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Bayer 04 Leverkusen verpflichtet Prießen und Beckmann

Von am 14. April 2010 – 13.09 Uhr 24 Kommentare

Zweitligist Bayer 04 Leverkusen hat die ersten Weichen für den Aufstieg in die Frauenfußball-Bundesliga gestellt. Für die kommende Saison wurden die Junioren-Nationalspielerinnen Marith Prießen und Eunice Beckmann von UEFA-Pokal-Sieger FCR 2001 Duisburg verpflichtet.

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Beide Spielerinnen erhalten einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012. „Mit der Verpflichtung von Marith Prießen und Eunice Beckmann setzen wir konsequent den Weg fort, den wir im letzten Jahr erfolgreich eingeschlagen haben“, freut sich Trainerin Doreen Meier auf die Neuzugänge.

Vorfreude auf neue Herausforderung
Die gelernte Innenverteidigerin Prießen kann flexibel auch auf der Außenbahn oder im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden, in der laufende Saison bestritt sie bereits 13 Bundesligaspiele. „Ich freue mich auf viele neue und positive Erfahrungen, wobei mir neben der sportlichen natürlich auch die berufliche Zukunft wichtig ist.“

Beckmann soll die Offensivkraft des Bayer-Teams verstärken. Die 18-Jährige erzielte unter anderem zuletzt den einzigen Duisburger Treffer bei der 1:2-Niederlage bei Meister 1. FFC Turbine Potsdam. „Mein persönliches Ziel ist, mich weiterzuentwickeln und viele Erfahrungen in der Bundesliga zu sammeln“, freut sich Beckmann auf ihren neuen Verein. „Die junge Mannschaft und das langfristige Konzept des Vereins haben mich schnell überzeugt.“

Perfekte Ergänzungen
Meier lobt die Vorzüge der beiden: „Eunice Beckmann und Marith Prießen passen perfekt zur Philosophie von Bayer 04 und auch menschlich hervorragend ins Team. Marith ist für ihr Alter schon unglaublich routiniert und hat klar das Zeug zur Führungsspielerin. Mit ihrer Flexibilität und Erfahrung wird sie der Abwehr viel Stabilität verleihen. Eunice ist ein Riesentalent, deren Entwicklung wir schon seit längerem beobachten. Sie hat noch sehr viel Potenzial, ist schnell, technisch beschlagen und weiß, wo das Tor steht. An ihr werden wir viel Freude haben.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

24 Kommentare »

  • expert1 sagt:

    04 Bayer rüstet auf, liebe Mitleser ,welche Spielerin bei 04 Bayer spielte nicht oder schon bei Duisburg. Frau Voss Tecklenburg bildet jetzt schon im Westen alle Vereine aus, wird Bochum bald dazu kommen. Prießen, Beckmann. wer geht dann nach Bochum. Frau Meier und Frau Tecklenburg, Köln ist dann in der saison 2011/12 dran versprochen. Was wird aus Duisburg, kann jetzt schon aus bestimmten gründen, die manager des vereins,die jungen juwelen nicht mehr halten. man sollte sich gedanken machen, was ist in ein zwei jahren. Übernahme des vereins durch wem? abwarten aber nicht lange, teetrinken aber schnell……………Wer weit oben ist kann nur nach unten. siehe Main abwärts………………………..

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  • Jarmusch sagt:

    Wäre mal neugierig, wann die Kontakte zu den beiden Spielerinnen geknüpft worden sind.
    Beckmann habe ich anläßlich des Spiels Leverkusen-Köln (27.11.2009) am Jugendleistungszentrum Kurtekotten gesehen (auch Alexandra Popp und einige andere waren da).
    Prießen war jüngst Zuschauerin beim Spiel Leverkusen-Crailsheim (21.03.2010). Dabei war auch Turid Knaak.
    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
    Wahrscheinlich wollten sie ja nur ihre Kolleginnen aus den U-Juniorinnen-Nationalmannschaften (Mester, Linden, Schmitz, Hendrich, Elsig) besuchen.

    Ansonsten sehe ich für Beckmann natürlich große Chancen regelmäßig für Bayer 04 zu spielen, da Trainerin Doreen Meier mit Stürmerin Maren Henseler zuletzt hörbar unzufrieden war.
    Auch wie wichtig eine weitere ‚Sechs‘ ist sieht man aktuell in Leverkusen. Durch zahlreiche Verletzungen müssen innerhalb des Kaders immer wieder Verschiebungen vorgenommen werden (zuletzt spielte z.B. Kathrin Hendrich in der Innenverteidigung) und die Sechserposition hat man mangels Alternativen (auch Mpalaskas wird ja aktuell für die Innenverteidigung gebraucht) quasi geopfert und Janßen sowie Weber zentral und etwas offensiver agieren lassen.

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  • Jarmusch sagt:

    @expert1
    Sicherlich hätte Duisburg beide Spielerinnen gerne gehalten.

    Allerdings ist der Verlust von Marith Prießen doch eher zu verschmerzen. Für mich ist Prießen eine reine Zerstörerin, ihre Spieleröffnung nach vorne ist mangelhaft. Sie ist gut und wichtig, wenn es gilt eine starke Gegenspielerin zu neutralisieren. Aber darüberhinaus kann man von ihr für die Zukunft nicht viel mehr erwarten.

    Anders sieht es bei Beckmann aus, die erst ganz am Anfang ihrer Entwicklung steht. Dieser Typ Stürmer ist rar und heiß begehrt.

    Bin mal gespannt, welche Rolle die beiden in Leverkusen spielen.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    He, Jungs, auch Mädels wollen lieber immer spielen als auf der Bank in einem renommierten Verein zu sitzen! Also nicht immer die olle Kamelle, es gänge ums liebe Geld, überstrapazieren.
    Ausserdem finde ich das vernichtende Urteil über Prießen, als eine noch sehr junge und entwicklungsmäßig mit hohem Potenzial ausgestattete Spielerin vernichtend und einfach unpassend/unzutreffend! Bayer 04 hat als Scouts auch keine Fußballfachidioten!

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  • rockpommel sagt:

    Da hat man mit der Verpflichtung von Ando und den Gerüchten um einen Bachmann-, bzw. Kaurin-Wechsel wohl die falschen Signale gesetzt in Duisburg.
    Die jungen Spielerinnen haben sicherlich ein feines Näschen, was ihre Möglichkeiten angeht.
    Der Schuß scheint also gewaltig nach hinten losgegangen zu sein, zumal Ando, entgegen der allgemeinen Berichterstatung, bisher noch keine Bäume ausgerissen hat!

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  • Jarmusch sagt:

    @Schenschtschina Futbolista

    Ich habe keineswegs ein vernichtendes Urteil über Marith Prießen abgegeben, sondern lediglich ihre (aus meiner Sicht) mangelhafte Spieleröffnung kritisiert.
    Um es noch etwas zu präzisieren: Ich halte sie technisch für limitiert. Für sie spricht aber auf jeden Fall ihre vielseitige Verwendbarkeit.

    Und nebenbei bemerkt: Annike Krahn oder Ariane Hingst sind technisch auch nicht erste Klasse und haben es dennoch zu Welt- und Europameisterehren gebracht.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Jarmusch
    Ich will keineswegs rumhacken, aber Begriffe wie „reine Zerstörerin“ und „mangelhaft“, wenn die im Zeugnis stehen, gibt´s keinen Job!;)
    Da Du allerdings zu recht das Ganze mit dem letzten Satz relativierst, was wiederum meine volle Zustimmung findet, will ich es mal auch so stehen lassen!

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  • uwe sagt:

    Duisburg hat nun mal neben Potsdam den besten Nachwuchs. Die U17 die letzes Jahr Vieze hinter Potsdam wurde spielt dieses Jahr fast komplett in der Zweiten von Duisburg in der 2Bundesliga.
    Lena Wensing hat sogar den Sprung in die erste Mannschaft geschaft.
    Das die ein oder andere Spielerin in die 1.Bundesliga wechselt wenn sie ein Angebot bekommt ist doch normal und nicht zu verhindern.

    Die wirklich guten Spielerinnen mit Potenzial für mehr kann der FCR jedenfalls halten. M Hegering,Alex Popp (Sie hat erst vor kurzen ein 3Jahres Vertrag unterschrieben) L. Wensing.

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  • rockpommel sagt:

    @ uwe

    Hegering und Popp kommen nicht aus der eigenen Jugend. Und wer noch alles wechselt? Schaun mer mal. 😉

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  • uwe sagt:

    @rockpommel
    Ich hab ja nicht behauptet das die beiden aus der eigenen Jugend kommen.
    Aber diese beiden haben trotz ihres jungen Alters den Sprung in die „Erste“ geschafft.

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  • eisbär sagt:

    Ich sehe es ähnlich wie Uwe. Der FCR hat viele gute junge Spielerinnen, da wird die eine oder andere immer mal wieder wechseln, da sie nicht so zum Zuge kommt und wo anders mehr Spielpraxis bekommt. Und es ist ja nicht ausgeschlossen, dass die ein oder andere dann auch mal wieder zum FCR zurückkehrt.

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  • Ulf sagt:

    Laut Rheinischer Post wechseln dann wohl auch 4 Spielerinnen von Duisburg nach Essen:

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  • laasee sagt:

    And Essen next season in Buli 1 or Buli 2 South?

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  • Jarmusch sagt:

    Ich zitiere mich ausnahmsweise mal selbst: „Prießen war jüngst Zuschauerin beim Spiel Leverkusen-Crailsheim (21.03.2010). Dabei war auch Turid Knaak. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.“

    Das mit Turid Knaak war einfach nur mal wild spekuliert. Aber wenn der Artikel der Rheinischen Post verlässlich ist und Knaak wirklich nach Leverkusen wechselt? – Unfassbar!
    Ist es nun Voss-Tecklenburg, die den jetzt Wechselwilligen fehlende Perspektiven aufgezeigt hat, oder sind es die Spielerinnen selbst, die es sich den Sprung zur Stammkraft einfach nicht (mehr) zutrauen.

    Ich sehe es so:
    1) Ilka Pedersen: In den letzten 2 Jahren war sie zumeist verletzt. Der Weg nach langen und schweren Verletzungen zurück ist steinig und mühsam. Vielleicht fehlt Pedersen ein wenig Geduld, vielleicht ist der Weg zu einem schwächeren Verein auch genau richtig, da er mehr Einsatzzeit verheisst.
    Meine Einschätzung (Pro Wechsel/Contra Wechsel): 50:50

    2) Elena Hauer: Hat in den letzten Jahren eigentlich immer ihre Leistung gebracht, wenn sie denn durfte. Ist allerdings auch häufiger mal verletzt gewesen. Bereits 2001 kam sie vom Linner SV (Krefeld) zum FCR, dennoch ist sie gerade mal 24 Jahre alt und hat einen Großteil ihrer sportlichen Zukunft noch vor sich. Sieht man sich ihre Spielanteile in Duisburg mal genauer an macht ein Wechsel Sinn. In der Saison 03/04 kam sie auf 21 (von 22 möglichen) Einsätzen, davon 19 in der Startelf. 04/05 stand sie in allen 22 Bundesligaspielen auf dem Platz (18x Startelf). Danach dann 3 Spielzeiten mit wenig Einsätzen. Und unter Voss-Tecklenburg sind die Startelfeinsätze auch überschaubar 08/09 (16/11), 09/10 (7/4). Voss-Tecklenburg baut vornehmlich dann auf sie, wenn Not am Mann ist, weiß Hauers Zuverlässigkeit dann zu schätzen, mehr aber auch nicht.
    Meine Einschätzung: 95:5

    3) Irini Iannidou: Ist gerade mal 18 Jahre alt. Kam über die 2.Mannschaft in dieser Saison zu bisher 3 Erstligaeinsätzen, stand gegen Jena in der Startformation. Voss-Tecklenburg hat ihr damit Perspektiven aufgezeigt. Eine Entwicklung ist sichtbar.
    Meine Einschätzung: 30:70

    4.) Ana Cristina Oliveira Leite: Wie Iannidou erst 18 Jahre alt. Eine Einwechslung in dieser Saison in der 1.Mannschaft. Von den vier hier genannten Spielerinnen aus meiner Sicht die Schwächste. Es wird kaum reichen um in Duisburg dauerhaft 1.Liga zu spielen. Die Vergangenheit mit Francesca Weber oder Vanessa Martini hat gezeigt, dass ein Wechsel nach Essen-Schönebeck der eigenen Entwicklung förderlich sein kann.
    Meine Einschätzung: 100:0

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  • expert1 sagt:

    WOMENSOCCER könnte doch eine BÖRSE für Frauenfußball machen. ULF das was bei den Männern ist jetzt bei den Frauen. warten wir mal die nächsten Monate ab. Die Frauenvereine, können im internet ja die spielerinnen anbieten und über die offenen stellen anzeigen aufgeben. die rheinischen zeitungen würden sich sicher über den anzeigenumsatz freuen. Dan kann man wieder singen jetzt gehts los……………….jetzt gehts los jetzt gehts………………………………………..

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Jarmusch
    Mal eben so gefragt:Sollte nicht dann eine Anne van Bonn gleichfalls Wechselabsichten hegen? Sie paßt doch in Dein aufgeführtes Schema, wie ich aus der Distanz zu beurteilen vermag.

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  • Jarmusch sagt:

    @Schenschtschina Futbolista
    Bei Anne van Bonn wäre ein Wechsel absolut nachvollziehbar, ja.

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  • Ute sagt:

    kann man verstehen, wenn die Beiden ihre Perpektiven woanders besser sehen zu mehr „Spielzeit“ zu gelangen, besonderes bei E. Beckmann. Hab sie diese Saison eh kaum spielen sehen und dann so eine Aktion: Dass mich eine Trainerin ca. 10 min nach meiner Einwechslung MIT TOR! zum 1:2 beim BULI-Spiel in Potsdam wieder vom Feld nimmt, ohne Verletzungsgrund wohlgemerkt, würde ich mir als Spielerin auch nicht bieten lassen. Soetwas macht man nicht, da dies die „Höchststrafe“ für einen Einwechselspieler darstellt….

    So viel Fingerspitzengefühl sollte man als Trainerin schon haben… dann lieber einer „ausgelaugten“ Spielerin einen kleinen Sonderapplaus gönnen…..auch wenn es an dem Tag nicht viel zu jubeln gab für DUisburg…

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  • Jarmusch sagt:

    Ute schrieb: „Hab sie diese Saison eh kaum spielen sehen und dann so eine Aktion: Dass mich eine Trainerin ca. 10 min nach meiner Einwechslung MIT TOR! zum 1:2 beim BULI-Spiel in Potsdam wieder vom Feld nimmt, ohne Verletzungsgrund wohlgemerkt, würde ich mir als Spielerin auch nicht bieten lassen. Soetwas macht man nicht, da dies die “Höchststrafe” für einen Einwechselspieler darstellt….“

    Da irrst Du aber!
    Ein- und Auswechslung von Beckmann gegen Potsdam waren im Halbfinale des DFB-Pokals. Und das war ein rein taktischer Wechsel in der 93.! Minute, lediglich um etwas Zeit von der Uhr zu nehmen, da Duisburg ja zu diesem Zeitpunkt knapp mit 1:0 führte. Klar hätte Voss-Tecklenburg mit etwas mehr Feingefühl ’ne andere Spielerin herunternehmen können, aber meist trifft es halt bei diesen Konstellationen die Stürmerinnen.
    Aber als Höchststrafe werte ich eine solch späte Auswechslung nicht.
    Und die Duisburger Torschützin in diesem Spiel war Bresonik, nicht Beckmann.

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  • rockpommel sagt:

    „…Dass mich eine Trainerin ca. 10 min nach meiner Einwechslung MIT TOR! zum 1:2 beim BULI-Spiel in Potsdam wieder vom Feld nimmt, ohne Verletzungsgrund….“

    Stimmt so nicht!!!

    Die beschriebene Aktion fand beim 1:0 im Pokal-HF statt!

    Aber inhaltlich gebe ich Dir recht!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Ich will mal so sagen:Ich habe sicher auch etwas dämlich aus meiner Wäsche geguckt als ich diese verkorkste Situation mit der Beckmann-Auswechslung sah, bin aber der Meinung, dass MVT ihr den Grund (Zeit von der Uhr nehmen!) beim Verlassen des Platzes schnell noch vertickt hat! Doch die Miene der Betroffenen wurde dadurch nicht besser…

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  • Ute sagt:

    Ja, Sorry Jungs, da hab ich wohl im Eifer des Gefechts die Spiele verwechselt, seht es mir bitte nach…kann schon mal passieren, so oft wie DU u. TP derzeit gegeneinander spielen dürfen…. 😉

    es ändert allerdings nichts an meinem Eindruck der Ein-wieder-Auswechslung, klar ging es selbstredend um Zeit-schinden…aber MVT hätte auch jede andere Spielerin nehmen können, selbst Uschi Holl – da es einfach nicht der Tag der Turbinen war 😉

    Können Sie morgen in Potsdam alles wieder besser machen…

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  • Pele sagt:

    Ein dreifaches Hoch auf den DDR-Rekordmeister BSG Potsdam.
    Mensch Kinder, Ihr habt Probleme …

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  • Jarmusch sagt:

    Shelley Thompson zu Bayer 04 Leverkusen…nicht schlecht der Specht!
    Das ist mal ein Kracherwechsel. (Quelle: Bayer04-Homepage) Back-to-the-roots sozusagen, ist Thompson doch im nur wenige Kilometer entfernten Monheim/Rhein großgeworden.
    Dabei war Thompson doch erst zu Beginn des Jahres in die US-Profiliga gewechselt (zu Atlanta Beat).
    Jetzt kann das Abenteuer 1.Liga für Bayer 04 beginnen, einzig der Weggang von Vanessa Baudzus schmerzt. Aber Potenzial hat das Team, keine Frage.

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