U19-EM: DFB-Team will Finaleinzug perfekt machen

Von am 1. Juni 2010 – 13.33 Uhr 5 Kommentare

Am Mittwoch, 2. Juni, wartet auf die deutsche U19-Frauenfußball-Nationalmannschaft in Kumanovo ein echter Prüfstein. Im Halbfinale der EM-Endrunde in Mazedonien geht es ab 17.00 Uhr gegen das im Juniorinnenbereich traditionell starke Team aus Frankreich. Trotz der Verletzungen von Hasret Kayikci und Laura Vetterlein und der Abwesenheit von Bundestrainerin Maren Meinert ist man im DFB-Kader guter Dinge, ins Finale einziehen zu können.

Die Freude nach dem 2:1-Sieg gegen England im letzten Gruppenspiel war allerdings durch die schweren Knie-Verletzungen von Kayikci und Vetterlein getrübt. „Wir werden die beiden sehr vermissen“, so Stürmerin Eunice Beckmann. Hasret hatte einen guten Turnierstart, das ist schon ein schwerer Verlust. Und auch für Laura ist dieser Rückschlag hart, sie kam gerade wieder von einer Verletzung zurück.“

Beckmann kann’s noch besser

Doch nun gilt es für Beckmann und die anderen Spielerinnen den Blick schnell wieder nach vorne zu richten. Die 18-Jährige, die zur kommenden Saison vom FCR 2001 Duisburg zu Aufsteiger Bayer 04 Leverkusen wechseln wird, bot gegen England eine starke Leistung, doch das reicht ihr noch lange nicht. „Ich war mit meiner Leistung zufrieden, aber man kann sich immer verbessern, schon im nächsten Spiel, denn wir wollen das Finale erreichen und es wäre natürlich ein perfekter Saisonabschluss, wenn wir dann auch den letzten Schritt gehen könnten“, so die schnelle und technisch versierte Stürmerin, die Zinédine Zidane und Jay-Jay Okocha zu ihren Vorbildern zählt.

Wiegmann statt Meinert
Da Bundestrainerin Maren Meinert die U20-Frauenfußball-Nationalmannschaft beim nahezu zeitgleich ausgetragenen Länderspiel gegen Südkorea in Gießen betreut, obliegt Assistenztrainerin Bettina Wiegmann die Verantwortung. „Das ist genau so, als wenn ich selbst vor Ort wäre. Da mache ich mir keine Sorgen“, so Meinert. Wiegmann freut sich auf das Duell mit den Französinnen: „Das wird ein gutes Spiel zweier Teams, die gerne Fußball spielen.“

Eigene Stärken ausspielen

Im Lager der Französinnen ist man jedoch guter Dinge, dies verhindern zu können. Zuversicht schöpft das Team aus der knappen 1:2-Niederlage im Vorjahr bei der EM-Endrunde in Weißrussland und aus der Tatsache, dass Deutschland ein offensiv ausgerichtetes Team ist. „Das sollte uns Möglichkeiten geben, auch unser Spiel zu zeigen“, so Frankreichs Trainer Jean-Michel Degrange, der auf „ein gutes Spiel“ und „gute Werbung“ für den Frauenfußball hofft. Die französischen Juniorinnen sinnen zudem auf Revanche.

Französische Revanchegelüste
Stürmerin Marina Makanza, zweifache Torschützin im letzten Gruppenspiel gegen Mazedonien, betont: „Fast alle Spielerinnen in unserem Kader haben schon mal ein Spiel gegen Deutschland verloren. Das ist eine athletische und spielstarke Mannschaft auf hohem Niveau. Aber wir haben in diesem Turnier schon gezeigt, dass wir Antworten haben und unser Teamgeist ist ein großes Plus. Wir sind uns unserer Chance bewusst, die Automatismen sind da, jetzt müssen wir das nur noch auf den Rasen bringen, damit wir weiter träumen können.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

5 Kommentare »

  • Bartolo sagt:

    Ich kann im Moment nur sehen, das unsere Mädels anscheinend 2:1 führen.
    Weiß jemand mehr?

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  • Markus Juchem sagt:

    Ähm, das Spiel ist erst morgen. 😉

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  • stargirl sagt:

    wow…da kann jmd in die zukunft blicken.haha

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  • sisyphos sagt:

    Leider net gelungen 🙁 … 3:5 n.E.

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  • sisyphos sagt:

    Ich fände es ok, wenn die HP des FFC Frankfurt analog zum Spiel gegen Schottland (‚Kleiner sichert Einzug ins Halbfinale‘ – was ich angesichts der drei Tore von Turid Knaak schon frech fand!) nun auch titeln würde: ‚Kleiner verballert Finaleinzug!‘ 😉

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