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Mit dem Rücken zur Wand

Von am 21. Juli 2010 – 6.30 Uhr

Frankreich und Brasilien sind bei der U20-Weltmeisterschaft bereits ausgeschieden, heute könnte mindestens ein weiteres Team aus dem erweiterten Favoritenkreis folgen. Im direkten Duell kämpfen England und Japan am Nachmittag um den Einzug ins Viertelfinale – gut möglich aber auch, dass am Ende beide Mannschaften nach Hause fahren müssen.

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Weder England noch Japan können den Viertelfinaleinzug aus eigener Kraft schaffen – der Gewinner muss zusätzlich hoffen, dass das Parallelspiel zwischen Nigeria und Mexiko nicht unentschieden endet, denn sonst wären diese beiden Teams in der K.O.-Runde.

Marley auf eigene Mannschaft fixiert
„Wir müssen gegen England gewinnen und uns einfach reinhängen, egal was passiert. Das ist die einzige Chance, um überhaupt noch weiterzukommen“, weiß Japans Stürmerin Mana Iwabuchi, und auch Englands Trainerin Mo Marley will die unangenehme Situation, vom den anderen Mannschaften abhängig zu sein, ausblenden. „Wir haben ohnehin keine Kontrolle über das Ergebnis des anderen Spiels, mir müssen uns einzig und allein auf uns konzentrieren.“

Schwache Engländerinnen gegen Mexiko
In der Tat dürfte ein Sieg der „Three Lions“ gegen Japan schon schwierig genug werden, wenn die Engländerinnen auftreten, wie in der letzten Partie gegen Mexiko. Verunsichert und ideenlos agierte England und produzierte eine Unmenge an Fehlpässen, das ein geordnetes Aufbauspiel immer wieder zunichte machte. „Ich war enttäuscht über das Ergebnis, nicht über die Leistung meiner Mannschaft“, so Marley, die das Spiel ihrer Elf nicht kritisieren wollte, aber einräumte, dass es sich gegen Japan verbessern müsse. „Wir müssen mehr Druck ausüben, den Ball besser kontrollieren und besser nach vorne spielen.“

Offene Partie erwartet
Die Japanerinnen haben, wie England, in ihren beiden Partien überraschend nur einen einzigen Punkt geholt – die Ausgangssituation ist identisch, die Überraschung über den Auftritt, der bislang unter den Erwartungen geblieben ist, ebenso. „Gegen Nigeria waren wir in der Offensive nicht kreativ genug, wir hatten Probleme im Abschluss und konnten körperlich nicht mithalten“, kommentierte Trainer Norio Sasaki die Niederlage gegen Nigeria. „Vielleicht wird das Spiel gegen England leichter für uns“. Marley erwartet dagegen eine offene Begegnung. „Beide Mannschaften können schnell spielen und sind technisch stark. Es wird darum gehen, einen Tick besser zu sein als der Gegner.“

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