Home » Bundesliga Frauen

Frankfurts Aufschwung jäh gebremst

Von am 3. April 2010 – 20.34 Uhr 12 Kommentare

Der 1. FFC Frankfurt hat nach den guten Ergebnissen der vergangenen Wochen in der Frauenfußball-Bundesliga einen neuerlichen Rückschlag im Kampf ums internationale Geschäft hinnehmen müssen. Gegen den VfL Wolfsburg kassierte das Team in einem Nachholspiel des 12. Spieltags eine bittere Heimniederlage.

Anzeige

Bei der 1:2 (0:1)-Niederlage brachte die Norwegerin Melissa Wiik die Gäste mit ihrem ersten Bundesligatreffer in der 32. Minute in Führung. Nach der Pause erhöhte Zsanett Jakabfi auf 2:0 (72.), Ariane Hingst gelang nur noch der Ehrentreffer (77.).

Maßlose Enttäuschung
Frankfurts Trainer Sven Kahlert meinte nach der Partie: „Ich bin maßlos enttäuscht, sowohl vom Ergebnis als auch von unserem Spiel. Wolfsburg hat sich den Sieg mit einer taktisch guten Leistung verdient. Meine Mannschaft hat nur 50 Prozent ihres Leistungspotenzials abgerufen.“

Verdienter Sieg
Sein Gegenüber Ralf Kellermann war naturgemäß zufrieden: „Um in Frankfurt zu gewinnen, brauchst Du einen Tag, an dem alles klappt und eine überragende Torfrau. Die hatten wir heute mit Alisa Vetterlein! Der Sieg war nicht unverdient. Wir haben taktisch hervorragend gespielt und nach der anfänglichen Sturmperiode des FFC kaum Chancen zugelassen. “

Da Mbabi sichert Bad Neuenahr drei Punkte
In einer Nachholpartie vom 14. Spieltag gewann der SC 07 Bad Neuenahr mit 2:1 (2:0) gegen den 1. FC Saarbrücken. Einmal mehr war es Nationalspielerin Célia Okoyino da Mbabi, die mit zwei Treffern in der 11. und 12. Minute früh die Weichen für den Sieg stellte. Den Gästen gelang durch Selina Dambier in der 72. Minute nur noch der Anschlusstreffer.

Tags: , , ,

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

12 Kommentare »

  • expert1 sagt:

    Trainer Kahlert soll das Jammern jetzt aufhören, sein früherer Chef hat das Gleiche vor ihm gemacht. Das reicht jetzt, man sollte Taten sehenlassen. Entscheidungen treffen. Im Frauenfußball werden sich die Trainerinnen durchsetzen. SIDI und der kluge Vorstand muß sofort handeln und eine Frau als Trainerin holen. Es gibt in Deutschland genug Ausgebildete Frauen, dank DFB, Der 1. FFC hat jetzt die Möglichkeit, aus den Fehlern zulernen, und seine Strukturen zu überdenken. Als erstes müssen die Trainingsmöglichkeiten für alle Mannschaften geregelt sein. Die Fußballstadt muß beim Wort genommen werden. Der 1.FFC, wir sind in Frankfurt die Nummer EINS, da haben wir auch einige Vorrechte die bei der Stadt eingefordert werden müssen. Um nochmals zum Trainer zukommen, man sagt doch immer Frauenfußball ist was anderes, dann sollte auch der Vorstand keinen Fußballtrainer holen. Übrigens Herr Schröder ist ein sogenannter Frauenfußballtrainer. Nochmal hier geht es um den Frauenfußball in Frankfurt. Zur Erinnerung, in Frankfurt wurde vor längeren schon ein Frauenfußball Verein kaputt organnisiert, fragen Sie Herrn Reisig. Zusammensetzen, sofort handeln, keine Schnellschüsse, Frau Raid ist mein Favorit. Alles gute…………………………

    (0)
  • uwe sagt:

    Ob es jetzt daran liegt das die Damen von einen Mann trainiert werden glaub ich nicht. Immerhin hatten die Frankfurter ihre größten Erfolge mit einem Mann als Trainer.
    Ich weiss nicht woran es liegt, das sie es können haben sie ja in Duisburg gezeigt.
    Was mir allerdings auffällt ist die grausame Chancenverwertung. Wenn die Berichte stimmen müssen sie sich ja gegen Wolfsburg wieder überboten haben mit den auslassen der selbigen.
    Bei der Niederlage gegen Bayern wars das selbe.
    Da spielt es dann auch keine Rolle mehr ob Männlein oder Weiblein den Trainer spielt.
    Natürlich hast du recht was die Frauen im Traineramt angeht.
    Beispiele wie Duisburg,Jena,Leverkusen oder auch bei aller Kritik die Nationalmannschaft zeigen das Frauen erfolgreich auf den Vormarsch sind.

    (0)
  • laasee sagt:

    The problems at Frankfurt are more than just the trainer. It is a philosophy problem. What is their youth player development programme compared with Potsdam and Duisburg?

    Also, Lira left FCR and went to TP which indicated that Frankfurt are not the attraction of past years for the top players.

    Now Frankfurt have an ageing team and all the ‚big names‘ are contracted again for next season which suggests the same level of achievement as this year.

    (0)
  • SCW sagt:

    Was wollen wir mit der Raith?? Der Einzige der sich je gegen Siggi hat durchsetzen koennen und der die Mannschaft (und sie ihn) verstanden hat, war Tritschoks!! Tritschi, komm zurueck nach Hause. :-/

    (0)
  • labrys sagt:

    Der FFC braucht einen autoritären Trainer, mehr nicht…Die Spielerinnen haben sie, eigentlich sollten sie mit diesem Kader um Platz 1-2 spielen. Mir tut es schon fast leid. Ich bin kein FFC Fan, aber wenn ich die Namen höre, die Auflaufen und dann die Ergebnisse sehe, dann muss ich sagen, es stimmt was im Team nicht. Ich kenne die Mannschaft nicht und hab auch keinen Bezug zum FFC. Jedoch scheint es mir, es fehle an Struktur.

    Ich mag SiDi nicht, aber er gehört zu den wenigen Menschen, die sich im FF auskennen. Ich bin nur ein Laie und Fan. Doch ich frage mich: wer ist Trainer beim FFC? Prinz, Kahlert oder SiDi? Als Trainer sollte Kahlert 100% das sagen haben, was ich nicht glaube. Und ist das Team wirklich eine Mannschaft? Ziehen alle am gleichen Strang?

    Der offensive beim FFC ist super klasse, das kann niemand verleugnen (nur jende vom FCR ist gleich gut und jede von Potsdam besser). 52 Tore sprechen eine Sprache für sich. Doch sie haben auch halb so viele Tore kassiert und das mit Nadine Angerer im Tor und 3 Nationalspielerinnen in der Abwehr (Thunebro, Hingst und Bartusiak)… Und trotzdem verpflichten sie weiter offensivkräfte für nächste Saison. Mit Valeria Kleiner haben sie schon einmal einen Schritt gemacht, jedoch würde eine weitere Top-Verteidigerin dem Verein gut tun….Ich hätte da ein paar Namen 😉

    Ich wünsche dem FFC, das sie endlich aus der Krise rauskommen. Sie haben für den deutschen FF viel gemacht und es wäre schade sie weiter so kriseln zu sehen 😉

    (0)
  • Detlef sagt:

    Sidi hat keine Ahnung vom Fußball!!!
    Das hat er selber irgendwann mal von sich behauptet!!!
    Das ist auch nicht seine Aufgabe bei Mainhatten!!!
    Aber es scheint zumindest so zu sein, dass er den Trainer versucht zu beeinflussen, damit die von ihm organisierten Sponsoren, auch ihre Schützlinge spielen sehen!!!
    Und somit hat wohl die Promotion mehr Gewicht, als die Leistung auf dem Platz!!!
    Auch bei den Neuverpflichtungen ist dieser Trend zu beobachten!!!
    Offensivkräfte lassen sich natürlich besser vermarkten, als Verteidigerinnen!!!
    Nun kommt also mit MelB noch eine Offensivkraft!!!
    Aber was ist mit ihrer löchrigen Hintermannschaft???
    Die Namen der Frankfurter Offensive lesen sich wie das Who ist Who des deutschen FF!!!
    Aber was dieser Traumsturm in den entscheidenden Spielen an Chancen versemmelt hat, sollte Sven Kahlert wirklich schlaflose Nächte bescheren!!!
    In Duisburg hatten sie richtig Glück, dass die an dem Tag kein Bein vor das andere bekommen haben!!!
    Aus dieser Krise müssen sich die Frankfurterinnen selber rausarbeiten!!!
    Was passiert wohl, wenn sie wieder keinen internationalen Startplatz holen???
    Wie lange machen das die großen-, potenten Sponsoren wohl noch mit???
    Die Liga braucht mehr starke Teams, sie müssen aber nicht unbedingt 1. FFC Frankfurt heißen!!!

    (0)
  • Marcel sagt:

    Warum Frankfurt hinter seinen Erwartungen spielt ist mir ja eigentlich Schnuppe aber das am Geschlecht des Trainers fest zu machen ist ja schon sehr hanebüchen.
    Ich glaub man ist im FF sehr gut beraten wenn man die Starrsinnigkeit diesbezüglich wie sie es im Männerfussball gibt nicht übernimmt.Es soll einfach der bestmögliche Trainer verpflichtet werden da sollte das Geschlecht keine Rolle spielen.

    (0)
  • franziska sagt:

    Uwe – die groessten Erfolge hatte der FFC mit einer Frau als Trainerin: Monika Staab. – Ist aber schon lange her …
    Vielleicht sollten wieder engagierte und qualifizierte Frauen das Heft beim FFC in die Hand nehmen und sich von manchen eitlen Herren trennen und von vorne mit Wissen und Verantwortung den FFC wieder in die Spur bringen. Das gilt nicht nur fuer die Bl-Mannschaft, sondern auch fuer die restlichen Mannschaften und vor allem fuer den sehr vernachlaessigten Jugendbereich

    (0)
  • Ralf sagt:

    🙂
    ………………………………………………..
    Könnte es möglich sein, dass das, was hier diskutiert wird, teilweise schon mal Gegenstand einer Debatte war?

    (0)
  • Detlef sagt:

    @franziska,
    mit Tritschoks hatte auch ein Mann in Frankfurt große Erfolge gefeiert!!!
    Und in München hat ein Mann fast die Meisterschaft geholt, was seiner Vorgängerin nie gelang!!!
    Und in Potsdam war auch noch keine Frau auf der Trainerposition, und sie hatten und haben trotzdem Erfolg!!!
    Gebe Marcel absolut recht, das Geschlecht ist unerheblich, es zählt das richtige Händchen, und Erfahrung!!!

    (0)
  • labrys sagt:

    Detlef, Raith hatte in München exzellente Vorarbeit geleistet und junge Spielerinnen zu Stützen in der Mannschaft gemacht (simic, mirlach, Baunach, Baneckis) und Herr Wörle hat dann die Lorbeeren geerntet. Ich will seinen Erfolg sicherlich nicht schlechtreden, dafür ist er ein zu guter Trainer 😉

    Aber anstonsten bin ich deiner Meinung. Es ist im Fussball egal, ob man eine Trainerin oder einen Trainer hat. Wäre auch mal schön zu sehen, wenn eine Frau es in die Männer-Bundesliga schaffen würde 😛

    (0)
  • Detlef sagt:

    Liebe swissie,
    ich wollte nicht die Arbeit von Sissy Raith schlecht reden!!!
    Natürlich hat sie den Grundstein gelegt!!!
    Aber die Bayern-Ladies waren unter ihr nicht konstant genug!!!
    Erst mit Wörle gelang der Quantensprung nach ganz oben!!!
    Wenn er es nun noch fertig bringen würde, seine Krankenstation zu leeren, könnte er auch wieder an die Erfolge von letzter Saison anknüpfen!!!

    (0)

1 Pingbacks »