Thorsten Zaunmüller wird Trainer beim FF USV Jena

Von am 16. Juli 2010 – 13.39 Uhr 8 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist FF USV Jena hat einen Nachfolger für Heidi Vater gefunden. Thorsten Zaunmüller kommt vom abgestiegenen Zweitligisten FFC Wacker München.

Jenas Geschäftsführer Markus Etzel bestätigte telefonisch die Verpflichtung auf Womensoccer-Anfrage: „Ja, das stimmt.“ Der frisch verheiratete 40-Jährige erhält bei den Thüringerinnen einen Zweijahresvertrag.

Heute um 16.00 Uhr wird Zaunmüller der Öffentlichkeit vorgestellt, ab 17.30 Uhr leitet er erstmals das Mannschaftstraining des DFB-Pokalfinalisten.

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Zaunmüller teilte seine Entscheidung am Donnerstag den Wacker-Spielerinnen mit. Co-Trainerin Carmen Roth wird in München-Sendling bis auf weiteres das Kommando übernehmen. Zaunmüller war seit Ende Mai 2008 Trainer bei den Münchnerinnen.

Jena im Mittelfeld etablieren
Als Ziel gibt Zaunmüller an „die Mannschaft in den nächsten zwei Jahren im Bundesligamittelfeld etablieren zu wollen“. Primär wird er sich aber der Abwehrarbeit widmen „60 Gegentore wie in der letzten Saison sind eindeutig zu viel, hier möchte ich ansetzen. Jede Spielerin wird bei mir bei null anfangen, jede kann sich für den Kader und die erste Elf empfehlen“.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

8 Kommentare »

  • mrx sagt:

    Schöner Coup von Jena, aber nicht wirklich überraschend. Diese Chance auf der nationalen Bühne hat sich Thorsten hart erarbeitet und wirklich verdient, wer seine wahren Leistungen kennt. Und ich tippe darauf, dass Jena in der nächsten Saison keine 60 Gegentore mehr kassiert! 😀

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  • michael sagt:

    Bleibt nur zu hoffen, daß sich der neue Trainer spielerischer Mittel bedient um die Zahl der Gegentore zu reduzieren. Nicht wie im Pokalfinale wo Jena nach dem Motto hinten dicht und vorne hilft der liebe Gott agierte. Erfreulich zumindest das nach diesem peinlichen Auftritt Jena so schnell die Trainerin wechselte.

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  • Steffen sagt:

    Nach vorne spielen und 0:7 verlieren ist wohl besser, was?

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  • eisbär sagt:

    Ich sehe es so wie Michael. Z.B. war das Spiel gestern zwischen USA und Schweiz sehr ansehnlich, weil die Schweiz sich nicht einfach nur hinten rein gestellt hat, sondern ebenfalls nach vorne gespielt hat. Einfach nur hinten rein stellen, geht meistens schief. Hätte Schweiz sich hinten rein gestellt und nur 1:0 verloren, wären sie ebenfalls ausgeschieden. So haben sie wenigstens versucht zu gewinnen.

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  • djane sagt:

    @Michael, Dir hat die Taktik im Pokalspiel gegen den FCR also nicht gefallen und daher bist Du froh, das Heidi Vater schnell gegangen ist ? Über diese Art der Logik kann ich nur den Kopf schütteln.
    Ich fand das Pokalfinale spielerisch auch nicht doll, aber Vater war/ist ne wirklich gute Trainerin, und soviele wachsen davon nun auch nicht auf Bäumen.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Auch wenn es diese Taktikdiskussion zum Pokalfinale schon ausreichend gab und eigentlich auch nichtwirklich hierhin passt, kann ich nicht umhin, meiner Frustration über Michaels Aussagen freien Lauf zu lassen – das ist total neben der Spur!
    Djane hat völlig Recht in ihrer Sichtweise und deshalb meine volle Unterstützung!

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  • expert1 sagt:

    ich würde mich freuen, wenn womensoccer uns hern Z. Zaunmüller näher vorstellt. was machte er früher, usw Danke

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  • Markus Juchem sagt:

    Ich zitiere mal aus Jenas Pressemitteilung:

    Der 40-jährige Bayer war zuletzt bei Wacker München in der zweiten Bundesliga tätig. Daneben hat er als Auswahltrainer im Bayrischen Fußball-Verband die U12-U14 Mädchen trainiert. Nach seinem Studium zum Sportlehrer arbeitete er die letzten 11 Jahre in einer Praxis für Sporttherapie. Während dieser Zeit ließ er sich noch zum Physiotherapeuten und Ernährungsberater ausbilden. Die Möglichkeit beim FF USV die Bundesligamannschaft zu übernehmen konnte er sich nicht entgehen lassen, wie er selber sagte. Zaunmüller steht noch bis Ende August offiziell bei seinem „Noch-Arbeitgeber“ unter Vertrag, wird aber dennoch die meisten Trainingseinheiten persönlich leiten können. Wenn er dennoch beruflichen Verpflichtungen nachgehen muss, steht der bisherige Interimstrainer Christian Kucharz für einzelne Einheiten zur Verfügung.

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