF Juvisy Essonne, ASD Bardolino Verona und WFC Rossiyanka. Breidablik und ŽNK Krka qualifizierten sich als Gruppenzweite mit der besten Bilanz gegen den Gruppensieger und Gruppendritten.

Peinliches Aus für Umeå
Für Umeå IK, das zuvor in den internationalen Wettbewerben zumindest immer das Viertelfinale erreicht hatte, kam in der Gruppe 3 das unerwartete Aus, denn am Samstag leistete sich das Team eine überraschende 1:4-Niederlage gegen den zyprischen Gastgeber Apollon Limassol. Da halfen auch der bereits schwer erkämpfte 3:0-Sieg gegen ASA Tel-Aviv sowie der knappe 1:0-Sieg gegen WFC SFK 2000 Sarajevo im letzten Spiel nichts mehr. Die Enttäschung im Lager der Schwedinnen ist groß, nicht minder die der Fans. „Bleibt auf Zypern und kommt erst heim, wenn Ihr Fußball spielen gelernt habt“, schrieb ein enttäuschter Leser in einem Kommentar der lokalen Tageszeitung „Västerbottenskuriren“. Christakis Christoforou, Trainer von Überraschungssieger Limassol, freut sich: „Ich bin sehr zufrieden, dieses Team hat eine Menge Potenzial und kann es weit schaffen.“

Brøndby und Everton souverän
In Gruppe 1 setzte sich Brøndby IF mit drei Siegen und einem Torverhältnis von 21:0 souverän durch. Abschließend gelang den Däninnen ein 3:0-Sieg gegen NSA aus Sofia. Der späte Ausgleich der Türkinnen beim Remis zwischen dem FC Roma Calfa und Gazi Üniversitesi SK kostete NSA einen Platz in der K.-o.-Runde als einer der besten Gruppenzweiten. Nicht minder souverän entledigte sich Everton in Gruppe 2 seiner Aufgaben, ein klarer 7:0-Erfolg gegen Gastgeber Gintra Universitetas aus Litauen machte den Aufstieg perfekt. 23 Tore in drei Spielen, erzielt von zehn verschiedenen Spielerinnen, waren Beleg der eigenen Stärke.

Favoritensiege
In Gruppe 4 setzte sich Frankreichs Vizemeister FCF Juvisy Essonne nach einem 3:3 gegen Breidablik dank der besseren Tordifferenz durch, beide Teams qualifizierten sich jedoch für die K.-o.-Runde. ASD Bardolino Verona gewann die Gruppe 5 dank eines 4:1-Siegs gegen Gastgeber Krka, das sich ebenfalls als einer der besten Gruppenzweiten qualifizierte. Eine Punktlandung von Krka, denn ein weiterer Gegentreffer hätte das Aus bedeutet. WFC Rossiyanka stellte beim 4:1-Sieg gegen Portugals 1° Dezembro früh die Weichen für den Aufstieg, denn binnen 33 Minuten hatte man bereits alle vier Treffer auf der Habenseite.

Martina Voss-Tecklenburg ist mit ihrem FCR zufrieden. (c) Nora Kruse, ff-archiv.de

Duisburg souverän
Der FCR 2001 Duisburg setzte sich mit drei Siegen in Gruppe 7 durch, der 4:0-Erfolg gegen Glasgow City beseitige letzte Zweifel. Annemieke Kiesel, zweimal Inka Grings und Simone Laudehr mit einem verwandelten Foulelfmeter sorgten für einen erfolgreichen Betriebsausflug nach Nordirland. Duisburgs Trainerin Martina Voss-Tecklenburg war zufrieden mit dem Schlussakkord: „Es war ein äußerst verdienter Sieg, vor allem dank der Leistung in der ersten Halbzeit. Aber Kompliment an Glasgow, die selbst nach dem dritten und vierten Gegentreffer nie aufgesteckt haben.“

Auslosung am 19. August
Die Auslosung für das Sechzehntelfinale und das Achtelfinale findet am Donnerstag, 19. August statt, dort werden die Teams auf zwei 16er-Töpfe aufgeteilt. Kein Verein kann in dieser Wettbewerbsphase einem Team aus dem eigenen Verband zugelost werden, auch Duelle, die es bereits in der Qualifikation gab, sind nicht möglich.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

8 Kommentare »

  • laasee sagt:

    The Champion will be from Duisburg, Lyon or Potsdam.

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  • Ralf sagt:

    Schau’n mer mal, wer denn dann nach Kroatien fahren darf? 😉

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  • expert1 sagt:

    Laasee habe alles verstanden, Ralf fährst du mit nach Kroatien ? übrigens Umea hat durch sein Söldnerinnen taktik nicht viel Geld in der Kasse und das ist die Folge. Schweden kann man die nächste zeit abhaken (siehe U20 WM.Der schwediesche Verband muß auf Landesebene sich was neues einfallen lassen. sonst gehen die spitzenspielerinnen in Ländern wo nach bezahlt werden kann ( im Moment ist das noch Deutschland). Siehe Turbiene, 2001, 1FFC , Bayern Mchn, Bayer, 1FC Köln, Hmbg, Wölfe, usw………………… was wird 2012 das steht in den Sternen…………………….

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  • Frank sagt:

    Kroatien?
    Wenn ihr Krka meint, das sind Slowenen.

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  • Ralf sagt:

    @Frank

    🙂 Ich habe ja auch mit ’nem Schmunzel-Smiley beendet!

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  • expert1 sagt:

    Frank Ralf diese einträge bringen uns nicht weiter……..Slowenien ist ja nach besser die haben einen guten Wein und…………………………………….

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  • Jan sagt:

    Na, Umeås Spielerinnen werden doch nicht etwa zu viel Zeit an Zyperns Strand verbracht haben?
    Obwohl: In der schwedischen Liga haben sie ja auch schon die Hälfte ihrer Spiele verloren.
    Kein leichtes Erbe für Jakobsson & Co. Und am Dienstag geht’s zum Meister…

    Bei Apollon Limassol spielten übrigens nur wenige Zypriotinnen mit, dafür 6-7 Stammspielerinnen aus Rumäniens Nationalteam, dazu 2 Bulgarinnen.

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  • Jarmusch sagt:

    Jan schrieb: ‚Bei Apollon Limassol spielten übrigens nur wenige Zypriotinnen mit, dafür 6-7 Stammspielerinnen aus Rumäniens Nationalteam, dazu 2 Bulgarinnen.‘
    Wobei die aber eher auch nicht zur europäischen Elite gehören.

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1 Pingbacks »

  • […] Nur wenige Tage später begann schon die neue Champions-League-Saison. Der FCR 2001 Duisburg musste bereits in der ersten Runde ran, die Qualifikation für das Sechzehntelfinale entschied sich erst im letzten Gruppenspiel gegen Glasgow. Der FCR nahm jedoch auch diese Hürde souverän und zog in die nächste Runde ein. Weniger souverän agierte der zweifache UEFA-Cup-Sieger Umeå IK – die Schwedinnen schieden in der Gruppenphase aus. […]