U20-WM: DFB-Elf will das Märchen zu Ende schreiben

Von am 31. Juli 2010 – 14.00 Uhr 4 Kommentare

„Jetzt kann kommen, wer will“, strahlte Stürmerin Svenja Huth nach dem gewonnenen Halbfinale bei der U20-Frauenfußball-Weltmeisterschaft gegen Südkorea. Vor wohl ausverkauftem Haus geht es am Sonntag in Bielefeld gegen Nigeria (ab 15.00 Uhr live auf Eurosport und im Womensoccer-Liveblogging), und das Ziel der deutschen Elf steht für Dzsenifer Marozsán außer Frage: „Wenn wir im Finale stehen, wollen wir auch den Titel“.

„Bielefeld war immer unser Ziel“, so Kristina Gessat, für die aus dem Endspiel ein Heimspiel wird. Für den FSV Gütersloh 2009 in der zweiten Bundesliga spielend, ist sie die Lokalmatadorin und freut sich, dass der gesamte FSV sein Kommen angekündigt hat.

Gessat hat Partylocations ausfindig gemacht
„Es ist traumhaft, in Bielefeld das Finale spielen zu können“, freut sich Gessat, die von ihren Mannschaftskolleginnen bereits ausgefragt wurde, wo man denn nach Spielende am besten feiern gehen könne. Die entsprechenden Locations kennt sie, jetzt geht es nur darum, auch für einen Grund zum Feiern zu sorgen.

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Respekt vor Nigeria
„So, wie die Mannschaft auftritt, glaube ich an den Titel“, ist sich Alexandra Popp sicher, „aber dazu gehört auch Respekt vor dem Gegner.“ Den hat die deutsche Mannschaft, denn die Afrikanerinnen haben bislang über den Erwartungen gespielt – wenn auch ungewöhnlich, wie Bundestrainerin Maren Meinert weiß. „Das Spiel Nigerias wirkt manchmal etwas unorganisiert, aber wie aus dem Nichts spielen sie plötzlich wunderbare Angriffe.“

Für Kristina Gessat ist das Finale ein Heimspiel. (c) Nora Kruse, ff-archiv.de

Besondere Gefahr geht dabei von Ebere Orji aus, die im Viertelfinale den Siegtreffer gegen Kolumbien erzielte. Es war zwar erst ihr zweites Turniertor, doch ihre Qualitäten als Vorbereiterin haben ihr eine Nominierung zur besten Spielerin des Turniers eingebracht.

WM-Traum für die Afrikanerinnen
Der Einzug ins Finale der U20-Frauenfußball-WM ist der bislang größte Erfolg für die „Falconets“, die ehrgeizige Ziele haben. „Wir setzen unser Projekt ‚WM-Gold‘ weiter fort“, hatte Trainer Ndem Egan nach dem Halbfinalsieg gesagt. „Wir wissen, das wir jetzt gegen den WM-Gastgeber spielen müssen und gegen die Zuschauer.“ Doch gerade diese Außenseiter-Position mache Nigeria gefährlich, denkt Meinert. „Der Sieg gegen die USA dürfte dem Team ganz viel Selbstbewusstsein gegeben haben. Es besteht die Gefahr, dass sie jetzt über sich hinaus wachsen.“

Hoffen auf Alexandra Popp

Über sich hinaus gewachsen ist bei dieser WM auch Alexandra Popp. Die Offensivspielerin führt mit neun Toren die Torschützenliste an, hat gute Chancen zur besten Spielerin des Turniers gewählt zu werden und begeistert das Publikum. „Man wartet jeden Tag darauf, dass dieser Lauf mal zu Ende geht“, schmunzelt die Bundestrainerin, „wir hoffen, dass sie es noch bis ins Finale rettet.“

Im Halbfinale hat Popp zwei Tore zum überraschend deutlichen 5:1-Erfolg gegen Mitfavorit Südkorea beigetragen – ein hohes Ergebnis, das dem Spielverlauf und den starken Asiatinnen nicht ganz gerecht geworden sei, denkt Meinert. Gegen Nigeria wird ein engeres Spiel erwartet, denn schon die Besetzung des Viertelfinals hat gezeigt, dass die Luft in der Weltspitze dünner wird. „Dass das Niveau so eng zusammen ist, hätte ich nicht gedacht“, sagt die Bundestrainerin. „Viele Mannschaften haben sich sehr gut weiter entwickelt. Die Einführung der U17-WM hat für eine Aufrüstung gesorgt, und das zeigt sich auch bei der U20.“

Nigeria vertraut auf Gott
Dennoch ist das Ziel der DFB-Auswahl, das „Sommermärchen“ mit dem Titelgewinn bis zu Ende schreiben zu wollen, unmissverständlich. Die Favoritenbürde nehme ihre Mannschaft an und wolle sie auch, so Meinert. Die Vorteile liegen auf Seiten der Deutschen, aber Ndem Egan ist sich sicher: „Alles in dieser Konstellation Deutschland gegen Nigeria wird bedeutungslos sein, weil Gott auf unserer Seite steht.“

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4 Kommentare »

  • Jarmusch sagt:

    Chenard (Kanada) pfeift! – Die hat uns schon gegen Kolumbien geschiedst.

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  • expert1 sagt:

    Das ergebnis steht nach dem schlußpfiff fest, dies steht nicht im regelbuch, sollte aber eingetragen werden, so eine FIFA- Mann der nicht genannt werden will. Auf die frage wie das spiel ausgehen werde. Nigeria ist das größte land in AFRIKA, Deutschland das größte land in EUROPA, rein flächenmäßig.. In der FIFA U20 WM der Frauen stehen zwei Frauschaften im ENDSPIEL ,sollte die deutsche Frauschaft in Rückstand geraden, wird es interessant werden, dies hat sie noch nicht im Turnier bestädigt, Nigeria hat dies gegen USA schon praktiziert. Nigeria vertraut auf Gott und die Deutschen auf POppi ind das Schiedsrichterteam. Nach dem spiel ist vor der nächsten U20 WM………………………..!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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  • Jens sagt:

    Deutschland größtes Land in Europa? Ukraine?? Liegt die in Asien? Frankreich? Spanien? Schweden?? Russland mal ganz außen vor…
    Nigeria ist übrigens nur die Nummer 14 von der Größe her in Afrika…

    Vielleicht sollte man eher auf den Bereich Fußball abzielen, dann würde es stimmen…

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  • expert1 sagt:

    jens, danke wir reden ja hier über FB U20 oder nein

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