Der rasante Aufstieg der Alexandra Popp

Von am 21. Juli 2010 – 11.34 Uhr 16 Kommentare

Sechs Tore in drei Spielen hat Alexandra Popp bei der U20-Frauenfußball-WM in Deutschland bisher erzielt, keine andere sammelt in diesen Tagen stärkere Argumente, auch im Kader von Bundestrainerin Silvia Neid bei der Frauenfußball-WM 2011 Berücksichtigung zu finden. Dabei ist es nur einem Zufall zu verdanken, dass die 19-Jährige einst entdeckt wurde.

Zehn Jahre lang kickte sie für ihren Heimatverein FC Schwarz-Weiss Silschede, bei einem Hallenturnier in Hagen zog Popp zufällig die Aufmerksamkeit von Kathrin Peter auf sich, Verbandssportlehrerin beim Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen und Ehefrau von Juniorinnen-Nationaltrainer Ralf Peter.

Zum Leistungssport bekehrt
Sie informierte umgehend ihren Ehemann, er möge sich dieses außergewöhnliche Talent doch selbst einmal anschauen. Was er sah, überzeugte Peter sofort, dennoch bedurfte es einiger Überzeugungsarbeit, Popp den Leistungssport schmackhaft zu machen. „Diesen Schritt habe ich aber bisher nie bereut“, so Popp über den Beginn einer Erfolgsgeschichte, die bei der U20-WM in Deutschland einen neuen Höhepunkt erreicht.

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Goldener Schuh im Visier
Zum Abschluss der Vorrunde erzielte sie beim 4:1-Sieg gegen Frankreich drei Treffer, mit nun sechs Turniertreffern ist sie eine heiße Anwärterin auf den Goldenen Schuh, der für die beste Torschützin des Turniers verliehen wird. „Ich bin froh über meine drei Tore, sogar alle drei hintereinander. Ich hatte mir viel vorgenommen, umso glücklicher bin ich, dass ich mit meinen Toren zum Sieg beitragen habe. Etwas Besseres kann man sich gar nicht vorstellen“, so Popp freudestrahlend.

Allrounderin für Frauenfußball-WM 2011
Mit ihrer Technik, Athletik, Kopfballstärke, Schnelligkeit und ihren Allrounder-Fähigkeiten dürfte sie eine heiße Kandidatin für einen Startplatz bei der Frauenfußball-WM 2011 im eigenen Land sein. Eine, die im Sturm Lücken reißen, und somit Platz schaffen kann für eine Sturmpartnerin wie Inka Grings. An das Turnier im kommenden Jahr und eine mögliche Teilnahme möchte sie in diesen Tagen allerdings noch nicht zu viele Gedanken verschwenden. „Die Konzentration gilt jetzt der U20-WM und dem Ziel, Weltmeister zu werden. 2011 ist tief im Hinterkopf verborgen. Wenn es dann aber 2011 eventuell an der Tür klopfen sollte, wäre es natürlich schön. Wir hoffen, dass einige von uns dabei sein werden.“

Tore am Fließband: Alexandra Popp ©Nora Kruse / FF-Archiv

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

16 Kommentare »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Webcam
    Wenn Du SB meinst, dann ist alles klar wie Kloßbrühe, aber das ist geht schon so lange und die Klopse kommen reihenweise, dass man hier nahezu von Stammplatzgarantie sprechen kann.
    Aber auch eine AK, die ankommende Bälle ohne anzunehmen, planlos nach vorn drischt, weil die Spielübersicht und die techn. Qualität fehlt, ist alles andere als souverän.
    Zum Glück gibt es eine weitere BP da hinten… 🙂

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1 Pingbacks »

  • […] Eine deutsche Nachwuchsstürmerin sollte jedoch zunehmend die Schlagzeilen bestimmen. Alexandra Popp schoss bei den Titelkämpfen in Deutschland einen Treffer nach dem anderen und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die DFB-Elf ins Finale gegen Nigeria einzog und sich den WM-Titel sicherte. Bereits in der Vorrunde erzielte die Duisburgerin sechs Tore in drei Spielen. Dabei ist es nur einem Zufall zu verdanken, dass das Supertalent einst überhaupt entdeckt wurde. […]