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USA im Viertelfinale, Aus für England und Japan

Von am 21. Juli 2010 – 22.01 Uhr 4 Kommentare

Der letzte Gruppenspieltag der U20-Frauenfußball-WM in Deutschland war gespickt von Emotionen. Während sich die USA in einem hart umkämpften Spiel auf hohem Niveau gegen Südkorea durchsetzten, müssen die beiden Topteams aus England und Japan die Koffer packen. Die Schweiz blieb gar auch nach ihrem dritten Auftritt punkt- und torlos.

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Die Amerikanerinnen gewannen in Bielefeld knapp, aber verdient mit 1:0 (1:0). Sydney Leroux erzielte in der 21. Minute den Treffer des Tages und somit bereits ihr fünftes Turniertor.

Packende Partie
In der zweiten Halbzeit vergab sie allerdings bei zwei hochkarätigen Chancen die Möglichkeit, ihr Torkonto weiter aufzupolieren, da sie ihre Meisterin in Südkoreas starker Torhüterin Moon So Ri fand.  In einer temporeichen und ausgeglichenen Partie vergab Südkoreas Toptorjägerin Ji So Yun, die erst zur zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, nach knapp einer Stunde die Chance auf den Ausgleich, US-Torhüterin Bianca Henninger rettete mit einem Reflex. Durch den knappen Erfolg sicherte sich das Team von Trainerin Jill Ellis den Gruppensieg, am Sonntag geht es im Viertelfinale in Augsburg nun gegen Nigeria.

Zufriedene Trainer
Ellis erklärte nach dem Spiel: „Sie waren ein herausragender Gegner und daher eine gute Möglichkeit für uns, uns auf das Viertelfinale vorzubereiten.“ Ihr Gegenüber Choi In Cheul sagte: „Ich bin stolz auf meine Spielerinnen, denn sie haben großen Einsatz gezeigt. In der ersten Hälfte wollte ich insbesondere den jungen Spielerinnen Spielpraxis geben. Ji So Yun wollten wir eigentlich schonen und gar nicht einsetzen, aber nachdem wir zur Pause 0:1 zurück lagen, habe ich sie doch eingewechselt.“

Punktlandung von Nigeria und Mexiko
Dem Afrikameister reichte ein 1:1 (1:0) im abschließenden Gruppenspiel gegen Mexiko, um sich als Gruppenzweiter für die Runde der letzten Acht zu qualifizieren. Ebere Orji nutzte früh einen Patzer der mexikanischen Torhüterin Cecilia Santiago zur Führung (16.), die Nigerianerinnen fingen sich jedoch in der Schlussphase noch den Ausgleich ein, Alina Garciamendez (77.) sorgte für grenzenlosen Jubel und nach Schlusspfiff für Freudentränen. Mexiko trifft als Gruppensieger nun am Sonntag im letzten Viertelfinale auf Südkorea.

Sydney Leroux jubelt

US-Stürmerin Sydney Leroux bejubelt einen Treffer ©Nora Kruse/FF-Archiv

Japan reicht Sieg gegen England nicht
Das Remis zwischen Nigeria und Japan sorgte dafür, dass England und Japan die Heimreise antreten müssen. Der überzeugende 3:1 (1:0)-Sieg der Japanerinnen gegen enttäuschende Engländerinnen kam zu spät. Emi Nakajima (20.) und zweimal Natsuki Kishikawa (74. und 78.) trafen für das Team von Trainer Norio Sasaski, Toni Duggan erzielte mit einem zweifelhaften Elfmeter den Ehrentreffer (83.).

Schweiz punktet auch gegen Ghana nicht
Die Schweiz konnte auch gegen WM-Neuling Ghana nicht punkten und verabschiedete sich mit einer 0:2 (0:2)-Niederlage aus dem Turnier. Elizabeth Addo (31.) und Elizabeth Cudjoe (42.) nutzten einmal mehr grobe Schnitzer der Schweizer Abwehr zum Erfolg der Westafrikanerinnen.

Die Schweiz, die ohne die am Rücken verletzte Ramona Bachmann und weitere Stammspielerinnen wie Danique Stein antrat und statt im gewohnten 4-4-2 mit nur einer Sturmspitze agierte, steigerte sich in der zweiten Halbzeit und zeigte ihre beste Turnierleistung, ein Treffer blieb dem Team von Trainer Yannick Schwéry jedoch verwehrt. Sorgen bereitete in der Schlussphase die Verletzung der 16-jährigen Chantal Fimian, die nach einem Zweikampf mit Florence Dadson minutenlang auf dem Feld behandelt werden musste und ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

4 Kommentare »

  • laasee sagt:

    England have been a massive flop………..only Switzerland have been worse.

    At UEFA competitions England can compete at eye level because of power, organisation and hard work. At WM level they become exposed with lack of technique and are not clever with tactics.

    Only Germany and Sweden from Europe have qualified for the next round. That is not a surprise. The other countries in Europe invest very little money in FF. A lot of the blame is with UEFA – they should do far more to ensure that all European countries invest properly in FF.

    Today, Japan were far better with technique and tactics and it was very embarrassing for the England team.

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  • eisbär sagt:

    Oh Sydney, what have you done? 3 weitere Tore hätte sie NOCH machen MÜSSEN, dann würde sie jetzt mit 8 Treffern die Torjägerliste anführen.

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  • pinkpanther sagt:

    Danke für den Bericht zum Abschlussspieltag. Mexiko trifft als Gruppensieger aber auf Südkorea und nicht auf Schweden! Außerdem findet das Spiel erst am Sonntag statt.

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  • Markus Juchem sagt:

    Danke, pinkpanther. So spät war es doch noch gar nicht?! Mea culpa..

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