Schweizer WM-Träume weiter am Leben

Von am 20. Juni 2010 – 11.47 Uhr 3 Kommentare

Die Schweizer Frauenfußball-Nationalmannschaft hat mit einem fulminanten Auswärtssieg in Russland einen großen Schritt Richtung Play-off-Teilnahme gemacht und darf weiter von der Frauenfußball-WM 2011 träumen. England drohte in Spanien lange das WM-Aus, auch für Norwegen und Schweden reichte es nicht zu Siegen.

Beim 3:0 (1:0)-Sieg gegen die bisher verlustpunktfreien Russinnen brachte Selina Kuster ihr Team nach Vorarbeit von Ramona Bachmann in Führung (18.), Bachmann selbst sorgte mit zwei blitzschnellen Kontertoren (77. und 78.) für die Entscheidung, nachdem die Gastgeberinnen zuvor aufs Tempo gedrückt hatten, die Schweizer Torhüterin Marisa Brunner ihr Team aber in Führung hielt.

Matchball für die Schweiz
Der Erfolg hat die Tür zur Play-off-Teilnahme nun weit aufgestoßen, denn nach dem 1:2 im ersten Duell mit dem Team von Trainer Igor Shalimov haben die Schweizerinnen im direkten Duell nun die Nase vorn, bei zwei Siegen in den verbleibenden zwei Partien gegen Schlusslicht Kasachstan ist dem Team von Trainerin Béatrice von Siebenthal das Erreichen der Play-offs sicher.

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England zieht Kopf aus der Schlinge
Vizeeuropameister England drohte nach einem 0:2-Rückstand in Spanien durch Tore von Adriana (16.) und Sonia (67.) bereits das vorzeitige Aus in der Qualifikation, doch Rachel Unit (78.) und Kapitänin Faye White (88.) retteten dem Team von Trainerin Hope Powell einen wertvollen Punkt, der die Play-off-Teilnahme sichergestellt haben dürfte.

Remis zu wenig für Niederlande
Auch die Niederlande verspielte beim 2:2  (1:1) im wichtigen Heimspiel gegen Norwegen eine frühe Führung durch Manon Melis (2.). Isabell Herlovsen gelang postwendend der Ausgleich (5.). Kurz nach der Pause gingen die Gäste durch Rune Vikestad in Führung (48.), der Ausgleich durch die eingewechselte Anouk Dekker (80.) war wohl zu wenig, um die Norwegerinnen in Sachen Play-off noch einmal unter Druck zu setzen.

Schweden patzt
Überraschend kam Schweden im Heimspiel gegen die Tschechische Republik nicht über ein 0:0 hinaus und verpasste somit die Chance, in der Gruppe 8 frühzeitig die Weichen für die Play-off-Teilnahme zu stellen. Dennoch haben die Schwedinnen weiterhin alle Trümpfe in der Hand.

Knappe Entscheidungen
In Gruppe 3 geht das Duell Dänemark (7:0 gegen Griechenland) gegen Schottland (5:0 in Bulgarien) genauso in die nächste Runde, wie in Gruppe 7 das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Italien (6:0 gegen Slowenien) und Finnland (4:1 gegen Portugal).

Ukraine macht Boden gut
In Gruppe 4 ist nach dem Remis zwischen Polen und Ungarn (0:0) und dem Erfolg der Ukraine in Bosnien-Herzegowina (5:0) weiterhin alles möglich. Island gewann in Gruppe 1 mit 2:0 gegen Nordirland und hält somit den Druck auf Spitzenreiter Frankreich aufrecht, der heute Kroatien empfängt.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

3 Kommentare »

  • laasee sagt:

    Very impressive result for Switzerland.

    England nearly had red faces!

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  • Ralf sagt:

    @laasee

    A red cross on ‚White‘ ground! 😉

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  • laasee sagt:

    @Ralf

    Very clever……….compliments.

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