Der rasante Aufstieg der Alexandra Popp
Sechs Tore in drei Spielen hat Alexandra Popp bei der U20-Frauenfußball-WM in Deutschland bisher erzielt, keine andere sammelt in diesen Tagen stärkere Argumente, auch im Kader von Bundestrainerin Silvia Neid bei der Frauenfußball-WM 2011 Berücksichtigung zu finden. Dabei ist es nur einem Zufall zu verdanken, dass die 19-Jährige einst entdeckt wurde.
Zehn Jahre lang kickte sie für ihren Heimatverein FC Schwarz-Weiss Silschede, bei einem Hallenturnier in Hagen zog Popp zufällig die Aufmerksamkeit von Kathrin Peter auf sich, Verbandssportlehrerin beim Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen und Ehefrau von Juniorinnen-Nationaltrainer Ralf Peter.
Zum Leistungssport bekehrt
Sie informierte umgehend ihren Ehemann, er möge sich dieses außergewöhnliche Talent doch selbst einmal anschauen. Was er sah, überzeugte Peter sofort, dennoch bedurfte es einiger Überzeugungsarbeit, Popp den Leistungssport schmackhaft zu machen. „Diesen Schritt habe ich aber bisher nie bereut“, so Popp über den Beginn einer Erfolgsgeschichte, die bei der U20-WM in Deutschland einen neuen Höhepunkt erreicht.
Goldener Schuh im Visier
Zum Abschluss der Vorrunde erzielte sie beim 4:1-Sieg gegen Frankreich drei Treffer, mit nun sechs Turniertreffern ist sie eine heiße Anwärterin auf den Goldenen Schuh, der für die beste Torschützin des Turniers verliehen wird. „Ich bin froh über meine drei Tore, sogar alle drei hintereinander. Ich hatte mir viel vorgenommen, umso glücklicher bin ich, dass ich mit meinen Toren zum Sieg beitragen habe. Etwas Besseres kann man sich gar nicht vorstellen“, so Popp freudestrahlend.
Allrounderin für Frauenfußball-WM 2011
Mit ihrer Technik, Athletik, Kopfballstärke, Schnelligkeit und ihren Allrounder-Fähigkeiten dürfte sie eine heiße Kandidatin für einen Startplatz bei der Frauenfußball-WM 2011 im eigenen Land sein. Eine, die im Sturm Lücken reißen, und somit Platz schaffen kann für eine Sturmpartnerin wie Inka Grings. An das Turnier im kommenden Jahr und eine mögliche Teilnahme möchte sie in diesen Tagen allerdings noch nicht zu viele Gedanken verschwenden. „Die Konzentration gilt jetzt der U20-WM und dem Ziel, Weltmeister zu werden. 2011 ist tief im Hinterkopf verborgen. Wenn es dann aber 2011 eventuell an der Tür klopfen sollte, wäre es natürlich schön. Wir hoffen, dass einige von uns dabei sein werden.“
Popp: “Tore schießen ist mir lieber”
Ausgerechnet in ihrem Verein FCR 2001 Duisburg darf sie ihre Torjägerqualitäten nicht unter Beweis stellen, denn dort agiert sie als Außenverteidigerin auf der linken Seite.„Ich bin froh, dass ich überhaupt spiele“, so Popp lachend gegenüber Womensoccer. Wir sind in Duisburg mit Inka Grings, Simone Laudehr und Femke Maes offensiv so stark besetzt, da spiele ich doch eher hinten links. Im Endeffekt ist es mir egal, wo ich spiele, das war in Duisburg auch nie eine Diskussion. Aber es macht Spaß, in der Nationalmannschaft im Sturm zu spielen, denn Tore schießen ist mir doch lieber.“ Und das kann sie besonders gut, wie sie auch gegen Frankreich eindrucksvoll unter Beweis stellte.
Etwa beim 2:0, wo sie einen langen Ball von Marith Prießen aus der eigenen Hälfte unter Bedrängnis perfekt verarbeitete. „Da habe ich kurz zur Torhüterin geschaut, wie sie stand, und den Ball dann mit Absicht über sie gelupft.“ In der zweiten Halbzeit wäre ihr gar fast ein vierter Treffer gelungen. „Da hätte ich noch ein paar Meter gehen müssen, da habe ich zu früh den Abschluss gesucht und den Ball nicht richtig getroffen“, so Popp selbstkritisch.
Teamspirit als Schlüssel zum Erfolg
Nun ist die Konzentration schon voll auf die K.-o.-Runde gerichtet, wo es am Samstag in Bochum (ab 18.00 Uhr live auf Eurosport und im Womensoccer-Liveblogging) gegen Nordkorea geht. „Ich freue mich jetzt schon aufs Viertelfinale. Die Karten werden neu gemischt und es kommen härtere Gegner. Wir nehmen alles, was kommt“, strotzt sie vor Selbstbewusstsein. Die besondere Stärke sieht Popp im Teamspirit ihrer Elf. „Jeder arbeitet für jeden, wenn einer einen Fehler macht, wird er aufgebaut, wie etwa Marina nach ihrem verschossenen Elfmeter, die danach klasse weitergespielt hat. Es macht einfach Spaß, in dieser Mannschaft zu spielen.“







Ich finde, man sollte aus gegebenem Anlaß beiden Peters für diese Entdeckung und Überzeugungsarbeit danken! Vermutlich wäre uns eines der größten Talente im dt. FF sonst nie begegnet und hätte uns demzufolge nicht so viel Freude bereitet.
Allerdings meine ich zu ahnen, der grosse Knaller kommt noch!
Maybe in WM2011 Poppi plays in defence with Schmidt, Krahn and Peter?
Wer in Duisburg zuletzt so alles in der Defensive spielte (Popp, Bresonik) und wer so alles nicht dort spielen durfte (Prießen) – man staunt nicht schlecht über ein solches Maß an Vergeudung …
seh ich genauso. Mit popp im sturm wäre das FCR spiel viel unberechenbarer. Leider hat man jetzt keine prießen mehr um sie für popp in die abwehr zu stellen…
> Maybe in WM2011 Poppi plays in defence with Schmidt, Krahn and Peter?
Oh, Jesus, I won´t believe it.
Mann muß aufpassen.sie nicht zuverheizen. siehe Bachmann (Schweiz) in vielen auswahlen zuspielen und dann noch für 2001 , achtung liebe Freudinnen des FRAUENFUSSBALLS. ES ist ein ROHDIAMANT der noch geschliffen werden muß. wer wird auf sie achten?????????????????????????
@ Schenschertschina futbolista
and in midfield : Bresonik , Hegering, Laudehr and Bajramaj
and in attack : Mittag and Grings
Success then is 100%.
No chance, laasee! Mittag and Grings in attack is poison for a sucessful game. I mean it´s better to play Mittag with Bajramaj in one line. They´ll understand blind!
Bresonik plays well as outside defender with her offensive tactics like needle pins.
@expert1
Wir alle passen auf unseren Wonne-Poppen auf! Und schleifen ist in diesem Zusammenhang etwas unglücklich gewählt…
@ Schnschtschina futbolista
Hmmm, you need lots of help with your ideas. I am very sympathetic and want to help you understand football better. If the WM was today, this is the best German team :-
Holl ;
Schmidt/Wensing, Krahn, Peter, Popp ;
Laudehr, Bresonik, Hegering, Bajramaj ;
Mittag ;
Grings ;
With Inka as Captain.
You do want Germany to win?
@laasee
“Well done!”
Ich halte Poppi auch für ein Supertalent. Es wird allein auf Frau Neid ankommen, ihr auch einen Platz in der A-Natio zu schaffen. Dafür sollte sie aber auch bald mal ausgedienten, auch verdienten Spielerinnen helfen, ihren Platz zu räumen, selbst wenn die Herkunft Frankfurt ist.
@Ralf
danke, danke.
On Saturday the U20 with North Korea and in 2 weeks the Champions League starts – it is exciting.
“Dafür sollte sie aber auch bald mal ausgedienten, auch verdienten Spielerinnen helfen, ihren Platz zu räumen, selbst wenn die Herkunft Frankfurt ist.”
Schönes Thema (wenn auch leider o.t.), das man mal rechtzeitig vor 2011 medienwirksam diskutieren sollte … – aber egal, was kommt, BPs Stammplatz wird für SN tabu sein …
@Webcam
Ich bin sicher kein erklärter BP-Fan und war eigentlich auch bereits auf dem Tripp unterwegs, man sollte sie in den wohlverdiente Ruhestand versetzen! Aber dann kamen die zwei, drei letzten Länderspiele, wo sie, für mich eigentlich völlig unerwartet, hinter den Spitzen spielte, und siehe da, damit konnte ich mich anfreunden und BP anscheinend auch, denn der Trend zeigte nach oben, wie auch ihre Schultern!
Wenn das keine Eintagsfliege gewesen sollte, würde ich um eine Fortsetzung bitten wollen.
Ich sag ja auch nicht, dass sie zuletzt nicht wieder gute Spiele hatte – gegenüber mind. einem echten Problemfall in der Def. war BP zuletzt teilweise richtig wichtig.
Sie sollte einfach, wie (hoffentlich) alle, eben nur an den je aktuellen Leistungen gemessen werden – mehr habe ich nicht gesagt.
@Webcam
Wenn Du SB meinst, dann ist alles klar wie Kloßbrühe, aber das ist geht schon so lange und die Klopse kommen reihenweise, dass man hier nahezu von Stammplatzgarantie sprechen kann.
Aber auch eine AK, die ankommende Bälle ohne anzunehmen, planlos nach vorn drischt, weil die Spielübersicht und die techn. Qualität fehlt, ist alles andere als souverän.
Zum Glück gibt es eine weitere BP da hinten…
[...] Eine deutsche Nachwuchsstürmerin sollte jedoch zunehmend die Schlagzeilen bestimmen. Alexandra Popp schoss bei den Titelkämpfen in Deutschland einen Treffer nach dem anderen und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die DFB-Elf ins Finale gegen Nigeria einzog und sich den WM-Titel sicherte. Bereits in der Vorrunde erzielte die Duisburgerin sechs Tore in drei Spielen. Dabei ist es nur einem Zufall zu verdanken, dass das Supertalent einst überhaupt entdeckt wurde. [...]