Turbine Potsdam weiter auf Meisterkurs

Von am 14. April 2010 – 18.09 Uhr 22 Kommentare

Meister 1. FFC Turbine Potsdam ist der Titelverteidigung in der Frauenfußball-Bundesliga ein gutes Stück nähergekommen. Gegen den Vizemeister FC Bayern München legte das Team bereits in der ersten Halbzeit den Grundstein zum Erfolg.

Nadine Keßler nach Vorarbeit von Anja Mittag (9.) und Fatmire Bajramaj mit einem Heber (30.) sorgten für einen ungefährdeten 2:0 (2:0)-Sieg im Nachholspiel des 14. Spieltags. In der zweiten Halbzeit vergab Turbine weitere gute Möglichkeiten, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. So traf Mittag nur den Pfosten (63.), Jessica Wich ließ eine weitere gute Gelegenheit aus (75.). Vier Spieltage vor Schluss hat Turbine nun acht Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten FCR 2001 Duisburg.

Remis der Tabellennachbarn
Im zweiten Spiel des Tages trennten sich der FF USV Jena und der Hamburger SV 2:2 (1:1). Die Hanseatinnen gingen durch Ana Maria Crnogorcevic (27.) in Führung, doch Genoveva Anonma (32.) gelang postwendend der Ausgleich. Susann Utes (51.) brachte Jena in Führung, ehe Nicole Zweigler, deren Einsatz wegen muskulärer Probleme am Vortag noch ausgeschlossen wurde, in der 67. Minute dem HSV einen Punkt rettete.

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Saarbrücken empfängt Wolfsburg
Am Donnerstag empfängt der 1. FC Saarbrücken ab 17.00 Uhr den VfL Wolfsburg in einem Nachholspiel vom 15. Spieltag. Mit einem Sieg wollen sich die Gastgeberinnen im Abstiegskampf ein wenig Luft verschaffen.

Tabelle der Frauenfußball-Bundesliga

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

22 Kommentare »

  • Stefan sagt:

    @Markus – Du könntest schreiben, „Turbine…auf REKORDmeisterschaftskurs“

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  • mercator03 sagt:

    3 Quellen – 3 Namen
    Das Ausgleichstor des Hamburger SV in Jena ist auf originelle Art umstritten: Der DFB nennt A. Kameraj als Torschützin, der HSV selber auf seiner Homepage M. Schubert und hier war es nun N. Zweigler.
    Auf wen man sich wohl einigen wird?

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  • eisbär sagt:

    @ Stefan,

    Was für ein Rekord denn? Den Punkterekord wird Potsdam nicht mehr erreichen können, denn der liegt bei 63 Punkten aus der Saison 2004/05 aufgestellt vom FFC Frankfurt, die es auch schon geschafft haben ohne Niederlage Meister zu werden.

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  • Stefan sagt:

    @Eisbär: Turbine wird dann alleiniger deutscher Rekordmeister im Frauenfußball sein. Es wäre die zehnte Meisterschaft.

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  • eisbär sagt:

    O.K. das kann sein. Aber ich habe irgendwo gelesen, dass es die vierte Meisterschaft wäre. Ab wann wird denn die Deutsche Meisterschaft ausgetragen. Laut DFB.de seit 1974.

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  • Ulf sagt:

    tja,wenn man die Ostzone mitzählt
    der DFB tut´s nicht:

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  • rockpommel sagt:

    Und 2/3 der Republik auch nicht! 😉

    Sonst wäre ja auch der BFC Dynamo auf Platz 2 bei den Herren.

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  • Ulf sagt:

    Erich Mielke kann hier leider nicht mehr Stellung nehmen zur imperialistisch verfälschten Darstellung durch den DFB.

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  • Stefan sagt:

    Eben ganz richtig. Ich hab die DDR-Titel auch dazugezählt. Mich nervt, dass die Ostmeisterschaften scheinbar nichts wert sein sollen.
    Der BFC Dynamo wäre nicht nur, sondern ist auf Platz zwei, zum Beispiel auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Deutschen_Fu%C3%9Fballmeister#Mannschaften_nach_Meistertiteln

    Auch fussball.de erkennt die DDR-Titel an, Zitat:
    „Für die „Torbienen“, die am vergangenen Wochenende noch mit 0:7 im DFB-Pokalfinale gegen den FCR Duisburg verloren hatten, war es der neunte Coup. Zuvor hatte Potsdam sechs Triumphe in der DDR und zwei Erfolge nach der Wiedervereinigung (2004 und 2006) gefeiert.“
    Quelle:

    Und bei der Zusammenlegung der Ligen damals 1990/1991, so mein Eindruck, wurde nicht nach sportlichen Gesichtspunkten geurteilt, sondern mehr nach kapitalistischen. Dies schlägt sich besonders im Männerfußball nieder…Es gibt kaum Vereine aus den östlichen Bundesländern in den drei Profiligen…insgesamt nur acht, wenn man die Hertha wegnimmt nur 7. Es müssten rein nach Einwohnerzahl mindestens elf sein…vielleicht gar ein Viertel – also 14…Da stimmt einiges nicht…

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  • Ulf sagt:

    Mein letzter Beitrag wurde vom Politbüro mal wieder gelöscht. S****ß Zensur, zuzügl. 3 Ausrufezeichen.

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  • Doc sagt:

    Nun, es ist ja in der Zeit nach der Wende bekannt geworden, dass Mielke & Co. in der damaligen DDR Einfluss auf Herren-Spiele und deren Ergebnis genommen haben. Dahin gehend war also die DDR dem westdeutschen Fußball weit voraus, der ja jetzt erst beginnt, die Ausgänge diverser Spiele nicht nur von sportlichen Leistungen abhängig zu machen 😉

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Obgleich diese Diskussion absolut nicht zu Turbine passt, will ich mal kurz darauf hinweisen, dass die Einflußnahme auf Spielergebnisse immer über den/die Schiedsrichter der Begegnung erfolgte, und das unabhängig, ob politische, wirtschaftliche und/oder rein kriminelle Hintergründe existieren. Skandale im bundesdeutschen Profifußball gab es reichlich und das schon vor der Wende – wer also hier der „Bessere“ war, würde ich persönlich in keinster Weise herausarbeiten…

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  • eisbär sagt:

    Für mich gehören die DDR-Meistertitel nicht dazu, da sie unter einem anderen Verband ausgetragen wurden. Deshalb ist es aus MEINER SICHT auch richtig, wenn der DFB dort eine Trennung vornimmt.

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  • Stonie sagt:

    Nach der DFB-Rechnung ist Frankfurt im FF Rekordmeister. Dann macht mal bei den Männern klar, dass Köln, M’Gladbach und HSV nie Meister waren!

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  • Detlef sagt:

    @Stonie,
    Warum Frankfurt???
    Selbst wenn die DDR-Meistertitel nicht mitrechnen sollten, wäre immer noch Bergisch-Gladbach Rekordmeister mit 9 Meistertiteln!!!
    Frankfurt hat nur 7, dahinter dann Siegen mit 6 Titeln!!!
    Da Turbine aber vor 1989 keine Möglichkeit hatte, sich mit den Westdeutschen Klubs zu messen, und umgekehrt diese auch nicht mit DDR-Vereinen, müssen alle Titel mitgezählt werden!!!
    Daraus ergibt sich, das sich momentan Bergisch-Gladbach noch mit TURBINE POTSDAM den Rekord teilt!!!
    Frankfurt könnte sich lediglich selber als gesamtdeutscher Rekordmeister bezeichnen, das wäre dann korrekt!!!
    Aber da bei den Herren selbst die Meistertitel von Leipzig und Dresden von vor 1945 mitzählen, sollte das auch für den BFC Dynamo, und natürlich auch für TURBINE gelten!!!

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  • Stonie sagt:

    @ Detlef

    Ich meinte Rekordmeister nach DFB-Rechnung (ab 1990) Frankfurt! Aber die machen ja sowieso wie es ihnen am besten passt.

    Korrekt wäre Rekordmeister der Bundesliga B’Gladbach mit 9 Titel.
    Korrekt wäre (wenn Turbine den Titel verteidigt) mit 10 Meisterschafts-Titeln Deutscher Rekordmeister wäre, da alles Deutsche Meister- bzw Landes-Titel sind!

    Wer dies nicht anerkennt, bezeichnet die Einwohner der Neuen Bundesländer als Nicht-Deutsche!

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  • Christian sagt:

    Turbine Potsdam selbst scheint den Titeln aus den DDR-Bestenermittlungen keine übermäßige Bedeutung zu schenken. Auf der Startseite der Vereinshomepage oder unter Vereinsmails werden in der Titelsammlung zwar auch die Hallenpokalsiege und die errungenen B-Juniorinnenmeisterschaften aufgeführt, nicht aber die Titel aus DDR-Zeiten.

    Der DFB ist ein Verband und zählt somit die Meisterschaften, die unter seinem Spielbetrieb ausgetragen wurden.
    Deshalb wurde bei den Männern u.a. auch Rapid Wien Deutscher Meister 1941 und stand der Deutsche FC Prag aus Österreich-Ungarn im Finale der ersten offiziellen Meisterschaft 1903. (Ja, Detlef, den DFB gab es schon vor 1949). 😉
    Deshalb werden auch von anderen Verbänden veranstaltete Meisterschaften nicht mitgezählt, ob nun diejenigen des Deutschen Fußball- und Cricket Bundes (1892-1902), die Meister der Ehrenliga Saarland (1949-1951) oder die des DFV, um nur einige Beispiele zu nennen.

    Deutsche Meister gibt es also viele, doch nicht alle Meisterschaften wurden vom DFB organisiert.

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  • Pele sagt:

    Ein dreifaches Hoch auf den DDR-Rekordmeister BSG Potsdam.
    Mensch Kinder, Ihr habt Probleme …

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Pele
    Du aber anscheinend auch! 😉

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  • Lucy sagt:

    Mich interessiert auch nur der DFB Verband und nicht das, was noch früher woanders war !!!

    Abgesehen davon kann sich für die Bezeichnung „Rekord-sonstwas“ eh keiner was kaufen !!!

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  • Detlef sagt:

    @Pele,
    Der korrekte Name lautete schon damals BSG Turbine Potsdam!!!
    Und ja, Statistikfans nehmen solche Sachen sehr genau, die hätten mit solch oberflächlichen Betrachtungen schon arge Probleme!!!

    @Lucy und Christian,
    Schon klar, dann muß man aber auch von DFB-Meistertiteln reden!!!
    Dann wäre Bergisch-Gladbach weiterhin der alleinige Champion!!!
    Aber wenn man nur lapidar von „deutschem Rekordmeister“ redet, dann zählen alle Titel, die auf deutschem Boden errungen wurden!!!

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  • Lucy sagt:

    Wie auch immer, der DFB dreht sich das eh so hin, wie er es grad braucht…

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