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WM 2011: Italien als erstes Team in den Playoffs

geschrieben von – 25. Juni 2010, 20:27 Uhr | 1.238 Leser2 Kommentare

In der Qualifikation zur Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 steht eine einmonatige „Sommerpause“ vor der Tür, ehe es am 24. Juli in die entscheidende Phase in der Vergabe der Playoff-Plätze geht. Doch ein Team hat bereits jetzt das Ticket sicher: Italien.

Acht Spiele, sieben Siege und ein Unentschieden – das ist die Bilanz der Italienerinnen, die zur Teilnahme an den Playoffs qualifiziert. Durch einen abschließenden 3:1-Auswärtserfolg am Mittwoch gegen Verfolger Finnland haben die Italienerinnen alle Spiele in Gruppe 7 hinter sich gebracht und können sich auf die Entscheidung im Oktober vorbereiten.

Gruppe 1: Frankreich souverän
Die Französinnen haben ihren Drei-Punkte-Vorsprung auf Island unter der Woche erfolgreich verteidigt. In Estlands Hauptstadt Tallinn siegten sie standesgemäß mit 6:0 gegen die Gastgeberinnen. Die Isländerinnen gewannen gegen Kroatien mit 3:0, bleiben also in Lauerstellung. Beide Mannschaften haben mittlerweile acht Partien absolviert. Da in Gruppe 1 aber insgesamt sechs Teams am Start sind, müssen alle Mannschaften insgesamt zehn Qualifikationsspiele austragen. Am 21. August wird im direkten Duell zwischen Island und Frankreich in Reykjavík die Vorentscheidung fallen.

Gruppe 2: Norwegen zeigt keine Schwäche
Es dürfte so gut wie ausgeschlossen für die Niederländerinnen sein, Norwegen den Gruppensieg noch zu entreißen. Die Norwegerinnen gewannen am Mittwoch gegen Weißrussland mit 3:0, haben zwei Zähler Vorsprung auf die „Oranje“ und noch ein Spiel in der Hinterhand.

Gruppe 3: Dänemark landet „Big Point“

Knapp ist es in der dritten Gruppe zwischen Dänemark und Schottland. Bis zum direkten Aufeinandertreffen am Donnerstag hatten die Schottinnen ihre weiße Weste bewahren können und somit eine realistische Chance auf den Gruppensieg. Im heimischen Kilmarnock setzte es für die „Bravehearts“ dann allerdings eine knappe 0:1-Niederlage, was Dänemark einen Vier-Punkte-Vorsprung in der Tabelle verschafft. Da die Schottinnen noch ein Spiel in der Hinterhand haben, ist die Qualifikation möglich, wenn sie ihre letzten beiden Spiele gewinnen – eines davon am 25. August beim Rückspiel in Dänemark.

Gruppe 4: Polen oder die Ukraine?
Die Polinnen belegen nach einem 1:0-Sieg gegen Bosnien Herzegowina am Donnerstag mit vier Punkten Vorsprung auf Ungarn den ersten Platz. Es sind allerdings nicht die Ungarinnen, die Polen noch abfangen könnten – es ist die drittplatzierte Ukraine. Die trennte sich am Mittwoch zwar nur 0:0 von Rumänien, hat aber gegenüber Polen noch ein Spiel in der Hinterhand – und das achte Match ist für beide Mannschaften das direkte Duell. Gewinnen die Ukrainerinnen also ihre noch folgenden zwei Partien, stehen sie auch in den Playoffs.

Gruppe 5: England hat es in der Hand
Durch das knappe Unentschieden in Spanien haben die Engländerinnen die besten Chancen, sich für die Playoffs zu qualifizieren. Während die Spanierinnen alle acht Partien bereits gespielt und drei Punkte Vorsprung auf die „Three Lions“ haben, stehen für diese noch zwei Spiele aus. Eines davon gegen die Türkei, das andere gegen Österreich. Die beiden Mannschaften haben keinerlei Chance mehr, die „Lionesses“ abzufangen. Österreich siegte gegen die Türkei am Mittwoch zwar mit 4:0 und ist auf Platz 3 der Gruppe – allerdings mit nur neun Zählern auf dem Konto.

Gruppe 6: Schweiz steht vor der Sensation
Russland gewann am Donnerstag zwar gegen Israel standesgemäß mit 4:0, dennoch spricht in Gruppe 6 vieles für die Schweiz. Die Eidgenössinnen liegen mit drei Punkten Vorsprung auf dem ersten Rang – mit einem Sieg im verbleibenden Spiel gegen Kasachstan am 21. August stehen sie in den Playoffs.

Gruppe 8: Tschechien hofft noch
17:0… so hieß es am Mittwoch nach dem Abpfiff im Spiel Schweden gegen Aserbaidschan, das den Schwedinnen einen Sechs-Punkte-Vorsprung auf Verfolger Tschechien bescherte. Beide Teams haben sechs Spiele absolviert, und noch kann Tschechien die Nordländerinnen abfangen. Am 21. August treffen beide Mannschaften in Prag aufeinander. Das erste direkte Duell endete Unentschieden, eine Überraschung ist also nicht ausgeschlossen.

Nora Kruse

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