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Ramona Bachmann: WM-Aus und lange Pause

Von am 21. Juli 2010 – 16.23 Uhr 9 Kommentare

Für die Schweizer Nationalspielerin Ramona Bachmann kommt es derzeit knüppeldick: Nach den Niederlagen gegen Südkorea (0:4) und die USA (0:5) musste ihr Team bei der U20-Frauenfußball-WM früh die Segel streichen, nun muss Bachmann im abschließenden WM-Gruppenspiel gegen Ghana passen und eine lange Pause einlegen. Und wird ihrem Team somit wohl auch in der entscheidenden Phase der Qualifikation zur Frauenfußball-WM 2011 fehlen.

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Bereits seit zwei Jahren plagen die 19-Jährige Rückenprobleme. „Eines meiner Beine ist vier Millimeter länger als das andere und ich habe auch Hüftprobleme, was die Schmerzen im Rücken verursacht“, erklärte sie unlängst.

Operation droht
Möglicherweise wird auch eine Operation unumgänglich sein, das soll durch eingehende Untersuchungen bei einem Spezialisten herausgefunden werden. Bereits beim abschließenden Gruppenspiel der U20-Frauenfußball-WM gegen Ghana in Bochum heute Abend wird sie ihrem Team nicht mehr zur Verfügung stehen.

Wochen- oder monatelange Pause
„Ich bin erst 19 und mein großes, großes Ziel ist, die Beste der Welt zu werden, und dafür muss ich fit sein.“ Heute gab sie bekannt, dass sie mit einer Pause von mehreren Wochen oder sogar Monaten rechnet. Damit wird Bachmann der Schweiz im entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen Kasachstan am 21. August vermutlich genauso fehlen wie in den anschließenden Play-off-Spielen zur Qualifikation für die Frauenfußball-WM 2011. Und auch ein mögliches Engagement beim Frauenfußball-Bundesligisten FCR 2001 Duisburg dürfte somit geplatzt sein.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

9 Kommentare »

  • expert1 sagt:

    Der FALL Bachmann, Junge spielerinnen müssen geführt werden. Ob der Vater, der Manager, die Trainer. Das berühmte verheitzen eines der größten Talenten, Suchen sie im inernet nach bei wievielen vereinen sie spielte. es gibt zudenken. schade es wirft auf den Frauenfußball einen großen schatten. Im wachstum befindliche Spielerinnen zu überfordern. müssen 16 jährige schon in u20 WM Turnieren teilnwehmen. die FIFA und der DFB sollte mal nachdenken………………………aber auch die ELTERN.

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  • Joachim sagt:

    Expert1 ich muss dir teilweise zustimmen.
    Aber wenn man wenn man die Spielerinnen ganz aus dem Verkehr ziehen sollte bis sie ausgewachsen sind, dann könnte man die U 20 WM auch gleich abblasen…

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Nee, nee, das ist doch ein mehrjähriger Prozeß und ausserdem ist die körperliche Entwicklung (die andere aber auch! 😉 ) heutzutage viel eher.
    Bei Ramona sind doch hauptsächlich andere Faktoren verantwortlich – fehlende 4mm sind nunmal nicht ganz ohne und ehrgeizig ist sie ja schliesslich auch!
    Klar sind manche Talente sehr schnell oben, aber geniessen dann eben auch eine ganz andere Betreuung, von verheizen kann ich da beim besten Willen nicht sprechen. Wäre auch unsinnig, sich seiner Einnahmequelle durch Überbelastung zu berauben – Profisport hat auch was mit professionellem Verhalten zu tun.

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  • labrys696 sagt:

    Bei Bachmann machen die Medien eine riesen Story. In Umea hatte sie nie eine Führungsrolle, sondern konnte lernen. Als sie in die USA wechselte, sagte sie immer, sie wolle lernen und mit den grossen Spielen, um sich selber zu verbessern. Doch Atlanta dachte bestimmt, Bachmann könne die Mannschaft führen. Aber hallo? sie ist erst 19! Was kann sie dafür, wen die Medien ihr so eine Rolle zuschieben? Dann als jüngste ins WPS-Allstar-game gewählt, das schaffen auch nicht viele und das erst nach einigen Monaten WPS….

    Die A-Natio der Schweiz hat nicht viele Spiele und man achtet als erstes auf die Gesundheit der SPieleirn. Bachmann durfte in der Trainingswoche der U20 in die USA reisen und trainierte nicht mit der Mannschaft… Ihre Saison überschneidet sich halt mit den europäischen Nationen-wettbewerben und sie ist eine ehrgeizige. Da braucht es keine Manager, Eltern oder Trainer. Sie trainierte von sich aus noch bei Umea, bis die Saison in den USA anfing, das machen nicht viele…Sie will viel erreichen. WElche deutsche Spielerin in ihrem alter würde so weit weg reisen? Sie ging mit 16 schon nach Schweden, einige deutsche Spielerinnen (auch ältere) würden ja nicht mal Buli-intern den Verein wechseln, weil die Strecke zu weit wäre -.- Ich bewundere Bachmann für ihren Mut. Jetzt hat sie eine Verletzung, sollte es aukurieren und Gesund werden. Danach wird sie noch stärker zurückkommen 😉

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  • Steffen sagt:

    Warum sollten deutsche Spielerinnen weit weg reisen? Heisst dass, je weiter man weg reist, umso besser wird man? So ein Käse, auf’s trainieren kommt’s an und da wäre sie in Deutschland bestens aufgehoben. Sie will sich doch nur einen Namen machen und wie Marta Kohle scheffeln. Bei Duisburg wäre Sie gut aufgehoben gewesen. Und das mit dem Mut kann ich nicht beurteilen. Ich denke, da hat es Marta schwerer gehabt, wenn Sie aus armen Verhältnissen kam. Bei Ramona Bachmann weiss ich es nicht, Sie kann ja auch wohlhabenden Verhältnissen stammen.

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  • labrys696 sagt:

    @Steffen:

    Ich sagte nicht, das man weit reisen muss um gut spielen zu können. Kennst du die Schweizer Liga? Hast du jemals ein Spiel in der NLA gesehen? Wohl nicht, den sonst würdes du sowas nicht schreiben. Bachmann hätte in der Schweizer LIga nichts mehr gelernt, der Wechsel nach Umea war richtig…. Zusätzlich war ramona im ersten Jahrgang in Hutwill, die erste Mädchenfussball-schule der Schweiz (weitere infos unter football.ch). Da wurde sie gefördert und an ihr gefeilt.

    In Duisburg wäre Ramona gut aufgehoben? Quatsch, bei Duisburg herrscht „System Grings“, da hätte es nur stress gegeben….und der FCR hat andere Probleme als Bachmann zu verpflichten (die probleme haben mit dem Thema nix zu tun, ansonsten geh ins FCR -Forum)

    Kennst du Marta und ihre Biographie? Wohl nicht, dann würdest du das nicht schreiben. Arm oder Reich, wenn man Fussball-spielen kann, ist es wurscht, woher man kommt. Nicht alle Schweizer sind reicht und auch nicht alle Brasilianer sind arm. Marta ging mit 14 (!!!!!!!!!!!!) gegen den Willen der Eltern 2’000km weit um Fussball zu spielne. Mit 18 wechselte sie nach Umea (Bachmann ging mit 16 nach Umea). mit 22 ging sie in die WPS

    Ich wollte mit meiner Frage nur etwas aufzeigen. Klar gehört die deutsche Buli zu den Stärksten in der Welt. Doch wieviele Spielerinnen werden nächstest jahr, nach der WM, in die WPS wechseln? ich denke, nur ne Handvoll…. Man muss Mut haben, mit 16 tausende KM von zuHause weg zu sein und FUssball zu spielen. Viele Spielerinnen in diesem Alter in Deutschland spielen in ihren Heimatvereinen oder in der Nähe. Ich weiss von vielen angeboten für ältere Buli-spielerinnen, die in besser platzierten Vereinen in der Buli angebote gekriegt haben, jedoch wegen der Strecke/Entfernung abgesagt habe…. na, die Natio wäre besser, wenn nicht alle Spielerinnen in Deutschland spielen würden. den in der WPS, Frankreich, Skandinavien oder Asien spielt man andere Systeme….würde dem deutschen FF nicht schaden, wenn es einzelne Spielernnen da geben würde….

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  • Steffen sagt:

    es geht nicht um duisburg

    fussballspielenkönnen reicht nicht

    das mit den einzelnen spielerinnen in der wps, frankreich usw. halte ich für ein gerücht. die amis z.b. hingen auch jahrelang ohne liga quasi in der luft und waren so erfolgreich wie kaum eine andere mannschaft in dieser zeit, ohne dass sie im ausland gespielt haben und sie waren super eingespielt. und noch besser, die amis spielen doch auch alle in Ihrer Liga, ich kenn keine Nationalspielerin in einer anderen Liga.

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  • NaviDrH sagt:

    @Steffen
    …schon mal ‚was von Ally Krieger gehört (spielt bei USA mit der Nr. 16 und war beim letzten Länderspiel sogar in der Startelf) ?

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  • labrys696 sagt:

    @Steffen….du solltest echt erst recherchieren, bevor du was schreibst. Es gab viele Spielerinnen, die nach dem Crash der WUSA nach Europa kamen. Hier eine auswahl der aktuellen Natio-spielerinnen:

    – Hope Solo (torhüterin, usa) spielte bei Kopparbergs/Göteborg FC und OL
    – Shannon Boxx spielte kurz in Deutschland.
    – Carli Lloyd spielte in Kanada.
    – Kristine Lilly (Rekordnational-spielerin) spielte bei Tyresö FF und KIF Örebro DFF (beides Schweden).
    – Kate Markgraf war bei KIF Örebro DFF.
    – Sarah Huffman war kurz in Dänemark

    Aber auch Spielerinnen, die ihre Natio-karriere beendet haben, waren lange in Europa:

    z.B Tiffeny Milbrett bei Sunnanå SK (zur gleichen Zeit war auch Bianca Rech) und Linköpings FC…

    Und die USA hatten immer eine Liga. Nach dem WUSA Crahs sassen sie Spielerinnen ja nicht zu Hause rum und warteten auf bessere Zeiten -.- USL W-League gibts seit 95 und ist momentan die zweithöchste Klasse in USA/Kanada. Es gibt unzählige College-Ligen und Association, die Spiele organisierten auf hohem niveau…

    Es gab ja in Deutschland auch Spieleirnnen, die ins Ausland gingen…Meinert, Prinz, Minnter, Jones, Rech, Angerer, Hingst und viele mehr….aber die sind alle um den gleichen Jahrgang herum 😉 Alle kamen nach 1-2 Jahren wieder zurück und konnten die Erfahrungen im Ausland nutzen. Man lernte ja nicht nur fussballerisch, auch die Spielerin ändert sich. Eine solche Veränderung würde einigen Spielerinnen gut tun.

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