U20-WM: Nigeria wirft USA aus dem Turnier

Von am 25. Juli 2010 – 14.21 Uhr 31 Kommentare

Ein Land im Freudentaumel: Nigeria hat mit einem Überraschungssieg gegen den großen Favoriten USA erstmals das Halbfinale eines FIFA-Turniers erreicht.

Vor 7 135 Zuschauer in Augsburg setzten sich die Nigerianerinnen mit 4:2 im Elfmeterschießen durch, nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 1:1 gestanden. US-Stürmerin Sydney Leroux setzte den entscheidenden Elfmeter über das Tor. Im Halbfinale trifft der Afrikameister nun auf Kolumbien.

Glücklicher Trainer
Nigerias emotionaler Trainer Ndem Egan erklärte: „Wir sind glücklich, dass wir das Halbfinale erreicht haben und das Versprechen gegenüber unserem Präsidenten eingelöst haben. Es war das erwartet schwere Spiel, aber wir waren gut vorbereitet. In der ersten Halbzeit haben wir in der Defensive einige Fehler gemacht, die wir in der Pause angesprochen und korrigiert haben. Danach haben wir den Amerikanerinnen weniger Platz gelassen. Wir nehmen es jetzt Schritt für Schritt.“

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Ellis gratuliert Nigeria
US-Trainerin Jill Ellis bedankte sich bei ihren Spielerinnen für den aufopferungsvollen Kampf. „Wir haben bis zum Schluss alles versucht und hatten in der Nachspielzeit noch einmal gute Chancen, aber wir waren vielleicht zu müde. Ich habe meine Spielerinnen aufgemuntert, dass es weiter geht, alle träumen von der A-Nationalmannschaft. Glückwunsch an Nigeria, sie haben ein tolles Spiel gezeigt.“

Ellis veränderte ihr Team auf einer Position, für Maya Hayes rutschte Casey Short im Mittelfeld in die Startaufstellung. Nigerias Trainer Ndem Egan nahm zwei Wechsel vor, für Martina Ohadugha und Esther Sunday kamen Glory Iroka und Charity Adule.

Von Beginn an übernahmen die Amerikanerinnen das Kommando, Short vergab die erste Riesenchance, als sie aus sechs Metern abzog, doch Nigerias Torhüterin Alaba Jonathan per Fuß klären konnte (7.). Doch das US-Team hielt den Druck aufrecht und wurde schnell belohnt.

Führung durch Brooks
Nach einer kurzen Ecke schlief die komplette nigerianische Abwehr, Kristie Mewis legte quer auf Amber Brooks, die aus vier Metern den Ball zu ihrem ersten Turniertreffer nur noch über die Linie drücken musste (9.).

Nur Torchancen für USA
Nigeria fand auch in der Folge gegen einen athletisch gleichwertigen Gegner nur zögerlich in die Partie, Torchancen hatten weiterhin nur die Amerikanerinnen, etwa Sydney Leroux, die mit einem Schrägschuss aber an Jonathan scheiterte (37.).

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Nigeria findet langsam ins Spiel
Ein Hauch von einer Chance bot sich Nigeria anfangs einer ereignisarmen zweiten Halbzeit, als sich Rachel Quon und Crystal Dunn in der Abwehr nicht einig waren und Ebere Orji fast davon profitiert hätte (55.). Die Westafrikanerinnen gestalteten die Partie nun etwas offener, ohne sich allerdings zunächst Torchancen zu erarbeiten.

Enttäuschung bei Sidney Leroux

Sidney Leroux blieb im Viertelfinale blass und verschoss den letzten Elfer ©Frank Scheuring/Girlsplay.de

Traumtor zum Ausgleich
Die eingewechselte Esther Sunday zwang mit einem Distanzschuss die amerikanische Torhüterin Bianca Henninger zu einer ersten Glanzparade (77.). Und wie aus dem Nichts gelang Nigeria der Ausgleich: Orji legte einen Freistoß kurz auf Helen Ukaonu ab, die zimmerte den Ball aus rund 30 Metern unhaltbar in den Winkel (79.). Das nigerianische Team hatte nun Aufwind und war einem zweiten Tor näher als die USA, Ukaonu scheiterte nur knapp aus der Distanz (90.+3), doch es ging in die Verlängerung.

Nigeria dominiert Verlängerung
Schiedsrichterin Alexandra Ihringova behielt ihre konsequente Linie bei, im Zweifelsfall gegen die Nigerianerinnen zu pfeifen. Doch Nigeria ließ sich davon nicht beeindrucken, Sunday hatte die erste Chance der Verlängerung, als sie sich schön durchsetzte, doch Hennniger auf der Hut war (98.). Nigeria war nun die bessere und auch fittere Mannschaft, Desire Oparanozie vergab die Riesenchance zur Führung, ihr Schrägschuss aus achten Metern ging knapp am Pfosten vorbei (101.).

USA mit zweiter Luft
Einen Schuss von Adule klärte Henninger unkonventionell mit dem Fuß (105.). Mollie Pathman sorgte für einen der wenigen Entlastungsangriffe der Amerikanerinnen (107.), die nun aber die zweite Luft bekamen. Jonathan rettete ihr Team mit einem Reflex, nachdem die schnelle Meg Morris aus 15 Metern abgezogen hatte (112.). Und Nigeria hatte Glück, als Mewis den Ball kurz darauf aus 20 Metern an die Latte setzte (113.) und Jonathan einen Mewis-Kopfball entschärfen musste (114.). Doch es ging ins Elfmeterschießen, wo Sydney Leroux den entscheidenden Elfmeter verschoss.

Elfmeterschießen
0:1 Jegede
0:1 Nairn verschießt
0:2 Ukaonu
1:2 Pathman
1:3 Sunday (Henniger zuvor zweimal gehalten, aber beide Elfer wurden wiederholt)
2:3 Mewis
2:4 Oparanozie
2:4 Leroux verschießt

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

31 Kommentare »

  • laasee sagt:

    That was fun. Joy for Nigeria.

    This WM is really good and enjoyable.

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  • Thorsten sagt:

    WOW wat ne überraschung, oder nur für mich überraschend!?
    Zumindest vor dem Spiel überraschend.
    Nach den 90 minuten durchaus verdient.
    Dem Kommentar/Spielbericht gibt´s eigentlich nix hinzuzufügen, sogar mein Eindruck das im zweifel immer pro USA gepfiffen wurde fand beachtung.
    Einzige Ausnahme: Bei dem dreifach Elfmeter von Sunday, wobei beide Wiederholungen bei streng korrekter Regelauslegung gerechtfertigt waren, nur das darauf seltenst ein Schiedsrichter achtet, schon garnicht im Elfmeterschießen

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  • labrys696 sagt:

    Glückwunsch an Nigeria. Hatte schon lang kein solch amüsantes Spiel gesehen…Fussball mit Herz nenn ich das!

    USA unterschätzt zum zweiten mal eine afrikanische Mannschaft, selber schuld. gegen Ghana gabs ein 1:1 und nun nach Elfmeter raus.

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  • Detlef sagt:

    Jetzt sind außer Deutschland bereits alle Favoriten ausgeschieden!!!
    Diese WM zeigt deutlich, daß der FF in der ganzen Welt weiter auf dem Vormarsch ist!!!
    Mexico, Südkorea, Kolumbien und Nigeria, hatten wohl die Allerwenigsten auf ihrer Liste!!!

    Glückwunsch an die Afrikanerinnen, die es jetzt sogar bis ins Finale schaffen könnten!!!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Schliesse mich den Glückwünschen für Nigeria an – tolle Überraschung!
    Na dann, jetzt aber Poppi die Daumen gedrückt, als beste Spielerin oder zumindest beste Torschützin die WM zu beenden. Natürlich zusätzlich zum WM-Titel selbst! 🙂

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  • laasee sagt:

    The ’new teams ‚- Mexico , South Korea , Colombia and Nigeria – have players with super talent and technique. The ‚old order‘ – USA and most of Europe – still depend mainly on physical strength, organisation and hard work. It is no surprise that all the teams still remaining are high on talent and that most of the teams that have failed are those that only play ‚functional football‘. This WM has been excellent for the progress of FF.

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  • eisbär sagt:

    Ich fand es gut von der Schiedsrichterin, dass sie die 11m hat wiederholen lassen. Soviel Courage hätte ich mir auch von den Schiedsrichterinnen sowohl im CL-Halbfinale zwischen TP und FCR sowie im CL-Finale gewünscht, da Sarholz bei jedem Elfer die Torlinie vorzeitig verlassen hatte.

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  • Max Diderot sagt:

    Gäbe es einen Fußballgott, er würde sich vor lauter Scham nach einer anderen Tätigkeit umsehen. Die Amerikanerinnen, drückend überlegen, vermochten es nicht, den Ball mehr als einmal (gut: mit den Elfmetern mehr als zweimal) ins Tor unterzubringen, und ließen sich zu allem Überdruß auch noch von der rustikal-hölzernen Spielweise der Nigerianerinnen den Schneid abkaufen. Die Wiederholung der Wiederholung des Elfmeters empfinde ich als Witz. Die entsprechende Konsequenz der englischen Schiedsrichterin wäre während des Matches bei einigen rüden Attacken der Afrikanerinnen angebrachter gewesen.
    Aber wie sagte schon ein ehemaliger Fußballspieler: „Zuerst hast du kein Glück und dann kommt auch noch Pech hinzu.“.

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  • Manne sagt:

    Na ja, man könnte auch sagen:
    wer meint, ein Spiel mit 1:0 über die Zeit zu retten wird halt manchmal bestraft, wie im richtigen Leben.

    Die Elfmeterwiederholung (zumindest die zweite) war allerdings ein Witz, aber Engländer(innen) haben ja bekanntlich ihren eigenen Humor.

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  • Ralf sagt:

    @Manne

    🙂

    „Schwarzen Humor!“

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  • Ralf sagt:

    … und ich hoffe ernsthaft, das wird jetzt nicht schon wieder falsch verstanden!

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  • Manne sagt:

    … ja das wollt ich so nicht schreiben.

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  • fisch sagt:

    @ eisbär
    nun gib mal langsam Ruhe mit den Elfmetern bei TP im CL 2010. Außerdem sind wir hier im U-20-WM-Forum. Die internationale Elfmeterpraxis sieht zu Recht einfach anders aus, da beim Elfmeter sowieso schon ganz normal eine hochgradige Chanchenungleichheit zuungunsten der Torsteher/in besteht. Verlieren tut manchmal weh, verstehe ich. Die Dropse im Wettstreit TP/FCR sind doch längst gelutscht, und zwar 2010 verdientermaßen für und durch Turbine.

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  • Detlef sagt:

    Nachdem ich das Spiel jetzt in der Zusammenfassung gesehen habe, kann ich Max Diderot nicht zustimmen!!!
    Da war absolut nix zu sehen von drüfckender Überlegenheit der Amerikanerinnen???
    Hat man die etwa bei Eurosport herausgeschnitten???
    Der Kommentator meinte wohl zu Recht, daß das 1:1 absolut in Ordnung ging, da beide Teams jeweils starke Phasen im Spiel hatten, und auch die Torchancen waren wohl gleich verteilt!!!
    Die Wiederholung des Elfers kann man vielleicht noch nachvollziehen, aber die Wiederholung der Wiederholung grenzte für mich schon an Schizophrenie!!!
    Möglicherweise wollte die englische Russin ihre vielen falschen Pro-USA Entscheidungen im Spiel, dann im Elfmeterschießen wieder durch falsche Kontra-Henninger Entscheidungen „ausbügeln“???
    Wie dem auch sei, da scheinen die US-Girls wohl ein Problem mit afrikanischen Mannschaften zu haben!!!

    Ganz nebenbei bemerkt, war das auch die englische Schiedsrichterin, die Island gegen Frankreich bei der EM in Tampere gepfiffen hat!!!
    Nur hieß Nigeria dort Island, und dort pfiff sie fast alles Pro-Frankreich!!!

    @eisbär,
    sitzt der Stachel wirklich noch immer sooooooo tief???
    Viele Duisburg-Fans haben mir direkt nach Abpfiff des CL-HF gesagt, daß TP der verdiente Sieger war!!!

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  • Steffen sagt:

    also das mit turbine und duisburg interessiert doch niemanden mehr

    für mich waren die amis nur die ersten 10 min die bessere mannschaft, nigeria wurde in der 1. halbzeit leider nicht mit dem ausgleich belohnt, in der 2. halbzeit waren sie drückend überlegen und hätten da schon gewinnen müssen, mind. 2:1 oder 3:1. nigeria hatte einfach besser gespielt, die mittelfeldspieler haben den ball angenommen, sich gedreht und ab gings, da konnten die amis mit ihrem pressing nichts ausrichten. nur in der 2. halbzeit der verlängerung war das spiel wieder ausgeglichen. ich hatte mich schon gefragt, ob die amis damit durchkommen, aber diesmal nicht.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Steffen: Deiner Einschätzung kann ich mich nicht anschließen. Ich fand die USA in der ersten Halbzeit klar überlegen, selbst ein 2:0 oder 3:0 wäre möglich gewesen, wenn die Amerikanerinnen ihre Chancen konsequenter genutzt hätte. In der Eurosport-Zusammenfassung war diese Phase leider kaum zu sehen, als Nigeria große Schwierigkeiten hatte, oft zu spät kam und bei jeder Standardsituation mächtig gewackelt hat.

    Drückende Überlegenheit der Nigerianerinnen konnte ich auch in der zweiten Halbzeit nicht sehen, allerdings konnten sie das Spiel offen gestalten, weil ihr Pressing besser wurde, die Amerikanerinnen aber auch zu wenig gemacht haben.

    Der Ausgleich fiel doch eher überraschend wie aus heiterem Himmel durch einen herrlichen Sonntagsschuss. Erst danach kippte das Spiel tendenziell zugunsten Nigerias, das nun immer selbstbewusster wurde und sich den Sieg spätestens in der Verlängerung verdiente, wo sie die stärkere Mannschaft mit den größeren Fitnessreserven war, aber auch Glück hatte, Stichwort Lattenschuss und eine elfmeterreife Situation, die nicht gepfiffen wurde.

    Die zwei gehaltenen Elfmeter gleich zweimal wiederholen zu lassen, fand ich vor allem beim zweiten eine harte und kleinliche Entscheidung, aber Ihringova hat in diesem Turnier ihren guten Ruf leider nicht unter Beweis stellen können.

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  • eisbär sagt:

    @ Detlef

    Nein, ich habe kein Problem damit, dass TP das CL Spiel gewonnen hat. Es gab 5 Partien zwischen TP und FCR in der letzten Saison und in 4 Spielen war Potsdam die bessere Mannschaft, da habe ich kein Problem mit.

    Es gibt beim 11 Meter halt Regeln und die sollen nun mal eingehalten werden. Die Fifa/Uefa/DFB gibt vor der Saison bzw. vor Turnieren Regeln und die Schiedsrichter halten sich dann lediglich ein paar Spiele dran. Der Torhüter hat beim 11 Meter auf der Linie zu bleiben, die Schützen dürfen eigentlich beim Anlauf nicht mehr abstoppen und die anderen Spieler sollen bis zur Ausführung des 11 Meters außerhalb des Strafraums bleiben. Die Schiedsrichter sollten das viel härter durchziehen, bis sich die Profis dran halten und wenn ein Elfmeter zehnmal wiederholt wird, irgendwann kapieren die das dann auch. Das gleiche Problem haben wir auch damit, wenn ein Spieler für den Gegner die gelbe Karte fordert. Normalerweise soll dieser Spieler dann selbst die gelbe Karte erhalten. Nach Einführung dieser Regel wurde das von den Schiedsrichtern umgesetzt, aber mittlerweile ahndet das kaum noch ein Schiedsrichter.
    Ich fands von der Schiedsrichterin korrekt auch den zweiten 11 Meter nochmals wiederholen zu lassen, obwohl ich ganz klar für die USA war.

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  • Steffen sagt:

    @Markus Für mich haben die Nigerianerinnen den besseren Fussball gespielt, abgesehen von den ersten 10 Minuten, wo sie zuviel Respekt vor den Amis hatten. Nach dem Aussetzer bei der Ecke gings in die andere Richtung.

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  • expert1 sagt:

    Es waren nach dem schlußpfiff im stadion.die amerikanische Trainerbank mit den afrikanischen spielerinnen in einem gerangel verwickelt. mtten auf dem Rasen………..wer kann dazu etwas melden………………

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  • Jarmusch sagt:

    @expert1
    Eine Nigerianerin hat sich die Eckfahne geholt, daraus eine Vuvuzela gebastelt und damit zwei US-Amerikanerinnen direkt ins Ohr getrötet. Das hat denen natürlich nicht gefallen und da kam es eben zum Handgemenge.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Jarmusch
    Entstammt die o.g. Bastelei aus dem nigerianischen Jugend forscht-Programm oder hatte sie dt. Unterstützung bekommen? 😉

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  • Jarmusch sagt:

    @SchFut
    Für ‚Jugend forscht‘ gibt’s in Nigeria kein Geld.
    Das war der kindliche Spieltrieb der da durchkam. Die Amerikanerinnen haben darauf übrigens genau so reagiert wie ihr Spiel über weite Strecken des Turniers aussah, freudlos.

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  • laasee sagt:

    Nigeria had the luck ……….. but on the day they ‚earned‘ their luck.

    USA should understand that football also requires skill and technical talent. The Yanks rely very much on team play, organisation, power and fitness. They play boring football and are not as interesting to watch as Germany, South Korea, Colombia, Mexico.

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  • Jan sagt:

    Gegen den WM-Schwächsten Schweiz konnten die US-Girls glänzen, aber sonst…

    Die Minuten 1-40 u. 106-120 dominierten meist die USA, schossen aber das 2. Tor nicht.
    In den Minuten 41-105 lag die Initiative meist auf seiten Nigerias, tlw. brasilianisch.

    Lt. Statistik spielten alle 4 Stammspielerinnen der US-4er-Abwehrkette die 390 WM-Minuten durch. Dabei bekam keine eine gelbe Karte; und sie kassierten Tore nur durch 2 sensationelle Fernschüsse in den langen Winkel.

    US-Torfrau Henninger bewegte sich bei jedem 11m ganz eindeutig sehr massiv und viel zu früh. Gleich die 1. Schützin und Käpt’n Nigerias nutzte das sichtlich aus. Schiri Ihringerova urteilte wohl so: Bei Tor war’s kein Nachteil für die Schützin – wenn aber gehalten, war’s einer. Eigtl. ’ne elegante u. kulante Auslegung, oder?

    (War’s für den Torwart nicht mal ’ne Zeit lang erlaubt, sich eher zu bewegen oder vor die Torlinie zu laufen?? Wenn ja, warum wurde es wieder abgeschafft? Weil ebendiese Spirenzchen oft eher lächerlich wirkten?)

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  • eisbär sagt:

    „Schiri Ihringerova urteilte wohl so: Bei Tor war’s kein Nachteil für die Schützin – wenn aber gehalten, war’s einer.“
    So ist die Regel und die Schiedsrichterin hat sich dran gehalten. Der Torwart darf sich auf der Linie so viel bewegen, wie er will, aber er darf nicht nach vorne laufen.

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  • Markus Juchem sagt:

    @eisbär: War schon korrekt, nur halten sich halt gefühlte 90 bis 95 Prozent der Unparteiischen leider sonst nicht so streng daran. 😉

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  • Jan sagt:

    @Markus – Na und: Wieviel gefühlte Prozent der Kraftfahrer haben sich schon mal nicht an Verkehrsregeln gehalten? Bei sowas und 11m greift Gebot 11: Du sollst dich nicht erwischen lassen. 😉

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  • fisch sagt:

    @eisbär, Markus, Jan
    es ist zwar müßig, weil die 11m-Regeln wie eisbär richtig schreibt, nun mal so sind. Aber wie ich oben schon schrieb, finde ich es wegen der tatsächlichen großen Chancenungleichheit beim 11m zwischen Torhüter/in und Schütze/in bei grenzwertigen Bewegungen der Torhüter/in schon sympathisch, wenn die Schiedsrichter/innen den Torhütern/innen die Ausnutzung eines kleinen Spielraumes bei der Nutzung einer kleinen Chance lassen. Ich glaube, dass dies, unabhängig von jeglicher Mannschaftssympathie, auch im Sinne der meisten Zuschauer ist. Die 11m-Töter werden doch zu Helden, viel mehr als die erfolgreichen Schützen.

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  • Webcam sagt:

    Also wenn es nach einer Vielzahl von Kommentatoren hier geht, sollen die Schiris demnächst das Regelwerk nicht mehr so ernst nehmen – insges. eine seltsame Einstellung …
    Ich fand es eher dreist, dass die am. Torhüterin es beim zweiten 11er noch einmal auf die gleiche Tour versucht hat – offenbar mit dem Kalkül, dass sich die Schiri nicht traut, zwei mal so genau auf diese Regel zu achten …

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  • Jarmusch sagt:

    @Webcam
    Genau so sehe ich das auch.
    Regeln sind dazu da um für alle gleichermaßen verbindlich umgesetzt zu werden. Sinnlos finde ich hingegen das nachträgliche Lamentieren hinsichtlich kleinlichem Verhalten. Wenn der Schiri diese Regeln punktgenau befolgt, darf man ihm/ihr das tunlichst nicht vorwerfen.

    Diese konsequente Regelauslegung hätte ich mir seinerzeit auch beim CL-Halbfinale zw. Potsdam und Duisburg gewünscht, aber das haben hier ja auch einige ganz anders gesehen.

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  • fisch sagt:

    @ Jarmusch
    Unglaublich, noch so ein Nichtverlierenkönner. Schau doch noch mal ins diesbezügliche Forum vom 18. und 19.04. (u.a. Beitrag von SF). Regelauslegung durch Schiedsrichter/innen sind und bleiben nun mal streitbar, davon lebt einfach unser geliebter Fußball. Die insgesamt besseren Turbinen haben verdient gewonnen, gegen den FCR und im CL-Finale gegen Lyon, das sollte man doch gelten lassen und bei aller Fansympathie anerkennen und Ruhe geben.

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