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„Es hat wieder gepasst“

Von am 30. Juli 2010 – 12.20 Uhr 1 Kommentar

Für viele war das Halbfinale der U20-Frauenfußball-Weltmeisterschaft zwischen Deutschland und Südkorea ein vorweg genommenes Endspiel. Umso beeindruckender war die Art und Weise, mit der die DFB-Auswahl ihr Spiel durchzog, und dementsprechend strahlend die Gesichter aller Beteiligten über Spiel und Zusammenhalt der Elf.

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„Zusammengeschweißt gearbeitet“ habe die Mannschaft, so Alexandra Popp, die heiße Anwärterin auf gleich zwei Einzeltitel bei dieser WM ist: beste Spielerin und beste Torschützin. Ihr Trefferkonto hat sie gestern gleich wieder um zwei Tore erhöht. „Ich hoffe natürlich, dass das so weiter geht, aber es ist egal, wer die Tore schießt.“

Auftrieb für Kim Kulig
Ähnlich sieht dies Bundestrainerin Maren Meinert, die glücklich war, betonen zu können, dass in der Mannschaft noch weitere Spielerinnen ihre Torgefährlichkeit unter Beweis stellen konnten. Gefreut hat sie sich dabei besonders für Kim Kulig. „Das ist gut für das Selbstbewusstsein. Ich denke schon, dass es ihr Auftrieb gibt, auch unter den Torschützinnen zu sein.“ Im Spiel gegen den vermeintlich stärksten Gegner bislang hat Kulig gleich doppelt getroffen.

Maren Meinert ist zufrieden. (c) Nora Kruse, ff-archiv.de

Hohes Ergebnis schmeichelt Spielverlauf
„Ich bin mit dem 5:1 sowie der Art und Weise sehr zufrieden“, lobte Meinert Spiel und Souveränität ihrer Elf, auch wenn sie der Ansicht war, dass das doch recht hohe Ergebnis den Spielverlauf nicht gerecht geworden sei. „Das war eine ganze Menge Arbeit für unsere Defensive.“ Doch mit jedem Treffer der DFB-Auswahl sanken die Köpfe der Südkoreanerinnen ein Stück weiter nach unten. Der Handelfmeter habe dem Spiel des Asienvertreters schließlich den Rest gegeben, urteilte Südkoreas Trainer Choi In Cheul. Die deutsche Mannschaft habe es geschafft, zum richtigen Zeitpunkt die Tore zu schießen – „und wer ein Halbfinale 5:1 gewinnt, hat verdient gewonnen“, so Meinert.

Strahlende Spielerinnen
Der größte Druck lag vor Turnierbeginn auf den Spielerinnen selbst, im eigenen Land beste Werbung für die Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 zu machen und den von außen hereingetragenen Erwartungen gerecht zu werden. Umso glücklicher waren die Gesichter dem Spiel, dass es mit der Finalteilnahme tatsächlich geklappt hat. „Bielefeld war immer unser Ziel“, so Kristina Gessat, die am Sonntag das Endspiel in der ostwestfälischen Heimat austragen darf.

„Mit der Mannschaft total zufrieden“ war auch Mittelfeldspielerin Dzsenifer Marozsán. „Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert und die Partie von der ersten bis zur neunzigsten Minute bestimmt – der Gegner hatte keine Chance.“ Und Mannschaftkollegin Popp stimmt zu: „Es hat wieder gepasst“ im Spiel der DFB-Youngsters.

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1 Kommentar »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Das mit dem vorweggenommenen Endspiel sehe definitiv genauso! Nach der verfolgten 2. HZ des HF-Spieles COL-NIG hat sich meine Meinung dazu manifestiert und glaube nicht wirklich daran, dass sich unsere Mannschaft noch das Sahnehäubchen von der WM-Torte wird nehmen lassen. Dieser geballten Kraft an Siegermentalität u.v.m. werden wohl die Afrikanerinnen nicht wirklich etwas entgegenzusetzen zu haben. Das soll aber jetzt nicht den Eindruck erwecken, das Spiel wäre ein Selbstläufer! 😉

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