U20 gewinnt ersten WM-Test

Von am 2. Juni 2010 – 22.52 Uhr

Die deutsche U20-Nationalmannschaft hat ihr erstes Vorbereitungsspiel auf die Weltmeisterschaft im Juli gewonnen. Gegen WM-Teilnehmer Südkorea siegte die DFB-Auswahl mit 3:0 – ein Erfolg, der vor allem gut für das Selbstbewusstsein sei, so Bundestrainerin Maren Meinert.

Es sei ein „schöner Sieg“ gewesen, urteilte Meinert, für die die Erkenntnisse weit wichtiger waren als das tatsächliche Ergebnis. „Der Erfolg war nicht entscheidend – aber wichtig.“ Dennoch war ihre Mannschaft insbesondere in der ersten Halbzeit die tonangebende Kraft auf dem Platz. Gefährlich wurde die DFB-Elf dabei vor allem über die rechte Seite, wo das Zusammenspiel zwischen Stefanie Mirlach, Marina Hegering und Svenja Huth gut funktionierte, auch wenn die letzte Konsequenz der vorgetragenen Angriffe fehlte.

Zwei Treffer vor der Halbzeit
Der erste Torerfolg in der 25. Minute wurde den Deutschen allerdings noch verwehrt. Einen Schuss von Selina Wagner fälschte die im Abseits stehende Sylvia Arnold ab – Schiedsrichterin Christiane Wenkel ließ das Tor korrekterweise nicht gelten. Doch schon sechs Minuten später machte es die DFB-Auswahl besser. Nach einem Eckball von Dzsenifer Marozsán traf Mirlach per Kopf zum 1:0, Wagner ließ in der 43. Minute nach einem Solo über die rechte Seite das 2:0 folgen.

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Sylvia Arnold (r.) erzielt den 3:0-Endstand.

In der zweiten Spielhälfte ließen die Deutschen etwas nach, profitierten dabei jedoch auch von der mangelnden Chancenverwertung der Gäste. „Spielerisch bietet Südkorea exzellenten Fußball – es hat ihnen aber heute im Abschluss gefehlt“, so Meinert. Ihre Mannschaft legte dagegen in der 60. Minute noch einmal nach: Arnold kam im Strafraum in Ballbesitz und lupfte das Leder überlegt über Torhüterin Jisoo Jung hinweg. Zuvor hatte bereits Dzsenifer Marozsán einen Treffer auf dem Fuß gehabt – der Ball traf in der 52. Minute allerdings nur die Querlatte.

Kulig, Popp und Schmidt in Herford dabei

„Das war nicht der WM-Kader“, stellte Meinert nach Spielende klar. Bei der WM gesetzt sind Kim Kulig, Alexandra Popp und Bianca Schmidt – das Trio wird jedoch erst in der kommenden Woche zur Mannschaft stoßen, bei den Spielen gegen die USA (13. Juni, 14 Uhr, Herford) und Japan (16. Juni, 11 Uhr, Gütersloh) allerdings mit von der Partie sein. Darüber hinaus hat Meinert noch Spielerinnen im Blick, die derzeit bei der U19-Europameisterschaft in Mazedonien dabei sind. Die Entscheidung, ob aus diesem Team auch Spielerinnen in den WM-Kader berufen werden, werde schnell fallen – Namen wollte Meinert allerdings noch nicht nennen.

Lehrstunde für Südkorea
Wie die DFB-Elf, so trat auch Südkorea nicht in Bestbesetzung an. Aufgrund von Verletzungen und anderer Verpflichtungen musste Nationaltrainer Inchul Choi auf fünf Leistungsträgerinnen verzichten. Mit dem Auftritt seiner Mannschaft war er, trotz Niederlage, zufrieden. „Wir haben zwar verloren, aber dennoch sehr viel mitgenommen, gelernt und unsere Schwächen aufgezeigt bekommen. Der Fokus liegt auf dem ersten WM-Spiel gegen die Schweiz.“ Von dort hatte auch Béatrice von Siebenthal den Weg nach Gießen gefunden, um Südkorea in Aktion zu sehen. „Sie sind technisch und läuferisch stark – das wird eine harte Nuss“, urteilte die Schweizer Nationaltrainerin, deren Vorstellungen vom südkoreanischen Spiel sich bestätigt hätten. Im Gegensatz zur deutschen Mannschaft hat von Siebenthal weniger Möglichkeiten, mit ihrer Mannschaft arbeiten zu können. Erst Ende Juni findet der erste und einzige WM-Lehrgang statt, bei dem mit dem kompletten Kader trainiert werden kann.

In Deutschland ist die Situation komfortabler. „Es war eine harte Trainingswoche“, so Meinert über den ersten WM-Lehrgang, ihre Mannschaft habe alles gegeben und gut mitgezogen. Schon in der nächsten Woche kommt das Team in Ostwestfalen erneut zusammen, der dritte Lehrgang findet schließlich vom 25. bis zum 30. Juni statt.

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