U17 qualifiziert sich für WM

Von am 26. Juni 2010 – 18.30 Uhr 15 Kommentare

Die deutsche U17-Frauenfußball-Nationalmannschaft hat es geschafft. Durch einen klaren Sieg gegen die Niederlande im Spiel um Platz 3 der U17-EM hat sich das Team von Trainer Ralf Peter einen Startplatz bei der Frauenfußball-WM in Trinidad und Tobago vom 5. bis 25. September gesichert.

Gegen die Niederländerinnen kam die DFB-Elf zu einem ungefährdeten 3:0 (1:0)-Erfolg. Lena Petermann sorgte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze für die Führung (23.), nachdem sie zuvor zweimal genauso wie Sarah Romert in der Anfangsphase gute Gelegenheiten ausgelassen hatte.

Joker Leupolz sticht
Auch in der zweiten Halbzeit dominierte die DFB-Elf die Partie, die eingewechselte Melanie Leupolz fasste sich ein Herz, schnappte sich im Mittelfeld den Ball und verwertete mit einem trockenen Schuss (56.), ehe Silvana Chojnowski (70.) aus kurzer Distanz den Erfolg perfekt machte.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

15 Kommentare »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Na, da kann man aber sagen:Kurve gerade mal noch gekriegt, Mädels!
    Kann ich jetzt also den Angstschweiß von der Stirn wischen?!

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  • Marcel sagt:

    Mit der WM-Quali hat man das wichtigste erreicht,darauf können die Mädels genauso stolz sein auch wenns mit der Titelverteidigung nicht geklappt hat.

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  • stargirl sagt:

    der 3.platz bei einer em ist doch echt gut. Es gibt ja nicht immer in jedem jahrgang kuligs oder marozsans.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Marcel
    Dieser Vergleich ist unbedacht geäußert, denn mit der Zielsetzung, den EM-Titel zu holen, ging man nach Nyon und hätte damit beides auf einen Schlag haben können! So aber blieb eben nur die bittere Erkenntnis, Anspruch und Wirklichkeit waren eben doch nicht unter einen Hut zu bekommen und der Spatz in der Hand – die WM-Quali und ein 3. Platz. Von „genauso stolz“, sehe ich da beim besten Willen und Herr Peter wohl ebenso nichts.
    Es gibt zwar zwei Gratulationen aus ehrlichem Herzen, aber die Freude ist nicht überschwenglich, sondern eher gedämpfter Natur.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @stargirl
    Die beiden gen. Spielerinnen gab es auch nicht bei der vorjährigen Titelverteidigung… 😉

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  • Marcel sagt:

    @ Futbolista

    Ich glaub einer Juniorinnen-Mannschaft sollte man vielleicht zu gute halten vor allem Erfahrung zu sammeln wie im positivem aber auch im negativem.
    Deshalb kann nur das oberste Ziel die WM-Quali gewesen sein um mehr Erfahrung zu sammeln.So ne verbissenes Erfolgsstreben kann man bei der A-mannschaft an den Tag legen aber nicht bei den U-Teams sonst nimmt man den Mädels jäglichen Spass an diesem Sport.

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  • stargirl sagt:

    dann gabs halt ne malinowski…ihr wisst doch was ich meine ;p

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Marcel
    Dem ersten Satz stimme ich noch zu, aber beim 2. habe ich so meine Zweifel, wie man als Trainer das den Mädels erklären soll, dass die WM-Quali über dem EM-Titel steht. Schliesslich muss die deutliche Ansage vor dem Spiel lauten: Wir wollen den Titel und damit auch die vorzeitige WM-Quali sicherstellen. Diese hat man mit der Niederlage vertagen müssen und sich damit mehr Druck für die letzte Chance aufgebaut – das Nervenkostüm wird dadurch nicht besser.

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  • expert1 sagt:

    Marcel gute einschätzung. der DFB, unter Sammer, gibt seit etwa zwei jahren, ( sehr gute platzierungen samt FIFA AUszeichungen) den DFB Trainern vorgaben. Sämtliche Nachwuchs Mannschaften, spielen sehr hohes niveau. Die anderen länder haben auch gute Frauen und Männer, und nach ersten Plätzen kommen auch mal andere. dritter sieger ist auch ein sieger, macht weiter so, das macht fußball so atraktiv und unberechenbar.

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  • Jarmusch sagt:

    TV-Tipp:
    Am Dienstag, 03.08.2010, 22:15 Uhr, läuft im ZDF die Sendung 37 Grad.
    Thema diesmal: ‚Immer am Ball – Mädchen zwischen Träumen und Erfolgsdruck‘.
    Es geht namentlich um die Mädchen Sofia, Kyra, Annika und Kristin, die zur U17-WM nach Trinidad/Tobago wollen.

    Das ZDF schreibt auf seiner Homepage zur Sendung:
    ‚“Manchmal denk ich, ich hab keine Lust mehr auf Training. Ich will mal was anderes machen“, sagt die 17-jährige Sofia aus Oberhausen. Aber sie schiebt diese Gedanken schnell beiseite. Kyra aus Bochum bringt es auf den Punkt: „Wenn es einem keinen Spaß mehr bereitet, Fußball zu spielen, nimmt man es ja nicht in Kauf.“ Sofia und Kyra nehmen es in Kauf, das tägliche Rotieren zwischen Sportplatz und Schule. Denn sie gehören zu den talentiertesten Spielerinnen in Deutschland und spielen in der U17 – der Nationalmannschaft der „unter 17-Jährigen“. Eine unglaubliche Zukunftschance. Und deswegen lassen sie Zweifel kaum zu: Fußball und Schule – um diese beiden Pole dreht sich ihr Leben. Tag für Tag, Woche für Woche. Sie können sich nichts anderes vorstellen.
    Dass es trotzdem auch anders kommen kann, mussten und müssen ihre Teamkolleginnen Kristin und Annika erleben. Beide hatten schwere Verletzungen erlitten, die sie zurück warfen. Kristin aus Wennigsen bei Hannover schaffte die Rückkehr ins Nationalteam. Sie ist heute Spielführerin und trainiert bei Champions-League-Sieger Turbine Potsdam. Annika aus Borchen bei Paderborn kämpft noch um Anschluss. Obwohl es im Moment nicht gut aussieht, gibt sie sich kämpferisch: „Die WM steckt mir schon immer noch im Kopf. Ich bin kein Mensch, der schnell aufgibt.“ Doch vielleicht ist es auch Zeit für einen anderen Plan?
    Sie waren fast noch Kinder, als sie sich das erste Mal im November 2007 in Hennef trafen. Vier Mädchen, gerade mal 14 Jahre alt, alle talentiert und fußball-verrückt – und mit demselben Traum im Kopf: Einmal Weltmeisterin sein! Die Einladung zum Lehrgang der jüngsten Jugendnationalmannschaft „U15“ veränderte das Leben der Schülerinnen schlagartig. Aus dem Traum wurde eine Chance. Und gleichzeitig, vielleicht unbewusst für Kinder und Eltern, fiel damit die Entscheidung, alles auf eine Karte zu setzen. Dem großen Ziel, weiterhin zu den Besten zu gehören, ordnen sie alles unter. Das Leben von Kyra, Kristin, Sofia und Annika verläuft anders, als das ihrer Schulfreunde. Ihre Jugend ist geprägt von Erfolgsdruck, Leistungsbereitschaft und Disziplin.
    Die vier Mädchen wirken erwachsener als andere 17-Jährige. Bei allem Stolz auf die Töchter, bei allem Ehrgeiz – für viele Eltern ist dieser Lebensrhythmus nicht leicht. Kristins Familie sieht das Mädchen nur noch alle drei, vier Wochen, seit sie in einem Potsdamer Internat lebt. „Ich würde es natürlich nie zeigen, dass es auch weh tut“, sagt ihre Mutter. Die Schwester ergänzt: „Gerade an den Wochenenden fehlt sie mir schon sehr.“ Kristin selbst aber ist mit sich und ihrer Entscheidung im Reinen: „Hier hab ich die besten Bedingungen, Schule und Sport unter einen Hut zu bekommen.“ Die Aussicht, einmal zum festen Stamm von Deutschlands stärkster Klubmannschaft zu gehören, reizt enorm.
    Kyra dagegen, erfolgreich in Schule wie Sport, hat sich bewusst gegen die Internats-Option entschieden. „Hier habe ich meine Familie und meine Freunde. Ich will an meiner Schule das Abi machen, so lange alles passt.“ Bei Sofia passte es im Vorjahr nicht mehr. Über 200 Fehlstunden und Noten, über die sie lieber den Mantel des Schweigens deckt. In diesem Jahr läuft es besser. Sie holt zurzeit den Realschulabschluss am Berufskolleg nach. Was ihr und ihren Mannschaftskameradinnen gemeinsam ist, bringt Kristin auf den Punkt: „Ich will im September zur U17 WM nach Trinidad und Tobago!“.‘
    ———————
    Ich denke es handelt sich dabei um Sofia Nati, Kyra Malinowski (beide SG Essen-Schönebeck), Kristin Demann (Turbine Potsdam) und Annika Ernst (jüngst vom Herforder SV zum FSV Gütersloh gewechselt). Alle vier sind Jahrgang 1993 und passen altersmäßig genau.

    Hier ihre Porträts bei DFB.de:

    Ein Artikel aus ‚Der Westen‘ nennt hingegen 3 Spielerinnen, die für diese Sendung fünf Jahre auf ihrem Weg begleitet werden sollten, nämlich Sofia Nati, Annika Ernst und Christina Lohmeier (FC Bayern München):

    Lassen wir uns mal überraschen. Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf diese Sendung und hoffe dem einen oder anderen hiermit einen wertvollen Tipp gegeben zu haben.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Jarmusch: Vielen Dank für den Hinweis, wir werden das auch noch separat als TV-Tipp aufbereiten.

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  • Jarmusch sagt:

    Heute, 03.08.2010, 15:10 Uhr bringt Radio Essen schon mal eine Vorabinfo zur oben erwähnten Sendung des ZDF. Die Blicke gelten da natürlich den beiden Essenerinnen Sofia Nati und Kyra Malinowski, die live im Studio des lokalen Radiosenders sind:

    http://j.mp/apDOph

    http://j.mp/dDf1yu

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  • Jarmusch sagt:

    Wegen dem Warten auf Freischaltung und der gebotenen Eile bzgl. der Radiosendung hier noch mal die Info ohne die LINKS:

    Heute, 03.08.2010, 15:10 Uhr bringt Radio Essen schon mal eine Vorabinfo zur oben erwähnten Sendung des ZDF. Die Blicke gelten da natürlich den beiden Essenerinnen Sofia Nati und Kyra Malinowski, die live im Studio des lokalen Radiosenders sind.
    Der Sender bietet ein Webradio mit Livestream in guter Qualität.

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  • Jarmusch sagt:

    Oh, das ging ja schnell mit der Freischaltung.

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  • Jarmusch sagt:

    Schon vorbei!
    Und für die 3 Sätze die jeder sagen durfte war das den ganzen Aufwand nicht wirklich wert.
    Insgesamt merkt man aber deutlich, dass die Beiden doch noch sehr jung sind; vor allem Sofia Nati.
    Süß aber die Grüße, die beide noch losgelassen haben. Interessanterweise wurde Torfrau Steffi Löhr jeweils genannt.

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