SGS als erstes Team in den Final Four

Von am 18. Juli 2010 – 12.09 Uhr 14 Kommentare

Die SG Essen-Schönebeck hat sich als erste der acht Mannschaften in der Sommerliga für das Final Four am 31. Juli in Herford qualifiziert. Gegen den Herforder SV kam die SGS zwar nach 90 Minuten nicht über ein 2:2 hinaus, gewann aber das anschließende Elfmeterschießen. Schon am Dienstag könnte Ruhrpott-Nachbar Duisburg in die Finalrunde folgen.

Bayer 04 Leverkusen hatte den Essenerinnen unter der Woche mit einem 3:0 gegen den FCR 2001 Duisburg II eine optimale Ausgangsposition vor dem zweiten Spieltag verschafft. Mit einem Sieg wäre die SGS für das Final Four qualifiziert, und dementsprechend legte Essen los. Schon nach fünf Minuten erzielte Jessica Bade per Kopf das 1:0 für die SGS, Herfords österreichischer Neuzugang Laura Feiersinger glich nach 39 Minuten aus. Dieses Ergebnis hielt allerdings nicht einmal bis zum Pausenpfiff – dann schon brachte Caroline Hamann Essen erneut in Front.

Chancenarme zweite Halbzeit
Der zweite Durchgang war weniger rassig. Herford war leicht überlegen, Torchancen gab es aber nur wenige. Eine davon nutzte Marie Pollmann zum Ausgleich, einen Matchball in Form eines Alleingangs in der Schlussminute vergaben sie allerdings. So kam es nach dem 2:2 zum entscheidenden Elfmeterschießen. Da zeigten sich die Essener nervenstark und verwandelten alle Anläufe, während Herford einmal vergab.

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Mit nunmehr fünf Punkten kann Essen zwar noch von Leverkusen und Herford im Falle eines Leverkusener Sieges nach Elfmeterschießen eingeholt werden, allerdings würde dann die Tordifferenz für Essen und gegen Leverkusen sprechen. wäre die SGS dann aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs gegen den HSV und Bayer dennoch qualifiziert. Damit die Leverkusenerinnen noch an Herford vorbei ziehen, brauchen sie mindestens einen Sieg im Elfmeterschießen.  Der FCR Duisburg II ist ausgeschieden.

Duisburg gewinnt Bundesligaduell
In der Südgruppe stand das Spitzenspiel zwischen dem FCR 2001 Duisburg und dem SC 07 Bad Neuenahr an. Die gastgebenden DFB-Pokalsiegerinnen gewannen am Ende deutlich mit 4:1. Zwar verlief der erste Durchgang noch relativ ausgeglichen, doch die Duisburgerinnen schossen sich nach einer halben Stunde mit zwei Toren in Front. Erneut war es Jennifer Oster, die den Bann brach, anschließend erhöhte Inka Grings auf 2:0. Die Gäste kamen durch einen Distanzschuss von Lena Goeßling noch vor der Halbzeit zum Anschlusstreffer, doch die zweite Hälfte sprach dann aber eindeutig für Duisburg. Mandy Islacker und Jennifer Oster stellten die Treffer zum Schlussresultat her.

Köln schießt Gladbach ab
Einen Einbruch gab es für die Überraschungsmannschaft der Vorwoche. Mit 0:11 ging Borussia Mönchengladbach beim 1.FC Köln unter. Damit egalisierten die Kölner das Rekordergebnis der Sommerliga, das im letzten Jahr der FCR Duisburg gegen den FSV Gütersloh aufstellte. Fünf Treffer gingen auf das Konto der türkischen Nationalspielerin Bilgin Defterli, vier Treffer steuerte Yvonne Zielinski bei. Nach einem Gladbacher Eigentor stellte Sarah Kramer in der 89. Minute den Endstand her.

Bereits am Mittwoch findet ein vorentscheidendes Spiel um den Final-Four-Einzug in der Süd-Gruppe statt, wenn der FCR Duisburg auf den 1.FC Köln trifft (19 Uhr, Mündelheimer Straße). Mit einem Punkt wären die Duisburger qualifiziert, mit einem Sieg nach 90 Minuten wären die Kölner qualifiziert. Der Unterlegene muss dann auf Schützenhilfe der Mönchengladbacher gegen Bad Neuenahr hoffen. der Kölnerinnen könnte die Lage in der Gruppe kompliziert werden, wenn der SC 07 Bad Neuenahr die Borussinnen schlägt und drei Mannschaften sechs Punkte auf dem Konto haben. In diesem Fall würden die Spiele gegen Mönchengladbach aus der Wertung genommen und das Torverhältnis der drei Teams untereinander entschiede über das Tickt zu den Final Four.

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14 Kommentare »

  • slartie sagt:

    Tja, und schon wieder ist dem Stadionsprecher und den Organisatoren ein Fehler unterlaufen…
    Es war nicht, wie ursprünglich und irrtümlich verbreitet, Laura Feiersinger, die für den HSV Borussia den 1:2 Anschlußtreffer erzielte, sondern Anna Laue…
    Aber ansonsten war es ein munteres Spielchen, wobei der HSV noch kurz vor Ende Pech hatte, als besagte Laue nach einer schönen Hereingabe von M. Gröbner den Ball leider aus 3m über das Tor schoß…
    Aber nichtsdestotrotz folgen wir den Essenerinnen am nächsten Sonntag zum Final Four mit einem Sieg beim Pillenklub 😉

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  • SCW sagt:

    sehe ich ebenso! ein finale ohne uns im heimischen stadion fände ich auch zu bitter. 😉 aber die mädels machen das schon!

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  • sisyphos sagt:

    Du kannst mir sicher helfen, Nora. Dass die SGS nun sicher im ‚Final Four‘ ist, impliziert ja, dass es bei der Sommerliga auf den direkten Vergleich ankommt. Ich habe allerdings nirgendwo einen Hinweis auf den Modus gefunden. Kannst Du mir da helfen? Ist ja auch für die andere Gruppe dann net ganz uninteressant…

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  • Nora Kruse sagt:

    Die Turnierordnung sieht bei der Tabelle folgendes vor:
    1. Punktzahl
    2. direkter Vergleich
    3. Tordifferenz aus den Spielen der punktgleichen Teams
    4. Anzahl der Tore aus den Spielen der punktgleichen Teams
    5. Tordifferenz aus allen Spielen
    6. Anzahl der Tore aus allen Spielen
    7. Entscheidungsspiel

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  • sisyphos sagt:

    Danke, Nora 🙂
    Also Glückwunsch nach Essen, freut mich.
    Und es ist sicher nur ein Versehen, dass auf der Sommerliga-HP in der anderen Gruppe Köln VOR Bad Neuenahr steht, obwohl der direkte Vergleich verloren wurde …

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  • Ossi sagt:

    Ist mir immer noch unklar. Das Elfmeterschießen wird also in den direkten Vergleich einbezogen? Dann wäre im Falle eines Leverkusener Sieges nach Elfmeterschießen ja auf jeden Fall Leverkusen weiter und die im Artikel erwähnte Tordifferenz wäre egal. Oder?

    Na hoffen wir mal, dass es gar nicht erst so weit kommt…

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  • sisyphos sagt:

    „mit einem Sieg nach 90 Minuten wären die Kölner qualifiziert“

    @ Nora: nicht unbedingt. So wie ich es verstanden habe, ist das (einen Sieg von Bad Neuenahr vorausgesetzt) lt. Sommerliga-HP nur DANN der Fall, wenn Köln mit mindestens drei Toren Unterschied gewinnt. Bei einem ’niedrigeren‘ Erfolg hätten die Kölner im Vergleich zu den anderen beiden dann punktgleichen Mannschaften das schlechtere Torverhältnis, da die Spiele gegen MG ja net zählen.

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  • sisyphos sagt:

    Achja, hier der Link dazu:
    http://j.mp/bOwUkY

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  • Nora Kruse sagt:

    Danke für die Hinweise auf Unklarheiten, die Markus und ich dann gestern Abend auch erkannt haben und „Rechenspielchen“ gemacht haben. Im Text ist eine Pressemitteilung der Sommerliga verarbeitet. Wegen dieser Ungereimtheiten habe ich gestern Abend noch nachgefragt, und auf der Sommerliga-Homepage sind jetzt die Regularien veröffentlicht.

    Also weiter so mit der Aufmerksamkeit hier 🙂

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  • sisyphos sagt:

    @ ossi: Lt. Sommerliga-HP benötigt LEV einen Sieg nach 90 Minuten, um ins ‚Final Four‘ einzuziehen. Hier der Link dazu:
    http://j.mp/bMoDQ1

    Wobei ich mich frage, wie es sich bei einem Sieg im 11m-Schießen mit drei Toren Differenz verhält …

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  • Ossi sagt:

    @sisyphos: Davon war ich auch ausgegangen, aber auf der von Nora verlinkten Seite steht es ja wieder anders. Allerdings steht da auch nicht ausdrücklich, dass das Elfmeterschießen beim direkten Vergleich mitzählt…

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  • sisyphos sagt:

    Danke, Ossi, jetzt verstehe ich, was Du meintest. Jetzt muss ich nochmal drüber nachdenken, ich hab grade einen Knoten im Kopf. Bei 35 Grad solche Rechenspiele anzustellen ist net das Erstrebenswerteste 😉

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  • Nora Kruse sagt:

    In der Hoffnung, dass es die letzten Unklarheiten beseitigt. Leverkusen benötigt – bei einer Essener Niederlage – einen Sieg nach 90 Minuten, weil:
    Essen, Herford und Leverkusen haben dann 5 Punkte, es geht in den direkten Vergleich. Essen ist bekanntlich durch, würde auch diesen Vergleich gewinnen, denn sie haben aus den Partien gegen Leverkusen und Herford 5 Punkte geholt. Herford und Leverkusen haben aus den Spielen gegeneinander bzw. gegen Essen jeweils zwei Punkte geholt. Folglich geht es einen Schritt weiter, und es entscheidet die Tordifferenz zwischen Herford und Leverkusen –> Herford wäre weiter.

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  • Ossi sagt:

    Danke für die Erläuterungen, Nora.

    Es geht also um die _Punkte_ aus dem direkten Vergleich. Auf diese Weise zählt das Elfmeterschießen also in Form des Zusatzpunkts mit.

    Allerdings ist dann die Aussage in der von sisyphos verlinkten Meldung („Leverkusen benötigt einen Sieg nach 90 Minuten, um Herford zu verdrängen.“) so nicht ganz richtig oder zumindest unvollständig…

    Ich hoffe natürlich, dass es nach den Spielen am Wochenende gar nichts mehr zu rechnen gibt, weil Essen, Herford und Bad Neuenahr gewinnen und sich im Final Four wiedersehen 🙂

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