U20-WM: Der fünfte Spieltag im Überblick

Von am 20. Juli 2010 – 21.23 Uhr

Die deutsche U20-Nationalmannschaft steht mit weißer Weste und neun Punkten im Viertelfinale der Weltmeisterschaft, andere Teams aus dem Favoritenkreis mussten dagegen am fünfen Spieltag ihre Segel streichen. Sowohl Frankreich als auch Brasilien müssen die Heimreise antreten – überraschend in der K.O.-Runde steht dagegen die Auswahl aus Kolumbien.

Die Ausgangsposition der Kolumbianerinnen war nicht die beste. Mit nur einem Punkt auf dem Konto mussten die Südamerikanerinnen nicht nur ihr Spiel gegen Costa Rica gewinnen, sondern darüber hinaus auch auf eine hohe Niederlage Frankreichs gegen die DFB-Auswahl hoffen. Und genauso sollte es kommen. Die Kolumbianerinnen nahmen schon früh ihr Glück in die eigene Hand, bereits zur Halbzeitpause stand es nach einem Doppelschlag von Daniela Montoya (24., 40.) 2:0 für Kolumbien, in der Nachspielzeit verwandelte Yorely Rincón noch einen Strafstoß zum 3:0-Endstand. Und auch die Statistik sprach eine deutliche Sprache: Acht Torschüssen von Costa Rica standen zwanzig auf der Seite der Kolumbianerinnen gegenüber.

„Équipe Tricolore“ ausgeschieden
Da zeitlich die Französinnen gegen Deutschland gleich mit 1:4 unterlagen, schafft Kolumbien bei Punktgleichzeit mit den „Bleuettes“ aufgrund des besseren Torverhältnisses den Einzug ins Viertelfinale.

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Für die deutsche Mannschaft lief Alexandra Popp zur Bestform auf. Die Duisburgerinnen erzielte drei Treffer (10., 35., 60.), das vierte Tor für die DFB-Elf gelang Dzsenifer Marozsán (73.). Einen ausführlichen Spielbericht findet ihr hier.

4:1 reicht Brasilien nicht

Wie die deutsche Mannschaft, gewannen auch die Brasilianerinnen mit 4:1. Ludmila brachte die „Seleção“ nach 25 Minuten in Führung, Einwurf-Spezialistin Leah (59.) und Debora (87., 90.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. Den Neuseeländerinnen gelang durch Rosie White in der 89. Minute der Ehrentreffer. Doch trotz des souveränen Erfolgs gegen die „Football Ferns“ muss Brasilien aufgrund des Siegs der Schwedinnen gegen Nordkorea abreisen.

Eigentor bringt Schweden den Sieg

Es war ein Krimi, der sich zwischen Nordkorea und Schweden entwickelte, und obwohl es zur Halbzeit 1:1 stand, waren die Nordländerinnen gehörig unter Druck geraten. „Wir waren zur Halbzeit mit dem Remis gut bedient“, so Trainer Calle Barrling. „Nordkorea hat exzellente Flanken gespielt, die zu gut für uns waren.“ Kurz nach Beginn der zweiten Hälfte ging seine Mannschaft allerdings in Führung – Torschützin war einmal mehr Antonia Göransson. In der schwedischen Liga bei Kristianstads DFF im Mittelfeld aktiv, hat sie im Sturm der schwedischen U20-Mannschaft bereits ihr viertes Tor in diesem Turnier erzielt. „Im Mittelfeld muss sie zu viel nach hinten arbeiten“, so der Nationaltrainer. „Sie ist eine Spielerin, die Pausen braucht – damit ist sie im Sturm besser aufgehoben.“

Trotz der schwedischen Führung kam Nordkorea in der 62. Minute durch Jon Myong Hwa zum Ausgleich. Beiden Teams hätte die Punkteteilung zum Einzug ins Viertelfinale gereicht, durch ein Eigentor von Hyon Un Hui (75.) gingen die drei Punkte jedoch an Schweden. „Wir haben gegen eine sehr starke schwedische Mannschaft gespielt“, erklärte Nordkoreas Trainer Choe Kwang Sok. „Insgesamt war es ein Spiel mit hoher Qualität. Trotz der Niederlage bin ich mit meiner Mannschaft zufrieden, auch wenn mir Ergebnis und Gegentore nicht gefallen – das müssen wir auf jeden Fall verbessern.“

Nordkorea trifft auf Deutschland
Gegner für Nordkorea im Viertelfinale am Samstag, 24. Juli (18 Uhr, live auf Eurosport und im Womensoccer-Liveblogging), ist die deutsche Mannschaft. „Ich habe alle Spiele der Deutschen gesehen, sie haben bislang eine großartige Leistung gebracht“, so das Lob des nordkoreanischen Trainers. „Wir wollten es eigentlich vermeiden, schon so  früh im Turnier auf Deutschland zu treffen, aber wir sind selbstbewusst genug, diese Herausforderung anzunehmen.“

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